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traurig...

Hallo,
Ich schreibe weil ich momentan wieder ganz stark an meine Mutter denken muss.
Ich werde einfach meine Gedanken mal zusammen fassen. Sorry, wenns ein wenig konfus wird.
Ich weiß nicht, wann dieser Schmerz endlich aufhört. Sie ist 2001 im Alter von 36 Jahren an Krebs gestorben. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es immer schlimmer wird statt besser. Zum einen ist ja viel passiert dieses Jahr und ich hätte meine Mutter so gerne bei mir gehabt in den schweren Zeiten und um Rat gefragt, wenn ich nicht mehr weiter wusste.
Ich denke auch viel darüber nach, was sie alles verpasst hat.... Jugendweihe, Schulabschluss, 18. Geb. Examen usw.
Da mein Dad auch nie großes Interesse daran gezeigt hat, schmerzt es nur noch mehr diese Dinge nicht mit ihr teilen zu können.
Zusätzlich bin ich jetzt auch noch seit zwei Wochen krank. Oder besser gesagt schleppe dem Mist schon länger mit mir rum... Jedenfals haben meine Freunde mich eindlich dazu bewegen können, mich krank schreiben zu lassen, was aber auch wieder nicht so gut ist. Erstens weiß ich nicht, was ich den ganzen Tag mit mir anfangen soll und in solchen Momenten hasse ich es alleine zu wohnen. Aber hauptsächlich, vermisse ich ihre Nähe ganz besonders wenn ich krank bin. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich noch relativ jung war. Aber als Kind bin ich immer auf ihren Schoß gekrabbelt, wenn ich mich nicht wohl gefühlt habe. Daran muss ich dann immer wieder denken.

Leider bin ich die Woche auch ständig wieder die halbe Nacht wach.

Letzte Nacht habe ich ein Gedicht geschrieben.

Komm zurück!


Ich liege in meinem Bett werf mich hin und her,
Seit Wochen schon finde keinen Schlaf mehr.
Ich schaue zu Wand und ziehe die Decke bis übers Kin,
Das alles ergibt für mich noch immer keinen Sinn.

Komm doch bitte zurück zu mir,
Komm zurück in mein Leben!
Ohne dich ist es unerträglich hier,
Ich will nur noch einmal mit dir reden!

Ich schließe die Augen und denk an vergangene Zeiten,
Ich wünschte du könntest mich noch eine Weile begleiten.
Doch viel zu früh hat dir die Krankheit das Leben genommen,
Es ist nicht einfach ohne dich hier klar zu kommen.

Komm doch bitte zurück zu mir,
Komm zurück in mein Leben!
Ohne dich ist es unerträglich hier,
Ich will nur noch einmal mit dir reden!

Ich war noch ein Kind und dachte du bleibst für immer hier,
Doch seit vielen Jahren bist du schon nicht mehr bei mir.
Ich dachte der Schmerz würde irgendwann vergehen,
Aber die Trauer um dich wird ewig bestehen.

Komm doch bitte zurück zu mir,
Komm zurück in mein Leben!
Ohne dich ist es unerträglich hier,
Ich will nur noch einmal mit dir reden!

Jetzt bin ich Erwachsen und du bist immer noch fort,
Ich wüsste gern wo soll ich suchen an welchem Ort?
Erst jetzt wird mir bewusst wie viel ich an dir verloren hab,
Dass damals auch ein Teil von mir mit starb.

Komm doch bitte zurück zu mir,
Komm zurück in mein Leben!
Ohne dich ist es unerträglich hier,
Ich will nur noch einmal mit dir reden!

Weiß nicht. Bin nicht besonders gut darin. Aber es hilft mir oft, einfach zu schreiben oder zu zeichnen.
Vielleicht gehts ja jemanden ähnlich.

