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unglückliche Zufälle/Umstände oder dumm laufen???

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Gast

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Hallo, Ihr Lieben, habt Ihr Erfahrungen mit sehr unglücklich verlaufenden Zufällen, die zu fatalen Verwirrungen und Verstrickungen, manchmal zu Trennungen mit/von anderen führen, ohne dass es je zu einer (Er-) Klärung/Auflösung kommen konnte. Bsp. nach Streit in der Beziehung öffnet niemand nach dem Klingeln an der Tür - beleidigt oder einfach nicht hörbar -keiner macht auf. Der Klingelnde, der den Streit schlichten möchte, zieht enttäuscht von dannen und wartet auf Antwort oder irgendein Zeichen vom anderen, aber nichts passiert. Der andere würde sich aber sehr freuen, eine Schlichtung zu sehen, weiß aber nichts von den Bemühungen des anderen - er hat ja nichts gehört. Irgendwann versucht er selbst, Kontakt aufzunehmen, scheitert aber, weil der andere verreist ist, den Brief nicht erhält, das Telefon nicht abnimmt. Die Distanz zwischen beiden wird immer größer trotz aller Bemühungen von beiden Seiten. Einer gibt letztlich auf - alles zu Ende, für beide sehr schade und traurig. Jeder bedauert es sehr - was dann??? - beliebtestes Bsp.: man ärgert sich über jmd., schreibt ein wütendes Mail, das man aber eigentlich nicht abschicken würde, wenn man sich wieder abgeregt hat; die Hand ist aber schneller als der Kopf, die Routine greift, das Mail ist weg - und keine Chance der Klärung.
Was dann??

Würde mich über Antworten sehr freuen,

Gast
 
Deine Schilderung erinnert mich ein wenig an die Geschichte mit dem Hammer aus Paul Watzlawicks Buch "Anleitung zum Unglücklichsein":

("Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er "Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an: "Behalten Sie Ihren Hammer".)

Zwar ist die Situation eine andere, aber der Streit bzw. die Probleme die daraus resultieren sind genauso unnötig und vermeidbar wie in der Geschichte mit dem Hammer. Und genauso wie der Mann ohne Hammer bleiben alle Akteure dieser Geschichte auf ihrer unbegründeten (sich selbst zusammengesponnenen) Wut sitzen und haben das Nachsehen! Und das Problem ist angeblich nicht lösbar! Warum nicht? Warum gibt es keine Chance zur Klärung? Man kann ja z.B. nach dem in der Wut abgeschickten bösen Mail dieses erklären (z.B. in einem persönlichen Gespräch oder Telefonat oder in einem Brief) und sich entschuldigen und dabei auch noch den alten längst vergessenen Streit schlichten. Eine Freundschaft oder Beziehung wegen ein paar nach einem Streit entstandenen Missverständnissen wegzuwerfen, wäre jedenfalls nicht nur schade, sondern fast schon ein wenig lächerlich...
 

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