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Venlafaxin ausschleichen

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Hallo Helenchen,
vielen Dank für Deine tröstliche Antwort.
Heute morgen 11.00 Uhr stand ich vor der Frage: Reduziere ich die Tablette auschleichend auf eine halbe oder versuche ich es ganz ohne? Ich habe mich für nichts entschieden und will tapfer aushalten, was in den nächsten Stunden evtl. auf mich zukommt.
Bin schon 75 Jahre alt und habe keinerlei Erfahrung mit Antidepressiva.
Da die depressiven Zustände in letzter Zeit aber sehr schlimm waren, hat mir mein Neurologe, der mich wegen eines Schlaganfalls vor zwei Jahren behandelt, das Venlafaxin verordnet.
Vertrauensvoll nahm ich es und schon nach der ersten Tablette bin ich am Tag danach sehr erschrocken (Übelkeit, Zittern und vor allem die Riesen-Glotzaugen). Ich kam mir vor wie ein Gespenst. Am zweiten Tag war es noch schlimmer - Riesen-Augen, starr und bewegungslos.
Dann habe ich mich im Internet belesen und große Angst bekommen, was da alles auf mich zukommen könnte.
Lieber will ich meine Alters-Traurigkeiten aushalten, als mich auf diese gefährliche Weise "trösten" zu lassen.
Deine Worte machen mir Mut, alles auszuhalten.

Viele Grüße
Carola
 
A

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Re: Venlafaxin ausschleichen
Liebe Carola,
wenn man das Venlafaxin langsam einschleicht, hast du kaum Nebenwirkungen wie Übelkeit und Zittern. Der Körper gewöhnt sich daran, es verschwindet dann ganz oder es tritt gar nicht auf. Was trotzdem passieren kann, ist Müdigkeit. Du scheinst aber auch recht sensibel zu reagieren, da müßte man halt noch vorsichtiger sein. Also wenn es Dir wirklich dreckig geht, dann lass Dich nicht von diesen Erfahrungen abschrecken. Ich hatte auch schon Übelkeit von Venlafaxin als ich es plötzlich hochgefahren hab', davon ist nun nichts mehr zu spüren, ich nehme es zur Zeit regelmäßig. Ich würde schon lieber ohne auskommen, es greift halt in den Hirnstoffwechsel ein, aber zur Zeit krieg' ich's nicht hin, ich bin einfach ein Häufchen Elend ohne. Und wenn ich es einige Wochen genommen habe, geht es mir besser. Wenn nichts mehr anderes hilft, kann das AD Deine Rettung sein.

Helenchen
 
Hallo Carola,

auch ich finde 150mg zum Einstieg erschreckend viel.
Habe selber über 2Jahre Venlafaxin genommen - es hat mir wirklich gutgetan. Allerdings habe ich mich auf Anraten meiner Ärztin auch "eingeschlichen" - sie hatte mir 37,5mg Tabletten verschrieben. Da habe ich 14Tage erstmal immer eine genommen , dann 1,5 und später dann 2 - jeweils eine morgens eine abends.
Erst als das passte bin ich auf Retard umgestiegen - ich habe auch immer nur 75mg genommen, mehr wollte ich nicht.

Jetzt grad hab ich mich ausgeschlichen - immer um die Hälfte reduziert (Kapsel auf, Hälfte raus, Kapsel zu) .
alle 8-10 Tage habe ich wieder um die Hälfte reduziert, bis ich am Schluß nur noch Kügelchen vom Finger gepipst habe.

Es hat super geklappt !!! *auf-holz-klopf*
 
Hallo, Ihr beiden -
vielen Dank für Eure Zeilen.
Ich habe es nun erstmal überstanden und will weiterhin ohne Venlafaxin auskommen.
Es war schon in den zwei Tagen des Einnehmens zu heftig für mich.
Neben ständigem Zittern, der Übelkeit und Verstopfung bis zur Darmblutung waren es vor allem die riesengroßen starren Froschaugen, die mir extreme Angst einjagten.
Es geht mir jetzt zwar immer noch mies, aber dieses Mittel kommt für mich nicht mehr in Frage.
Vielleicht findet mein Neurologe noch etwas anderes für mich.
Ich habe allerhand im Internet dazu gelesen.
Da wird auch von extremer Gewichtszunahme, Suizid-Handlungen und Gefühlskälte mit aggressiven Handlungen berichtet - vor allem in der Absetzphase. All das kann ich nicht gebrauchen.

Natürlich muss das alles bei mir nicht bei mir eintreten. Da ich aber schon nach zwei Tagen so sensibel reagiert habe, hätte ich
nur noch Angst vor dem Mittel.

Viele Grüße und alles Gute für Euch.
Carola
 
Sorry, aber ich muss jetzt diesen Thread auch nochmal hochholen.

Finde es ehrlich gesagt traurig, wie hemmungslos manche Ärzte Venlafaxin verschreiben, ohne wirklich Ahnung von diesem Medikament zu haben.

Hatte bis vor 2 Monaten auch stärkere psychische Probleme, welche aber durch meine Umwelt (also nicht erblich...) bedingt waren.

