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Trotz Angststörung reisen

Oh, Japan, ein sehr schönes Land.
Verträgst Du die Zeitverschiebung nach Asien gut? Für Langstrecke habe ich am liebsten Abend- und Nachtflüge (non-stop) gebucht. Und dann am liebsten einen Platz am Gang. Ich leide nicht unter Flugangst, aber was ich gar nicht haben kann, ist zwischen zwei anderen Fluggästen eingequetscht zu sitzen. Inzwischen gibt es ja diese Entertainment-Systeme, die im Sitz integriert sind, bei den meisten Airlines...ich suche mir ein Programm aus, esse etwas, trinke etwas und nehme dann eine Schlaftablette. So habe ich immer zwischen 6 und Stunden einfach nur verschlafen.

Wobei das wiederum persönliche Geschmackssache ist. Ich versuche eigentlich immer, einen Fensterplatz zu bekommen, denn einerseits erleichtert mir der Blick nach draußen das Gefühl des Eingeklemmtseins, weil es mir ein Gefühl von Freiheit gibt. Des weiteren kann ich am Fenster besser schlafen, weil ich nicht damit rechnen muss, wegen jemand anderem aufstehen zu müssen, wenn dieser auf die Toilette muss. Am Fenster habe ich meine Ruhe, weil nur auf einer Seite jemand sitzt, und auf der anderen Seite das Fenster bzw. die Außenwand ist.

Übrigens gibt es in vielen Flugzeugen in den allerletzten Reihen einige Doppelsitzplätze, wo man also nur Gang oder Fenster hat, keine Mittelplätze. Wenn man Glück hat, bleibt der zweite Platz sogar frei. Und der Fensterplatz ist teilweise ein wenig von der Außenwand abgerückt, sodass man mehr Bewegungsfreiheit hat.

Das muss eben jeder für sich selbst herausfinden, wo man lieber sitzt und sich besser fühlt.
 
Wobei das wiederum persönliche Geschmackssache ist. Ich versuche eigentlich immer, einen Fensterplatz zu bekommen, denn einerseits erleichtert mir der Blick nach draußen das Gefühl des Eingeklemmtseins, weil es mir ein Gefühl von Freiheit gibt. Des weiteren kann ich am Fenster besser schlafen, weil ich nicht damit rechnen muss, wegen jemand anderem aufstehen zu müssen, wenn dieser auf die Toilette muss. Am Fenster habe ich meine Ruhe, weil nur auf einer Seite jemand sitzt, und auf der anderen Seite das Fenster bzw. die Außenwand ist.
Das stimmt schon, aber es ist für jemanden mit Flugangst schlecht, wenn er an einem Fensterplatz sitzt. Kommt es zum Beispiel zu Unwettern, schaut es cool aus, wenn man Blitze durch die Wolken zucken sieht und es im Flieger rüttelt. Jemand mit Flugangst kann da ganz schön abgehen, das ist mehrfache eigene Erfahrung. Sitzt man in der Mittelreihe am Gangplatz, braucht man nicht unbedingt aufstehen, weil es ja noch einen "Ausgang" gibt.
Übrigens gibt es in vielen Flugzeugen in den allerletzten Reihen einige Doppelsitzplätze, wo man also nur Gang oder Fenster hat, keine Mittelplätze. Wenn man Glück hat, bleibt der zweite Platz sogar frei. Und der Fensterplatz ist teilweise ein wenig von der Außenwand abgerückt, sodass man mehr Bewegungsfreiheit hat.
Schon, aber verlassen soll man sich darauf nicht, wenn man eine Sitzplatzreservierung hat. Es kann vorkommen, daß das Fluggerät gewechselt wird. Dann kann es ganz anders kommen.
Das muss eben jeder für sich selbst herausfinden, wo man lieber sitzt und sich besser fühlt.
Das sowieso. Ich setze mich auf keinen Fall mehr auf die an sich heißbegehrten Plätze an den Notausgängen. Darf dann jemand anders sitzen, wenn er mag.
 
Danke erstmal für eure ganzen Beiträge. Mit so vielen Rückmeldungen hätte ich gar nicht gerechnet, ich versuche auf soviel wie möglich einzugehen.


