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David Banner
Gast
AW: Unsere Gesellschaft:"Wenn jeder an sich denkt, dann ist an alle gedacht"
Hallo Paradox,
Dein Thema ist ein gesellschaftliches Thema. Über Gesellschaft lässt sich ganz viel diskutieren; und unterschiedliche Standpunkte können dabei vertreten werden.
Ich kenne den James Holmes-Fall so jetzt nur oberflächlich als Meldung in den Medien.
Ich habe bisher keine weiteren Informationen darüber bezogen.
Inwieweit er wirklich konkrete Probleme mit sich, seiner Familie, seiner Schule oder seinem Umfeld hatte; ist mir unbekannt.
Im Nachhinein schürt dieser Bericht letztlich sämtliche Kinos weltweit ( auch in Deutschland), mehr auf Sicherheit im Kino zu setzen; noch mehr Personal für Sicherheit. Um damit die Symptombekämpfung voran zu treiben.
Symptome sind nur an der Oberfläche. Es passiert oft, dass durch Gewaltausbrüche ( an Flughäfen, Schulen, Kinos usw.) jedesmal von einem Land, Staat etc. so berichtet wird, dass nur der Ort des Geschehens Beachtung findet.
Dort wird dann jeweils die Sicherheit erhöht.
Das ist das, was der Staat dann so tut. Um der Gesellschaft eine Präventionsmaßnahme zu bieten... und Politiker große Reden über Gewalt und mehr Sicherheit in den entsprechenden Bereichen zu gewährleisten.
Die Medien arbeiten schon ( seit es im Grunde Zeitungen gibt) lange Zeit erfolgreich mit ihren Geschichten und Berichten.
In Zeitungen und anderen Medien wo Morde, Diebstähle, Gewalttaten jeglicher Art dargestellt werden, wird so der Gesellschaft gegenüber Panik und Sorge geschürt. Das hat zur Folge, dass viele Menschen begeistert "jaa" schreien, wenn es um mehr Sicherheit im Staat geht.
Die Morde, Gewalttaten usw. sind in vielen Fällen Ereignisse mit Seltenheitswert.
Im Zuge des Voyeurismus der Gesellschaft ( an allen Perversitäten und Grausamkeiten ein Auge drauf werfen zu müssen; es gab (lt. einem Bericht) einen Fall bei Youtube, wo sich jemand von einem Hochhaus in den Tod stürzt ... dieser Selbstmord war Gesprächsthema in einem Stammtisch von Kneipen... - wieso erst nach dem Ereignis über den Menschen gesprochen wird??? Und vorher nicht??? ) schlachten die Medien sämtliche Dinge aus.
Wenn es manchmal auch hilfreich ist bei ungeklärten Morden, oder Verbrechen , Fotos von Verdächtigen abzudrucken, so sind die Berichte von so Tätern wie James Holmes recht populistisch ( in meinen Augen).
Denn eine aktive Mithilfe wird dabei ja nur auf eine Weise vom Volk verlangt; nämlich: das Erdulden verbesserter Staatskontrolle (durch mehr Sicherheitspersonal an dem Ort des Geschehens).
Seine Taten lösen Bestürzung aus; Entsetzen aus; aber ihn zu verhaften, wird vom Volk keinesfalls verlangt ( da er ja schon gefangen genommen wurde) - stattdessen wird weltweit nun die Sicherheitsstufe beim Kinobesuch erhöht.
Was wäre passiert, wenn die Medien diesen Fall keinesfalls ausgeschlachtet hätten? Er seine Tat vollführen konnte, gefunden worden wäre...und keiner sonst davon wüsste?
Er wäre weniger bekannt geworden; und wir alle könnten weiterhin ohne Sorge in Kinos gehen.
Die Diskussion um das Verhalten in der Gesellschaft; ob zuviel Killerspiele oder Killerfilme die Menschheit , bzw. Jugendliche und junge Erwachsene auf den falschen Pfad führen, wird abermals auf den Plan gerufen werden.
In den USA wird speziell das Waffengesetz ( was bisher aber unangetastet wird - warum wohl? Waffenlobby verdient massig Kohle damit- warum sich selber finanzieller Einnahmen beschneiden, wg. einem "Verrückten" - so denkt die Wirtschaft) von einigen erneut diskutiert werden wollen.
Aber da die Menschen gerne auch politisch den Weg gehen, der einfach ist; und die Masse des Volkes beruhigen soll.... wird lieber überall weltweit direkt das Sicherheitspersonal erhöht, anstelle einer geführten Grundsatzdiskussion über soziale Werte wie Nächstenliebe, Menschlichkeit, Zuwendung, Anerkennung, Beachtung, Kommunikation, Fürsorge, Aufmerksamkeit usw. .
