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Umschulung, Fortbildung o.ä.

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Rübe

Gast
Hallöchen!

Situation:

Mann hat die meiste Zeit seines Lebens im Lagerbereich gearbeitet, Ausbildung in einem handwerklichen Beruf nicht abgeschlossen. Durch ( psychische ) Krankheit ist der Mann arbeitslos geworden. Und lange Zeit geblieben.
Er ist gesund, aber nicht sehr belastbar. Und Den Job, den er nun macht, der ist 1. absolut unterbezahlt und 2. purer Stress/ Druck.
Der Mann möchte eine Umschulung oder eine Fortbildung machen, so dass er auch im kaufmännischen Bereich im Lager tätig sein kann.
Dies wird immer wieder abgelehnt von der Arge. Er bekommt noch ALG 2 ergänzend.
Ist das wirklich aussichtslos? Denn wenn er dort weiter macht, wo er jetzt beschäftigt ist ( der Vertrag läuft nächsten Monat aus ), dann ist er bald wieder krank...und wieder ewig arbeitslos, da nicht qualifiziert.
Wie kann man vorgehen? Was kann man tun?
Danke

Rübe
 
Rübe, hat der Mann einen Schwerbehindertenausweis aufgrund seiner psychischen Erkrankung?

In der jetzigen Situation bekommt er keine Umschulung finanziert, denn er hat ja Arbeit. Hätte er eine MdE-Einstufung, könnte er seine Behinderung als Grund für die Dringlichkeit einer Umschulung angeben.
 
Hallo Beate,

nein, der Mann hat ja in dem Sinne auch keine wirkliche Beeiträchtigung mehr, er ist einfach nicht belastbar bedingt durch seine Vorgeschichte. Aber das ist ja keine Erkrankung... Er hat auch keinen Behindertenstatus. Nie gehabt.
Aber auch bevor er diesen Job bekam und er arbeitslos war, da hat er auch keine Maßnahme bekommen. Immer hieß es " Keine Gelder ", oder "machen Sie doch eine Ausbildung " Haha, wie denn, mit 36 und Familie im Rücken, die es zu ernähren gilt?
Da der Vertrag bald ausläuft und wohl auch, wegen Auftragslage, nicht verlängert wird, sieht es jetzt also schon böse aus. Mit drohender Arbeitslosigkeit ist nicht leicht zu leben. Aber das ist ein anderes Thema...
 
Rübe, wenn der Arbeitsvertrag demnächst ausläuft könnte er sich z.B. bei einer Zeitarbeitsfirma als arbeitssuchend melden. Gerade im Lager werden dort Arbeitskräfte gesucht. Die Bezahlung ist dort nicht gerade super, aber viele Firmen übernehmen die Arbeitskräfte wenn sie gut sind. Hat der Mann einen Gabelstaplerschein? Diese Fahrer werden zur Zeit gesucht.

Eine Umschulung oder Fortbildung könnte er durch einen Bildungsträger bekommen, wenn er einige Zeit arbeitslos wäre.
 
Zum Thema Zeitarbeit: es ist Zeitarbeit, wo er jetzt arbeitet. Zu einem Lohn von knapp 6,- Brutto. Und das im Schichtbetrieb und im Akkord. Das steht er nicht lange durch. Und bei den anderen Anbietern ist es das Gleiche. Was er braucht, ist ein Job, wo er nicht so schwer körperlich arbeiten muss und keine Wechselschichten und keinen Akkord hat, verstehst du? Erschwerend kommt hinzu, dass der Mann keinen Führerschein Kl.B hat. Da hast du sowieso schon verloren, denn die 2. Frage beim Vorstellungsgespräch lautet nach dem Führerschein.

Bildungsträger? Du meinst finanziert über die Arge?
Nein, leider nichts zu machen. Er war 4 Jahre arbeitslos und ist alle paar Monate da hin um eine Bewilligung zu bekommen. Oder einen Führerschein wenigstens. Aber leider: alles abgelehnt.
Deshalb frag ich ja, ob es nicht sowas wie ein "Recht" darauf gibt.
 
Rübe, solange der Mann in der Lage ist seine Arbeit zu machen, wird er keinen Anspruch auf Fördermaßnahmen erhalten.

Wenn es dem Mann so schlecht geht, könnte er sich das von einem Arzt bescheinigen lassen. Mit dieser Bescheinigung könnte er dann zur Agentur für Arbeit zu einem Arbeitsvermittler gehen. Die Arbeitsvermittler müssen alle Aspekte eines Arbeitssuchenden in die Beratung einbeziehen. Vielleicht wäre das ein Ausweg aus der schwierigen Situation.

Schaue mal auf diese Seite, da werden oft gute Tips gegeben.

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/
 
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