Hallo zusammen,
Ich kenne eigentlich die Antworten auf alles was ich euch gleich beschreibe, jedoch weiß ich grade nicht was ich machen soll und wie ich es machen soll.
Zu meiner Person: Ich bin 29, hab mein Studium abgeschlossen und bin voll berufstätig.
Ich habe meine Unizeit sehr genossen und habe stets das gemacht was ich wollte und was mich glücklich gemacht hat. Gegen Ende dieser Zeit habe ich eine Frau kennengelernt, die ich schon mal ganz flüchtig kannte (damals eine Freundin eines entfernteren Bekannten). Sie ist jetzt 36 und meine Freundin seit über 2 Jahren. Unser erstes Jahr war wundervoll (rosarote Brille durch und durch). Ich habe da noch in meiner eigenen Studentenbude gelebt und es ging mir/uns gut. Sie hat stets den Wunsch mit mir zusammen zu ziehen, wogegen ich mich immer gewehrt habe irgendwo. Als dann ihre Tante gestorben ist mit der sie in einem eigenen Haus
zusammen gelebt hat in einer dörflichen Gegend ca 30-40 Minuten Autofahrt von mir entfernt habe ich schliesslich eingewilligt und zog zu ihr. Das war ca vor 3-4 Monaten. Zu diesem Zeitpunkt war die Beziehung seit paar Monaten schon am bröckeln aus verschiedenen Gründen.
Ein wenig die Vorgeschichte:
Sie war eine zeitlang arbeitslos, da sie nach ihrem gesellschaftswissenschaftlichen Studium immer nur Teilzeitverträge bekommen hat, die befristet waren. Ich dieser Zeit fingen die ersten Probleme an. Ihre Motivation und die damit verbundene Mühe, welche sie dabei an den Tag legte war unter aller Sau. Sie schicken mit 34 Jahren Bewerbungen heraus mit einem 0815 Anschreiben ohne nicht mal ihr Dokumente als Anhang einzufügen und wunderte sich darüber, dass sie nie ne Antwort bekommen hat. Das war alles so frustrierend, da ich wirklich mir den A**** aufgerissen habe und ihr ein top Anschreiben gemacht und ihr stets Stellen rausgesucht habe. Ich weiß selber, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, jedoch konnte ich nichts anderes tun als ihr zu helfen und gleichzeitig innerlich frustriert zu sein. Ihre Ansprüche waren auch nicht von dieser Welt. Ein Job der max. 15 Minuten entfernt ist. Lol, innerhalb der Zeitspanne ist sie nicht mal aus dem Dorf rausgekommen, geschweige denn in irgendeine andere Stadt.
Anfangs als wir über das gemeinsame Wohnen gesprochen haben, sprachen wir über eine Mietwohnung, wo beide Parteien ca den gleichen Weg zur Arbeit haben und eine ruhige Gegend. Dahingehend gab es einfach keinen Kompromiss mit ihr. Es musste das Dorf sein sonst vereinsamt sie ohne ihre Freunde. Es musste das Dort sein, weil nur da eine Arbeit in Frage kommt. Was ich wollte und das meine Arbeitswege bei ca 50-70 Minuten für eine Richtung war egal. Geschweige den meine Freunde und Bekannte.
Am Ende weiß ich nicht ob es Mitleid oder Resignation war, was mich dazu bewegt hat hier hin zu ziehen. Es war auf jeden Fall die falsche Entscheidung.
Für mich bedeutet Beziehung sich gegenseitig zu helfen und meine Partnerin ist stets auf gleicher Ebene mit mir. Bedeutet, dass sie jederzeit meine volle Unterstützung hatte und ich ihr mit vielen Sachen proaktiv geholfen habe und vieles auf mich genommen habe um sie zu entlasten. Ich hingegen bin ein Mensch, der nur selten Hilfe brauch, da er gelernt hat alles erstmal alleine zu machen. Abgesehen davon habe ich auch gerne gemeinsame Urlaube oder Wochenendtripps bezahlt. Geld bedeutete mir nie wirklich viel, solange ich das für "uns" ausgegeben habe. Eine super Symbiose war nun da. Ich forderte nichts oder wenig ein und sie gab kaum und konsumierte. Gebe ich ihr die Schuld? Nein, es war meine Entscheidung. Stets jedoch war der Gedanke in mir, dass wenn ich mal in der Klemme stecke würde man alles versuchen was möglich ist um Lösungen zu finden. Den das war stets meine Einstellung zu ihr.
