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Gast
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Hallo,
ich habe vor einiger Zeit ein Praktikum in einer Rehaklinik für Suchtpatienten gemacht. Es war für mich das erste Praktikum in der Suchthilfe, so dass ich für bestimmte Verhaltensstrukturen etc eine große Sensibilität aufbringen musste, die mir vorher so nicht bekannt war. Als Praktikant sah ich mich in einer schwierigen Position. Ich gehörte zum Personal, führte aber keine therapeutisch angeleitete Gespräche und kam somit auf einer anderen Ebene mit den Patienten zusammen. Seitens der Patientenschaft wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht und man merkte, dass sie froh darüber waren, "auch mal mit jemanden von draußen" (Zitat) reden zu können. Also mit jemanden, der so gesehen nichts mit der Suchtproblematik zu tun hat. Es kam zu mehreren intensiven Gespräche...natürlich immer im geschützten Raum.
Mein Problem ist nun, dass ich mich auf einen Kontakt auch nach dem Praktikum eingelassen habe. Ich weiß, dass sowas gar nicht so unüblich ist. Mehrere Mitarbeiter haben ebenso einen lockeren Kontakt nach Abschluss der Therapie gehalten. Ich bin nun über die Erwartungen des Patienten unsicher. Ich glaube, der Patient möchte auf die private Schiene übergehen. Leider ist mir noch nicht klar, ob seinerseits eine platonische Bekanntschaft ausreicht. Meine Grenzen habe ich eigentlich hinsichtlich dieser Thematik sehr deutlich gemacht. Ich frage mich nun, inwieweit der Kontakt ihm schadet und er dadurch stückweit abgelenkt ist von der Therapie. Oder, ob eine lockere Bekanntschaft auf platonischer Ebene ihm gut tun kann.
Vielleicht hat jemand bereits Erfahrungen sammeln können. Ich wäre sehr dankbar, wenn ich eine Antwort erhielte.
ich habe vor einiger Zeit ein Praktikum in einer Rehaklinik für Suchtpatienten gemacht. Es war für mich das erste Praktikum in der Suchthilfe, so dass ich für bestimmte Verhaltensstrukturen etc eine große Sensibilität aufbringen musste, die mir vorher so nicht bekannt war. Als Praktikant sah ich mich in einer schwierigen Position. Ich gehörte zum Personal, führte aber keine therapeutisch angeleitete Gespräche und kam somit auf einer anderen Ebene mit den Patienten zusammen. Seitens der Patientenschaft wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht und man merkte, dass sie froh darüber waren, "auch mal mit jemanden von draußen" (Zitat) reden zu können. Also mit jemanden, der so gesehen nichts mit der Suchtproblematik zu tun hat. Es kam zu mehreren intensiven Gespräche...natürlich immer im geschützten Raum.
Mein Problem ist nun, dass ich mich auf einen Kontakt auch nach dem Praktikum eingelassen habe. Ich weiß, dass sowas gar nicht so unüblich ist. Mehrere Mitarbeiter haben ebenso einen lockeren Kontakt nach Abschluss der Therapie gehalten. Ich bin nun über die Erwartungen des Patienten unsicher. Ich glaube, der Patient möchte auf die private Schiene übergehen. Leider ist mir noch nicht klar, ob seinerseits eine platonische Bekanntschaft ausreicht. Meine Grenzen habe ich eigentlich hinsichtlich dieser Thematik sehr deutlich gemacht. Ich frage mich nun, inwieweit der Kontakt ihm schadet und er dadurch stückweit abgelenkt ist von der Therapie. Oder, ob eine lockere Bekanntschaft auf platonischer Ebene ihm gut tun kann.
Vielleicht hat jemand bereits Erfahrungen sammeln können. Ich wäre sehr dankbar, wenn ich eine Antwort erhielte.