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Überstunden

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Gast

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Ich leiste viele Überstunden, weil mein Chef mir ständig im NAcken hängt und alles super wichtig ist und sofort erledigt werden muss. Gleitzeit lässt er kaum zu und mittlerweile macht er dumme Sprüche wegen meiner Überstunden. bezahlt krieg ich die auch nicht. Mir kommts so vor, dass er mir die Schuld gibt, weil ich mit der Zeit nicht hin komme. ich weiß gar nicht mehr, was ich noch machen soll. Arbeite ich die Dinge nach Priorität ab, dann kommt sowas "Wie, Sie sind immernoch nicht damit fertig?" usw. Ich bin echt keine Schnecke und arbeite zügig. Ich komme dann abends nach der Arbeit schon gar nicht mehr runter, weil ich auf 120 Prozent laufe. Was soll ich denn machen? Reden bringt nichts.
 

Hallo Gast,

schau mal hier: Überstunden. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Was ist in deinem Arbeitsvertrag dazu geregelt? Gleitzeit muss vereinbart sein, idealerweise sollte auch was zu Überstunden/ Mehrarbeit drinstehen.

Prinzipiell solltest du dir eines hinter die Ohren schreiben: Egal welche Firma, dir wird es KEINER danken. Es ist deine Freizeit, die du da verplemperst. Also entweder machst du weiter bei 120 %, bis du eben umkippst - und dann im Zweifelsfall sehr lange ausfällst - oder du machst deutlich, dass es so nicht weitergeht. Wenn dein Chef fragt "Sind Sie immer noch nicht fertig?" - dann sagst du eben: "Nein."
Dann soll er eben Prioritäten festlegen. Was soll zuerst gemacht werden.

Protokolliere, womit du wie viel Zeit verbringst. Ist in einem Mitarbeitergespräch auch sehr gut als Argument.

Vor allem: Mach einfach mal pünktlich Feierabend. Wenn zu viel Arbeit für eine Person da ist, wird NUR jemand eingestellt werden, wenn was liegenbleibt. Wenn der Chef sieht, dass du dich eben kaputt arbeitest, dann bleibt es dabei.
 
Überstunden aufgrund saisonaler Arbeitsschwerpunkte finde ich ok. Das fällt bei mir und meinen Mitarbeitern auch an. Herbst/Winter muß ich auch sehr viel arbeiten und viele Überstunden machen. Aber dann ist es zum Schutz der eigenen Gesundheit wichtig, direkt zu planen und mit dem Arbeitgeber zu verabreden, wann diese Stunden wieder durch Freizeit ausgeglichen werden. Sonst wird die Situation zu ungesund.

Dauernde Überstunden, weil immer alles wichtig ist und einfach zu viel Arbeit für eine Person an dem Arbeitsplatz anfällt, sind inakzeptabel. Dann ist der Arbeitsplatz falsch organisiert. In dem Fall handelt es sich um ein Organisationsverschulden des Arbeitgebers. Es ist in dessen Verantwortung, den Zuschnitt des Arbeitsplatzes so zu gewährleisten, daß die zu bewältigende Arbeitsmenge - mit Ausnahme saisonaler Ausreißer - in der Regelarbeitszeit erledigt werden kann.

Da hilft nur Dokumentation, um sich eine gute Argumentationsgrundlage zu schaffen, und dann das Gespräch mit Chef und ggf. Betriebsrat zu suchen.

Vorher bitte die eigenen Schwachstellen klären. Die gibt es nämlich in der Regel auch. Wo kannst Du Dich besser organisieren? Wo arbeitest Du evtl. zu genau, zu langsam, zu kompliziert? Schau Dir Deinen eigenen Arbeitsplatz an, wo Du etwas verbessern kannst. Sprich mit Kollegen, bitte sie um eine ehrliche Einschätzung, was Du verbessern kannst. Ich stelle immer wieder fest, daß bestimmte Arbeitsteilbereiche mit einer großen Akribie betrieben werden, die von Vorgesetzen so gar nicht verlangt werden. Oder aus Angst Fehler zu machen, Arbeiten zehnmal kontrolliert werden, was unnötig Zeit frißt. Einmal reicht. Es ist auch ok Fehler zu machen. Machen Vorgesetze auch.

