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Vater schlägt mich...

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    vater
Liebe Babe,
hab jetzt Deine Geschichte auch gelesen. Leider - muss ich gestehen - kann ich zu Deinem Wohnungsproblem nicht so viel beitragen. Dass Du da ganz dringend rausmusst, kann ich nur den anderen beipflichten.

Ok, Du schreibst "keine Assi-Familie". Ich glaube, gerade das ist mit ein sehr schwieriger Punkt. Ist es nicht viel einfacher, mit sowas umzugehen (wenn man überhaupt von einfach reden kann), wenn es nach außen hin total offensichtlich ist? Nein, so lebst Du in den Zwängen einer scheinbar völlig intakten und unbescholtenen Familie. Da wird Dir doch von Vornherein gleich jeder Wind aus den Segeln genommen -> Denn: Du bist davon überzeugt, dass Dir keiner glauben wird oder Dir kein Verständnis entgegengebracht werden kann.

Aber das stimmt nicht! Wehre Dich, setze Dich endlich für Dich ein und vor allem, stehe zu der Situation genauso wie sie ist. Du brauchst Dich für nichts zu schämen! Du sagst, Dein Leben ist verpfuscht, was hält Dich also davon ab, dem ein Ende zu setzen und Deinen Vater anzuzeigen? Dir wurde Unrecht getan, nicht Dir muss das peinlich sein! Es ist schwer das zu lernen, kenne das leider aus meiner Vergangenheit. ABER: Nachdem mir eine Freundin die Augen geöffnet hat, dass kein Mensch der Welt das Recht hat, Dich zu schlagen, habe ich nach und nach immer mehr darüber nachgedacht.

Du willst es abstellen, also gehe den Kampf ein! Der Anfang mag schwer sein, aber es wird immer besser. Du fühlst Dich so erleichtert, wenn Du mit der Situation offen umgehst. Du wirst Dich wundern, wie viele Menschen Verständnis für Dich haben.

Habe gesehen, dass Du noch einen anderen Thread in Richtung Freunde hast. Hast Du denn niemanden, dem Du Dich anvertrauen kannst? Das ist jetzt so wichtig. Wenn nicht, dann nutze die öffentlichen Zentren, die die anderen bereits empfohlen haben. Die haben alle ein offenes Ohr für Dich.

Noch etwas wollte ich schreiben. Du hast auch auf einen Thread geantwortet, in dem eine Frau von ihrem Mann immer wieder angegriffen wurde. Sag mal, gibt es bei Dir auch jemanden, einen Freund vielleicht, der Dir ähnlich mitspielt? Ich hoffe doch nicht, aber wenn, bitte lass es raus, wir möchten Dir gern helfen.

Liebe Grüße und Kopf hoch, wir sind für Dich da.

Vienne
 
A

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Re: Vater schlägt mich...
Meine letzte Frage ist inzwischen - leider - beantwortet (unter "Liebe/Partnerschaft"). Bitte liebe Babe, löse Dich von dem Mann, der Dir nur vermeintliche Liebe gibt. Du bist ein wertvoller Mensch und hast besseres verdient.

Lieber Gruß
Vienne
 
Hallo Babe,

das tut mir leid. Ist ja heftig was Du immer noch mitmachst.

Ich hatte einen Vater der auch nur trank. Meine Mutter mit ´ner Persönlichkeitsstörung, eine Furie. Wenn mein Pa sturzbesoffennach Hause kam, stürzte sich meine Mutter auf ihn. Es gab den grössten Krach. Sie schrie, er prügelte, beide prügelten sich und zerstörten die Wohnung und das auf einem Dorf wo jeder jeden kennt. Die Polizei war meist da oder die Nachbarn.
Du darfst jetzt nicht glauben, dass wir Assi´s waren. Nein.

Ich hab trotzdem die "heile Welt" gespielt, hab mir was vorgemacht. So ungefähr "wir sind doch eine super Family", wenn es wieder mal normal zuging.

Alle haben es gewusst. Ich hab es jetzt ausgesprochen und auch die Verwandschaft damit konfrontiert.