Genau diese Zeit ist gekommen. Letzter Monat meiner Masterarbeit, Umzug und sehr viel Stress und Zerrissenheit in mir. Ich habe sie in ein paar Situation um Hilfe gebeten.
Letzte Woche meiner Masterarbeit: Bist du bitte da und hast Zeit diese gegenzulesen? Ja, war die Antwort. 2 Tage vor der Abgabe höre ich: ne sorry ich bin heute mit einer Freundin verabredet. Einfach nur wtf. Alleine durch diese Aussage zerbrach alles in mir.
Letzter Umzugstag vor meiner Wohungsübergabe: kommst du und hilfst? Ich brauche deine Hilfe. Ja, war die Antwort.
Um 10 uhr gings los. Bekomme Nachricht: sry schaffe erst 12. Ich rege mich darüber auf und sie fängt das totale Drama bei WhatsApp an: WENN DU MICH NICHT MEHR LIEBST KOMME ICH AUCH GAR NICHT MEHR. Ich habe das Telefon ausgemacht. Gegen 17 kam sie dann rum.
Vor dem Umzug: Sie hat bereits eine neue Arbeit und der Schornsteinfeger kommt in der Woche und sie kann ihm nicht die Tür aufmachen. Mein Auto ist in der Werkstatt und ich sage zu ihr: Pass auf, ich habr hier in meiner Stadt noch einiges zu erledigen, aber ich komm dann abends zu dir sodass ich dem Schornsteinfeger die Tür aufmachen kann. Einzige Sache ist nur: ich hab aktuell kein Auto und schlage mich zum nähesten HBF durch und wäre cool wenn ich abgeholt werden könnte, weil ab 21 fährt nichts mehr in das Kaff.
Man bedenke: ich habe es ihr proaktiv angeboten um ihr uneigennützig zu helfen.
Ihre Antwort war: Ne sorry gegen 21 hab ich auch keine lust 20 Min irgendwohin zu gurken.
Ich habe bereits schon einmal angedeutet, dass ich ausziehen will. Für sie war die Beziehung sofort beendet und sie zertrümmerte alle Sachen, die im Raum waren. Gemeinsame Bilder, altenGeschenke, sogar das Geschenk für ihren kommenden Geburtstag in wenigen Tagen, welches verpackt in einer Ecke des Raumes stand. Sie hat es kaputt getreten und draufgespuckt.
Ihr Eskalationspotenzial ist enorm. Danach kommt sofort die Phase der Reue und sie entschuldigt sich und bettelt mich an, dass wir es gemeinsam schaffen.
Ich weiß sie hat unheimlich viele Probleme und ich bin ein Kämpfertyp, jedoch glaube ich nicht dass ich diesen Kampf gewinnen. Unabhängig davon bin ich hier wie gelähmt und unglücklich. Alles in mir will Weg hier und wieder in die Stadt aus der ich gekommen bin. Ich liebe diese Frau auch nicht mehr. Ja ich weiß, damit ist die Sache klar, jedoch habe ich Angst vor ihrer nächsten Eskalation, geschweige den vor der Zeit, die dann kommt bis ich eine neue Wohnung habe. So fair wollte ich zu ihr sein nicht in einer Nacht und Neben Aktion abhauen, auch wenn es vieles einfacher machen würde.
Irgendwie fehlt mir die Kraft überhaupt irgendwas zu machen. Ich war schon immer anders als viele meiner Freunde, die stets sich in den Beziehung die Köpfe eingeschlagen haben und Leichenflederei betrieben haben unter dem Vorwand man hätte ja so viel investiert. Was bringt das einem wenn man sich nur noch unglücklich macht? Ich habe noch nie den Sinn verstanden. Whatever.
Sorry dafür dass ich so viel wirres geschrieben habe. Ich bin euch für euer Feedback dankbar. Falls ihr Fragen habt fühlt euch frei diese zu stellen!
