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Traurig!

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Gast

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Hallo!

Ich studiere seit diesem Semester auf Lehramt und habe meinen kaufmännischen Beruf dafür aufgegeben. Jedoch habe ich das Gefühl, dass ich das alles nicht schaffe. Zumal leide ich schon seit Jahren unter Prüfungsangst, die immer schlimmer wird. Deswegen mache ich seit August eine Therapie. Ich würde gerne Lehrerin werden, doch leider kann ich nicht mit meinen Fehlern und schon gar nicht mit Kritik umgehen. Jeden Fehler den ich bisher im Studium gemacht habe, zieht mich richtig weit runter und dann habe ich das Gefühl, dass ich deswegen nicht fähig bin eine gute oder überhaupt eine Lehrerin zu werden. Aber jeder macht doch Fehler, oder? Ist es normal, dass das man als Ersti solche Probleme hat?

Vielen Dank für die Antwort!
 

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Pseudosmile

Mitglied
Hallo Gast,

du bist mit deinen Ängsten ganz bestimmt nicht alleine. Was glaubst du wie viele andere angehende Lehrerinnen dieselben Gedanken haben? Oder glauben, die anderen kommen damit wunderbar klar und haben nicht solche Probleme.

Das mit der Prüfungsangst habe ich auch, aber ich finde es gut, dass du das erkannt hast und eine Therapie machst. Wie sind da die Fortschritte? Ich denke, es ist die Angst vorm Versagen, die dich beschäftigt. Du darfst aber nicht so negativ denken. Wenn du dich gut vorbereitest und du mit Interesse an die Sache rangehst, brauchst du dich vor nichts fürchten.

In den ersten Semestern wird noch viel gesiebt, d.h. viele machen noch einen Rückzieher weil sie es zu schwer empfinden oder noch erschrocken über das Abenteuer Studium sind bzw. völlig andere Vorstellungen hatten. Bleib am Ball und nicht jetzt schon den Kopf hängen lassen.

Sieh die Fehler, die du machst, nicht als negatives Urteil an, sondern geh sie durch, warum hast du sie gemacht, wie kannst du dich verbessern. Sieh die Fehler immer als Möglichkeit an, dich zu verbessern. Nobody is perfect :)
 
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Gast

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Hey Hallo.

Du bist nicht allein, mir gehts genauso. Ich habe jetzt fünf Jahre gearbeitet und lerne jetzt weiter, mir fällt die Schule auch nichtt leicht. Bei Kritik könnt ich heulen und bmch mir Gedanken darüber und vor Proben kann ich net mehr schlafen....
Aber Kopf hoch die Zeit vergeht schnell.

Halte durch!!
 
G

Gast

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Hallo!

Vielen Dank für eure Antworten.
Leider habe ich das Gefühl, dass ich in der Therapie keine Fortschritte mache. Ganz im Gegenteil, es ist alles viel schlimmer geworden. Ich sitze oft in meinem Zimmer und dann kommen mir plötzlich die Tränen. Beim Durchlesen von Texten, denke ich immer sofort, dass ich das alles nicht schaffe. Und dann sind da oft diese Bauchschmerzen die mich quälen. Ich frage mich oft, warum bin ich bloß so eine labile Person, warum kann ich nicht stark sein. Meine größte Angst ist, dass die Leute mich für dumm halten.
 
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Gast

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Ich habe das gleiche Problem, also Kopf hoch. Ich studiere Agrarwissenschaften und bekomme auch schon Panik, wenn ich an die Klausuren im Februar denke. Wir haben einen Mathetest geschrieben, bei dem ich so eine Prüfungsangst hatte, dass ich diesen total versemmelt habe (ich wusste durch meine Prüfungsangst nichts mehr). Das macht die Panik vor den anderen Klausuren nur noch größer, da dieser 10% zur Klausur zählt und ich mich deswegen total unter Druck setze, obwohl ich es eh nicht mehr ändern kann (und anderen Leuten damit auf die Nerven gehe). Ich habe wie Du das Gefühl, dass ich während den Klausuren da sitzen werde und Löcher in die Luft starre, weil mir nichts gescheites einfällt und ich mir mit diesen Noten meine Zukunft verbaue.... . Ich denke man muss stark bleiben und sich selber nicht runter machen. Zudem helfen Meditationsübungen, die man in Kursen erlernen kann .
 
