Tränendes Herzchen
Mitglied
Liebe Hilferuf-User,
ich bin momentan wirklich arg verzweifelt, da ich große Geldprobleme habe. Viele werden sich denken, dass ich mir ja etwas hätte ansparen können oder wenigstens hätte jobben können. An sich ist das auch richtig, ich mache mir nämlich selbst schon genau die gleichen Vorwürfe. Weshalb das nicht so geklappt hat, erläutere ich nach Darlegung meiner Situation.
Ich bin im 5. Semester und gerade im EU-Ausland, da ich u.a. die Sprache dieses Landes studiere. In meinem Studiengang war das zwar nicht Pflicht, aber dringend empfohlen und wäre spätestens im Master zur Pflicht geworden, den ich prinzipiell immer noch gern machen würde.
Weshalb ich bei so einer Situation ins Ausland gehe? Ich habe vor meinem jetzigen Studium schon einmal ein Jahr was anderes studiert, weshalb mein Anspruch auf Bafög ab diesem Semester zu Ende ging, jedenfalls der Anspruch auf Inlands-Bafög. Ich habe jedoch noch ein weiteres Jahr Anspruch auf Auslands-Bafög, was mir nach letzter Information auch ab nächstem Monat ausgezahlt werden sollte. Das Problem ist, dass ich bei einer realistischen Auszahlung von 500 Euro/Monat immer noch nicht über die Runden kommen werde, selbst, wenn ich im Plus wäre.
Ich habe mal eine Übersicht erstellt, was ich an Ausgaben und voraussichtlich ungefähr an Einnahmen (mit Glück) haben werde:
Miete: € 250
Fahrkarte: € 35
Laptop (mein alter Gebrauchter ist zweimal kaputtgegangen): € 50 (im April abbezahlt)
Krankenversicherung: € 74
Essen + Bücher: € 150 (finde ich schon relativ knapp)
Kleidung: € 15
Für den Semesterbeitrag zurücklegen: € 76,50
Versicherungen: € 5 (alle drei Monate für Hausrats- und Haftpflichtversicherung ca. € 30)
Zinsen für die Überziehung habe ich jetzt mal nicht mit eingerechnet, da sie zu variabel sind.
Insgesamt sind das Kosten von € 655,50 jeden Monat. Dann reichen € 500 unmöglich aus. Ein Job ist also unvermeidbar. Da ich keinen Drucker habe, muss ich auch noch dafür monatlich ca. € 10 einplanen. Dann sind es schon 665,50 Euro. Wenn man Bafög erhält, kann man 400 Euro anrechnungsfrei dazu verdienen. Dass ich das verdienen werde, ist aber unrealistisch, gerade hier. Es werden im besten Fall € 200 sein, und dann hätte ich € 700, die auch nicht wirklich ausreichen würden. Na ja, das ließe sich machen, aber da immer Unvorhergesehenes dazu kommt, wird mir das kein sorgenfreies Leben bescheren.