Wenn Du Dir Deinen Arbeitsplatz so angesehen hast und sicher bist, daß die Arbeitsmenge und der ausgeübte Druck deines Chefs Ursache für die problematische Situation ist, dann mußt Du das Gespräch suchen. Und klar sagen, daß es so nicht weitergeht.

Dauerhafte Überstunden ohne Ausgleich, Druck und das Gefühl die Arbeit nicht schaffen zu können, kein Verständnis für Deine Belastung zu erhalten, werden Dich sonst krank machen. Du darfst es Dir wert sein, den Konflikt mit Deinem Chef zu suchen. Du bist Dir selbst verpflichtet, aus Gründen der Selbstfürsorge - auch um Deine Arbeitskraft dauerhaft zu erhalten - für ausreichende Erholungszeiten zu sorgen.

Viel Mut beim Eintreten für Deine Interessen und viel Erfolg beim liebevollen Kümmern um dich selbst wünsche ich Dir.
 
Du wirst es im nachhinein bereuen das du deine kostbare Freizeit mit der Arbeit vergeudet hast. Natürlich ist gegen Season-Arbeit nichts einzuwenden da halt an diesen Tagen/Monaten mehr Arbeit anfällt.

Aber Tag für Tag geht das auf Dauer nicht gut. Daher suche das Gespräch. Wenn du mit deiner Arbeit nicht zeitig fertig wirst dann benötigst du halt Hilfe. (mehr Personal)

Pass auf dich auf nichts ist wichtiger als Gesundheit. Und genieße deine Freizeit die du dir mit deinen "normalen" 40 Wochenstunden verdienst.
 
Hier die FS: Naja, das klingt ja alles mal so einfach. Ich habe zum Ende des JAhres die Probezeit geschafft. Ich kann da jetzt nicht rumtönen, dass es zu viel ist. Natürlich steht im Arbeitsvertrag Gleitzeit, aber mein Chef lässt mich nicht. Klar, meinLeben stelle ich mir anders vor. Ich bin schon sehr effektiv und schnell, weil ich was mache, worin ich schon lange Erfahrung habe.
 
Du hast Gleitzeit und der Chef hindert dich daran.
Dazu machst du sehr viele Überstunden, die dir nicht vergütet und auch nicht in Freizeit ausgeglichen werden.
Und zuguterletzt gibt er dir das Gefühl, du wärest Schuld an den Mehrarbeitsstunden, weil du zu langsam arbeiten würdest.

Das hat System. Eines mit dem er gut fährt und du dich zum Deppen machst.

Ich würde mir die Mehrarbeitsstunden notieren und einen Tag Zeitausgleich beantragen.
 
Ich arbeite auch manchmal viele Überstunden, weil es einfach manchmal nicht anders geht.

Aber eines ist klar und das habe ich auch klar zum Ausdruck gebracht: Es ist keine Einbahnstraße.

Wenn ich flexibel sein soll und überstunden mache, dann muss die Firma auch flexibel sein und mir die Überstd. wiedergeben, wann ich sie brauche.

Geht das nicht - mache ich keine mehr.

Egal was dabei den Bach runtergeht.

Das funktioniert ganz gut.
 
Sehe ich ähnlich.

Die Probezeit ist ein Argument. Man könnte sagen, noch drei Wochen und dann kannst Du Dich darum kümmern. Andererseits ist das Kündigen von Arbeitnehmern mit 4-Wochen-Frist möglich. Die zwei Wochen Unterschied machen den Kohl auch nicht fett.
 

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