G

Gast

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Hallo du,
also ich studiere auch Lehramt und bin im 3. Semester.
Am Anfang dachte ich auch, das kann ich nicht schaffen, jede Prüfung war verbunden mit Tagelangen Bauchschmerzen und Übelkeit. Diese Prüfungsangst macht mich jedesmal wahnsinnig - aber ich sehe sie auch als etwas positives: wenn ich einmal Lehrerin sein werde und eines meiner Kinder hat Prüfungsangst, dann werde ich nicht blöd da stehen und sagen, es soll sich nicht so blöd anstellen, sondern ich werd wissen wie es ihm geht, Mut zu reden und ihn aufbauen.
Und das gleiche mach ich mit dir - geh locker in die Klausur, wenn du sie nicht schaffst, dann schreibst du sie halt nochmal. Es interresiert keinen wie du die schreibst wichtig ist erst das STaatsexamen. Und du wirst eine tolle Lehrerin, eine die ihre eigenen Schwächen kennt und das ist der erste Schritt um auch gut mit Schwächen Anderer umzugehen.
Gib nicht auf!!!
 
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Gast

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ich habe gerade (November) mein erstes Staatsexamen bestanden.
Ich kann Dir sagen: HALB SO WILD..

Ich hab vorher auch eine Ausbildung abgeschlossen und die war im Endeffekt schwerer als das Studium.. DU hast jetzt den Vorteil, dass du vorher etwas anderes gemacht hast und nun wahrscheinlich zielstrebiger bist und genauer weißt, was du willst.
Das allein hilft dir schon zu überleben :)

Durch Klausuren zu fallen ist an einer Uni nicht schlimm.. Es ist anders als in der Schule/Ausbildung.. Es interessiert keinen und du machst es einfach noch einmal..
Du darfst das nur nicht persönlich nehmen.. Und wenn du halbwegs fleißig bist, dann schaffst du das!

Zum Prüdungs/Klausurstress: DIe Uni ist ein System für sich und dieses System hat große Lücken. Such dir die Dozenten, wo du weißt, dass Klausuren leicht sind, es spaß macht, du vielleicht statt Klausur ne Arbeit/Referat schreiben kannst, etc.. Und vor allem zählen die ganzen Noten zu Anfang nicht.. Nimm es daher locker, sonst gehst du unter!!!!!

Im ersten Semester wollte ich auch alles an den Nagel hängen, aber mach einfach weiter.. Das nächste Semester wird einfacher und wenn du einmal weißt, wie es abläuft, wird es irgendwann ein großer Witz und du schwimmst im System mit..

Vor den Examen brauchst du keine Angst haben.. Die sind zu schaffen und man kann sich gut drauf vorbereiten..

Das alles soll nun nicht heißen: Hey, es ist total easy und kein Problem.. Nein, dass es Arbeit ist und man viel Fleiß benötigt, dass sollte klar sein.
Aber man macht sich einfach selbst einen zu großen Druck.. Das erste Semester ist das Schwerste!!!

Ach: Deine Fähigkeiten an der Uni und den Noten dort sagen nichts über deine späteren Fähigkeiten als Lehrer aus. Der Stoff ist meist abgehoben und du wirst wenig Stoff lernen, den du später wirklich brauchst.. Wichtig ist, dass du den Stoff später vermitteln kannst und kein "Fachidiot" oder "Theoretiker" bist (das sind nämlich manche die einen tollen 1,0er Uni-Staatsexamen-Abschluss haben und dann in der Praxis versagen, weil sie es nicht erklären können)..
 
G

Gast

Gast
Ich habe so schreckliche Bauchschmerzen und esse dementsprechend eher wenig. Meine Angst wird irgendwie immer schlimmer und meinem Freund und meinem Umfeld gehe ich auch schon auf die Nerven damit. Ich habe Angst meinen Freund zu verlieren. Ich könnte es ja verstehen, wenn er das nicht so lange aushält, würde ich an seiner Stelle auch nicht.
Ich denke schon seit längerem nach, das Studium abzubrechen. Auch wenn ich durch die ersten Klausuren komme, weiß ich nicht, ob ich diesen Zustand noch 6 weitere Jahre aushalte. Mein Problem ist, dass ich nicht abschalten kann. Denn in meinem Kopf dreht sich alles nur noch um die Uni. Beim Lesen kann ich mich kaum konzentrieren und auch die Vorlesungen fallen mir eher schwer, da ich immer wieder denke: "Wie will man das alles schaffen?". Des Weiteren habe ich so eine Angst, dass die Leute mich für dumm halten.
Ich möchte einfach nur, dass diese Bauchschmerzen aufhören und ich mal wieder ein wenig mehr Zeit für mich habe.
 

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