Nun zu meinem dicken Minus: Es ist so, dass ich bereits nichts mehr vom Konto abheben kann, da ich schon über dem Dispo-Limit hinaus bin. Ich wäre NIEMALS überhaupt ins Minus gegangen, wenn die Not mich nicht dahin getrieben hätte. Eine Zeit lange habe ich zwar mal Nachhilfe gegeben (wurde irgendwann nicht mehr gebraucht), aber das war auch nicht viel und ist für die damals laufende Miete sowie für Essen und ich geb es zu, auch mal für einen Kaffee zu viel drauf gegangen. Ich habe nämlich im Inland 1 Jahr nur 300 Euro/Monat zur Verfügung gehabt, ein anderes €400/Monat. Ich hatte zwar EIGENTLICH noch das Kindergeld, doch das hat meine Mutter leider einige Male behalten. Keine Ahnung, was sie damit gemacht hat. Das gibt es nun ja auch nicht mehr. Dann musste ich vor ca. einem Jahr aus heiterem Himmel eine Nebenkostenabrechnung von der alten Wohnung zahlen (waren 400 Euro), wobei "wir" (sprich meine Mutter und ich...) die Kaution von 300 Euro noch nicht wiederbekommen hatten. Meine Mutter hat am Ende 200 Euro Kaution bekommen, 100 Euro hat der Vermieter einbehalten. Ich durfte dann 300 Euro blechen und hatte keine andere Wahl, als ins Minus zu gehen. Von den 200 Euro Kaution habe ich nichts gesehen. Damit fing der Teufelskreis mit den Zinsen an. Die Miete musste ich ja trotzdem weiterzahlen, und schon war ich noch mehr im Minus etc... So viel zum weniger Selbstverschuldeten. Wofür ich was kann, ist eventuell die enorme Höhe... Das hätte sich durch einen Job vermeiden lassen können. Habe mich sehr auf die Uni konzentriert und viele Kurse belegt, von Montags bis Freitags. Ich hätte zwar noch das Wochenende gehabt, aber ich hatte Angst um meine Freizeit, vor allem vor der daraus resultierenden sozialen Isolation (bin eh sehr schüchtern und habe auch Angst vor Mobbing in einem Job). Und davor, dass nicht mehr genug Zeit für die Uni bleibt. Trotzdem hätte ich was machen müssen und ärgere mich im Nachhinein sehr.
Diesen Monat hatte ich mir von einer Freundin Geld leihen müssen, habe 25 Euro noch für 2 Wochen für Essen gehabt, wovon noch ein Euro übrig ist. Ich bin in der Zeit krank geworden, auch mit Fieber, bin aber fast wieder gesund. Und habe 3 Kilo abgenommen, da es gerade für ein bisschen Wasser und Toastbrot und Nudeln gereicht hat.
Für Aufmunterungen und Motivierungen wäre ich dankbar, weil ich gerade wirklich am Boden zerstört bin. Vielleicht kann mir das helfen, Kraft für einen Job zu schöpfen und auch fürs Studium...
Vielen Dank im Voraus
Tränendes Herzchen
ich bin momentan wirklich arg verzweifelt, da ich große Geldprobleme habe. Viele werden sich denken, dass ich mir ja etwas hätte ansparen können oder wenigstens hätte jobben können. An sich ist das auch richtig, ich mache mir nämlich selbst schon genau die gleichen Vorwürfe. Weshalb das nicht so geklappt hat, erläutere ich nach Darlegung meiner Situation.
Ich bin im 5. Semester und gerade im EU-Ausland, da ich u.a. die Sprache dieses Landes studiere. In meinem Studiengang war das zwar nicht Pflicht, aber dringend empfohlen und wäre spätestens im Master zur Pflicht geworden, den ich prinzipiell immer noch gern machen würde.
Weshalb ich bei so einer Situation ins Ausland gehe? Ich habe vor meinem jetzigen Studium schon einmal ein Jahr was anderes studiert, weshalb mein Anspruch auf Bafög ab diesem Semester zu Ende ging, jedenfalls der Anspruch auf Inlands-Bafög. Ich habe jedoch noch ein weiteres Jahr Anspruch auf Auslands-Bafög, was mir nach letzter Information auch ab nächstem Monat ausgezahlt werden sollte. Das Problem ist, dass ich bei einer realistischen Auszahlung von 500 Euro/Monat immer noch nicht über die Runden kommen werde, selbst, wenn ich im Plus wäre.
Ich habe mal eine Übersicht erstellt, was ich an Ausgaben und voraussichtlich ungefähr an Einnahmen (mit Glück) haben werde:
Miete: € 250
Fahrkarte: € 35
Laptop (mein alter Gebrauchter ist zweimal kaputtgegangen): € 50 (im April abbezahlt)
Krankenversicherung: € 74
Essen + Bücher: € 150 (finde ich schon relativ knapp)
Kleidung: € 15
Für den Semesterbeitrag zurücklegen: € 76,50
Versicherungen: € 5 (alle drei Monate für Hausrats- und Haftpflichtversicherung ca. € 30)
Zinsen für die Überziehung habe ich jetzt mal nicht mit eingerechnet, da sie zu variabel sind.