Catley hatte geschrieben, dass meine Angststörung vielleicht doch nicht so klitzeklein ist, wie ich sage. Das stimmt, sie ist schon ziemlich ausgeprägt, allerdings sage ich gerne klitzeklein, weil ich dem Ganzen nicht so eine große Bedeutung zusprechen will.

Tavor habe ich auch, nehme die Tabletten aber, soweit es geht, nur im Notfall. Auf jeden Fall würden die mitkommen, wenn ich fliege.

Arktur, das mit der Folie finde ich gut, das würde ich machen lassen, wäre schon mal etwas, das mir einen Teil der Angst nimmt.
Ja, dass beim Autofahren statistisch gesehen eher was passieren kann, ist mir bewusst, Statistiken beruhigen mich nur leider nicht besonders, weil ich immer davon ausgehe, dass ich DIE EINE bin, bei der was Schlimmes passiert.

Die Sprache interessiert mich schon sehr, da würde ich mich gerne mit beschäftigen. Du kannst dann bestimmt auch noch einige Brocken japanisch oder?


Ganz allgemein wurde über Langstreckenflüge diskutiert. Ich habe nämlich leider nicht nur während dem Start und der Landung Angst, sondern auch dazwischen. Am besten wäre es, wenn ich den Flug über schlafen könnte.


kasiopaja, du hast genau beschrieben, warum ich gerne alleine reisen würde. Man kann machen was man will und ist an niemanden gebunden. Ich kann spontan morgens sagen: „Heute hab ich Bock in ein Onsen zu gehen.“
und es dann einfach tun.
 
Zu punkt 1 ... Angst in einem Raum zu sein und aus dem nicht zur Not flüchten können?

zu Punkt 2 ... Angst die Orientierung zu verlieren

zu punkt 3 ... Angst, etwas nicht zu kontrollierendes könnte passieren

in allem Angst vor der Angst

Angst vor etwas, was noch nicht eingetroffen ist

Angst, die nicht nötig ist, aber weil sie vorhanden ist und mit Fantasie gefüttert wird zu Stress führt.

Stress führt zum Anstieg des Adrenalins

der Anstieg von Adrenalin verursacht Herzrasen, Ohmachtsgefühl, weckt Fluchtgedanken


Gegenmittel : Magnesium, weil es die Adrenalinausschüttung bremst ... Bewegung, weil es das Adrenalin abbaut ... schöne Gedanken vom Urlaub machen und nicht negative ... Ursache suchen

Ursache von Angstgedanken oder Adrenalinanstieg: schlechte Erfahrung ... Unverträglickeit von Medikamenten, – Pille mit eingeschlossen ... ungesunder Lebensstil, wie wenig schlafen und zu viel Arbeit ... Stress

Ursache : chemisches Ungleichgewicht im Körper, durch z.B. Hormone ... Ernährungsprobleme ... Zuckerprobleme ... Schlafstörung ...

vielleicht trifft irgendetwas davon davon auf dich zu ...

Was bei akuter Panikattacke hilft: langsam ein Brötchen kauen ... ruhig atmen ... dich daran erinnern: es geht vorüber wie beim letzten Mal



Bei schlechte Erfahrung, zu wenig Schlaf, zu viel Arbeit und Stress kann ich jeweils einen Haken setzen.

Ich nehme gerne Ratschläge zu Panikattaken an, die eine Alternative zu Medikamenten sind. Die habe ich zwar verschrieben bekommen, aber will sie so selten wie möglich nehmen.
Allerdings habe ich auch nicht immer ein Brötchen zur Hand.
 