Lieben Gruß
Mike
Ich kenne eigentlich die Antworten auf alles was ich euch gleich beschreibe, jedoch weiß ich grade nicht was ich machen soll und wie ich es machen soll.
Zu meiner Person: Ich bin 29, hab mein Studium abgeschlossen und bin voll berufstätig.
Ich habe meine Unizeit sehr genossen und habe stets das gemacht was ich wollte und was mich glücklich gemacht hat. Gegen Ende dieser Zeit habe ich eine Frau kennengelernt, die ich schon mal ganz flüchtig kannte (damals eine Freundin eines entfernteren Bekannten). Sie ist jetzt 36 und meine Freundin seit über 2 Jahren. Unser erstes Jahr war wundervoll (rosarote Brille durch und durch). Ich habe da noch in meiner eigenen Studentenbude gelebt und es ging mir/uns gut. Sie hat stets den Wunsch mit mir zusammen zu ziehen, wogegen ich mich immer gewehrt habe irgendwo. Als dann ihre Tante gestorben ist mit der sie in einem eigenen Haus
zusammen gelebt hat in einer dörflichen Gegend ca 30-40 Minuten Autofahrt von mir entfernt habe ich schliesslich eingewilligt und zog zu ihr. Das war ca vor 3-4 Monaten. Zu diesem Zeitpunkt war die Beziehung seit paar Monaten schon am bröckeln aus verschiedenen Gründen.
Ein wenig die Vorgeschichte:
Sie war eine zeitlang arbeitslos, da sie nach ihrem gesellschaftswissenschaftlichen Studium immer nur Teilzeitverträge bekommen hat, die befristet waren. Ich dieser Zeit fingen die ersten Probleme an. Ihre Motivation und die damit verbundene Mühe, welche sie dabei an den Tag legte war unter aller Sau. Sie schicken mit 34 Jahren Bewerbungen heraus mit einem 0815 Anschreiben ohne nicht mal ihr Dokumente als Anhang einzufügen und wunderte sich darüber, dass sie nie ne Antwort bekommen hat. Das war alles so frustrierend, da ich wirklich mir den A**** aufgerissen habe und ihr ein top Anschreiben gemacht und ihr stets Stellen rausgesucht habe. Ich weiß selber, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, jedoch konnte ich nichts anderes tun als ihr zu helfen und gleichzeitig innerlich frustriert zu sein. Ihre Ansprüche waren auch nicht von dieser Welt. Ein Job der max. 15 Minuten entfernt ist. Lol, innerhalb der Zeitspanne ist sie nicht mal aus dem Dorf rausgekommen, geschweige denn in irgendeine andere Stadt.
Anfangs als wir über das gemeinsame Wohnen gesprochen haben, sprachen wir über eine Mietwohnung, wo beide Parteien ca den gleichen Weg zur Arbeit haben und eine ruhige Gegend. Dahingehend gab es einfach keinen Kompromiss mit ihr. Es musste das Dorf sein sonst vereinsamt sie ohne ihre Freunde. Es musste das Dort sein, weil nur da eine Arbeit in Frage kommt. Was ich wollte und das meine Arbeitswege bei ca 50-70 Minuten für eine Richtung war egal. Geschweige den meine Freunde und Bekannte.
Am Ende weiß ich nicht ob es Mitleid oder Resignation war, was mich dazu bewegt hat hier hin zu ziehen. Es war auf jeden Fall die falsche Entscheidung.
Für mich bedeutet Beziehung sich gegenseitig zu helfen und meine Partnerin ist stets auf gleicher Ebene mit mir. Bedeutet, dass sie jederzeit meine volle Unterstützung hatte und ich ihr mit vielen Sachen proaktiv geholfen habe und vieles auf mich genommen habe um sie zu entlasten. Ich hingegen bin ein Mensch, der nur selten Hilfe brauch, da er gelernt hat alles erstmal alleine zu machen. Abgesehen davon habe ich auch gerne gemeinsame Urlaube oder Wochenendtripps bezahlt. Geld bedeutete mir nie wirklich viel, solange ich das für "uns" ausgegeben habe. Eine super Symbiose war nun da. Ich forderte nichts oder wenig ein und sie gab kaum und konsumierte. Gebe ich ihr die Schuld? Nein, es war meine Entscheidung. Stets jedoch war der Gedanke in mir, dass wenn ich mal in der Klemme stecke würde man alles versuchen was möglich ist um Lösungen zu finden. Den das war stets meine Einstellung zu ihr.
