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Unterhaltsvorschuss und andere Sorgen, mal wieder

  • Starter*in Starter*in Silent Pain
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Silent Pain

Gast
Hallo,
einige haben mir beim Thema Unterhaltsvorschuss schon ziemlich weiter geholfen, allerdings sind jetzt durch eine veränderte Situation neue Fragen aufgekommen über die ich mir momentan Tag und Nacht den Kopf zerbreche.
Momentan schaut es so aus: Das Formular ist schon angekommen, so viel wie ich ausfüllen konnte habe ich ausgefüllt. Es fehlen jetzt noch wenige Daten von meinem Vater und so gut wie alles von meiner Mutter. Wir hatten bisher noch nicht die Möglichkeit das gemeinsam übers Telefon zu besprechen. Der Unterhaltsvorschuss ist also noch lange nicht sicher, aber möglich.
Nun habe ich ab August eine Stelle auf 450€ Basis in Aussicht, die ich quasi sicher habe. Wie viel ich da tatsächlich verdiene variiert, da ich nur eine Aushilfe bin und nur eingesetzt werde, wenn man mich braucht. Mal mehr, mal weniger. Deshalb stellt sich mir die Frage ob das den Unterhaltsvorschuss nicht doch irgendwie beeinträchtigt, da ich ja was dazu verdiene. Da der Unterhaltsvorschuss ü12/u18 ja erst ab heute gilt konnte ich nichts dazu finden, da 12-Jährige ja noch nicht arbeiten dürfen kann ich mich da nirgends orientieren. Das Kindergeld wird so weit ich weiß nicht verringert.
Tja, kommen wir zum nun zum nächsten Problem. Wie diejenigen, die mir was dieses Thema anbelangt schon geholfen haben, wissen, ist das Konto meines selbstständigen Vaters bei dem ich wohne gesperrt. Er hat leider nur ein Konto, sowohl für die Firma als auch privat. Ein Konto nur für die Firma hat er sich immer noch nicht eingerichtet. Bisher war das nur bedingt ein Problem. Jetzt, wo er aber sehr lange ausgefallen ist und vermutlich noch einen ganzen Monat ausfällt sind die Einnahmen natürlich sehr knapp. Aber das größte Problem ist, dass nun Barüberweisungen nicht mehr möglich sind. Die Bank verweigert diese, genauso wie viele andere Banken mittlerweile auch. Ergo kann er weder von seinem Konto aus das Geld an die Firmen, bei denen er seine Ware kauft, überweisen noch per Barüberweisung. Auch die Bareinzahlung auf ein fremdes Konto erweist sich als schwierig und sehr teuer. Er ist gerade am überlegen sein Konto in ein P-Konto umzuwandeln. Das hat er immer versucht zu vermeiden. Es ist in diesem Fall ja auch nicht gerade die beste Lösung. Schließlich bedeutet das indirekt das Ende für die Firma. Die Privatinsolvenz steht auch noch im Raum. Auch hier stellt sich dann die Frage ob irgendwelche Kürzungen des Geldes möglich sind. Ich weiß nur, dass erwachsene Kinder dann zur Kasse gebeten werden dürfen (Unterhalt gegenüber den Eltern) was bei mir ja nicht zutrifft, aber wir wohnen zusammen in einem Haus und in diesem Fall würden zumindest erwachsene Kinder zur Kasse gebeten werden. Mir ist bewusst, dass das eigentlich nicht mein Problem sein sollte, aber es betrifft mich ja dennoch.
Vor allem, weil die letzten Monate Kindergeld auf das Konto meines Vaters eingegangen ist, an das wir aber nicht ran kommen und die Bank das auch nicht rausrücken will.
Das Geld wird immer knapper, die Miete wäre schon wieder fällig. Ich weiß echt nicht mehr weiter. Auch die neue Anwältin ist seit gefühlten Ewigkeiten nicht erreichbar. Wir haben schon echt ein Glück bei Anwälten. Der eine ist ein Betrüger und landet im Knast, die andere tut nichts. Der zuständige Bänker ist im Urlaub. Es trifft einfach mal wieder alles zusammen.
LG
 
Hallo Silent Pain,

erzähl doch mal bitte etwas mehr zur Selbstständigkeit Deines Vaters und hier: Branche bzw. woraus generieren sich die Einnahmen? Ich denke, man sollte versuchen, den Gesamtüberblick über die Probleme zu erhalten, denn Insellösungen helfen nicht immer weiter.