Oh, Japan, ein sehr schönes Land.
Verträgst Du die Zeitverschiebung nach Asien gut? Für Langstrecke habe ich am liebsten Abend- und Nachtflüge (non-stop) gebucht. Und dann am liebsten einen Platz am Gang. Ich leide nicht unter Flugangst, aber was ich gar nicht haben kann, ist zwischen zwei anderen Fluggästen eingequetscht zu sitzen. Inzwischen gibt es ja diese Entertainment-Systeme, die im Sitz integriert sind, bei den meisten Airlines...ich suche mir ein Programm aus, esse etwas, trinke etwas und nehme dann eine Schlaftablette. So habe ich immer zwischen 6 und Stunden einfach nur verschlafen. Eine Freundin von mir nimmt Beutel eines "Nerven- und Beruhigungstees" mit ins Handgepäck. Sie hat etwas Angst vor dem Fliegen, v.a. wenn es Turbulenzen gibt. Man kann sich bei den Stewards einen Becher heißes Wasser bestellen, das ist kein Problem, und dann den Teebeutel reinhängen.

Das schaffst Du ganz bestimmt. Wichtig ist vor allem Planung und ein gewisses Grundinteresse am Reiseland, was Sitten und Gebräuche betrifft. Was willst Du sehen, wo willst Du hin...solche Fragen eben? Speziell für Japan würde ich Dir empfehlen, Dich mit den Zugverbindungen (auch U-Bahn und Nahstreckennetz) zu beschäftigen. Gerade in Tokio ist das ein wenig unübersichtlich auf den ersten Blick. Wenn man gut vorbereitet ist, braucht man keine Angst zu haben.
Zu den Drogen und dem gegen den Berg fliegen haben meine Vorschreiber schon alles geschrieben.
Fang einfach an, eine mögliche Japan-Reise zu planen. Mach einfach mal zu, unabhängig von einem definierten Reisetermin. Lerne ein paar Brocken Japanisch. Ein gutes Buch dazu ist "Japanisch Schritt für Schritt" von Martin und Maho Clauß. Schreiben musst Du es nicht können, wichtige Dinge reden und ein paar Höflichkeitsfloskeln beherrschen reicht. Japaner sind sehr stolz darauf, Japaner zu sein und empfinden es als Wertschätzung ihrerseits, wenn man etwas Japanisch kann als Europäer.
Ich fühle mich auf Schiffen nur dann wohl, wenn ich weiß, daß Land in der Nähe ist. Eine Transatlantik-Überfahrt ginge für mich nur mit Überwindung. Ich habe Tiefenangst. Außerdem sind mir diese neumodernen Kreuzfahrtschiffe ein Grauen...zu viele Menschen auf zu wenig Platz, da kriege ich einen Koller. Ich habe Angst vor Schlangen, wenn sie mir begegnen und ich bin darauf unvorbereitet. Auf einer Intensivstation flippe ich aus, wenn x Schläuche oder Pieps-Dinger an mir hängen und ich nicht aufstehen kann.

Ich glaube, Ängste hat jeder irgendwie.



Leider weiß ich nicht, wie ich auf eine größere Zeitverschiebung reagiere, weil ich noch nie soweit weg war.

Das Land interessiert mich sehr und ich würde für die erste Reise Tokio ansteuern und die klassischen Touristensachen machen, so zur Eingewöhnung. Ich wäre auch sehr interessiert etwas japanisch zu lernen und mag die Sprache ganz gerne, von daher kein Problem.

Ohja, Ängste gibt es haufenweise und jeder hat sie. Alleine das ist beruhigend.
 
Die Sprache interessiert mich schon sehr, da würde ich mich gerne mit beschäftigen. Du kannst dann bestimmt auch noch einige Brocken japanisch oder?

Ich habe damals vor der Reise etwa ein Jahr Japanisch gelernt und konnte zum Zeitpunkt der Reise einige wichtige Sachen verstehen und sprechen. Leider habe ich das meiste inzwischen wieder vergessen, aber ich würde es wohl rasch wieder auffrischen können, wenn ich wieder nach Japan reisen würde.

Ganz allgemein wurde über Langstreckenflüge diskutiert. Ich habe nämlich leider nicht nur während dem Start und der Landung Angst, sondern auch dazwischen. Am besten wäre es, wenn ich den Flug über schlafen könnte.

Meiner Erfahrung nach vergisst man während des Reiseflugs allmählich, dass man überhaupt fliegt. Denn im Normalfall tut sich die ganze Zeit fast gar nichts, weswegen die meisten Menschen auf Langstreckenflügen eher mit Langeweile und den engen Sitzen zu kämpfen haben. Ich finde ja, dass insbesondere die großen Langstreckenflugzeuge sehr stabil und robust sind und auch schwere Turbulenzen und Unwetter gut aushalten können. Insofern fühle ich mich im großen Flugzeug auf einer Fernreise sogar sicherer als im Kurzstreckenflugzeug.

