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unordentliche, ungemütliche Wohnung - brauche Unterstützung

Arktur

Sehr aktives Mitglied
Hallo Forumsteilnehmer,

mein Problem ist folgendes:

ich bin seit meiner Jugend schon chronisch unordentlich. In meiner Wohnung siehts meistens aus wie Kraut und Rüben. Glücklicherweise fehlt mir der Sammeltrieb, sodass sich wenigstens keine Zeitungsstapel etc. ansammeln.

Mir geht das Durcheinander fürchterlich auf die Nerven, schaffe es aber dennoch nicht, Ordnung zu schaffen. Sobald ich damit anfange, überkommen mich depressive Anwandlungen und ein Gefühl der Sinnlosigkeit.

Dazu kommt dann noch, dass meine Wohnung nicht gemütlich ist. Alles ist nur so hingestellt und sieht irgendwie trist aus.

Vielleicht hat jemand einen Ratschlag, ob es für solche Fälle professionelle Unterstützung gibt? Also jemanden, der mit mir zusammen feinfühlig - ohne tadelnden Zeigefinger oder einem Hände-über-dem-Kopf-zusammenschlagen - die Wohnung in Ordnung bringt und sie auch ein wenig gemütlicher macht.

Ich wäre so dankbar für Unterstützung, denn der derzeitige Zustand ist mir beinahe unerträglich. Ausserdem verstehe ich nicht, warum ich es nicht selber schaffe, das Chaos zu bändigen...

Vielen Dank für alle, denen hierzu was einfällt.
...
 
Messie-Selbsthilfegruppen bieten so einen Service an, aber chronische Unordnung ohne Sammeltrieb ist ja nicht das selbe wie Messie-ismus.

Du könntest versuchen, Dir die Arbeit in winzig kleine Teilaufgaben aufzuteilen, und dann jeden Tag eine oder zwei zu machen. Morgens spülst Du eine halbe Stunde, abends bringst Du den Müll raus. Am nächsten Tag wäscht Du morgens zwei Ladungen Wäsche, und sortierst am Abend die Post, etc. Dann ist das keine Ich-brauche-jetzt-meine-ganze-Kraft - Aktion, die Dir das Gefühl gibt, es eh' nicht schaffen zu können. Dauert zwar etwas länger, bis dann alles in Ordung ist, aber vielleicht hiflt es ja dann nachhaltiger 🙂
 
Hallo Martin,

Os_Magnus hat es schon gut erläutert....jeden Tag ein bisschen. Was noch helfen kann, um dies auch durchziehen zu können, ist, ein Plan!

Schreibe Dir jeden Abend auf was Du am nächsten Tag erledigen willst. Nimm Dir nicht zu viel vor.

Liebe Grüße

Omana
 
Hallo,

Kann dem Gesagtem hier nur zustimmen. Noch etwas: Sag dir halt immer, das die Aufräumerei und Putzerie auch deinem eigenen Wohlbefinden zugute kommt. Wer was reinigt, reinigt auch in gewisser Weise seine eigene Seele.

PS: habe mal einen Beitrag über ein buddistisches Kloster gesehen, da müssen die Novizen erstmal den Besen schwingen und Reinigungsarbeiten machen um eine solche Erkenntnis zu vertiefen.

Wie gesagt, übertreiben muss man es ja nicht, aber ein Körnchen Wahrheit findet man auch in Klöstern 🙂.
 
hallo knuddel,

bist du männlich oder weiblich?
aber eigentlich egal.

ja, es gibt profesionelle helfer für unordentliche menschen.
aber eigentlich brauchst du das nicht, das geld (sie gibt es
nämlich nicht umsonst) kannst du dir sparen.
ich weiß nur das es sie gibt, aber nicht wo, es sei denn du
nimmst einen innenarchitekten 🙄
was sie tun würden?

- schöne kästen kaufen (pappe, metall), beschriften und einsortieren
alles kleinzeug was rumfliegt

- zeitschriftensammler, zeitungen darin sortieren

- im bad körbe (z.b. aus korbgeflecht) ebenfalls für kleinzeug

- in der küche. sortieren nach lebensmitteln, geschirr, glas extra,
porzelan extra, töpfe extra, etc.

- kleiderschrank, sortieren nach hemden/blusen, hosen/röcken, etc.
nach möglichkeit noch nach farben, strümpfe und kleinzeug wieder
in kästen.

dies bei allem was dich nervt, bzw alles was du nicht mehr brauchst
wegschmeißen.

weniger ist mehr

dann ist schon mal ordnung und die wohnung sieht schon anders aus.

- dann eine lieblingsfarbe ausgucken
- kissen und decke fürs sofa kaufen
- kerzen
- pflanzen mit gescheiten übertöpfen
- evtl. gardinen
- einheitliches geschirr
- vielleicht einen teppich
- für gutes licht sorgen
- bilder aufhängen, bitte oberkante in einer höhe

depressiv macht es dich nur, weil es wie ein berg vor dir steht.
einfach anfangen, gute musik, ein glas wein,
dann ist es nicht so schwer.

viele grüße
lydia (bin superordentlich 😀 )
 
Hallöchen knuddel40,

über professionelle Hilfe kann ich leider nichts sagen, ich meide solche Menschen.😉

Aber ich kenne das mit der Unordnung. Wenn man dann den "Berg" vor sich sieht, hört man auf bevor man angefangen hat.
Bei mir verlief die Änderung zu einem geordneteren Chaos schon über eine gewisse Zeit aber heute ist die Wohnung sogar besucherfreundlich.😀

