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Unglücklich

Xinna

Mitglied
Hallo ihr,

nachdem ich ja schonmal über meine Eheprobleme geschrieben habe, möchte ich heute auch ein Problem schildern.
Mein Mann hatte sich letztes Jahr bei Dutzenden, äußerst kostspieligen Date/Sexseiten registriert. Ich fand das zufällig per Kontoauszug heraus.
Monatelang saß er offenbar ohne Gewissen neben mir und unserer Tochter auf dem Sofa und chattete mit so Frauen. Zu einem Treffen kam es wohl nie. Sagt er.
Wir beschlossen an der Ehe zu arbeiten und diese Probleme zu lösen. Durch Gespräche und gemeinsame Aktivitäten. Das gelingt bisher eher mau.
Ich bin chronisch krank und kann oft nicht so, wie ich möchte. Der Gesprächscharakter hat eher was von erzwungenen Termin. Wir machen das einmal die Woche, Zweck ist es, einander näher zu kommen, verstehen zu lernen und wahrzunehmen, was mit dem anderen ist. War ein Rat meiner Therapeutin.

Naja. Ich bin seitdem ziemlich misstrauisch. Ich kontrolliere ihn nicht aber ich vertraue ihm einfach nicht mehr. Wenn er mit Kolleginnen, die er mag, zusammenkommt, merke ich, dass mich das anfrisst.
Er ist eh kein sehr liebevoller und aufmerksamer Mensch.

Ich möchte mich aus finanziellen Gründen nicht trennen. Das klingt gewöhnungsbedürftig, ich weiß. Er ist ein netter Kerl. Wir haben ein gemeinsames Haus, Land, viele Tiere. Ich möchte hier nicht weg, es ist mein Zuhause. Und das meiner Tochter.
Er würde niemals gehen, denn er ist hier geboren, seine Mutter wohnt auch hier.

Ziemlich blöde Situation. Ich kann mittlerweile nicht mehr sagen, ob ich ihn liebe. Und ich denke, er liebt eigentlich gar niemanden. Zumindest dem Verhalten nach.

Ich weiß nicht, wie ich mit den Gefühlen umgehen soll, die da so auftauchen. Die Einsamkeit, die Leere, Traurigkeit, Wut, Resignation. Das tut meinem Gesundheitszustand nicht gut.

Wenn ich mir zurechtüberlege, wie es wäre allein zu wohnen, weg zu gehen...das ist unmöglich. Also finanziell. Ich kann nicht Vollzeit arbeiten mit der Krankheit. Ich wüsste nicht, wie ich meine Tochter ernähren soll oder eine Wohnung bezahlen soll.
Außerdem kann ich meine Tochter nicht aus ihrem Umfeld reißen. Sie ist 12 und sie würde bei ihrem Vater bleiben, weil sie hier nicht weg will. Und ich verlasse sie nicht.

Ich bin unglücklich und ich weiß nicht wie ich das ändern soll
 

Hallo Xinna,

schau mal hier: Unglücklich. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Da ihr ein gemeinsames Haus habt - würde bei einer Trennung - egal wer auszieht - jedem die Hälfte des Hauses zustehen, was dann wahrscheinlich zum Verkauf führen würde. Auch wäre Dein Mann Dir und Deiner Tochter gegenüber Unterhaltspflichtig.
Wenn ihr Euch soweit gut versteht - wäre es wohl sinnvoll, die Volljährigkeit Eurer Tochter abzuwarten, um dann eine gemeinsame Entscheidung zu treffen. Bis dahin wäre eine WG ähnliches Nebeneinander möglich.
Das würde aber voraussetzen, das man sich gegenseitig Freiheiten einräumt, die nicht mehr an ein Eheversprechen gebunden sind.
Auf jeden Fall müsst ihr Euch unterhalten, wie es im Hinblick auf die Möglichkeiten und deren Folgen weiter gehen soll.
 
Hallo!

Ich finde das hört sich nicht so übel an. Habt ihr einen Bauernhof?? Beschreibe das bitte etwas genauer.

Das ganze klingt in jedem Fall so, als wärest du gebunden an einen Bauernhof. Und du hast dir auch schon ausgemalt wie es wäre alles zu ändern und auszuziehen. Aber das möchtest du nicht. Und das ist auch in Ordnung. Und an die Finanzen zu denken ist ebenfalls nicht verkehrt.