Warum wird so eine Diskussion wohl vermieden?
Weil es politische Interessen sind; und Medien politische Interessen bedienen.
Es hilft den Politikern ( von der Bezeichnung "pol" = Hälfte; also den Menschen ( = Politikern), die sich für eine Sache/ Hälfte entschieden haben ) keinesfalls im Wahlkampf den Menschen zu sagen, wie sie zueinander liebevoller, aufmerksamer, beachtender, rücksichtsvoller sein könnten.
Wenn dies Politiker gezielt ( z.B in den USA, wo es passiert ist) sagen würden, dass die Kommunikation, Mitmenschlichkeit, Vertrauen, Fürsorge, gegenseitige Anerkennung, Wertschätzung usw..
besser und verstärkt gelebt werden sollte ( und die Politiker auch konkrete Vorschläge dafür unterbreiten würden, wie dies gesellschaftlich umgesetzt werden kann; z.B. an Schulen usw.) , dann hätten die Politiker auf lange Sicht (gesehen) keine Arbeit mehr.
Denn letztlich dienen Staaten ja der abstrakten "Einzäunung" von Menschen durch Gesetze. Die Polizei als Exekutive der staatlichen Interessen - und die Sicherheit in Kinos wird durch so einen Bericht von James Holmes ( wo die Gesellschaft weder bei der Aufklärung seiner Tat helfen kann, noch aktiv einen Beitrag leisten könnte, um seine Tat zu verhindern; da die Tat ja schon Vergangenheit ist) erhöht werden. Weltweit erhöht werden ( auch in Deutschland).
Die Angst der Menschen ist weltweit ähnlich. Die Macht von Staaten nimmt durch große Ängste von Menschen zu. Je mehr Angst die Menschen haben, umso besser für den Staat und sein Begehren, Kontrolle über die Menschen zu bekommen.
Je weniger die Menschen sich von Berichten wie James Holmes beeindrucken lassen, umso schlechter für die Notwendigkeit von Gesetzen und Polizisten wie Militaristen - und der Waffenwirtschaft, die mit ihren Verkäufen Milliardenumsätze macht.
Die Lösung wäre ( obwohl es simpel klingen mag):sich konkret viel mehr für die Mitmenschen zu interessieren. Wenn jeder von uns unbekannten Menschen in seiner Stadt freundlich gegenüber tritt; könnten solche Fälle wie James Holmes viel besser gelöst und im Vorfeld unterbunden werden.
Soweit denken die meisten Menschen kaum. Sie lesen lieber Zeitung; regen sich kurz über die Gewalttat auf, und schlucken die bittere Pille, nach mehr staatlicher Kontrolle, herunter.
Das die Erziehung ( und die eigene Verhaltensweise) ausserhalb des Elternhauses auch im gesellschaftlichen Umgang, den Freunden, Bekannten und Fremden sich fortsetzt, ist (scheinbar) vielen Menschen unbekannt.
Es ist viel einfacher, den Zeitungen alles unreflektiert zu glauben, und der entscheidende Schritt sich auch für seine Mitschülter, Mitmenschen allgemein stärker zu interessieren (anstelle nur eigenen Interessen zu folgen), wird unterlassen...
Da wird es ( ich fürchte wohl) noch einige James Holmes mehr geben müssen, bis die Menschen mal mehr von dem Einzeltäter-Gewaltpotenzial-Denken abkommen, und für sich begreifen, dass die Gesellschaft als großes Abstraktum durch jeden einzelnen Menschen auf der Welt mitgeprägt wird.
Laufe ich z.B. auch mal Fremden gegenüber mit einem Lächeln, oder zumindest wohlwollendem Blick entgegen, kann sowas schon mehr bewirken, als wenn ich die Gesellschaft im Beisein von anderen Menschen ständig als schlecht, mies usw. kritisiere; da ich durch die negative Gesellschaftsäusserungen auch das Bewusstsein von mir und anderen Menschen in negative Gedankengänge lenke.
Denn wenn ich die Gesellschaft kritisiere, kritisiere ( von griech. crisis = unterscheiden, trennen) ich auch zu einem winzigen Teil mich selber. Da ich als Teil der Gesellschaft, und meiner Funktion im täglichen Umgang mit anderen Menschen, ebenso Auswirkungen auf den zwischenmenschlichen Umgang habe..
Daran kann jeder für sich arbeiten. Netter zu den Mitmenschen zu sein. Auch mal Menschen probieren zu verstehen, die einem komisch vorkommen ( nicht gleich die sehr anders wirkenden Menschen; sondern die Menschen, die "besonders" scheinen, aber für einen unverständlich sind)..