Insgesamt sind das Kosten von € 655,50 jeden Monat. Dann reichen € 500 unmöglich aus. Ein Job ist also unvermeidbar. Da ich keinen Drucker habe, muss ich auch noch dafür monatlich ca. € 10 einplanen. Dann sind es schon 665,50 Euro. Wenn man Bafög erhält, kann man 400 Euro anrechnungsfrei dazu verdienen. Dass ich das verdienen werde, ist aber unrealistisch, gerade hier. Es werden im besten Fall € 200 sein, und dann hätte ich € 700, die auch nicht wirklich ausreichen würden. Na ja, das ließe sich machen, aber da immer Unvorhergesehenes dazu kommt, wird mir das kein sorgenfreies Leben bescheren.
Nun zu meinem dicken Minus: Es ist so, dass ich bereits nichts mehr vom Konto abheben kann, da ich schon über dem Dispo-Limit hinaus bin. Ich wäre NIEMALS überhaupt ins Minus gegangen, wenn die Not mich nicht dahin getrieben hätte. Eine Zeit lange habe ich zwar mal Nachhilfe gegeben (wurde irgendwann nicht mehr gebraucht), aber das war auch nicht viel und ist für die damals laufende Miete sowie für Essen und ich geb es zu, auch mal für einen Kaffee zu viel drauf gegangen. Ich habe nämlich im Inland 1 Jahr nur 300 Euro/Monat zur Verfügung gehabt, ein anderes €400/Monat. Ich hatte zwar EIGENTLICH noch das Kindergeld, doch das hat meine Mutter leider einige Male behalten. Keine Ahnung, was sie damit gemacht hat. Das gibt es nun ja auch nicht mehr. Dann musste ich vor ca. einem Jahr aus heiterem Himmel eine Nebenkostenabrechnung von der alten Wohnung zahlen (waren 400 Euro), wobei "wir" (sprich meine Mutter und ich...) die Kaution von 300 Euro noch nicht wiederbekommen hatten. Meine Mutter hat am Ende 200 Euro Kaution bekommen, 100 Euro hat der Vermieter einbehalten. Ich durfte dann 300 Euro blechen und hatte keine andere Wahl, als ins Minus zu gehen. Von den 200 Euro Kaution habe ich nichts gesehen. Damit fing der Teufelskreis mit den Zinsen an. Die Miete musste ich ja trotzdem weiterzahlen, und schon war ich noch mehr im Minus etc... So viel zum weniger Selbstverschuldeten. Wofür ich was kann, ist eventuell die enorme Höhe... Das hätte sich durch einen Job vermeiden lassen können. Habe mich sehr auf die Uni konzentriert und viele Kurse belegt, von Montags bis Freitags. Ich hätte zwar noch das Wochenende gehabt, aber ich hatte Angst um meine Freizeit, vor allem vor der daraus resultierenden sozialen Isolation (bin eh sehr schüchtern und habe auch Angst vor Mobbing in einem Job). Und davor, dass nicht mehr genug Zeit für die Uni bleibt. Trotzdem hätte ich was machen müssen und ärgere mich im Nachhinein sehr.
Diesen Monat hatte ich mir von einer Freundin Geld leihen müssen, habe 25 Euro noch für 2 Wochen für Essen gehabt, wovon noch ein Euro übrig ist. Ich bin in der Zeit krank geworden, auch mit Fieber, bin aber fast wieder gesund. Und habe 3 Kilo abgenommen, da es gerade für ein bisschen Wasser und Toastbrot und Nudeln gereicht hat.
Für Aufmunterungen und Motivierungen wäre ich dankbar, weil ich gerade wirklich am Boden zerstört bin. Vielleicht kann mir das helfen, Kraft für einen Job zu schöpfen und auch fürs Studium...
Vielen Dank im Voraus
Tränendes Herzchen