G
Gast Traurig
Gast
Hallo, ich bin eben zufaellig ueber dieses Forum gestolpert als ich nach EMDR erfahrungberichten gesucht habe und habe dann diese Trauerseite gefunden.
Wo fang ich an, wo hoer ich auf?!
Mein liebster Papa ist am 18.Juli 2012 an Krebs verstorben...(nur diese worte zu schreiben zerreisst mir das herz und ich muss die traenen zurueck halten, meine Therapeutin meint in solchen momenten soll ich zu meinem Happy Place gehen)
Mein Papa war 51 Jahre alt und ist knapp 1 woche vor seinem Geburtstag gestorben, knapp 6 wochen nach der Hochzeit meiner Schwester und knapp 4 wochen nachdem ich ihn das letzte Mal sehen durfte.
Bei meinem Paps wurde im Juni 2011 ein Tumor im Gehirn gefunden, nachdem er diverse ausfaelle beim sprechen und bewegung hatte, wir hatten wirklich alle gedacht entweder hatte er einen Schlaganfall oder Hirnblutungen aber im Leben haben wir nicht mit dieser zerschmetterten Nachricht gerechnet, ich sollte vieleicht dazu sagen das ich seit ueber 8 Jahren in USA lebe und wirklich nur begrenzt in Deutschland sein kann, durch Arbeit und schulpflichtiges Kind. Ich steckte miten im umzug von Alaska nach Tennessee und hatte mehrere Male die woche mit meinem Papa gesprochen als wir durch Canada fuhren und da war alles noch gut!! Ich kann mich noch ganz genau an unser letztes richtiges Telefonat erinnern am 27.Mai 2011 (also das letzte wo es nicht um krebs ging und wir noch nichts vom Krebs wussten) wir hatten sehr lange gesprochen und vorallem darueber das ich ihn endlich nach 7 Jahren breitt schlagen konnte uns hier zu besuchen.
Dann kam Juni und dieser erschuetternde Anruf meiner Schwester, es wurde was im Gehirn gefunden...wir wissen noch ncht was und ob gut oder boese.
Paar wochen spaeter wussten wir was und es war boese...sogar sehr boese 🙁
Wir hatten in der zwischenzeit ein Haus gekauft und ich bin dann von heut auf morgen mit meinen Kindern nach Deutscholand geflogen...die Kleine kannte er ja bisher nur von bildern und Telefonaten...
Es war schlimm...ich werde diesen Besuch nie vergessen (auch die anderen nicht) alles war so anders als sonst, mein Papa war so klein und verletztlich und garnicht mehr mein grosser Papa der doch so unverwundbar sonst war.
Leider musst ich dann wieder los und das war das schlimmste in der ganzen Zeit , einfach so weit weg zu sein.
Die naechsten Monate leifen wirklich wie im Film ab, meine Schwester rief mic taeglich an um mich auf dem laufendem zu halten.
Leider baute mein Papa sehr schnell ab, er konnte nicht mehr sprechen zo ziemlich von anfang an...und gerade das was immer so wichtig fuer meinem Papa ,mit dem grossen mitteilingsbeduerfniss und gerechtigkeitssinn, war , nicht mehr sprechen koennen und wenn dann nur kauderwelch das keiner mehr verstehen konnte, also waren unsere Telefonate auch ziemlich eingeschrenkt und schwierig...seine Frau hat mir wirklich viel in der zeit geholfen.
ich koennt noch soviel schreiben ueber die Zeit aber es ist so schmerzhaft...jeder einzelene Gedanke, jedes einzelene Bild von der Zeit zereisst mir mein Herz(das eigentlich schon komplett zerrissen ist)
Fast forward...im Oktober verstarb dann noch meine Oma (muetterlicherseits) uneheimlicher schock fuer uns alle und brachte den Tod wieder so nah, nachdem uns gesagt wurde mein Papa hat unheilbaren Gehirntumor(e) und das er nicht mehr lang zu leben hat. Also waehrend ich im Oktober/November meinen Papa im KH besuchte, durfte ich gleichzeit noch meine Oma beerdigen...ich dachte zu diesem zeitpunkt schlimmer kann es garnicht werden. (Was ein Fehlgedanke) Man hofft und bangt und klammert sich an jedem Strohhalm, wir ueberlegten hin und her was wir machen koennten das mein ,mitlerweile fast bettlaegriger (junger) , Papa den Mut nicht verliert und weiterkaempft??!
