Nee, ich finde das nicht unkollegial.
Aber wenn die Kollegin selbst meint, sie könnte es schaffen, es eine zeitweilige Vertretung gibt, dann spricht ja nichts dagegen, dass es ausprobiert wird. Du hast zwar mitgeteilt, dass du nicht glaubst, dass das klappt und das sollte auch gehört werden.
Natürlich kann passieren, dass du nach deinem Urlaub aufarbeiten musst, was möglicherweise deine neue Kollegin versemmelt hat. Andererseits ist auch möglich, dass deine neue Kollegin allein sich schneller reinfindet als du denkst, alles ist möglich.
Du solltest möglichst unbelastet in den Urlaub gehen. Deine Zweifel hast du mitgeteilt, das finde ich gut. Wenn es schief läuft, ist es nicht deine Schuld. Klar, ist es nicht schön, wenn du nach dem Urlaub möglicherweise mehr Arbeit hast. Aber wie gesagt, unkollegial finde ich es nicht.
Die andere Frage ist, wie du deine Kollegin selbst siehst. Hast du Verständnis für ihre Fehler, die sie noch macht? Oder glaubst du, sie sei eigentlich nicht für diesen Job geeignet? Sowas spielt ja immer noch mit rein. Auch in der Einarbeitung.
Wenn man das Gefühl hat, die Kollegin ist zu doof oder nicht qualiziert und macht deshalb Fehler, oder wenn man das Gefühl hat, die Kollegin ist noch neu, kann noch nicht alles wissen, es ist normal, das sie Fehler macht.
Dieses wirkt sich dann nämlich auf das weitere Zusammenarbeiten aus. Und das meine ich nicht wertend. Beides könnte ja zutreffen.