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Vater erpresst mich emotional

Ich würde nicht ankündigen wenn ich den Kontakt abbrechen würde, sondern es ohne Vorwarnung machen. Eltern fühlen sich durch Ankündigungen / Drohungen unter Druck gesetzt und halten sich erst recht nicht dran. Aus meiner eigenen Erfahrung kann kam der allererste Schritt zur Einsicht bei meiner Mutter 6 Monate nachdem ich den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte. Sie hatte gemerkt, dass sie sich die ganze Chose selbst eingebrockt hatte und konnte nicht auf andere zeigen, was das alles für sie um so schmerzhafter machte.

Bzgl. der Frage, ob du den Kontakt generell abbrechen solltest: Meiner Meinung nach sollten aus einer Beziehung immer beide Beteiligten etwas positives mitnehmen. Ansonsten wird von mindestens einem die Energie komplett ausgesaugt. Ich habe mich entschieden, den Kontakt zu meiner Mutter abzubrechen als es für mich nicht mehr anders tragbar war, d.h. erst als die Energie komplett weg war. Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich es nicht früher getan habe, weil eben die Einsicht ihrerseits dann auch früher gekommen wäre.

Bzgl. der Beziehung zu meiner Mutter habe ich mir ein paar Rahmenbedingungen gesetzt unter denen ich bereit wäre, den Kontakt wieder aufzubauen. Das klingt so hart, da Liebe ja eigentlich bedingungslos sein sollte. Aber es gibt im Leben einfach rote Linien. Ich könnte mir bei dir Vorstellen, dass eine dieser roten Linie das Reden über deine Mutter ist. Ich würde an deiner Stelle das Thema "deine Mutter" in Anwesenheit deines Vaters nicht erwähnen und darauf bestehen, dass er es nicht erwähnt. Manche Probleme sind zu groß um gelöst zu werden, und eigentlich ist es ein Problem zwischen deinen Eltern, das lediglich zu deinem Problem gemacht wird. Drohungen bzgl. Hochzeit schwänzen und Enkel nicht besuchen würde ich mir auch verbitten. Für mich wäre das unerträglich.
Ich würde nicht ankündigen wenn ich den Kontakt abbrechen würde, sondern es ohne Vorwarnung machen. Eltern fühlen sich durch Ankündigungen / Drohungen unter Druck gesetzt und halten sich erst recht nicht dran. Aus meiner eigenen Erfahrung kann kam der allererste Schritt zur Einsicht bei meiner Mutter 6 Monate nachdem ich den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte. Sie hatte gemerkt, dass sie sich die ganze Chose selbst eingebrockt hatte und konnte nicht auf andere zeigen, was das alles für sie um so schmerzhafter machte.

Bzgl. der Frage, ob du den Kontakt generell abbrechen solltest: Meiner Meinung nach sollten aus einer Beziehung immer beide Beteiligten etwas positives mitnehmen. Ansonsten wird von mindestens einem die Energie komplett ausgesaugt. Ich habe mich entschieden, den Kontakt zu meiner Mutter abzubrechen als es für mich nicht mehr anders tragbar war, d.h. erst als die Energie komplett weg war. Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich es nicht früher getan habe, weil eben die Einsicht ihrerseits dann auch früher gekommen wäre.

Bzgl. der Beziehung zu meiner Mutter habe ich mir ein paar Rahmenbedingungen gesetzt unter denen ich bereit wäre, den Kontakt wieder aufzubauen. Das klingt so hart, da Liebe ja eigentlich bedingungslos sein sollte. Aber es gibt im Leben einfach rote Linien. Ich könnte mir bei dir Vorstellen, dass eine dieser roten Linie das Reden über deine Mutter ist. Ich würde an deiner Stelle das Thema "deine Mutter" in Anwesenheit deines Vaters nicht erwähnen und darauf bestehen, dass er es nicht erwähnt. Manche Probleme sind zu groß um gelöst zu werden, und eigentlich ist es ein Problem zwischen deinen Eltern, das lediglich zu deinem Problem gemacht wird. Drohungen bzgl. Hochzeit schwänzen und Enkel nicht besuchen würde ich mir auch verbitten. Für mich wäre das unerträglich.