Die Beziehung zu deinem Schatzi ist also das Problem. Schlaft ihr noch im Ehebett oder hat schon jeder sein eigenes Zimmer? Ich kenne Ehepaare, die haben jeder ihr eigenes Schlafzimmer, weil der Partner schnarcht. Sex ist bei vielen irgendwann kein Thema mehr. Viagra spart man sich. Aus gesundheitlichen Gründen. That's life!

Die Ehe wird doch bei vielen Leuten irgendwann zu einer Freundschaft.

Ich rate dir: kümmer dich ganz egoistisch um deine Gesundheit. Vermeide Stress. Lass dich nicht stressen. Besorg dir Lektüren über Gesundheit und wie man seine Gesundheit erhält. Achte auf deine Ernährung. Kümmer dich liebevoll um dein Kind und um die Verwandten und um die Tiere und Pflanzen.
Lass deinem Mann seinen Spass. Lass ihn doch chatten. Lass ihn sexy sein! Die Frauen rennen ihm wahrscheinlich in Scharen hinterher.😉

Entspann dich einfach und finde dich mit deinem Leben ab. Es wird so kommen wie es kommen soll. Vieles liegt in Gottes Händen.

Alles Gute🙂
 
Da ihr ein gemeinsames Haus habt - würde bei einer Trennung - egal wer auszieht - jedem die Hälfte des Hauses zustehen, was dann wahrscheinlich zum Verkauf führen würde. Auch wäre Dein Mann Dir und Deiner Tochter gegenüber Unterhaltspflichtig.
...

In vielen Fällen wäre das wohl so - aber nicht zwingend.

Der Standardfall bei Eheschließung ist die Zugewinngemeinschaft. Nicht Gütergemeinschaft und nicht Gütertrennung.
Für den Fall, dass der Mann das Haus schon vor der Ehe besessen hat wurde das Haus nicht während der Ehe hinzugewonnen und gehört in einer Zugewinngemeinschaft im wesentlichen dann dem Mann. Ein Hinweis darauf ist die Mutter des Gatten die mit im Haus lebt und möglicherweise die (Vor)Besitzerin ist.

Eine pauschale Unterhaltspflicht des Mannes gegenüber der Frau besteht ebenfalls nicht.
Ehepartner sind nach der Trennung grundsätzlich für ihren eigenen Unterhalt selbst verantwortlich, insbesondere wenn sie nicht das Sorgerecht erhalten und deswegen keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können.
 
...
Lass deinem Mann seinen Spass. Lass ihn doch chatten. Lass ihn sexy sein! Die Frauen rennen ihm wahrscheinlich in Scharen hinterher.😉
...

Immerhin ist der Mann auch betroffen und offensichtlich unzufrieden.
Wie Du, so vermute auch ich, dass ihn die geschilderten Aktivitäten nicht wirklich zufrieden stellen werden.
Dass sollte man meines Erachtens nicht unberücksichtigt lassen - hierin kann ja auch evtl. noch eine Chance liegen.
 
Hallo ihr Lieben und danke für eure Worte!

Ich versuche eure Fragen mal zu beantworten. Es ist Bauernhofähnlich, wir haben Kühe, Hühner und Hunde und jeder einen Job. Das Haus gehörte den Eltern meines Mannes, seit dem Tod des Schwiegervaters in Teilen meinem Mann und seiner Mutter. Er hat mir immer versprochen, mich mit eintragen zu lassen, wegen der Sicherheiten, aber bisher ist nichts passiert. Ich bestehe auch nicht darauf, denn es gehört mir ja nicht. Das heißt allerdings, ich stehe vor dem absoluten Nichts im Falle einer Scheidung.

Die Erkrankung ist eine chronische Magengeschichte, die mich beruflich und privat sehr einschränkt. Ich kann weder Alkohol trinken, noch Limonaden, nichts Süsses, Saures, Fettiges oder Scharfes essen. Das schränkt Partyaktivitäten sehr ein, ich muss außerdem immer geeignetes Essen dabei haben, habe 24/7 Schmerzen , seit knapp 20 Jahren und natürlich ist mir meine Lebensfreude abhanden gekommen.
Dazu kommt ein Bandscheibenproblem, welches Bewegungen, speziell sexueller Natur einschränkt, ist jobbedingt, bin Pflegerin.

