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überfordert?!

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Gast

Gast
Hallo,

ich muss mal wieder ein bisschen Kummer ablassen und vielleicht habt ihr ja auch den ein oder anderen Tipp für mich der mir helfen kann.

Also... ich bin im Ausland - Gapyear nach dem Abi - und mir gefällt es hier auch ziemlich gut aber irgendwie falle ich immer wieder in irgendwelche tiefen schwarzen Löcher aus denen ich nur schwer raus komme.
Nach den ersten Monaten, in denen noch alles super aufregend war, fiel ich das erste mal. Alte "Gedanken", also Zweifel und ähnliches, bei denen ich dachte sie abgeschlossen zu haben, kamen wieder hoch. Es dauerte eine Weile bis ich mich da wieder rausgezogen hatte und genießen konnte was ich hier habe. So ging es dann aber immer weiter. Eine Zeit lang ging es mir wieder einigermaßen gut, dann fiel ich in das nächste Loch.
Dummerweise habe ich dann auch noch hier jemanden kennen gelernt. Es hat einfach alles gepasst, nur leider klappt es mit einem Wiedersehen nicht so ganz und eigentlich würde ich auch gerne pünktlich zu meinem Studium zurück in Deutschland sein. Naja den schmerz, konnte ich nicht so ganz überwinden. Dann erfuhr ich auch noch, dass meine Oma verstorben ist und ich fiel nur noch tiefer und tiefer...

Irgendwie bin ich halt mal wieder völlig mit mir überfordert. Ich verstehe nicht wieso ich immer wieder in diese schwarzen Löcher falle. Ich fühle mich dann so wahnsinnig traurig, bin super ungeduldig und kann einfach gar nichts mit mir und allem anderem anfangen. Am liebsten würde ich dann den ganzen Tag schlafen, weil ich mich eh so müde fühle und weiß dass ich dann meien Gedanken los bin....

Mhm... irgendwie weiß ich auch gar nicht wie ich mich jetzt hier erklären soll oder wie ihr mir helfen könnt. Ich bin einfach nur überfordert und möchte das all diese gedanken und diese Traurigkeit, dieses in Löcher fallen aufhört...
Vielleicht habt ihr ja eine Idee wie ich daran arbeiten kann?

Liebe Grüße
 

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Tüdelkram

Aktives Mitglied
Hallo lieber Gast,

schwer, ich kann dir leider keinen guten Rat geben, dir nur sagen, dass du nicht allein bist.

Mir geht es teilweise auch so, dass ich meine, mich aufgeben zu müssen weil es einfach keinen Weg raus gibt. Aber mein innerer Schweinehund läßt es Gott sei Dank nicht zu. Ich raffe mich immer irgendwie auf - wie du auch. Ich will nicht am Boden zerstört sein, deshalb gibt es für mich immer noch Ziele, die ich verwirklichen will. Diese schwarzen Löcher habe ich auch gesehen, aber ich bin nicht reingekrabbelt.

Du bist mutig, freue dich auf dein Studium, auf neue Leute die du kennenlernst und auf deine Aufgaben.
Und wenn dir alles zuviel wird, dann schreib deinen Kummer einfach ins Forum, dann bist du nicht allein.

Du schaffst das ! :daumen:
 
G

Gast

Gast
Hey Tüdelkram!

Danke für deine Antwort. Oh man du hast mich wieder ganz schön ins Grübeln gebracht: "Diese schwarzen Löcher habe ich auch gesehen, aber ich bin nicht reingekrabbelt."
Du siehst es also definitiv so, dass die "Fallen" oder eben "Krabbeln" in die schwarzen Löcher aus eigener Kraft geschieht, dass man also bevor man den "letzten Schrit ins Loch" macht auch noch umdrehen kann und einen anderen Weg einschlagen kann?
Aber dann ... wie machst du das? Ic hab da jetzt wirklich ernsthaft drüber nachgedacht, aber ich sehe einfach keinen anderen Weg, da führt kein Pfad um dieses Loch rum.
Du raffst dich immer wieder auf? Wie machst du das? Machst du das aus eigener Kraft? Sagst du dir "Ne so nicht, ich nehme es jetzt wieder in die Hand!"? Weiß du ich habe nämlich das Gefühl, dass der letzte Schritt der mich ganz in dem Loch versinken lassen würde, nur die Meinung anderer ist. Zum einem möchte ich das nicht meinen Eltern und meinen Freunden antuen, dafür sind mir - gerade meine Freunde o_O - doch zu wichtig, das haben sie nicht verdient, undich mag sie ja shcließlich auch. Aber zum anderem habe ich das Gefühl mich eben nie aus eigener Kraft wie aufzuraffen. Jedesmal wenn es mir schlecht geht, tretet ein Mensch in mein Leben der mich wieder nach oben zieht so dass ich für eine ganze Weile wieder das Licht des Lebens sehen kann. Dann irgendwann strengt dieses Licht mich aber zu sehr an und ich werde wieder müde, traurig... und so weiter und sofort. Und ehe ich überhaupt den ganzen prozess realisiere befinde ich mich schon wieder in diesem schwarzen Loch.

Es tut aber - auch wenn ich es dir natürlich nicht gönne - etwas gut zu wissen, dass mcih jemand versteht und auch andere Menschen mit solchen Gefühlen zu kämpfen haben.

Oh man ey ... mir ist auch dieses ganze Grübeln echt zu viel ...

Liebe Grüße
Lena
 

Tüdelkram

Aktives Mitglied
Liebe Lena,

siehst du, du hast es erkannt. Das schwarze Loch hat eine magische Anziehungskraft auf die Schwachen und wenn du erst wirklich drin bist, gelingt es dir durch die Anziehungskraft schwer rauszukommen. So stelle ich mir das jedenfalls vor. Natürlich verstehe ich dich, sehr gut sogar.

Hier will ich dir mal schildern was ich in den letzten 10 Jahren durchgemacht habe: z. B. den Krebs besiegt, meinen Mann (durch Scheidung), Haus, Hof, Hunde und letztendlich meine Kinder verloren. Habe in der Großstadt neu angefangen und mußte dort jedes Jahr einen neuen Job suchen, da die Firmen pleite gingen. Habe finanzielle Sorgen. Bin momentan wieder arbeitslos und bin nicht mehr so jung. Trotzdem raffe ich mich auf.

Die Treppenstufen sind lang und ich falle immer ein Stück runter, aber eines Tages werde ich ganz oben ankommen. Das ist mein Ziel - und wenn ich dann 70 bin, aber ich werde es schaffen !

Und du wirst es auch schaffen, ganz bestimmt. Der Wille ist stark !!
 
G

Gast

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Oha... da muss ich erstmal Schlucken. Respekt - Hut ab!
Da belibt mir nur dir die Daumen zu drücken und nur das Beste zu wünschen, denn das hast du verdient! Ich bin mir sicher, dass du dein Ziel erreichen wirst. For sure!

Alles weitere muss ich jetzt erstmal bedenken. Das hat mich dann doch wieder "vom Hocker gehauen". Ich hab wahrscheinlich bei Weitem nicht sowas mitmachen müsse und wohl immer im Paradise gelebt. Und das weiß ich anscheinend gar nicht zu schätzen... mhm naja.. ich werde jetzt ein bisschen grübeln, eine Nacht "darüber schlafen" und dann nochmal schreiben.

Danke dir!
 

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