Es in unerträglich, so hatten wir es ja bisher gehandhabt, das Thema wurde möglichst ausgeklammert, aber dadurch entstand immer mehr Distanz weil wir halt immer auf der Hut sein müssen, was wir wie erzählen und meine Mutter gehört halt einfach zu meinem Leben dazu und ich möchte sie absolut nicht missen. Und in gewissen Situationen war das halt nicht mehr möglich und ist dann eskaliert, also er ist eskaliert, Jetzt hatten wir beschlossen da nicht mehr mit zu machen und ihr lest ja hier, was dabei rausgekommen ist, er beharrt umso mehr auf seinem Standpunkt, ist wütend, bockig und spielt den absolut Unverstandenen, der ja eigentlich das Opfer meiner bösen Mutter ist. Auf der einen Seite distanziert er sich auf der anderen Seite suggeriert er, dass er doch mehr und intensiveren Kontakt wünscht, allerdings nur zu seinen Bedingungen.
 
Es ist unerträglich
Damit hast du dir die Antwort auf deine Eingangsfrage selber gegeben.

Zum Thema Narzissmus: Mein Stiefvater ist auch ein ziemlicher Narzisst. Er hält sich für das Zentrum des Universums und meine Mutter himmelt ihn an. Seit ich ihm körperlich und mental ebenbürtig bin, d.h. er nicht mehr seine Überlegenheit ausspielen kann, ist sein Narzissmus mir gegenüber völlig zusammengebrochen und wir haben kein Problem mehr miteinander. Narzissten vertragen nicht, wenn "Augenhöhe" hergestellt wird.
 
Er begibt sich mit niemandem auf Augenhöhe, ich glaube vorher würde er sich eher ein Bein abhacken, Er lebt komplett in seiner Welt und alles was er nicht als „richtig“ und „normal“ empfindet ist nicht richtig und normal, Punkt. Da er finanziell extrem gut da steht, kann er sich halt darauf verlassen, das er mit Geld alles regeln kann, auch wenn er von allen verraten u verlassen wird, sein Geld und damit sein persönlicher Sicherheitsanker bleiben ihm treu, Ihn zu ändern haben wir alle schon lange aufgegeben, meine kindliche Hoffnung war dennoch da, es ist Zeit sie zu begraben. Jetzt suche ich nach einem Weg für mich selber damit Frieden zu finden, aber dafür gibt es wohl kein Patentrezept.
 
Nein, das gibt es leider nicht. Der Schmerz bleibt.

Was Du beschreibst, haben wir genauso mit meinen Kindern und ihrem Vater. In dem Part bin ich die Mutter.

Im Resultat haben inzwischen alle Kinder keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Es ist so bitter und tut allen Beteiligten auch so weh. Mir auch, das zu sehen.

Aber da führt irgendwie kein Weg rein. Er ist nicht in der Lage, versöhnliche Töne anzuschlagen, Zuneigung zu signalisieren oder sonstigen unbelasteten Kontakt herzustellen. Wenn er Kontakt will, geht er zu seiner Anwältin und lässt sie Briefe schreiben, in denen sie die Kinder unter Androhung von (völlig haltlosen) Rechtsfolgen auffordert, sich mit irgendwelchen sinnfreien Informationen bei ihm zu melden (alle sind lange volljährig). Das ist so krank. Ich verstehe nicht, wie ein erwachsener und intelligenter Mensch nicht begreift, dass so die Gräben immer tiefer werden und die Rückkehr zu einer "normalen" Beziehung immer unwahrscheinlicher wird.