Und?, niemand aus der Familie wollte was gewusst haben. Jetzt wo wir Probleme mit meiner Mutter haben werd ich als "Böse" abgestempelt. Ich spreche etwas aus, was man nur hinter vorgehaltener Hand sagen darf. Keiner aus meiner Familie spricht noch mit mir. Ist mir mittlerweile auch egal.

Mein Schwiegervater hat mich sex. belästigt, also hat mich versucht "anzufassen". Ich hab´s ausgesprochen, nach 25 Jahren. Jetzt werd ich als Lügner beschimpft.

Aber glaub mir, ich bin jetzt frei und mit mir in dieser Beziehung im Reinen. Ich hab und werde mich von diesen Menschen abwenden. Mit meinen Schwiegereltern habe ich abgeschlossen. Bin da ausgezogen. Mit meiner Mutter, so weh es auch tut, kann ich nicht mehr leben. Sie terrorisiert und zerstört noch mein letztes bisschen Lebensmut.

Keiner aus der Familie oder dem Bekanntenkreis glaubt mir. Nur meine Kinder und mein Mann. Keiner aus der Familie hilft uns, im Gegenteil.
Jetzt bauen wir uns zum 3.Mal was Neues auf. Ich fühl mich zwar noch nicht ganz glücklich. Es wird schwer aber ich weis es lohnt sich und ich hoffen endlich meinen Seelenfrieden zu finden.

Ich denke, beende das Verhältnis zu Deinem Freund und ziehe aus der Wohnung Deiner Eltern aus.

Es gibt bestimmt Beratungsstellen in Deiner Stadt. Ich hab da keine Ahnung.
Aber unternimm etwas und setz Dich nicht mehr diesen schlimmen Situationen aus.

Schreib mal wieder. Ich umarm Dich und wünsch Dir ganz ganz viel Glück.

Suse
 
Hallo Beate,

du glaubst gar niht wie gerne ich ausziehen würde. Ich habe zwar hier im haus meine eigene Etage, aber ohne Schlüssel. Sprich meine Eltern können jederzeit hier hoch kommen. Nach wie vor muss ich die Küche mit ihnen teilen, d.h. ich bin oft unten bei ihnen und sehe somit meinen Vater. Ich hasse ihn! Manchmal telefoniere ich, MICH hat JEMAND angerufen (also kostet es uns nix) und er legt im Vorbeigehen einfach auf. Es ist so peinlich. Wo bekomme ich finanzielle Unterstützung? Soweit ich weiß von KEINEM, da wir ein Haus und genug Geld haben.
 
Vienne meinte:
Ich glaube, gerade das ist mit ein sehr schwieriger Punkt. Ist es nicht viel einfacher, mit sowas umzugehen (wenn man überhaupt von einfach reden kann), wenn es nach außen hin total offensichtlich ist? Nein, so lebst Du in den Zwängen einer scheinbar völlig intakten und unbescholtenen Familie. Da wird Dir doch von Vornherein gleich jeder Wind aus den Segeln genommen -> Denn: Du bist davon überzeugt, dass Dir keiner glauben wird oder Dir kein Verständnis entgegengebracht werden kann.

Richtig, keiner wird mir glauben, da wir nach außen hin die perfekte Familie sind.
Ich will endlich ausziehen, aber ich verdiene in meiner Ausbildung einfach nicht genug Geld, um dies zu ealisieren.
 
Hi Suse,

das klingt ja furchtbar was du erlebt hast - dagegen ist meine Geschichte ja eine Nichtigkeit.

Ich kenne das, wenn einem Niemand glaubt und man als Lügnerin dargestellt wird - ist verdammt beschissen und man fühlt sich so unglaublich schwach.

Ihr sagt alle, ich soll ausziehen. Nur wie? Ich bin 22 Jahre alt - Azubi. Ich verdiene kaum etwas!
 
Hi Babe,

ich hab so das Gefühl beim Lesen Deiner Beiträge, dass Du vielleicht Angst vor dem was kommt hast? Angst vor finanziellen Problemen, Angst vor dem, "wie geht´s weiter", hast?
Ist verständlich aber einen Versuch wäre es doch wert, oder?