So jetzt hab ich mir erstmal meine Gefühhle von der Seele geschrieben...
Vielleicht gibts hier ja jemanden, der ähnliches erlebt hat und meine Gefühle versteht. Ich fühle mich nämlich manchmal echt ein bisschen unverstanden. Ich hab oft das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen, weil ich nach über 11 Jahren immer noch so traurig bin. Aber ich glaube leider, dass es nie aufhören wird weh zu tun. Ich muss einfach nur lernen mit dem Schmerz zu leben.
 

Hallo Kapuzineräffchen,

schau mal hier: traurig.... Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo,

dein Gedicht ist sehr schön und hat mich berührt.
Darf ich fragen wie alt du warst, als deine Mama gestorben ist ?

Ich bin nämlich auch so ein Dad, der seit Anfang 2012 in dieser Situation ist. Meine Frau ist mit 42 an Leukämie im Januar gestorben und jetzt bin ich allein mit meinen zwei Kindern (Junge [4] und Mädchen [6]). Meine Eltern und Schwiegermutter unterstützen mich, ich gehe 2 Tage die Woche arbeiten und die restlichen 3 Tage arbeite ich zu Hause.
Es ist nicht leicht viel Zeit mit den Kindern zu verbringen und es ist sehr anstrengend und am Wochenende soll/will ich mich auch ein bisschen erholen, aber ich versuche natürlich schon ein guter Dad zu sein. Alle 2 Wochen gehe ich auch mit den Kindern zu einer Kunsttherapeutin, aber es wäre sehr gut - natürlich nur wenn du das magst - ein paar Tips aus deiner Sicht zu bekommen, was dir am meisten gefehlt hat, was du vermisst hast.

Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe wenigstens, dass du ein paar gute Freunde hast.
 
Hallo Kapuzineräffchen,
ich mag dein Gedicht sehr, da es tiefe Gefühle zum Ausdruck bringt. Auch mir half es in schweren Tagen zu scheiben, malen und zu musizieren, das ist auf jeden Fall ein weg mit dem Schmerz umzugehen.
Nachempfinden kann ich deinen Schmerz, obwohl meine Situation rosig erscheinen mag im Vergleich zu deiner. Vor 1 1/2 Jahren heiß es, mein Vater sei schwer erkrankt an der Lunge; es könne jede Nacht zu Ende gehen. Das hat einen so mitgenommen, man dachte jeder Abschied könnte der letzte sein... man stellte sich vor was man noch alles hätte erleben wollen; was unausgesprochen ward und am krankenbett wolte man es nicht sagen, da es so schien als habe man ihn aufgegeben.
Heute geht es Ihm Gott Sei Dank viel besser. Er muss zwar sein Sauerstoff Gerät mit sich herumtragen, aber ich glaube, zumindest dsagten es die Ärzte, er sei auser Lebensgefahr.
Mich hat dies, obwohl ich mitte 20 war, enorm mitgenommen, es war damals echt schwer. Vor einem Monat verstarb nun meine Großmutter, das tat schrecklich weh und ich las an ihrem Sarg ein Gedicht, was mir auch half. Es ist so schwer sich vorzustellen, wie es dann erst einem Kind/Jugendlichen ergehen muss, welches einen Elternteil verliert. Ich glaube, auch wenn es sich nicht euphorisch anhört, dass der Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen nie ganz verschwindet. Jedoch behält er im Herzen einen festen Platz und sollte es doch schmerzen an die Person zu denken, so ist die geliebte Person dadurch immer bei einem, das glaube ich zumindest.
Ich wünsche dir eine geruhsame Nacht mit viel Schlaf.
 
Hallo ihr zwei und vielen Dank für eure antworten.

@Gast: Erstmal möchte ich dir sagen, wie unendlich leid es mir tut, für dich und deine Kinder. Das ist jetzt eine schwere Zeit für euch drei und ich würde mich auch gern mit dir austauschen.
Mein Vater hat immer noch sehr mit ihrem Tod zu tun. Mittlerweile hat er leider auch ein paar Selbstmordversuche hinter sich und laut den Ärzten, liegt das daran, dass er ihren Tod immer noch nicht verarbeitet hat.
Mein Verhältnis zu ihm ist leider auch sehr schlecht, da er mich sehr oft und sehr stark verletzt hat.