Genau diese Zeit ist gekommen. Letzter Monat meiner Masterarbeit, Umzug und sehr viel Stress und Zerrissenheit in mir. Ich habe sie in ein paar Situation um Hilfe gebeten.
Letzte Woche meiner Masterarbeit: Bist du bitte da und hast Zeit diese gegenzulesen? Ja, war die Antwort. 2 Tage vor der Abgabe höre ich: ne sorry ich bin heute mit einer Freundin verabredet. Einfach nur wtf. Alleine durch diese Aussage zerbrach alles in mir.
Letzter Umzugstag vor meiner Wohungsübergabe: kommst du und hilfst? Ich brauche deine Hilfe. Ja, war die Antwort.
Um 10 uhr gings los. Bekomme Nachricht: sry schaffe erst 12. Ich rege mich darüber auf und sie fängt das totale Drama bei WhatsApp an: WENN DU MICH NICHT MEHR LIEBST KOMME ICH AUCH GAR NICHT MEHR. Ich habe das Telefon ausgemacht. Gegen 17 kam sie dann rum.
Vor dem Umzug: Sie hat bereits eine neue Arbeit und der Schornsteinfeger kommt in der Woche und sie kann ihm nicht die Tür aufmachen. Mein Auto ist in der Werkstatt und ich sage zu ihr: Pass auf, ich habr hier in meiner Stadt noch einiges zu erledigen, aber ich komm dann abends zu dir sodass ich dem Schornsteinfeger die Tür aufmachen kann. Einzige Sache ist nur: ich hab aktuell kein Auto und schlage mich zum nähesten HBF durch und wäre cool wenn ich abgeholt werden könnte, weil ab 21 fährt nichts mehr in das Kaff.
Man bedenke: ich habe es ihr proaktiv angeboten um ihr uneigennützig zu helfen.
Ihre Antwort war: Ne sorry gegen 21 hab ich auch keine lust 20 Min irgendwohin zu gurken.
Ich habe bereits schon einmal angedeutet, dass ich ausziehen will. Für sie war die Beziehung sofort beendet und sie zertrümmerte alle Sachen, die im Raum waren. Gemeinsame Bilder, altenGeschenke, sogar das Geschenk für ihren kommenden Geburtstag in wenigen Tagen, welches verpackt in einer Ecke des Raumes stand. Sie hat es kaputt getreten und draufgespuckt.
Ihr Eskalationspotenzial ist enorm. Danach kommt sofort die Phase der Reue und sie entschuldigt sich und bettelt mich an, dass wir es gemeinsam schaffen.
Ich weiß sie hat unheimlich viele Probleme und ich bin ein Kämpfertyp, jedoch glaube ich nicht dass ich diesen Kampf gewinnen. Unabhängig davon bin ich hier wie gelähmt und unglücklich. Alles in mir will Weg hier und wieder in die Stadt aus der ich gekommen bin. Ich liebe diese Frau auch nicht mehr. Ja ich weiß, damit ist die Sache klar, jedoch habe ich Angst vor ihrer nächsten Eskalation, geschweige den vor der Zeit, die dann kommt bis ich eine neue Wohnung habe. So fair wollte ich zu ihr sein nicht in einer Nacht und Neben Aktion abhauen, auch wenn es vieles einfacher machen würde.
Irgendwie fehlt mir die Kraft überhaupt irgendwas zu machen. Ich war schon immer anders als viele meiner Freunde, die stets sich in den Beziehung die Köpfe eingeschlagen haben und Leichenflederei betrieben haben unter dem Vorwand man hätte ja so viel investiert. Was bringt das einem wenn man sich nur noch unglücklich macht? Ich habe noch nie den Sinn verstanden. Whatever.
Sorry dafür dass ich so viel wirres geschrieben habe. Ich bin euch für euer Feedback dankbar. Falls ihr Fragen habt fühlt euch frei diese zu stellen!
Lieben Gruß
Mike