Wenn jeder Mensch sich in der Gesellschaft ein Stück weit mehr für seine Mitmenschen interessieren würde, und sich etwas mehr aktiv selber in die Gesellschaft einbringen würde, mit mehr Verständnis für seine Mitmenschen, würden viele Systeme wie Polizei, Waffenlobby, Staat, auf lange Sicht gesehen, in sich zusammenbrechen.
Da diese Einrichtungen nur funktionieren können, wenn die Masse der Menschen sich von der Angst gesellschaftlicher Einzelfälle ( wie James Holmes z.B) entsprechend blenden lässt. Und die Lösung solcher Ereignisse wie James Holmes ausschließlich Politikern überlässt; anstelle das Ereignis auch runter zu brechen, auf den eigenen Umgang in dem bekannten Alltagsumfeld.
Letztlich reagiert der Staat und die Welt so: weltweit wird die Sicherheitsstufe erhöht werden.
Was vermutlich als Ergebnis nur die nächste Gewalttat verzögern wird.
Erfolgsversprechender wäre es ( anstelle die Staaten abstrakt für die Gesellschaft handeln zu lassen), wenn jeder einzelne Mensch das eigene Handeln im Umgang mit seinen Mitmenschen überdenkt. Das hat ebenso gesellschaftlich globale Auswirkungen. Und ist effizienter für jeden Menschen. Denn ein Lächeln und Nächstenliebe ist greifbarer, als ein abstrakter Staat mit mehr Sicherheit in Kinos.
Und die eigene Verantwortung im Umgang mit der Gesellschaft hat, meiner Ansicht nach, jeder Mensch, der sich ein wenig Gedanken um die Menschheit macht.
David B.
Hallo Ihr lieben "Hilferufler",
ich wollte hier mal eine Diskussionsrunde starten, in der es um unsere Gesellschaft geht.
Meine persönliche Meinung dazu sieht nicht grade rosig aus. Es gibt noch immer Ausgrenzung, Segregation, Mobbing Rassismusund vieles mehr. Als Beispiel bzw. Ergebnis könnte man den "Batman"-Fall aufzählen...
Was muss da schief gelaufen sein, dass seine eigene Mutter sagt, dass es sicher ihr Sohn gewesen sein muss!?
[Quelle:"Batman"-Massaker: James Holmes ]
Er scheint Probleme gehabt zu haben. Warum hat ihm niemand geholfen?! Ich verstehe soetwas echt nicht!
Ich kann es nur auf unsere weitgehend intolerante Ich-Gesellschaft zurückführen.
Was stört euch an der Gesellschaft, oder findet Ihr alles gut so wie es ist?
PS: Ich bin recht neu hier und mich interessiert dieses Thema WIRKLICH, also bitte nehmt es ernst und/oder löscht es nicht.🙂
lg paradox
Hallo Paradox,
Dein Thema ist ein gesellschaftliches Thema. Über Gesellschaft lässt sich ganz viel diskutieren; und unterschiedliche Standpunkte können dabei vertreten werden.
Ich kenne den James Holmes-Fall so jetzt nur oberflächlich als Meldung in den Medien.
Ich habe bisher keine weiteren Informationen darüber bezogen.
Inwieweit er wirklich konkrete Probleme mit sich, seiner Familie, seiner Schule oder seinem Umfeld hatte; ist mir unbekannt.
Im Nachhinein schürt dieser Bericht letztlich sämtliche Kinos weltweit ( auch in Deutschland), mehr auf Sicherheit im Kino zu setzen; noch mehr Personal für Sicherheit. Um damit die Symptombekämpfung voran zu treiben.
Symptome sind nur an der Oberfläche. Es passiert oft, dass durch Gewaltausbrüche ( an Flughäfen, Schulen, Kinos usw.) jedesmal von einem Land, Staat etc. so berichtet wird, dass nur der Ort des Geschehens Beachtung findet.
Dort wird dann jeweils die Sicherheit erhöht.
Das ist das, was der Staat dann so tut. Um der Gesellschaft eine Präventionsmaßnahme zu bieten... und Politiker große Reden über Gewalt und mehr Sicherheit in den entsprechenden Bereichen zu gewährleisten.
Die Medien arbeiten schon ( seit es im Grunde Zeitungen gibt) lange Zeit erfolgreich mit ihren Geschichten und Berichten.
