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Übertreibe ich oder seht ihr das ähnlich?

Risiko28

Neues Mitglied
Ich bin jetzt seit über 6 Monaten in einer neuen Firma. Wurde damals eingestellt weil die Buchhalterin (& Mitinhaberin der Firma) mit über 70 Jahren in Rente gehen möchte. Klang alles sehr brisant. Hab mir das dann auch einen Tag angeschaut (hier sind auch immer wieder die Worte gefallen “ich kann das ja dann auch anders machen” und mich dafür entschieden.
Ich mochte ihre Offenheit gegenüber Veränderungen und die Aussicht den ganzen Arbeitsbereich und somit die Vielfältigkeit zu übernehmen. Es lief alles gut an, konnte mich schnell einarbeiten.
Da kam dann schnell auf dass sie vorgeschlagene Veränderungen abblockt - auch bei Dingen die einfach nur falsch sind, jedem hinterher kontrolliert, man es ihr unterm Strich nicht recht machen kann. Dazu immer dieser Unterton wenn ich ihn ihren Augen etwas zu schnell erledigt habe… lustige Anekdote: ihr war wichtige dass ich Belege mit einem Tischrechner mit Ausdruck aufaddiere um zu kontrollieren ob die EDV es richtig macht 😉 gewisse Dinge habe ich dann einfach nicht mehr gemacht

Und doch hat sie nach kurzer Zeit entschieden immerhin montags zuhause zu bleiben. Ende letzten Jahres sagte sie mir dann noch dass sie sich im neuen Jahr weiter zurück ziehen wird. Passiert ist bis heute in der Hinsicht nichts.
Ich darf die meiste Arbeit nicht selbstständig erledigen und muss Dinge so kompliziert machen wie sie sie macht. Einige Arbeiten die im Arbeitsvertrag stehen sogar gar nicht (das alles war mein täglich Brot im vorherigen Job) Was dazu führt dass ich eigentlich nur den halben Tag wirklich beschäftigt bin. Absolute Unterforderung und Langeweile - meine persönliche Hölle.

Ich habe ihr bereits mehrmals mitgeteilt dass ich nichts zu tun habe, dass das ganz schlimm für mich ist, ich das alles vorher auch gemacht habe und das kann.

Sie geht auch gerne mittags wenn ich nicht da bin an meinen Schreibtisch, durchstöbert papierstapel die ich ihrer Ansicht nach nicht ablegen darf und grummelt dass man sich hier ja nicht auskennt. Meine Kollegin bekommt das alles mit

Aktuell vertrete ich diese Kollegin wegen OP musste mich auch hier mehrmals vor ihr verteidigen und darauf beharren dass ich keine Hilfe von ihr benötige und froh bin zu tun zu haben.

Ich hatte schon ein Gespräch mit meinem jr. Chef, der die Firma auch übernehmen wird. Gebracht hat es kaum etwas, ich werde Montag nochmal einen Versuch starten.

Denkt ihr ich muss noch länger durchhalten oder kann ich nach dieser Zeit erwarten die vollen Tätigkeiten laut Arbeitsvertrag machen zu dürfen?
Tips wie ich die alte Generation dazu bringe Neues zuzulassen?
Bringt der Hinweis etwas dass ich mich ansonsten um einen neuen Job umsehen werde?
 
Willkommen im Forum 🌻

Ich glaube nicht, dass es gut wäre zu sagen dass Du dir dann was neues suchst.
Es kann nämlich sein, dass das schwer nach hinten los geht.
Die Frau wird vermutlich nie los lassen können.
Wie groß ist das Unternehmen?

Ich würde dort unter den Umständen nicht bleiben wollen, gerade im Hinblick auf Unterforderung.
 
Danke für deine Antwort!

Die Firma hat gesamt ca 15 Mitarbeiter.

Du siehst es also auch so dass man nach dieser Zeit absolut davon ausgehen kann die Stellenbeschreibung selbstständig und im ganzen ausführen kann.

Meinst du mit schwer nach hinten losgehen dass die Stimmung kippt oder?
 
Hey @Risiko28
hierzu habe ich einen zentralen Gedanken: Wie alt ist sie denn, also wie lange ist sie noch da? Wenn jemand neues eingestellt wird, dann wendet sich ja vielleicht das Blatt.

Ich habe zum Teil eine ähnliche Situation, bin der "Kontrolleur der Kontrolleure (der EDV)", soll Dinge unglaublich umständlich machen, hatte den halben Tag lang nichts zu tun. Ich habe mir Veränderungen erkämpft. Das ist aber auch ein größerer Betrieb und ich darf jetzt 50% der Zeit eine andere Tätigkeit dazu machen. Meine Chefin ist aber leider auch noch einige Jährchen da. Chancen auf eine adäquate Stelle, wenn ich mich wegbewerbe sind gering.