Zu Anfang habe ich mir immer nur ein Zimmer vorgenommen, hab also nicht den ganzen Berg auf einmal bestiegen.
Dazu gabs dann Radio oder eine schöne CD (aber nicht zu entspannend). Musik hat mir gegen das "Hat-eh-alles-keinen-Sinn-Gefühl" geholfen. Nebenher eine Tasse leckeren Tee gestellt für zwischenzeitliche kleine Päuschen.
Vor allem find ich es wichtig, dass man im Kreis arbeitet. Also man fängt in einer Ecke an und geht dann rundherum bis man am Anfang wieder angelangt ist.
Wenn dann ein Zimmer fertig ist, kann man sich/der Wohnung was gutes tun. zB ein neues Bild kaufen, eine Pflanze...vielleicht ein neuer kleiner Teppich (also nur Kleinigkeiten aber die werten die Wohnung ungemein auf).
Wenn man dann wieder neue Kraft geschöpft hat kommt das nächste Zimmer.

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du das schaffst. Ich weiß wie belastend das sein kann. 😱

Feechen

P.S.: Wenn du magst kannst du auch hier im Forum über deine Fortschritte berichten, wenn du das magst.🙂
 
Vielen Dank für Eure Beiträge.

Gestern hat sich mein Problem sogar noch etwas verschärft:

ein lieber Mensch hat sich angekündigt, und meinte, er würde mich gern nächsten Dienstag besuchen kommen. Eigentlich würde ich ihn sehr gerne bei mir empfangen, habe aber dann sofort Panik bekommen, dass ich meine Wohnung bis dahin nicht in einen vorzeigbaren Zustand bringen kann. Ich war dann etwas verunsichert und konnte mich nicht richtig darüber freuen, Besuch zu erhalten.

Und damit hab ich - glaub ich - ihn wiederum abgeschreckt. Jedenfalls machte er nun schon wieder einen halben Rückzieher...

Vor einiger Zeit ergings mir auch so ähnlich: Besuch kündigte sich an. 2 oder 3 Tage lang räumte ich rum, kaufte neue Pflanzen, eine neue Tischdecke, usw.
Am Ende gefiel mir das Resultat trotzdem nicht, ich fand die Wohnung weiterhin ungemütlich und nicht wirklich vorzeigbar. Dann hab ich den Besuch unter einem Vorwand ausgeladen :-((

Ach ja, ich bin übrigens männlich...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Knuddel40,

es gibt professionelle Aufräumdienste. Ich weiss allerdings nicht was das kostet. Schau mal in den Kleinanzeigen der Zeitung nach oder google mal nach Aufräumdienst.
Einen Link für den Raum Stuttgart kann ich dir geben.

www.abcservice.de

Selbst habe ich so einen Dienst noch nicht genutzt, aber darüber gelesen schon.

Gruß
Gast
 
Hallo Knuddel,


sag deinem lieben Besuch nicht ab.
Besucher können zum Aufräumen geradezu "beflügeln"😉

Wenn du aufgeräumt hast und dein "lieber"Besuch kommt,
würde ich an deiner Stelle in einem Gespräch
den Besuch um Hilfe und konkrete Vorschläge bitten, wie du deine
Wohnung gemütlicher gestalten kannst.

Besonders Männer haben für so etwas oft kein glückliches Händchen.
(Hoffe dein Besuch ist "weiblicher Natur", männlichem Besuch ist die
Ausstrahlung einer Wohnung oft egal)

Gruß Karin
 
Hi!
Ich kenne dein Problem allzu gut! Obwohl ich weiblich bin. Ich bin immer schon unordentlich gewesen.

Wie schon erwähnt wurde, sage deinen Besuch nicht ab. Mich hats tatsächlich zum Aufräumen bewegt, wenn ich weiß, dass ich die Tage Besuch bekomme.

Ich habe es jetzt so einigermaßen im Griff. Naja, mal ist es ne Zeit lang besser mal weniger.

Du kannst versuchen als allererstes auszumisten! Wie schon gesagt wurde, täglich nur ein bisschen. Z.B. den Schreibtisch. Alles was du wirklich nicht mehr brauchst, weg! Und nächsten Tag eine andere Ecke.
Wenn man nicht so viele Sachen hat, kann man auch nicht viel unordentlich machen 🙂

Wie siehts mit deinen Schränken von innen aus? Sind die unordentlich? Wenn nicht, lass dir Zeit, sie aufzuräumen. Dann hat man mehr Motivation Dinge in der Bude wieder ordentlich hinein zu tuen.

Und nicht zu viel an einem Tag. Kenne ich von mir. Wenn ich das tue, siehts noch schlimmer aus als vorher! 🙂

Fühlst du dich in deiner Wohnung mal abgesehen von deiner Einrichtung und Unordnung eigentlich wohl? Wenn nicht, dann könnte es nämlich auch ein Grund sein warum du es nicht gemütlich findest.
In meiner ersten Wohnung habe ich mich nicht 100%ig wohl gefühlt. Als ich umgezogen bin war es besser und somit auch meine Unordnung.

Hast du es schonmal mit einem neuen Anstrich deiner Wohnung versucht? Gelbe Wände machen gemütlich. Sieht deine Couch nicht mehr so schön aus? Es gibt dafür Überwürfe. Kerzen, hübsche Lampen. Laverlampen und son Schnick Schnack. Ein nicht zu dunkler Teppich oder Laminat.

LG
zeitlos
 

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