In Zeitungen und anderen Medien wo Morde, Diebstähle, Gewalttaten jeglicher Art dargestellt werden, wird so der Gesellschaft gegenüber Panik und Sorge geschürt. Das hat zur Folge, dass viele Menschen begeistert "jaa" schreien, wenn es um mehr Sicherheit im Staat geht.
Die Morde, Gewalttaten usw. sind in vielen Fällen Ereignisse mit Seltenheitswert.
Im Zuge des Voyeurismus der Gesellschaft ( an allen Perversitäten und Grausamkeiten ein Auge drauf werfen zu müssen; es gab (lt. einem Bericht) einen Fall bei Youtube, wo sich jemand von einem Hochhaus in den Tod stürzt ... dieser Selbstmord war Gesprächsthema in einem Stammtisch von Kneipen... - wieso erst nach dem Ereignis über den Menschen gesprochen wird??? Und vorher nicht??? ) schlachten die Medien sämtliche Dinge aus.
Wenn es manchmal auch hilfreich ist bei ungeklärten Morden, oder Verbrechen , Fotos von Verdächtigen abzudrucken, so sind die Berichte von so Tätern wie James Holmes recht populistisch ( in meinen Augen).
Denn eine aktive Mithilfe wird dabei ja nur auf eine Weise vom Volk verlangt; nämlich: das Erdulden verbesserter Staatskontrolle (durch mehr Sicherheitspersonal an dem Ort des Geschehens).
Seine Taten lösen Bestürzung aus; Entsetzen aus; aber ihn zu verhaften, wird vom Volk keinesfalls verlangt ( da er ja schon gefangen genommen wurde) - stattdessen wird weltweit nun die Sicherheitsstufe beim Kinobesuch erhöht.
Was wäre passiert, wenn die Medien diesen Fall keinesfalls ausgeschlachtet hätten? Er seine Tat vollführen konnte, gefunden worden wäre...und keiner sonst davon wüsste?
Er wäre weniger bekannt geworden; und wir alle könnten weiterhin ohne Sorge in Kinos gehen.
Die Diskussion um das Verhalten in der Gesellschaft; ob zuviel Killerspiele oder Killerfilme die Menschheit , bzw. Jugendliche und junge Erwachsene auf den falschen Pfad führen, wird abermals auf den Plan gerufen werden.
In den USA wird speziell das Waffengesetz ( was bisher aber unangetastet wird - warum wohl? Waffenlobby verdient massig Kohle damit- warum sich selber finanzieller Einnahmen beschneiden, wg. einem "Verrückten" - so denkt die Wirtschaft) von einigen erneut diskutiert werden wollen.
Aber da die Menschen gerne auch politisch den Weg gehen, der einfach ist; und die Masse des Volkes beruhigen soll.... wird lieber überall weltweit direkt das Sicherheitspersonal erhöht, anstelle einer geführten Grundsatzdiskussion über soziale Werte wie Nächstenliebe, Menschlichkeit, Zuwendung, Anerkennung, Beachtung, Kommunikation, Fürsorge, Aufmerksamkeit usw. .
Warum wird so eine Diskussion wohl vermieden?
Weil es politische Interessen sind; und Medien politische Interessen bedienen.
Es hilft den Politikern ( von der Bezeichnung "pol" = Hälfte; also den Menschen ( = Politikern), die sich für eine Sache/ Hälfte entschieden haben ) keinesfalls im Wahlkampf den Menschen zu sagen, wie sie zueinander liebevoller, aufmerksamer, beachtender, rücksichtsvoller sein könnten.
Wenn dies Politiker gezielt ( z.B in den USA, wo es passiert ist) sagen würden, dass die Kommunikation, Mitmenschlichkeit, Vertrauen, Fürsorge, gegenseitige Anerkennung, Wertschätzung usw..
besser und verstärkt gelebt werden sollte ( und die Politiker auch konkrete Vorschläge dafür unterbreiten würden, wie dies gesellschaftlich umgesetzt werden kann; z.B. an Schulen usw.) , dann hätten die Politiker auf lange Sicht (gesehen) keine Arbeit mehr.
Denn letztlich dienen Staaten ja der abstrakten "Einzäunung" von Menschen durch Gesetze. Die Polizei als Exekutive der staatlichen Interessen - und die Sicherheit in Kinos wird durch so einen Bericht von James Holmes ( wo die Gesellschaft weder bei der Aufklärung seiner Tat helfen kann, noch aktiv einen Beitrag leisten könnte, um seine Tat zu verhindern; da die Tat ja schon Vergangenheit ist) erhöht werden. Weltweit erhöht werden ( auch in Deutschland).