Meine Schwester wollte heiraten...Juni 2012... und hat es im November verkuendet, mein (unser) Papa freut sich, schoepft neuen Mut, moechte seine Juengste mit zum Altar begleiten! Wir alle schoepfen Mut, nach einer unheimlichen dunklen Phase wo wir dachten wir verlieren ihn jetzt sofort.
Juni 2012, wir sind alle auf der Hochzeit, mein liebster Papa auch! Es sind und waren wunderschoene Errinnerungen und einfach unbeschreiblich...Als ich mich verabschiede, weil ich leider wieder nach Hause fliegen muss, kommt diese Angst in mir hochgekrochen, nein ich will mich nicht verabschieden, vorallem nicht fuer immer! Aber wir muessen, es war ein langer Abschied und vorallem schmerzvoller Abschied, irgendwie wussten wirs beide aber keiner wollte es aussprechen, mir liefen die Traenen in stroemen ueber mein Gesicht und mein Papa hat meine Hand ganz fest gedrueckt und mir unter Traenen zugezwinkert und genickt...da war er also der endgueltige Abschied, genau den Abschied den man nie haben moechte. Und knapp 4 wochen spaeter am 18.07. nach 13 Monaten Qual und unfairem Kampf ist mein geliebter,grosser,mutiger und kaempfender Papa eingeschlafen. Meine Schwester war bei ihm....und sagt mir immer wieder " Ich war fuer uns beide da!" weil ich mich oft schuldig fuehle nicht da gewesen zu sein.
3 Monate und 8 Tage spaeter, sitzte ich immer noch hier wie in der Nacht zum 18. und weine und weine und weine und vermiss meinen Papa so unheimlich.
Viele sagen Zeit heilt alle Wunden...frueher hab ich das auch mal gesagt, aber da war mein Papa auch noch da und ich wusste nicht wie sich diese Wunde anfuehlt und wie tief sie ist.
Es ist das allererste Mal das ich davon schreibe bzw. niederschreibe, ich koennte noch soviel schreiben, ueber meinen Papa und alles drum herum...aber das heb ich mir fuer ein anderes Mal auf.
Ich hatte nicht erwartet das es soviel ist, das ich schreibe als ich anfing zu tippen...
Ich entschuldige mich schon einmal vorab, das es so lang ist.
Trauernde Gruesse Manu
Wo fang ich an, wo hoer ich auf?!
Mein liebster Papa ist am 18.Juli 2012 an Krebs verstorben...(nur diese worte zu schreiben zerreisst mir das herz und ich muss die traenen zurueck halten, meine Therapeutin meint in solchen momenten soll ich zu meinem Happy Place gehen)
Mein Papa war 51 Jahre alt und ist knapp 1 woche vor seinem Geburtstag gestorben, knapp 6 wochen nach der Hochzeit meiner Schwester und knapp 4 wochen nachdem ich ihn das letzte Mal sehen durfte.
Bei meinem Paps wurde im Juni 2011 ein Tumor im Gehirn gefunden, nachdem er diverse ausfaelle beim sprechen und bewegung hatte, wir hatten wirklich alle gedacht entweder hatte er einen Schlaganfall oder Hirnblutungen aber im Leben haben wir nicht mit dieser zerschmetterten Nachricht gerechnet, ich sollte vieleicht dazu sagen das ich seit ueber 8 Jahren in USA lebe und wirklich nur begrenzt in Deutschland sein kann, durch Arbeit und schulpflichtiges Kind. Ich steckte miten im umzug von Alaska nach Tennessee und hatte mehrere Male die woche mit meinem Papa gesprochen als wir durch Canada fuhren und da war alles noch gut!! Ich kann mich noch ganz genau an unser letztes richtiges Telefonat erinnern am 27.Mai 2011 (also das letzte wo es nicht um krebs ging und wir noch nichts vom Krebs wussten) wir hatten sehr lange gesprochen und vorallem darueber das ich ihn endlich nach 7 Jahren breitt schlagen konnte uns hier zu besuchen.
Dann kam Juni und dieser erschuetternde Anruf meiner Schwester, es wurde was im Gehirn gefunden...wir wissen noch ncht was und ob gut oder boese.
Paar wochen spaeter wussten wir was und es war boese...sogar sehr boese 🙁
Wir hatten in der zwischenzeit ein Haus gekauft und ich bin dann von heut auf morgen mit meinen Kindern nach Deutscholand geflogen...die Kleine kannte er ja bisher nur von bildern und Telefonaten...