Auch Dein Vater ist so natürlich nicht glücklich. Aber auch ihm scheint es nicht möglich zu sein, das emotional zu verstehen und zu empfinden bzw. sind seine Verletzungen und Schutzmuster so stark, dass er das um jeden Preis vermeidet und lieber um sich keilt.

Im Grunde verdienen diese Männer tiefes Mitleid.

Aber vorher bist Du dran. Du musst das für Dich verarbeiten. Das braucht Zeit.
 
Im Grunde verdienen diese Männer tiefes Mitleid.
Definitiv! Und das ist bei mir die friedliche Endstufe der Gefühlen zu meinem Stiefvater. Statt wütend bin ich nur noch ein bisschen traurig: Er hat keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern, Enkeln, hat sein Urenkelkind nie gesehen. Das ist seine Baustelle und seine Familie, da kann ich nicht helfen. Weil ich nicht mehr wütend sondern mitfühlend bin, hat sich die Opferrolle umgekehrt. Ich bin frei und habe meinen Frieden.
 
Nun hat er mir eröffnet, ich würde weder zu meiner Hochzeit kommen, noch sich um einen Enkel kümmern, noch zu Geburtstagen oder sonstigen wichtigen Feierlichkeiten erscheinen, wenn „die Alte“ dort anwesend ist.

Ich kenne die Situation, und zwar sowohl von meinen Eltern als auch auf Seiten meines Mannes. Bei meinem Mann war es seine Mutter, die sich so quergestellt hat, auf meiner Seite war es mein Vater.

Wir haben beiden (es ging um verschiedene Situationen) klipp und klar gesagt, dass wir uns vor keinerlei Karren spannen lassen werden. Zu allen Festlichkeiten sind immer alle eingeladen worden, und wenn einer meint er muss da seine persönlichen Befindlichkeiten höher hängen als sein Kind oder seine Enkel, dann muss er das so machen.

Die Reaktionen waren unterschiedlich. Die Mutter meines Mannes ist tatsächlich nicht zu unserer Hochzeit erschienen, und zwar ohne vorher abzusagen. Das Verhältnis ist auch nicht mehr besser geworden; sie ist allerdings auch anderthalb Jahre später verstorben.

Mein Vater hat (obwohl er der sturste Mensch ist, den ich kenne) die Kurve gekriegt und ist (entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung) bei der Einschulung seiner einen Enkelin dabeigewesen und auch bei der Taufe der anderen. Das ist inzwischen ca. 15 Jahre her und tatsächlich versteht er sich inzwischen mit meiner Mutter wieder so gut, dass sie zumindest an ihren Geburtstagen miteinander telefonieren. Das ist für mich natürlich großartig, aber mir hätte es schon gereicht, wenn sie sich bei Treffen neutral gegenüber einander verhalten hätten.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Ohne Diskussion alle gleichwertig behandeln und sie den Rest selbst entscheiden und dann ggfs auch ausbaden lassen. Du bist doch kein Schiedsrichter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seine extremen Psychomacken werden vermutlich mit seiner Kindheit / Elternbeziehung im Zusammenhang stehen..
Man darf sein Verhalten nicht persönlich nehmen.
Ich hätte zu ihm den Kontakt abgebrochen.
 
Boah ich bin ganz überwältigt von diesen vielen guten, differenzierten Antworten von euch! Das hat mir schon enorm weiter geholfen, ich werde jetzt zu einer Therapeutin Kontakt herstellen, die mich dabei unterstützt nicht mehr so emotional abhängig von ihm zu sein. Denn ja, was Knirsch schreibt kann ich 1zu1 bestätigen, mein Vater und seine neue Frau heben sich gegenseitig in den Hinmel während alle anderen um sie herum permanent abgewertet werden , sogar völlig Fremde, die ihnen von der Optik etc., nicht in den Kram passen. Es geht wirklich stark in Richtung psychischer Störung und ich möchte nicht mehr der Spielball sein. Ich bin ich und ich bin gut so. Danke an alle ❤
 

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