Glaub mir, ich gehe nicht ohne Gefühl von meiner Mutter weg. Und glaub mir mit diesem Neuanfang beginne ich endlich frei zu sein. Ich werde leben ohne derartigen Stress.

Ich finde das kannst Du auch schaffen. Auch als Azubi. Versuch doch wenigstens in verschiedenen Beratungsstellen, Wohngeldstelle, Sozialamt, vielleicht auch Jugendamt, Arbeitsamt, ich weis nicht was es da noch gibt, Dich beraten zu lassen. Es mus doch einen Weg für Dich aus diesem Terror geben.

Ich wünsch Dir alles alles Gute und vergiss nicht zu schreiben wie es Dir geht.

Liebe Grüsse von Suse
 
Hi Suse,

also ich habe mich bereits erkundigt: Wohngeld bekomme ich keins. Und man muss nachweisen, dass es zuhause nicht mehr auszuhalten ist,.. aber wie sol ich das nur machen? Versteckte Kamera oder wie? Zu Hause zu sein ist die Hölle, ich bin froh wenn ich icht hier sein muss. Hab ja nicht mal einen Schlüssel, um hinter mir abschließen zu können.
Im Vergleich zu den Problemen Anderer hier, ist meins harmlos - klingt zumindest so, wenn ich davon schreibe. Ich habe aber wirklich massive Probleme. Wünsche mir so oft, dass mein Vater endlich tot ist - auch wenn es asozial klingt.
 
Hallo,

das mit dem nachweisen (das es z.H. nicht auszuhalten ist) wäre doch beim Arzt möglich, oder? Ebenso kannst Du Dich mit Deinem Hausarzt wegen psych. Probleme unterhalten. Ich denke er könnte Dir helfen bzw. vielleicht eine Überweisung zu einem Psych. Doc. geben.

Somit wäre doch erst einmal der Anfang geschaffen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Dich das "kalt" lässt wenn Dich Dein Vater sowie Dein Freund schlagen.

Was ist mit dem Jugendamt?

Was sagt eigentlich Deine Mutter zu dem Ganzen?

LG Suse
 
Hallo Babe,

ich hatte einen ebenfalls prügelnden Vater und kann dir nur raten: ausziehen!
Du bist 22, also bereits seit 4 Jahren volljährig und selbständige Herrin über dein Leben. Bis zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind deine Eltern verpflichtet dir rd. 640,€ zu zahlen. Das ist an sich genug um auszuziehen, ne kleine Wohung oder WG-Butze zu mieten und über die Runden zu kommen...ggf noch nen kleinen Minijob dabei und es geht dir richtig gut!
Falls die Eltern nicht zahlen können oder wollen, ab zum Arbeitsamt ALG II-Antrag stellen, die zahlen dann, oder holen sich ggf. die Kohle bei den Eltern wieder zurück.

Ob du deinen Vater anzeigst ist noch mal ne andere Sache...Vorrang sollte aber erst einmal deine Sicherheit und Rettung deines Selbstwertgefühles haben, d.h. du musst als erstes raus aus der väterlichen Schlaglinie! Damit ist erst einmal dieser Macht- und Einflussfaktor geringer geworden!

Ganz wichtig für dich ist auch, was die anderen Beiträge z.T. angeraten haben, dass du dir psychologische Hilfe holst, lernst dich abzugrenzen, u.a. auch von deinem Aso-Dad. Ja ich finde tatsächlich, dass er Aso ist, denn Schlagen ist ein asoziales Verhalten. Und zudem noch strafbar. Lt unserer Gesetzgebung sind psychische oder physische Gewalt verboten und strafbar.
Wie auch immer dein Vater drauf ist, das hat nix mit dir zu tun. Also Scham- oder Schuldgefühle sind hier vollkommen fehl am Platze. Dein Vater ist ganz allein verantwortlich für sein Denken, Fühlen und Handeln. Jeder Mensch kann sich sozial verhalten oder eben nicht. In diesem Falle ist die väterliche Entscheidung auf Asozialität gefallen. Dafür ist er ganz allein verantwortlich und sollte auch allein dafür gerade stehen!

