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Gast
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Liebe Leute,
ich habe mich hier ein wenig durch das Forum gewühlt und ich weiß, dass es derartige Themen schon gibt, aber ich hoffe trotzdem auf Hilfe und Ratschläge.
Ich bin derzeit in einer Überbetrieblichen Ausbildung (Zur Erklärung ganz grob: Ein Bildungsträger zahlt das Gehalt, sorgt für den Azubi, während dieser in einem Betrieb "kostenlos" arbeitet. Für den Betrieb entstehen also keinerlei Kosten.)
Mein Problem möchte ich kurz schildern:
Ich bin 27 und bin im 3. Ausbildungsjahr und mache eine Ausbildung zur Bürokauffrau, die Prüfungen sind im Mai und ziehen sich bis Juli.
Zuerst war ich in einem sehr kleinen Betrieb, hab mich super mit allen verstanden und gern dort gearbeitet, jedoch schien der Chef, der dort mein Betreuer war, ein persönliches Problem mit mir zu haben und entließ mich mit der Aussage ich sei Ihm zu oft krank und außerdem könne er mich sich gar nicht leisten. Ich muss dazu sagen, dass ich, bevor ich dort angefangen habe, schwer mit Depressionen zu kämpfen hatte, war in Therapie und bin leider nach wie vor oft sehr angeschlagen.
Es ging weiter, dass ich 3 Monate lang bei dem Bildungsträger "Stützunterricht" hatte. (Sowas wie Nachhilfe, 2,5 Stunden am Tag)
Danach kam ich in einen neuen Betrieb, der 25 Kilometer entfernt ist, heißt: Ich muss 1000 Kilometer im Monat fahren. Da es mir wegen Panik-Attacken obendrein nicht möglich ist Bus oder Bahn zu fahren (ich arbeite an dem Problem) bin ich auf mein Auto angewiesen. 1000 Kilometer im Monat sind kein Pappenstiel für einen Azubi, um so glücklicher traf es mich, als ich erfuhr, dass meine neue Kollegin nur 2 Straßen von mir entfernt wohnt und wir eine Fahrgemeinschaft gründen konnten.
Und mein Chef, den ich immer sehr freundlich einschätzte erklärte sich bereit, mir einmal im Monat einen vollen Tank zu finanzieren, musste er doch sonst nichts für mich zahlen.
Die ersten Monate liefen super, ich konnte mir Kenntnisse aneignen und verstand mich super mit den Kollegen.
Aber irgendwie hat sich das Blatt in den letzten Monaten gewendet.
Ich wurde einmal krank, hatte eine Lungenentzündung und ging trotzdem nach 2 Wochen wieder arbeiten, in der Zwischenzeit verstarb mein Hund an dem ich sehr hing und bekam Beruhigungsspritzen, war auch hier 1. Tag nicht arbeiten und erst letzten Monat brach ich mir bei einer Klassenfahrt die Kniescheibe. Auf Drängen meines Arztes wurde ich 4 Wochen krank geschrieben, weitere 2 Wochen sollten folgen, doch da ich Angst um die Ausbildung hatte, bekam ich doch schon "Drohungen", dass mein Chef mich rausschmeißen wolle, ließ ich mich stattdessen auf eine Wiedereingliederung ein, heißt: 1 Woche 4 Stunden am Tag arbeiten, 1 Woche 6 Stunden am Tag arbeiten. Treppen soll ich bis heute vermeiden.
Als ich vor 2 Wochen wieder in den Betrieb kam, kam ich mir vor wie exiliert.
Niemand sprach mehr mit mir, Gespräche verstummten sobald ich (immer noch humpelnd) einen Raum betrat.
Einzig und alleine Arbeitsanweisungen wurden mir zugeworfen.
Dann kam meine Kollegin, die gleichzeitig meine Vorgesetzte ist, aus ihrem Urlaub zurück und es begann richtig Schei**e zu werden.
Ich fragte die Frau meines Chefs nach der Tankkarte und sie verließ ohne ein weiteres Wort das Büro. Ich habe nicht noch einmal nach gefragt.
Später kam meine Kollegin zu mir und meinte Tanken wäre für mich gecancelt "aus Kostengründen".
Am nächsten Tag gab sie mir Aufgaben, die ich wie ich fand, sehr gut erledigte. Das fand sie nicht, ich hätte alles falsch gemacht. Als ich sagte ich würde das beheben, wurde sie laut und sagte, dass Sie das alleine machen würde, ich solle mich um die Ablage kümmern und nicht wieder alles falsch machen. Doch auch hier versagte ich offenbar, heftete ich alles falsch ab (obwohl ich das machte wie gewöhnlich und es vorher nie ein Problem gab)
Als ich sie darauf ansprach meinte sie, ich müsse mehr Gas geben, mein Chef wäre Superstinkig auf mich und hätte mich schon öfter rausschmeißen wollen.
