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Unentschlossen, unzufrieden & Unsicher, mein ganzes Leben lang

M

Marina007

Gast
Hallo!
Hatte hier schon mal vor längerer Zeit geschrieben, leider aber nicht so viel Rückmeldung bekommen. Daher versuche ich es noch einmal. Die Probleme in meinem Leben existieren leider schon sehr lange.
Insgesamt bin ich ein sehr unisicherer Mensch würde ich sagen. Auch wenn es inzwischen schon besser ist als früher bzw. ich kann es besser überspielen.
Hauptproblem ist, dass ich meistens bzw. immernoch wenig Ahnung habe, was ich eigentlich will im Leben. Eigentlich bin ich immer unzufrieden. Egal wie meine Lebenssituation ist. Beispiel aus dem privaten Bereich:
Ich wollte immer eine Beziehung und hatte so im Alter zwischen 14-18 immer das Gefühl niemand will mich. Auch waren alle immer nur an meinen Freundinnen interessiert. Dann hatte es aber endlich geklappt und ich kam mit meinem Freund zusammen mit 18/19. Anfangs war ich nicht komplett überzeugt, dass es wirklich passt zwischen uns (also nicht komplett zufrieden). Dann gabe es eine Zeit, in der die Beziehung gut lief und ich schon recht glücklich war. Diese Zeit endetete dann nach 4,5 Jahren (mit vielen Hochs und Tiefs in der Beziehung). Ich war zu dem Zeitpunkt einfach unzufrieden und ich dachte ich würde etwas "verpassen" und auch war ich nicht bereit dafür mit demjenigen den nächsten Schritt (z.B. Zusammenziehen usw.) zu gehen.
Letztenendes bin ich mittlerweile seit fast 4 Jahren Single. Nie wieder hat es mit irgendjemanden so gut gepasst wie damals mit meinem Exfreund. Ich date und date aber es passt einfach nie. Mittlerweile habe ich oft Phasen in denen ich der Vergangenheit hinterhertrauere, da ich jetzt gerne das hätte was eben viele Leute in meinem Alter (mittlerweile 28) haben: eine feste Beziehung, eventuell in paar Jahren eine eigene Familie....ich hatte nur zum falschen Zeitpunkt den richtigen Partner dafür.---
Gleichzeitig frage ich mich, ob ich, hätte ich im Moment den richtigen Partner für das alles, wirklich glücklich wäre....(denn schließlich hatte ich das Ganze schon und war dennoch nicht zufrieden).

Beispiel aus dem beruflichen Bereich:

Seit ich mit dem Studium fertig bin, frage ich mich, ob ich wirklich das Richtige studiert habe. Teilweise war ich schon an dem Punkt, wo ich gerne noch was anderes studiert hätte (es aber dann doch nicht getan habe, weil ich dann noch mehr Zeit vertrödelt hätte und ich letztenendes auch nicht zu 100 Prozent davon überzeugt war).
Ich habe dann erstmal realtiv viel Zeit noch investeriert in eine Weiterbildung / Zusatzqualifikation, um trotz der recht durchschnittlichen Studiumsnoten einen besseren Job zu bekommen.

Nun war ich schon bei 3 verschiedenen Arbeitgebern und immer hat irgendwas nicht gepasst. Entweder die Tätigkeit oder die Vorgesetzten. In ein paar Monaten wechsle ich nochmals den Job (etwas anderer Bereich) und hoffe inständig, dass es dort für mich halbwegs ok ist. Dass ich mal wirklich einen Job finde, der mich wirklich erfüllt und tatsächlich Spass macht, daran glaube ich selbst nicht mehr. Ich kann nur hoffen, dass der nächste Job zumindest "aushaltbar" ist für mich.... Denn so langsam kommt es bei Personalern dann komisch rüber, wenn man andauernd nach kurzer Zeit wechselt.

Meine Frage an euch hier ist, ob ihr Ähnliches schon durch habt, und mir irgendwelche Tipps geben könnt?

Was mir noch aufgefallen ist: leider ist es bei meinen Eltern oft auch so ähnlich wie bei mir gewesen:
meine Mutter hat zwar seit Ewigkeiten denselben Job, aber nur, seit die Kinder groß sind und sie erzählt jeden Tag wie gestresst sie ist und dass der Job ihr absolut keinen Spass macht.
Bei meinem Vater ist es so, dass er auch andauernd etwas anderes machen will (er war immer selbstständig, aber es gab immer irgendwas, was ihm nicht gepasst hat, sodass er immer wieder etwas anderes versucht hat aufzubauen, letztendlich aber nie wirklich zufrieden war.) Dasselbe gilt für Beziehungen. Beide Elternteile haben nach der Scheidung ca. alle 1-3 Jahre neue Partner....also hier wohl auch nie wirklich zufrieden.