Wichtig ist aber für dich zu lernen, dass du nun allein die Verantwortung für dein Leben hast, daher solltest du es so organisieren, dass du deinen Ar**und auch deinen Selbstwert ausreichend vor Angriffen schützt. Und ein Punkt dahingehend ist halt das Weggehen. SOFORT! Notfalls zuerst in ein Frauenhaus, da gibt es auch Berater die zwecks Wohnungssuche, Anzeige und so weiterhelfen können.
Trau dich dein Leben in die Hand zu nehmen und sei dir zumindest so viel wert, dass dir ab sofort kein Typ oder Typin auf diesem Planeten sich ungestraft das Recht herausnimmt dich seelisch oder körperlich zu attackieren und zu erniedrigen!

Diesen ab sofort-Punkt habe ich ggü meinem Vater so im Alter von ca 15, 16 Jahren durchgesetzt, indem ich ihm drohte ihn bei Schlagversuchen ebenfalls anzugreifen und zwar effektiv. Ich war wohl glaubwürdig, denn ich wurde nie mehr geschlagen. Allerdings war die Grundstimmung nach wie vor mies, und ich hab gesehen, dass ich so schnell wie möglich da wegkam. Damals so vor 25 Jahren war das Thema Anzeige nicht so up to date...allerdings würde ich in heutigen Zeiten schon ne Anzeige gemacht haben...Kommt auch immer auf die Situation an....bei mir war es so, dass wir im Dorf lebten, ich meine Jugend so gut wie nur unterwegs mit Freunden oder im Pferdestall, in den Wäldern und Wiesen etc. verbracht hatte, es gab Ausweichmöglichkeiten, es gab Bereiche, in denen ich unabhängig war. Z.B. auch geldmäßig, ich hab aus meiner Reiterei nen Job gemacht. Wichtig ist grundsätzlich der Glaube an sich selbst und der unbedingte und unbeirrbare eigene Wille sich selber zu schützen, keine Angst zu haben, oder zumindest nicht zu zeigen und sich durchzukämpfen.
In deinem Fall halte ich es aber für sinnvoll zu gehen und das Thema Papa auf diese Weise abzuhaken. Psychologische Hilfe oder eine Lebensberatung bei Caritas oder Diakonie oder eine Gewaltopferberatungsstelle etc. können dir dabei weiterhelfen, falls du den drive zur Selbständigkeit und Ablösung von der Vergangenheit, dem Elternhaus und der Vatermacht nicht selber hinkriegst. Nutze deine Chancen, denn du hast nur ein Leben. Wäre schad, wenn du dir das durch zu lange Duldung und Passivität (für die du nix kannst, die ist ansozialisiert, wird dir in der Mädchenerziehung verpasst, ist aber abzuändern!!) selber versauen würdest. Eine Möglichkeit bei fehlender Abgrenzung und Ablösung wäre es ständig wieder an Männer zu geraten, die wie dein Vater drauf sind, also asozial im Sinne von frauenverachtend und -erniedrigend. Weil sich durch fehlende Abgrenzung/Ablösung in dir der Aberglaube manifestiert, du seist nix anderes wert als miese Kerle und schlechte Behandlung. Dadurch dass jemand dir ggü. seine Macht demonstriert, dich durch Gewalt unterwirft wird dir klar Unterlegenheit, Schwäche und Wertlosigkeit signalisiert. Davon darf man kein Stück annehmen oder glauben! Du bist was wert und zwar nicht das, was andere dir direkt oder indirekt eintrichtern, sondern allein das was du entscheidest, was du wert bist! Und ich hoffe zumindest deine Bewertung dir ggü fällt positiv aus, womit du an sich bereits weisst, was du tun musst!

Ich wünsche dir alles Gute und die Mut und die Kraft dein Leben in die Hand zu nehmen!
LG
Tyra
 

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