Es war schlimm...ich werde diesen Besuch nie vergessen (auch die anderen nicht) alles war so anders als sonst, mein Papa war so klein und verletztlich und garnicht mehr mein grosser Papa der doch so unverwundbar sonst war.
Leider musst ich dann wieder los und das war das schlimmste in der ganzen Zeit , einfach so weit weg zu sein.
Die naechsten Monate leifen wirklich wie im Film ab, meine Schwester rief mic taeglich an um mich auf dem laufendem zu halten.
Leider baute mein Papa sehr schnell ab, er konnte nicht mehr sprechen zo ziemlich von anfang an...und gerade das was immer so wichtig fuer meinem Papa ,mit dem grossen mitteilingsbeduerfniss und gerechtigkeitssinn, war , nicht mehr sprechen koennen und wenn dann nur kauderwelch das keiner mehr verstehen konnte, also waren unsere Telefonate auch ziemlich eingeschrenkt und schwierig...seine Frau hat mir wirklich viel in der zeit geholfen.
ich koennt noch soviel schreiben ueber die Zeit aber es ist so schmerzhaft...jeder einzelene Gedanke, jedes einzelene Bild von der Zeit zereisst mir mein Herz(das eigentlich schon komplett zerrissen ist)
Fast forward...im Oktober verstarb dann noch meine Oma (muetterlicherseits) uneheimlicher schock fuer uns alle und brachte den Tod wieder so nah, nachdem uns gesagt wurde mein Papa hat unheilbaren Gehirntumor(e) und das er nicht mehr lang zu leben hat. Also waehrend ich im Oktober/November meinen Papa im KH besuchte, durfte ich gleichzeit noch meine Oma beerdigen...ich dachte zu diesem zeitpunkt schlimmer kann es garnicht werden. (Was ein Fehlgedanke) Man hofft und bangt und klammert sich an jedem Strohhalm, wir ueberlegten hin und her was wir machen koennten das mein ,mitlerweile fast bettlaegriger (junger) , Papa den Mut nicht verliert und weiterkaempft??!
Meine Schwester wollte heiraten...Juni 2012... und hat es im November verkuendet, mein (unser) Papa freut sich, schoepft neuen Mut, moechte seine Juengste mit zum Altar begleiten! Wir alle schoepfen Mut, nach einer unheimlichen dunklen Phase wo wir dachten wir verlieren ihn jetzt sofort.
Juni 2012, wir sind alle auf der Hochzeit, mein liebster Papa auch! Es sind und waren wunderschoene Errinnerungen und einfach unbeschreiblich...Als ich mich verabschiede, weil ich leider wieder nach Hause fliegen muss, kommt diese Angst in mir hochgekrochen, nein ich will mich nicht verabschieden, vorallem nicht fuer immer! Aber wir muessen, es war ein langer Abschied und vorallem schmerzvoller Abschied, irgendwie wussten wirs beide aber keiner wollte es aussprechen, mir liefen die Traenen in stroemen ueber mein Gesicht und mein Papa hat meine Hand ganz fest gedrueckt und mir unter Traenen zugezwinkert und genickt...da war er also der endgueltige Abschied, genau den Abschied den man nie haben moechte. Und knapp 4 wochen spaeter am 18.07. nach 13 Monaten Qual und unfairem Kampf ist mein geliebter,grosser,mutiger und kaempfender Papa eingeschlafen. Meine Schwester war bei ihm....und sagt mir immer wieder " Ich war fuer uns beide da!" weil ich mich oft schuldig fuehle nicht da gewesen zu sein.
3 Monate und 8 Tage spaeter, sitzte ich immer noch hier wie in der Nacht zum 18. und weine und weine und weine und vermiss meinen Papa so unheimlich.
Viele sagen Zeit heilt alle Wunden...frueher hab ich das auch mal gesagt, aber da war mein Papa auch noch da und ich wusste nicht wie sich diese Wunde anfuehlt und wie tief sie ist.
Es ist das allererste Mal das ich davon schreibe bzw. niederschreibe, ich koennte noch soviel schreiben, ueber meinen Papa und alles drum herum...aber das heb ich mir fuer ein anderes Mal auf.
Ich hatte nicht erwartet das es soviel ist, das ich schreibe als ich anfing zu tippen...
Ich entschuldige mich schon einmal vorab, das es so lang ist.
Trauernde Gruesse Manu