Ich würde nichts richtig machen, wäre zu langsam, hätte noch immer keinen Überblick, würde ihre Aufgaben nicht vernünftig und zu unsorgfältig machen, obendrein wieder zu langsam. Ich sei permanent krank, und das immer, wenn sie nicht da wäre, dann die Sache mit dem Hund wäre Ihm bitter aufgestoßen (dafür bekam ich eine Abmahnung) und wenn ich so weiter machen würde, würde mein Chef mich 1000% rausschmeißen ( Eine Drohung die mich das letzte ganze Jahr schon verfolgt.)
Dann meinte sie, ich sollte rausgehen und draußen, die Auffahrt mit Salz streuen. Als ich sie auf meine immer noch gebrochene Kniescheibe hinwies und dass ich die Treppen in den Keller nicht zig mal hoch und runter laufen kann und ich mich auf Glatteis nicht vernünftig laufen könne und die Sturzgefahr einfach zu hoch sei, meinte sie, ich hätte ja jetzt 4 Wochen gefehlt und solle streuen gehen.
Ende vom Lied waren eine gestreute Auffahrt und starke Schmerzen im Knie.
Ich weiß nicht was ich noch machen soll. Ich arbeite fleißig, ich hetze wie verrückt weil ich einfach nicht die schnellste bin, ich reiße mir den Hintern auf und tue was man mir sagt und das immer, egal wie absurd. Selbst Private Dinge des Chefs erledige ich ohne zu murren.
Vom Chef persönlich kam diesbezüglich übrigens nie etwas. Sowas höre ich von allen, außer ihm selbst.
Ich nehme an, dass meine Kollegin,mit der ich immer gut klar kam, die treibende Kraft ist und versucht mir das Leben schwer zu machen, bekomme ich doch immer wieder Drohungen dass mein Chef mich raus schmeißt.
Auch dass ich froh sein kann, dass ich in meinem Alter noch die Chance auf eine Ausbildung bekomme und dass sie mich am liebsten "gegen die Wand klatschen würde" und keine Hilfe für die Firma bin, sondern nur eine Belastung bin, bekomme ich regelmäßig zu hören.
Ich bin absolut an meinem Limit angekommen und gehe mittlerweile mit Bauchschmerzen in den Betrieb und weine auf dem Weg nach Hause bis spät in die Nacht weil ich einfach nicht mehr kann.
Der Text ist jetzt länger geworden als geplant, aber vielleicht hat ja doch jemand den Elan dazu, Ihn zu lesen.
Vielen Dank im Voraus.
ich habe mich hier ein wenig durch das Forum gewühlt und ich weiß, dass es derartige Themen schon gibt, aber ich hoffe trotzdem auf Hilfe und Ratschläge.
Ich bin derzeit in einer Überbetrieblichen Ausbildung (Zur Erklärung ganz grob: Ein Bildungsträger zahlt das Gehalt, sorgt für den Azubi, während dieser in einem Betrieb "kostenlos" arbeitet. Für den Betrieb entstehen also keinerlei Kosten.)
Mein Problem möchte ich kurz schildern:
Ich bin 27 und bin im 3. Ausbildungsjahr und mache eine Ausbildung zur Bürokauffrau, die Prüfungen sind im Mai und ziehen sich bis Juli.
Zuerst war ich in einem sehr kleinen Betrieb, hab mich super mit allen verstanden und gern dort gearbeitet, jedoch schien der Chef, der dort mein Betreuer war, ein persönliches Problem mit mir zu haben und entließ mich mit der Aussage ich sei Ihm zu oft krank und außerdem könne er mich sich gar nicht leisten. Ich muss dazu sagen, dass ich, bevor ich dort angefangen habe, schwer mit Depressionen zu kämpfen hatte, war in Therapie und bin leider nach wie vor oft sehr angeschlagen.
Es ging weiter, dass ich 3 Monate lang bei dem Bildungsträger "Stützunterricht" hatte. (Sowas wie Nachhilfe, 2,5 Stunden am Tag)
Danach kam ich in einen neuen Betrieb, der 25 Kilometer entfernt ist, heißt: Ich muss 1000 Kilometer im Monat fahren. Da es mir wegen Panik-Attacken obendrein nicht möglich ist Bus oder Bahn zu fahren (ich arbeite an dem Problem) bin ich auf mein Auto angewiesen. 1000 Kilometer im Monat sind kein Pappenstiel für einen Azubi, um so glücklicher traf es mich, als ich erfuhr, dass meine neue Kollegin nur 2 Straßen von mir entfernt wohnt und wir eine Fahrgemeinschaft gründen konnten.
Und mein Chef, den ich immer sehr freundlich einschätzte erklärte sich bereit, mir einmal im Monat einen vollen Tank zu finanzieren, musste er doch sonst nichts für mich zahlen.
Die ersten Monate liefen super, ich konnte mir Kenntnisse aneignen und verstand mich super mit den Kollegen.