LG, Nordrheiner
 
Er hat einen Laden (Landwirtschaft, keine Maschinen).
Schulden sind v.a. durch nicht bezahlten Unterhalt entstanden (-> Unterhaltsvorschuss), aber auch durch gerichtliche Verfahren damit er uns Kinder sehen kann (allerdings nur teils erfolgreich) und ich mittlerweile zu ihm ziehen konnte.
Daraus resultierten dann auch weitere Schulden bei den Firmen, bei denen er seine Ware bestellt.
 
Dann bestehen die Einnahmen vorwiegend oder nur aus Bar-Einnahmen. Richtig?

Hierfür würde ich ein Konto eröffnen, welches z.B. auf Deinen Namen läuft, dort die Bar-Einnahmen einzahlen, damit etwaige Bestellungen von diesem Konto aus erfolgen können.

Sein Konto ist gepfändet. Wer sind die Gläubiger? Wie hoch sind die Schulden insgesamt?
War bereits ein Gerichtsvollzieher im Hause?

Die Umwandlung seines Kontos in ein P-Konto wird nur ausreichen, wenn die Einnahmen immer innerhalb der Pfändungsgrenze bleiben. Aber es wird zu einem weiteren Problem kommen, wenn ein Gerichtsvollzieher aufkreuzt. Dann kann die Kasse gepfändet werden, womit die Einnahmen gen Null tendieren.

Kannst Du nicht ein Gewerbe anmelden? Den Laden auf Deinen Namen betreiben? Dann ist Dein Vater insofern raus aus den Schwierigkeiten, weil es nichts zu pfänden gibt (es sei denn, es gäbe privat ein wertvolles Auto oder ein wertvolles Gemälde etc.) Und die Einnahmen bleiben bei Euch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Einnahmen sind hauptsächlich per Überweisung. Aber auch Bareinnahmen bringen nichts, wenn einem die Bank nicht die Möglichkeit gibt Geld zu überweisen. Er will das Geld ja zahlen.
Ich kann kein Konto eröffnen geschweige denn ein Gewerbe anmelden. Ich bin 16.
Wie schon gesagt, er soll die Kosten für den Unterhaltszuschuss (die zuständige Behörde in Österreich) abzahlen und hat Schulden bei Firmen von denen er seine Ware bezieht. Also sind das auch die Gläubiger. Und natürlich ein gewisser Betrag bei der Bank, der aber immer brav abgestottert wurde. Den hatte ich ganz vergessen.
Die Schulden sind insgesamt bei sicherlich 30.000.
Der Gerichtsvollzieher war schon lange nicht mehr da.
Was wertvolles gibt es bei uns nicht. Wir haben nicht mal ein privates Auto und das Geschäftsauto ist der größte Schrotthaufen überhaupt. Die Wohnung steht abgesehen von ein paar Möbeln und mindestens 5 Jahre alter Technik (Durchschnitt in etwa 10 Jahre) quasi gar nichts. Das Betriebssystem unserer PCs feiert im Oktober seinen 16. Geburtstag. Also zu holen gibt es gerade was die Technik angeht absolut nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Einnahmen sind hauptsächlich per Überweisung. Aber auch Bareinnahmen bringen nichts, wenn einem die Bank nicht die Möglichkeit gibt Geld zu überweisen. Er will das Geld ja zahlen.
Ich kann kein Konto eröffnen geschweige denn ein Gewerbe anmelden. Ich bin 16.
Wie schon gesagt, er soll die Kosten für den Unterhaltszuschuss (die zuständige Behörde in Österreich) abzahlen und hat Schulden bei Firmen von denen er seine Ware bezieht. Also sind das auch die Gläubiger. Und natürlich ein gewisser Betrag bei der Bank, der aber immer brav abgestottert wurde. Den hatte ich ganz vergessen.
Die Schulden sind insgesamt bei sicherlich 30.000.
Der Gerichtsvollzieher war schon lange nicht mehr da.
Was wertvolles gibt es bei uns nicht. Wir haben nicht mal ein privates Auto und das Geschäftsauto ist der größte Schrotthaufen überhaupt.

Dafür, dass Du erst 16 bist, bist Du ganz schön auf Zack.

Weil ihr in Österreich seid, erkärt, warum es mit dem Gerichtsvollzieher und auch mit der Insolvenz anders läuft als bei uns in Deutschland. Die rechtlich verschiedenen Abläufe machen den Unterschied. rechtlich kann ich daher nicht wirklich raten, weil mir österr. Gesetze nicht geläufig sind.

Wirtschaftliche Probleme entstehen (auch bei euch vermutlich) nicht alleine durch Schulden, sondern dadurch, dass eben Gläubiger ungeregelt eingreifen und "alles durcheinander bringen". Deswegen ist es wichtig das Geschäft so zu führen, dass Gläubiger nicht mehr zugreifen können. Deswegen kann man ja - wenn es reicht - trotzdem Schulden abbezahlen, aber eben geregelt.