Aktuell bin ich unzufriedener denn je- da ich das Gefühl habe mit fast 30 Jahren nichts so richtig erreicht zu haben, wo andere sowohl im Job als auch im privaten Bereich fest im Leben stehen...
 

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tonytomate

Aktives Mitglied
Man muß nichts erreichen, weder ein Ziel noch sonst was. Am Ende steht der Tod und der ist der Höhepunkt des Lebens. Deine ganze Lebensleistung spielt dann keine Rolle mehr. Ich persönlich habe immer nach irgendwas gestrebt, Karriere haben andere gemacht mit 10x so viel Gehalt wie ich. Glücklicher sind so trotz Haus & Hof, Familie und Co. auch nicht. Ganz im Gegenteil, sind immer nur am meckern und am Jammern. Leb einfach Dein Leben, so wie es Dir gefällt. Mach das, was Dir Freude bereitet.
 

Binchy

Aktives Mitglied
Ich denke, dass Dein Grundproblem ist - wie Du ja schon schriebst - dass Du sehr unsicher bist, Dich mit anderen vergleichst und letztlich nicht weißt, was du willst und daher das, was Du hast, nicht so wertschätzen kannst.

Du bist 30, nicht alt, aber schon erwachsen, also Zeit, da mal was zu ändern dran. Hast Du schon mal eine Therapie gemacht, an Dir gearbeitet, Dich mit Deinen Interessen, Fähigkeiten, Sehnsüchten, Träumen etc. auseinander gesetzt? Deine Eltern waren in der Hinsicht zwar keine guten Vorbilder, aber irgendwann müssen wir uns davon lösen und einen eigenen Weg gehen.

Solange Du mit Dir nicht zufrieden oder glücklich bist, solange Du hin- und herschwankst, ohne eine klare Richtung zu haben, solange wirst Du vielleicht auch keine echte Beziehung eingehen können, weil Du möglicherweise in der der Beziehung das suchst, was Du erstmal selbst finden musst.
 
M

Marina007

Gast
bin 28, also bald 30...
Fühle mich ehrlich gesagt noch gar nicht so alt. Ich muss aber sagen, mit mir selbst bin ich inzwischen zufriedener als früher (bin insgesamt halbwegs zufrieden mit meinem Aussehen, meiner Wohnung und habe zumindest ein abgeschlossenes Studium).
Nur trotz Bemühungen klappt einfach sonst seit Jahren nichts mehr so richtig.
Therapie hatte ich mal eine gemacht, die mir allerdings wie ich finde wenig gebracht hat.
Muss sagen, dass eine Beziehung mir schon irgendwie immer mehr "Halt" und irgendwie auch Motivation an sich im Leben gegeben hat.
Bin auch seit Jahren einfach sehr einsam und ich weiß, ich vergleiche mich mit anderen und das ist schlecht... Nur das lässt sich nicht so ohne Weiteres abstellen. Und natürlich ist das Leben irgendwie schöner wenn man Liebe hat im Leben.
Ich habe einfach oft nicht das Gefühl, dass sich das Leben für mich lohnt. Seit Jahren bin ich nur damit beschäftigt, irgendwie zu "überleben", also meinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen mit irgendwelchen Jobs, die ich hasse. Ansonsten habe ich nicht viel im Leben.
 

Youshri

Aktives Mitglied
Was mir in Deinem Beitrag auffällt, ist dies hier:

und hoffe inständig, dass es dort für mich halbwegs ok ist
Ich kann nur hoffen
Aktuell bin ich unzufriedener denn je
Und wenn Du anstelle "hoffen" mal "ich will" einsetzen würdest? Denn das alles klingt für mich nicht nur sehr trüb und teilnahmslos, sondern auch gerade für einen Werdegang viel zu passiv. Probier mal, Deinen eigenen Willen zu fördern, denn dann setzt Du Dir vielleicht auch Ziele. Klar, die können gelingen oder scheitern, aber das passiert ja jedem. Und deshalb kommt es auch nicht darauf an, sondern dass Du etwas unternimmst, privat und beruflich. Eigentlich solltest Du Dich einfach nur mal ins Leben stürzen. Was meinst Du?
 

Binchy

Aktives Mitglied
Glücklich werden: So findest du heraus, was du im Leben wirklich willst // Thomas Prehn


Es gibt viele interessante Vorträge auf youtube, da könntest Du z.B. mit anfangen, da mal reinzuhören und Dir Inspirationen holen - oder auch Büchern.

Barbara Sher: Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will

 

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