Also, ich befürchte, in deinem Fall wirst du da wenig ändern können. Wenn es nur noch 2-3 Jahre sind, würde ich wohl durchhalten. Eventuell darfst du eine Fortbildung machen, die den Rest deiner Zeit füllt? Ansonsten würde ich mich wegbewerben. Das macht dich doch auf Dauer mürbe... 🙁
 
Du bist gerade mal 6 Monate da und willst der scheidenden Mitinhaberin zeigen, wo der Hammer hängt?
Klar übertreibst du.
Wenn du nicht weißt, wohin mit deiner Energie und was du während des Arbeitstages tun sollst, mach eine online-Fortbildung.
 
Hey @Risiko28
hierzu habe ich einen zentralen Gedanken: Wie alt ist sie denn, also wie lange ist sie noch da? Wenn jemand neues eingestellt wird, dann wendet sich ja vielleicht das Blatt.

Ich habe zum Teil eine ähnliche Situation, bin der "Kontrolleur der Kontrolleure (der EDV)", soll Dinge unglaublich umständlich machen, hatte den halben Tag lang nichts zu tun. Ich habe mir Veränderungen erkämpft. Das ist aber auch ein größerer Betrieb und ich darf jetzt 50% der Zeit eine andere Tätigkeit dazu machen. Meine Chefin ist aber leider auch noch einige Jährchen da. Chancen auf eine adäquate Stelle, wenn ich mich wegbewerbe sind gering.

Also, ich befürchte, in deinem Fall wirst du da wenig ändern können. Wenn es nur noch 2-3 Jahre sind, würde ich wohl durchhalten. Eventuell darfst du eine Fortbildung machen, die den Rest deiner Zeit füllt? Ansonsten würde ich mich wegbewerben. Das macht dich doch auf Dauer mürbe... 🙁

Danke für deine Sicht der Dinge

Die Dame ist bereits 75 Jahre! Und in den Gesprächen wurde es immer als sehr brisant betitelt weil sie jetzt wirklich aufhören will.

Ich werde morgen nochmal das Gespräch mit dem jr. Chef suchen.
 
Wie alt ist sie denn, also wie lange ist sie noch da?

Ü70 hieß es im Eingangspost.
Tja, und wie lange sie noch da ist, ist wohl eine spannende Frage.
Wenn die Mitinhaberin ist, wird die wohl nie richtig "weg" sein.
Selbst wenn die in die Rente ist, könnte die mehrmals wöchentlich auf der Matte stehen, um nach dem "Rechten" zu schauen und ihr Wort wird weiterhin ein gewisses "Gewicht" haben.

@Risiko28
Das die Situation, in der du da bist, absolut bescheiden ist, ist uns wohl allen klar.
Letztlich wird dir aber aufgrund der vertrackten Situation nur übrig bleiben, dass du dich mit den Zuständen arrangierst oder dir, schnellstmöglich, was anderes suchst.
Ich würde Letzteres tun.
 
Du bist gerade mal 6 Monate da und willst der scheidenden Mitinhaberin zeigen, wo der Hammer hängt?
Klar übertreibst du.
Wenn du nicht weißt, wohin mit deiner Energie und was du während des Arbeitstages tun sollst, mach eine online-Fortbildung.

Ich will ihr nicht zeigen wo der Hammer hängt, aber gewisse Dinge werden z.b. einer Betriebsprüfung nicht Stand halten.
Auch
Ü70 hieß es im Eingangspost.
Tja, und wie lange sie noch da ist, ist wohl eine spannende Frage.
Wenn die Mitinhaberin ist, wird die wohl nie richtig "weg" sein.
Selbst wenn die in die Rente ist, könnte die mehrmals wöchentlich auf der Matte stehen, um nach dem "Rechten" zu schauen und ihr Wort wird weiterhin ein gewisses "Gewicht" haben.

@Risiko28
Das die Situation, in der du da bist, absolut bescheiden ist, ist uns wohl allen klar.
Letztlich wird dir aber aufgrund der vertrackten Situation nur übrig bleiben, dass du dich mit den Zuständen arrangierst oder dir, schnellstmöglich, was anderes suchst.
Ich würde Letzteres tun.

Danke für deine Meinung!
Ich versuch Montag nochmal mit dem jr, Chef zu sprechen u.a. Ob es denn mittlerweile ein genaues Datum gibt bis wann ich noch durchhalten müsste…

Ein neuer Job mit der Vielfältigkeit an Arbeit findet sich leider nicht ganz so leicht…
 
Beispielsweise?
Die Summen, die man eingegeben hat , mit der Addi-Maschine zu kontrollieren empfinde ich zumindest nicht als überflüssig.

Mir schon.
Eingegebene Beträge überprüfen, ok.
Aber ein 'Rechenprogramm' zu überprüfen, ob es rechnen kann... ne.

Wenn schon so ein Doppel-Gemoppel, dann mit Excel statt so einem Dinosaurier-Teil (hab' ich seit ewigen Zeiten nicht gesehen, würde mich erheitern).
 

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