Daher:
Aus meiner Sicht ist es für Euch wichtig, dass Einnahmen und Ausgaben ohne irgendwelche Blockaden weiterlaufen. Weil das berufliche Leben aber blockiert ist, wenn es auf dem Namen Deines Vaters läuft. Deswegen der "andere Name".

Hast Du nicht einen älteren Bruder oder einen Onkel, Tante?
 
Wir wohnen in Deutschland.
Onkel und Tanten habe ich schon, nur in wie weit sollen die weiter helfen.
Keiner ist so blöd und würde da in irgendeiner Weise mit einsteigen. Früher, als mein Vater die Firma gründete, war die Landwirtschaft noch stabil. Mittlerweile nicht mehr. Haben die Landwirte kein Geld, dann haben auch die kein Geld, die den Landwirten versuchen Zeug aufzuschwatzen.😉 Einer unserer größten Konkurrenten ist daran gescheitert. Es würde ja eigentlich bergauf gehen mit der Firma, jetzt wo der größte Konkurrent nicht mehr existiert, wenn nur nicht grundsätzlich lauter Scheiße passieren würde. Tut mir leid, dass ich das jetzt so sage, aber es ist so. Sobald meine Mutter Geld wittert und merkt, mein Vater könnte mal wieder Unterhalt zahlen verklagt sie ihn darauf, er darf die Gerichtskosten übernehmen, weil sie ja nicht zahlen kann, aber gleichzeitig soll er ja die Schulden für den Unterhaltsvorschuss zurück zahlen. Sie macht es mit Absicht, sie liebt es auf Kosten anderer zu leben und zu sehen wie Menschen, die sie hasst, zu Grunde gehen. Und das Gericht macht das auch noch mit. 😕
Ich habe meinem Vater schon so oft gesagt er soll sich doch eine Festanstellung suchen. Jünger wird er schließlich auch nicht mehr. Je früher er sucht desto besser. Aber er hängt zu sehr an seiner Firma.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das Geschäft in Deutschland läuft, gilt das von mir Geschriebene hinsichtlich "Geschäft auf einen anderen Namen laufen lassen" trotzdem.

Es ist zu beachten, dass Gerichtsvollzieher jederzeit kommen können, auch wenn einer von ihnen seit längerer Zeit nicht mehr da war. Das hört erst mit dem Antrag auf Insolvenz auf. Mit einem solchen Antrag sollte ggf. auch ein Antrag auf Übernahme der Gerichtskosten gestellt werden. Das kann man ggf. alleine regeln, wenn man fit ist. Andernfalls nimmt man sich einen Anwalt. Nur bei Privatinsolvenz ist ein Anwalt Pflicht. Ein Selbstständiger ist keine Privatperson. Lediglich greift die Insolvenz ins Privatvermögen ein, sofern das aus Sicht des zuständigen Insolvenzverwalters sinnvoll ist.

Wie geht es Deinem Vater? Viele Menschen in so einer Lage sind psychisch ganz schön belastet.
 
Wir wohnen in Deutschland.
Onkel und Tanten habe ich schon, nur in wie weit sollen die weiter helfen.
Keiner ist so blöd und würde da in irgendeiner Weise mit einsteigen.

Sicher, zur Bereitstellung eines Kontos - auch wenn es nur auf Guthabenbasis läuft - braucht es trotzdem etwas Mut. Und den haben viele Leute nicht. Aber Onkel u. Tante kann man fragen. Mehr als Nein kann nicht passieren.
Hat Dein Vater keinen guten Freund?
 
Nein, Freunde hat er nicht wirklich, nur Bekannte und auch die Familienverhältnisse sind nicht so toll. Er hat sich sehr zurückgezogen und in die Arbeit gestürzt als sich meine Mutter von ihm getrennt hat, hatte daraufhin auch einen Burnout. Zudem hat sie damals seinen Ruf sehr geschädigt. Auch wenn nichts wahres dran war.
Es nimmt ihn ziemlich mit. Er darf seinen Sohn nicht sehen, seit Jahren. Die Firma geht den Bach runter. Von unserem alten Anwalt wurde er betrogen. Im August wird er operiert, nachdem der Abszess in seinem Magen gerade noch rechtzeitig bemerkt wurde. Eine weitere Nacht und er wäre wohl nicht mehr am Leben gewesen. Er trinkt jetzt wieder mehr. Nicht, dass er sich jeden Tag zusäuft. Ich sehe ihn sehr sehr selten betrunken, höchstens alle paar Monate mal auf einem Fest. Aber er trinkt dennoch jeden Tag Bier und wenn es wieder schlechte Nachrichten gibt, dann gibt es auch mal ein paar Bier mehr als normal.
 

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