Die Angst der Menschen ist weltweit ähnlich. Die Macht von Staaten nimmt durch große Ängste von Menschen zu. Je mehr Angst die Menschen haben, umso besser für den Staat und sein Begehren, Kontrolle über die Menschen zu bekommen.
Je weniger die Menschen sich von Berichten wie James Holmes beeindrucken lassen, umso schlechter für die Notwendigkeit von Gesetzen und Polizisten wie Militaristen - und der Waffenwirtschaft, die mit ihren Verkäufen Milliardenumsätze macht.
Die Lösung wäre ( obwohl es simpel klingen mag):sich konkret viel mehr für die Mitmenschen zu interessieren. Wenn jeder von uns unbekannten Menschen in seiner Stadt freundlich gegenüber tritt; könnten solche Fälle wie James Holmes viel besser gelöst und im Vorfeld unterbunden werden.
Soweit denken die meisten Menschen kaum. Sie lesen lieber Zeitung; regen sich kurz über die Gewalttat auf, und schlucken die bittere Pille, nach mehr staatlicher Kontrolle, herunter.
Das die Erziehung ( und die eigene Verhaltensweise) ausserhalb des Elternhauses auch im gesellschaftlichen Umgang, den Freunden, Bekannten und Fremden sich fortsetzt, ist (scheinbar) vielen Menschen unbekannt.
Es ist viel einfacher, den Zeitungen alles unreflektiert zu glauben, und der entscheidende Schritt sich auch für seine Mitschülter, Mitmenschen allgemein stärker zu interessieren (anstelle nur eigenen Interessen zu folgen), wird unterlassen...
Da wird es ( ich fürchte wohl) noch einige James Holmes mehr geben müssen, bis die Menschen mal mehr von dem Einzeltäter-Gewaltpotenzial-Denken abkommen, und für sich begreifen, dass die Gesellschaft als großes Abstraktum durch jeden einzelnen Menschen auf der Welt mitgeprägt wird.
Laufe ich z.B. auch mal Fremden gegenüber mit einem Lächeln, oder zumindest wohlwollendem Blick entgegen, kann sowas schon mehr bewirken, als wenn ich die Gesellschaft im Beisein von anderen Menschen ständig als schlecht, mies usw. kritisiere; da ich durch die negative Gesellschaftsäusserungen auch das Bewusstsein von mir und anderen Menschen in negative Gedankengänge lenke.
Denn wenn ich die Gesellschaft kritisiere, kritisiere ( von griech. crisis = unterscheiden, trennen) ich auch zu einem winzigen Teil mich selber. Da ich als Teil der Gesellschaft, und meiner Funktion im täglichen Umgang mit anderen Menschen, ebenso Auswirkungen auf den zwischenmenschlichen Umgang habe..
Daran kann jeder für sich arbeiten. Netter zu den Mitmenschen zu sein. Auch mal Menschen probieren zu verstehen, die einem komisch vorkommen ( nicht gleich die sehr anders wirkenden Menschen; sondern die Menschen, die "besonders" scheinen, aber für einen unverständlich sind)..
Wenn jeder Mensch sich in der Gesellschaft ein Stück weit mehr für seine Mitmenschen interessieren würde, und sich etwas mehr aktiv selber in die Gesellschaft einbringen würde, mit mehr Verständnis für seine Mitmenschen, würden viele Systeme wie Polizei, Waffenlobby, Staat, auf lange Sicht gesehen, in sich zusammenbrechen.
Da diese Einrichtungen nur funktionieren können, wenn die Masse der Menschen sich von der Angst gesellschaftlicher Einzelfälle ( wie James Holmes z.B) entsprechend blenden lässt. Und die Lösung solcher Ereignisse wie James Holmes ausschließlich Politikern überlässt; anstelle das Ereignis auch runter zu brechen, auf den eigenen Umgang in dem bekannten Alltagsumfeld.
Letztlich reagiert der Staat und die Welt so: weltweit wird die Sicherheitsstufe erhöht werden.
Was vermutlich als Ergebnis nur die nächste Gewalttat verzögern wird.
Erfolgsversprechender wäre es ( anstelle die Staaten abstrakt für die Gesellschaft handeln zu lassen), wenn jeder einzelne Mensch das eigene Handeln im Umgang mit seinen Mitmenschen überdenkt. Das hat ebenso gesellschaftlich globale Auswirkungen. Und ist effizienter für jeden Menschen. Denn ein Lächeln und Nächstenliebe ist greifbarer, als ein abstrakter Staat mit mehr Sicherheit in Kinos.
Und die eigene Verantwortung im Umgang mit der Gesellschaft hat, meiner Ansicht nach, jeder Mensch, der sich ein wenig Gedanken um die Menschheit macht.
David B.
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