Sicher kann es zwischendurch zu Turbulenzen kommen, aber die finde ich weniger beunruhigend als lästig. Vor allem, wenn man gerade dabei ist zu essen oder zu trinken. Dann hat man Mühe, sich die Sachen nicht auf die Hose zu schütten oder die Pasta dem Sitznachbarn entgegen zu schleudern.
 
Bei schlechte Erfahrung, zu wenig Schlaf, zu viel Arbeit und Stress kann ich jeweils einen Haken setzen.

Ich nehme gerne Ratschläge zu Panikattaken an, die eine Alternative zu Medikamenten sind. Die habe ich zwar verschrieben bekommen, aber will sie so selten wie möglich nehmen.
Allerdings habe ich auch nicht immer ein Brötchen zur Hand.

Was mir nicht nur geholfen hat, sondern mich komplett geheilt hat:

Buchführen ... Aufschreiben, wenn ich eine Attacke hatte ... dazu verwendete ich zudem Zahlen von 1 bis 5 um den Schwehregrad anzugeben.... kurz hielt ich die Situation fest : vorm Schlafen ... oder in der UBahn ... an der Kasse ... im Kino – kurze Angaben halt und zusätzlich die Uhrzeit und Datum. Wenn noch Zeit ist, Empfindung mit aufschreiben: wollte nur noch weg ... mir wurde übel ... Beine wurden weich ... Enge in der Brust

nie Zuviel aufschreiben ... es soll nur ein kurzes festhalten sein

ausserdem führte ich Buch über meine Flucht und Hilfesuche in der Ambulanz
ausserdem führte ich Buch über die Dauer meiner Periode
ausserdem hielt ich kurz fest, wann ich was gegessen hatte

all das verschaffte mir eine Möglichkeit zur Analyse

ich stellte fest, dass ich immer eine Woche vor meiner Periode die schlimmsten Panikattacken hatte und dies meist kurz vor dem Einschlafen.

also hatte ich es mit einem chemischen Ungleichgewicht zu tun

das prüfte ich genauer. Großes Blutbild beim Heilpraktiker ohne Angabe von mir wozu ich das brauche. Dennoch sagte die HP von sich aus: ihr Hormonhaushalt ist nicht ganz ok

das Blutbild von HA ist nicht so groß gesplittet, wie das einer HP

ich stellte fest, dass ich einen Magnesium und Kaliummangel hatte. Magnesium wird nur im Zusammenhang mit. Vitamin C aufgenommen. Drei Monate hoch dosiert: Magnesium und VitaminC (Orangensaft mit Petersilie) und gutes Magnesium von der Apotheke ... Studentenfutter ist voll mit gutem Kalium und Magnesium ... jeden Tag eine gute Portion davon und Bananen.

Bei akuter PA gleich ein Brötchen langsam kauen, weil es Adrenalin abbaut.

Warum gerade vor dem Schlafengehen oder in der Ruhezeit Panikattacken so nerven ... weil da die Verdauung beginnt. Zur Verdauung wird Adrenalin benötigt, also schüttet der Körper es aus. Magnesium ist der Türschliesser für Adrenalin. Fehlt Magnesium, ist die Ausschüttung für Adrenalin ungebremst

Warum man das Bedürfnis hat bei einer PA wegzulaufen ... weil man unbewusst das Adrenalin abbauen will. Bewegung! Baut Adrenalin ab.

Ich habe aber etwa zwei Jahre schlimme Panikattacken gehabt ... ausgelöst durch eine Hormonschwankung. Östrogen war bei mir Dominant durch falscher Pille. Östrogen klaute mir Mineralstoffe. Die mussten lediglich aufgefüllt werden

Mineralstoffmangel kann also gut Auslöser für Panikattacken sein. ... Ebenso Soffwechselstörungen und Unterzuckerung

seit 2012 habe ich keine PA mehr
 
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