Ich war zwar schon 13 als meine Mutter gestorben ist, aber ich denke ich kann dir da trotzdem weiter Helfen.
Ich denke aber du machst es schon mal gut, wenn du dich so um deine Kinder Bemühst. Ich war danach sehr oft auf mich allein gestellt, weil mein Vater viel unterwegs war und musste mich viel um meine Schwester (damals 10) kümmern. Womit ich total überfordert war. Aber irgendwie auch das Gefühl hatte, ich müsste sie ersetzen. Noch heute werde ich oft mit ihr Verglichen, da ich ihr auch zum Verwechseln ähnlich sehe. Es schmerzt aber auch oft, wenn ich das ständig höre und ich habe das Gefühl, dass sie immer nur sie in mir sehen und ich ihren Erwartungen an mich nicht gerecht werden kann.
Ich habe mich letztes Jahr, im Rahmen meiner Ausbildung viel mit dem Thema Kinder und tot beschäftigt und leider ist es oft so, dass wenn die Mutter stirbt, die älteren Töchter das Gefühl haben, sie müssten sich jetzt um alles kümmern. Ich denke es ist wichtig, dass deine Tochter weiß, dass sie ein Kind ist und auch noch sehr lange Zeit bleiben darf.
Was ich aber wirklich ganz wichtig finde ist, dass du nicht versuchst Liebe durch materielle Dinge zu ersetzen. Auch wenn es scheint, dass sie sich freuen, wenn sie was neues bekommen. Ich hätte damals viel lieber mal ne Umarmung gehabt als ne neue DVD oder ähnliches. Ich hatte sehr oft das Gefühl, dass er sich nicht für mich interessiert, weil er mir zusätzlich noch alles erlaubt hat. Er hatte Angst davor mir und meiner Schwester Grenzen zu setzen, was gerade Kinder in dieser Situation brauchen, damit sie sich an etwas orientieren können, wenn ihre Welt sowieso schon komplett durcheinander ist...
Rede mit deinen Kids auch darüber, wie sie sich fühlen, oder vielleicht auch was sie denken, wo ihre Mama ist und lass dabei alle Gefühle zu. Ich habe gelesen und auch damals bei meiner Schwester gemerkt, dass junge Kinder oft zwischendurch total glücklich wirken, wodurch es manchmal den Eindruck macht, sie würden gut mit der Situation klar kommen. Ich hab auch erlebt, dass zu ihr gesagt wurde, sie darf jetzt nicht lachen weil ihre Mama doch tot ist. Aber das ist nur ein Schutzmechanismus. Kinder lassen trauer nur zu, soweit sie sie auch ertragen und überhaupt fassen können. Sie brauchen aber auch Phasen, in denen sie ganz unbefangen spielen und lachen können.
Ich denke mal ich belasse es erstmal dabei. Ich weiß nicht, aber das soll jetzt nicht so rüber kommen als wenn das ist richtig oder das ist falsch. Das ist einfach nur meine Erfahrung wie ich das Erlebt habe und ich war ja auch nicht mehr so klein wie deine Kinder.
Aber eine Sache noch. Denke auch an dich! Es ist wichtig, dass du das auch für dich verarbeitest, denn sonst kannst du auch nicht richtig für deine Kinder da sein. Und gib auf keinen Fall dein Leben auf! Egal wie alt deine Kinder werden, sie werden dich immer lieben und brauchen!

Ich hoffe dass ich dir damit ein bisschen weiterhelfen konnte und zu deiner Frage, ja ich habe gute Freunde. Nicht viele, weil man in einer solchen Situation sehr schnell merkt wer wirklich ein Freund ist, aber dafür um so intensiver. Ich wünsche dir, dass du auch so ne Freunde hast, an die du dich immer wenden kannst!!!
Alles gute und viel Kraft für dich und deine Familie!