Vor ca. einem halben Jahr hat mir mein Hausarzt dieses Medikament verschrieben. Die einzige Wirkung, die ich verspürte war anfangs permanentes Kopfweh. Also ich ihm das mitgeteilt hatte, hat er die Dosis auf 75mg verdoppelt. Wieder keine Besserung der Psyche.

Was mich letztlich rausgerissen hat war fast täglich Sport, eine Psychotherapie, viel Bücher über Psychologie und vor allem das Rauchen aufzuhören. Mit dem Rauchen aufhören gings dann nur noch aufwärts und heute bin ich total glücklich.

Habe das Medikament ca. 2 Monate genommen, und dann nach etwas Internetrecherche von 75 mg auf 37,5 heruntergesetzt, dann von 37,5 auf 25 mg, dann von 25 mg auf 12,5 mg und letztlich auf 0 mg. Der letzte Schritt ist jetzt über 2 Wochen her und es gibt noch immer Phasen wo mir total schummrig wird und sich meine Optik im wahrsten Sinne des Wortes etwas verschiebt.

Was ich daraus gelernt habe ist, dass man sich nur heilen kann, wenn man energisch an sich arbeitet und die Herausforderung annimmt, einfach darauf hoffen, dass es irgendwelche zweifelhafte Medikamente richten werden ist m.E. fahrlässig.
 
Hallo

Hier meine Erfahrung:

Ich nehme dieses Medikament (75 mg/Tag) seit ca. 8 Monaten.
Ich habe es genommen, weil ich Methadon abgebaut habe (von 70 mg) und es mir ab 5 mg/Tag (Methadon) sehr schlecht ging.
Das Velafaxin hat mir diesbezüglich geholfen, aber weil ich wieder abestürtz bin auf Methi, benötige ich das Velafaxin grundsätzlich nicht mehr.

Bei 75 mg/Velafaxin/Tag wurde es mir nach dem Absetzen ab dem 2 Tag schwindlig, wenn ich mich umgesehen habe am Meissten.
Ich hatte Angst vor dem Entzug und dachte, dass der Entzug dieses Medikamentes wieder ein langer, mühsamer Weg sei.
(ähnlich wie Methadon)...:-(

ABER: Ein Oberarzt (PDAG, Aarau) teilte mir mit, dass das Absetzen von Velafaxin (bei mir 8 Monate zu 75 mg/Tag) MAXIMAL 4-10 Tage Mühe macht. Schwindelgefühhle --> DANN IST ES V O R B E I 🙂)))

Ich bin diesbezüglich nun schon den 4 Tag "CLEAN" und kann allen die ANGST NEHMEN.
Es ist halb so schlimm.

WENIGER HART als das Aufhören des Rauchens.

ALSO:

Habt MUT, HABT KEINE ANGST....nach MAX. 10 Tagen ist es geschafft (..mit der oben erwähnten Dosis)..

Ich gehe davon aus, dass es bei höheren Dosen nicht sehr viel länger dauert...


ES KOMMT GUT... Umso weniger Medis/Tag --> Umso besser...

Wir alle haben viele "versteckte" Energien, Lebensfreude und Mut, haben aber "zu wenig Kraft" diese NATÜRLICHEN Reserven zu nutzen..

Es ist immer "einfacher", METHIS zu schlucken.... ABER: Du schaffst es🙂

Alles erdenklich GUTE aud Deinem weiteren Weg🙂


Herzlich liebe Grüsse
Roger


Hallo ich nehme seit einem Jahr Venlafaxin von Heumann 75mg
Jetzt möchte ich langsam anfangen es abzusetzen, mein Arzt sagteich solle jetzt nur noch jeden 2 Tag eine Tablette nehmen.
Heute war dann der erste Tag wo ich sie weggelassen hab und ich merkte schon wie es mir schwummerig wurde.
In der Vergangenheit wurde mir auch oft übel und musste sogar erbrechen wenn ich mal eine vergessen habe.
Jetzt habe ich Angst das es wieder so schlimm wird.
Was kann ich gegen die Absetzerscheinungen tun? immerhin muss ich montag jeden Tag zur Arbeit fahren und ich habe Angst das da was passieren könnte.
Habt ihr einen Rat?
 
Sicher nicht zur Nachahmung empfohlen, aber ich habe seiner Zeit Venlafaxin in einer Dosierung von 150mg pro Tag genommen. Die beschriebenen, äußerst unangenehmen Nebenwirkungen ließen bis zum Schluss nicht nach.
Ich hatte schwere Beine, fühlte mich im Kopf, als hätte ich tagelang Alkohol in mich hineingeschüttet. Eine stimmungsaufhellende Wirkung trat auch nach Monaten nicht ein.
Da setzte ich das Zeug einfach ab, von jetzt auf gleich. Und es geschah nichts. Aber ich konnte wieder aufrecht gehen, mein Kopf wurde frei, mein Blutdruck normalisierte sich und ich selbst spürte mich wieder.
Ich denke, es gibt wirklich Besseres als dieses Venlafaxin.

Burbacher
 

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