Und zu guter letzt, ich habe eine ziemlich schlimme Vergangenheit. Mit psychischen und körperlichen Missbrauch, kein sexueller Missbrauch aber extreme Gewalt.

Das alles macht mich zu einem therapiebedüftigen Menschen. Ich bin generell eher ruhig und introvertiert. War auch immer so.
Meine Therapeutin meint, ich wäre erstaunlich normal, bei der Vergangenheit und ich bin auch weitgehend normal. Kann arbeiten, Kinder erziehen, eine Beziehung pflegen, Spass an Sex haben, mich um andere kümmern.
Aber ihm reicht das nicht. Er möchte mehr und ich verstehe das sogar, nur kann ich manche Dinge nicht erfüllen. Reisen z.B. sind für mich Stress, wegen der Ernährung usw..

Ich wäre auch so gerne anders. Fröhlicher, weniger gedankenverhangen, extrovertierte, schmerzfrei und damit energiereicher aber leider bin ich so, wie ich bin und das scheint falsch zu sein.
 
Tut mir leid, das du das alles durchmachen musstest.
Du hast das alles vielleicht seelisch gut verkraftet, aber dein Körper macht das nicht mit.
Jeder verarbeitet Traumata eben anders.

Dein Gatte wird das alles aber bestimmt gewusst haben, als er dich kennenlernte, heiratete und ein Kind mit dir bekam.

Kannst du dich nicht arrangieren, weil dich seine komische Art zusätzlich gesundheitlich belastet, solltest du dich von einem Anwalt beraten lassen, was dir bei einer Trennung an Unterhalt usw. zusteht.
Du musst nicht bei ihm bleiben und ausharren bis deine Tochter 18 Jahre alt ist.

Naja und da dein Mann ein ausgesprochener Empath ist, kann ich mir nicht vorstellen das deine Tochter
tatsächlich bei ihm wohnen bleibt bis zum Schluss.....

LG Yado
 
In vielen Fällen wäre das wohl so - aber nicht zwingend.

Der Standardfall bei Eheschließung ist die Zugewinngemeinschaft. Nicht Gütergemeinschaft und nicht Gütertrennung.
Für den Fall, dass der Mann das Haus schon vor der Ehe besessen hat wurde das Haus nicht während der Ehe hinzugewonnen und gehört in einer Zugewinngemeinschaft im wesentlichen dann dem Mann. Ein Hinweis darauf ist die Mutter des Gatten die mit im Haus lebt und möglicherweise die (Vor)Besitzerin ist.

Eine pauschale Unterhaltspflicht des Mannes gegenüber der Frau besteht ebenfalls nicht.
Ehepartner sind nach der Trennung grundsätzlich für ihren eigenen Unterhalt selbst verantwortlich, insbesondere wenn sie nicht das Sorgerecht erhalten und deswegen keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können.

richtig -

aber ich habe mich die Angaben der TE bezogen und so verstanden, das das Haus gemeinsam - also während der Ehe - angeschafft wurde und sie auf Grund einer Erkrankung nicht Vollerwerbstätig sein kann.
Kinder verbleiben meist (natürlich nicht immer) bei der Mutter - wovon ich auch hier ausgegangen bin.

aber - inzwischen wissen wir es ja besser und Deine Vermutung traf wohl eher den Nagel auf den Kopf
 
Hallo Yado,

beim Anwalt war ich vor Jahren mal, da kam raus, dass ich mich lieber nicht scheiden lassen sollte.
Ich frag mich dauernd, wie zum Henker ich in so eine dermaßen dämliche Lage kommen konnte...
Wie gesagt, er ist ein netter Kerl, nicht irgendwie bösartig oder so, nur halt einfach so gar nicht fähig andere Menschen wahrzunehmen.

Meine Tochter würde auch nicht wegen ihm hier bleiben, sondern wegen ihrem Umfeld. Schule, Freunde, Hobbys usw. Ich möchte ihr das nicht wegnehmen. Wenn ich gehen würde, würde ich 700km weit weg ziehen, zu meiner Schwester. Denn hier habe ich sonst Niemanden.
Und das kann ich meiner Tochter einfach nicht antun. Ich weiß wie das ist, alles zu verlieren. Wir sind früher in 20 Jahren 22 mal umgezogen.

Unglaublich, wie das alles gekommen ist...
 

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