Aber irgendwie hat sich das Blatt in den letzten Monaten gewendet.
Ich wurde einmal krank, hatte eine Lungenentzündung und ging trotzdem nach 2 Wochen wieder arbeiten, in der Zwischenzeit verstarb mein Hund an dem ich sehr hing und bekam Beruhigungsspritzen, war auch hier 1. Tag nicht arbeiten und erst letzten Monat brach ich mir bei einer Klassenfahrt die Kniescheibe. Auf Drängen meines Arztes wurde ich 4 Wochen krank geschrieben, weitere 2 Wochen sollten folgen, doch da ich Angst um die Ausbildung hatte, bekam ich doch schon "Drohungen", dass mein Chef mich rausschmeißen wolle, ließ ich mich stattdessen auf eine Wiedereingliederung ein, heißt: 1 Woche 4 Stunden am Tag arbeiten, 1 Woche 6 Stunden am Tag arbeiten. Treppen soll ich bis heute vermeiden.
Als ich vor 2 Wochen wieder in den Betrieb kam, kam ich mir vor wie exiliert.
Niemand sprach mehr mit mir, Gespräche verstummten sobald ich (immer noch humpelnd) einen Raum betrat.
Einzig und alleine Arbeitsanweisungen wurden mir zugeworfen.
Dann kam meine Kollegin, die gleichzeitig meine Vorgesetzte ist, aus ihrem Urlaub zurück und es begann richtig Schei**e zu werden.
Ich fragte die Frau meines Chefs nach der Tankkarte und sie verließ ohne ein weiteres Wort das Büro. Ich habe nicht noch einmal nach gefragt.
Später kam meine Kollegin zu mir und meinte Tanken wäre für mich gecancelt "aus Kostengründen".
Am nächsten Tag gab sie mir Aufgaben, die ich wie ich fand, sehr gut erledigte. Das fand sie nicht, ich hätte alles falsch gemacht. Als ich sagte ich würde das beheben, wurde sie laut und sagte, dass Sie das alleine machen würde, ich solle mich um die Ablage kümmern und nicht wieder alles falsch machen. Doch auch hier versagte ich offenbar, heftete ich alles falsch ab (obwohl ich das machte wie gewöhnlich und es vorher nie ein Problem gab)
Als ich sie darauf ansprach meinte sie, ich müsse mehr Gas geben, mein Chef wäre Superstinkig auf mich und hätte mich schon öfter rausschmeißen wollen.
Ich würde nichts richtig machen, wäre zu langsam, hätte noch immer keinen Überblick, würde ihre Aufgaben nicht vernünftig und zu unsorgfältig machen, obendrein wieder zu langsam. Ich sei permanent krank, und das immer, wenn sie nicht da wäre, dann die Sache mit dem Hund wäre Ihm bitter aufgestoßen (dafür bekam ich eine Abmahnung) und wenn ich so weiter machen würde, würde mein Chef mich 1000% rausschmeißen ( Eine Drohung die mich das letzte ganze Jahr schon verfolgt.)
Dann meinte sie, ich sollte rausgehen und draußen, die Auffahrt mit Salz streuen. Als ich sie auf meine immer noch gebrochene Kniescheibe hinwies und dass ich die Treppen in den Keller nicht zig mal hoch und runter laufen kann und ich mich auf Glatteis nicht vernünftig laufen könne und die Sturzgefahr einfach zu hoch sei, meinte sie, ich hätte ja jetzt 4 Wochen gefehlt und solle streuen gehen.
Ende vom Lied waren eine gestreute Auffahrt und starke Schmerzen im Knie.
Ich weiß nicht was ich noch machen soll. Ich arbeite fleißig, ich hetze wie verrückt weil ich einfach nicht die schnellste bin, ich reiße mir den Hintern auf und tue was man mir sagt und das immer, egal wie absurd. Selbst Private Dinge des Chefs erledige ich ohne zu murren.
Vom Chef persönlich kam diesbezüglich übrigens nie etwas. Sowas höre ich von allen, außer ihm selbst.
Ich nehme an, dass meine Kollegin,mit der ich immer gut klar kam, die treibende Kraft ist und versucht mir das Leben schwer zu machen, bekomme ich doch immer wieder Drohungen dass mein Chef mich raus schmeißt.
Auch dass ich froh sein kann, dass ich in meinem Alter noch die Chance auf eine Ausbildung bekomme und dass sie mich am liebsten "gegen die Wand klatschen würde" und keine Hilfe für die Firma bin, sondern nur eine Belastung bin, bekomme ich regelmäßig zu hören.
Ich bin absolut an meinem Limit angekommen und gehe mittlerweile mit Bauchschmerzen in den Betrieb und weine auf dem Weg nach Hause bis spät in die Nacht weil ich einfach nicht mehr kann.
Der Text ist jetzt länger geworden als geplant, aber vielleicht hat ja doch jemand den Elan dazu, Ihn zu lesen.
Vielen Dank im Voraus.