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Und es ist doch wieder da...

  • Starter*in Starter*in Schmatzer
  • Datum Start Datum Start
S

Schmatzer

Gast
Hallo...

ich habe in letzter Zeit länger versucht es zu verdrängen... wollte einfach nicht mehr darüber nachdenken... was... was er mit mir gemacht hat...

aber morgen ist es wieder soweit... morgen ist der tag... morgen vor drei jahren... ist es passiert... und jetzt geht es mir doch wieder schlecht... den ganzen Tag muss ich daran denken und ich kann mich mit nichts ablenken...

Ich glaube ich werde verrückt... ich halt das einfach nicht aus... mein Freund is mir wirklich eine große Unterstützung.. er hilft mir wo und wie er nur kann.... aber... ihm ist sowas nicht passiert... er weiß nicht, was in mir vorgeht... kann er ja auch nicht!!

Ich fühl mich, als wenn ich in ein Loch fallen würde...


Ich habe meinen Freund gebeten sich mit mir mal über Anlaufstellen oder Beratungsstellen... für... naja... für Vergewaltigungsopfer zu erkundigen... vielleicht ist es ja doch das beste... aber ich habe so eine verdammte Panik davor... ich kann das gar nicht beschreiben.

Das wars auch schon... ich hoffe, ich hab euch mit meinem "Rumgeheule" nicht belästigt... ich habe einfach manchmal das Gefühl, dass es Leute gibt, die eigentlich gar nichts damit zu tun haben wollen... die vielleicht einfach nicht darüber reden möchten... (aus meinem Umfeld meine ich)


Liebe Grüße
Schmatzer
 
Versuch mal deine Ängste zu formulieren.Was genau macht dir Angst?Was fürchtest du?Hab das gleiche erlebt,war einen Tag vor meiner schriftlichen Abi-Prüfung-ist jetzt 16Jahre her.Manchmal denk ich ,das war ich gar nicht der das passiert ist.Aber sich seine Ängste klar zu machen ist der erste Schritt sie zu bewältigen
LG
Kryola
 
Naja... ich glaube das hört sich total bescheurt jetzt an...

Er wollte Psychologie studieren und sich dann spezialisieren... auf sexuellen Missbrauch....

Ich weiß nicht... es ist für mich einfach so eine Blockade, wenn ich daran dekne so jemanden etwas erzählen zu müssen... ich habe Angst, dass auch andere Therapeuten oder Psychologen so sind... und... mir wehtun...

ICh weiß... das hört sich so doof an.. aber das is das, wovor ich wahnsinnige Angst habe.

Liebe Grüße
Schmatzer
 
Hallo Schmatzer,

viel weher tut es doch schon, wenn du nicht mal langsam anfängst mit einer Therapie und drüber reden, oder?
Seelenmüll muss raus...denn ansonsten kannst du tatsächlich verrückt. d.h. psychotisch werden...ein unbehandeltes Trauma kann dir deine Hirnchemie nämlich durch diesen enormen Dauerdruck nachhaltig schädigen..

Also mach dir klar: es wird wehtun drüber zu reden, aber noch viel mehr wird es weh tun und dich nachhaltig schädigen wenn du es nicht tust...Verdrängen geht nicht..also wähle das kleinere Übel und dann Augen zu und durch!

Du hast bereits viel zu viel Kraft damit vergeudet nicht drüber zu reden und hast unter enormen Druck damit gestanden...nutze deine Energien nicht gegen dich, sondern für dich, indem du neue Strategien wählst...nicht Schweigen, sondern reden...das hilft!

Gruß
Tyra

Wieso sollten dir Psychologen wehtun? Ist nicht deren Job...du kannst dir nach freier wahl einen Psychologen oder eine Psychologin auswählen und solltest denen erstmal ne Chance geben ihren Job zu machen und dir zuzuhören....die sind spezialisiert zum Zuhören und v.a. verfügen sie über Wissen, was für dich sehr nützlich ist...schnapp es dir!!
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Schmatzer

Ich stelle dir in diesem Thread nochmal die Frage:
wer hat dich vergewaltigt,der Freund oder der Cousin?
 
die Frage hat sich erledigt.

So..
Vll werde ich von manchen hier gesteinigt werden,aber ich muss das mal loswerden.
Ichselbst wurde jahrelang missbraucht,man zerstörte meine Kindheit und meine Jugend.
Aber..sichselbst zu bemitleiden und sich in die Erinnerungen zu vergraben ist NICHT der Richtige Weg.
Zum Glück habe ich es geschafft ohne und Therapie und Psychologen für mich damit abzuschliessen,obwohl ich manchmal doch noch in Situationen reinkomme wo mich die Vergangenheit einholt und ich sie der Schuld daran gebe das es mir dann dreckig geht.
Ich rede hier nicht von verdrängen,nein,im Gegenteil,man sollte sich ganz bewusst dem stellen was einem widerfahren ist,aber nur bis zu einer gewissen Grenze,weil man den Tätern nicht die Chance geben darf das sie dermassen euer Leben zerstören das ihr noch vor euch habt.

Verständnis zeigen ist eine Sache..Mut geben und wenn nötig einen kleinen Tritt in den Hintern,damit man sich wieder aufrappelt und sehen kann das das Leben auch noch andere Dinge parat hält ist eine andere.
Nicht bagatellisieren,das meine ich sicherlich nicht..
Ich habe mich eine zeit lang in einem Forum aufgehalten welches ich hier nicht nennen möchte,dort wurde sich gegenseitig nur bedauert und sich gegenseitig nur gesagt welch armes Opfer man wäre..das ist falsch meiner Meinung nach.
Wie sollen den diese Menschen je wieder an das Gute im Leben glauben können??
Wie sollen sie je wieder an sichselbst glauben können??

Auffangen,zuhören,Mut geben...so sollte es sein..nicht bemitleiden,die meisten bemitleiden sichselbst schon genug und können so nicht an die Oberfläche kommen um mal tief durchzuatmen und durchzustarten..

Es ist ein schweres Thema wo man mit viel Fingerspitzengefühl "rangehen" muss und nicht jeder "Fall" ist der gleiche,das ist mir bewusst,aber kommt raus aus dem Loch des selbstbedauerns,solange ihr dadrin sitzt werdet ihr nicht zulassen können das man euch hilft.


Lise
 

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