@Wintermorgen: Danke. Ich weiß leider auch wie es ist, wenn jemand, den du liebst im sterben liegt. Und das Gefühl ist echt schrecklich. Und ich würde unsere Situationen auch nicht miteinander vergleichen, was schlimmer ist. Jeder hat seine eigene Geschichte mit Höhen und tiefen und jeder geht auch anders damit um. Also ich bin sehr froh für dich, dass es deinem Dad wieder gut geht und du nicht so früh die Erfahrung machen musstest ein Elternteil zu verliehren. Denn auch Mitte 20 find ich noch viel zu früh!
Das mit deiner Großmutter tut mir leid! Auch meine ist im Februar (Auf den Tag genau 11 Jahre nach meiner Mutter) gestorben. Das ist einer der Gründe, warum ich in letzter Zeit so viel an Mama denken muss.
Ich denke leider das du Recht hast. Aber es ist ja auch irgendwie klar. Wie kann man denn auch einen Menschen, der einem sehr wichtig war aufhören zu vermissen? Nur indem man ihn vergisst oder was meinst du?
 
Dass mit deiner Großmutter tut mir leid, von mir mein tiefes Mitgefühl. Wenn sie dann noch so nah am Tod deiner Mutter starb, so ist es klar dass es in einem verstärkt die Erinnerungen und Gefühle an die eigene Mutter hervorruft.

Gerade als verwitweter Vater ist aber auch die Situation sehr schwer, die Mutterrolle kann ein Mann genau so wenig ersetzen wie eine Faru die Vaterrolle, glaube ich zumindest. Darum wünsche ich dem Gast viel Kraft in der schwierigen Situation und dass er alles meistert.

Einen geliebten Menschen aufhören zu vermissen?
Das glaube kann man nie in vollem Ausmaß, wie wir uns denke ich einig sind. Und vergessen kann man ihn, in meinen Augen, auch nicht; die Erinnerungen kommen mal stark, mal schwach zu einem zurück. An was ich eher dachte waren 2 in meinen Augen schlechte Verarbeitungseweisen mit Trauer, welche ich in einem Umfeld erlebt habe. Diese Personen glaube ich versuchten so zu vergessen bzw. die Gefühle zu verdrängen. Sie lindern kurz das Vermissen aber auf lange Sicht schadet es einen viel mehr. Eine Bekannte verlor ihren Vater. Er war kein schlechter Mensch, hatte aber seine Fehler wie jeder von uns. Nach seinem Tod fing sie an, wollen wir es mal so ausdrücken, nicht das Beste über ihn zu sagen. In meinen Augen waren es Nichtigkeiten, doch sie steigerte sich da etwas hinein. Ich glaube, dass sie so mit dem Verlust versuchte umzugehen, dass sie ihn sich als einen schlechteren Menschen einredete als er war. Fand ich persönlich etwas schockierend. Darum glaube ich, dass verdrängen der Gefühle gegenüber der Person eine Linderung des Vermissens-Schmerzes bewirken kann; vergessen kann man sie nie, da einem ja spätestens in der gewohnten Umgebung, wie der Heimatort, das Zuhause, etc. zig Assoziationen zu der Person in Erinnerung treten lassen und einen aufwühlen. Aber ich kenne noch jemanden, sie startete ein völlig neues Leben nach dem Verlust Ihres Ehemannes, ließ alles zurückließ; ist radikal, kann anfangs helfen, aber ich glaube nicht, dass solch eine Flucht nach vorne eine Lösung ist. Eher ein davonlaufen. Aber einen Masterplan um mit dem Tod zurechtzukommen gibt es nicht; leider. Jetzt habe ich etwas im Nebel rumgelabert, sorry; aber das Thema Tod geht mir auch gerade etwas an die Nieren, da ich letzte Woche erfahren habe, dass bei 2 Kommilitonen die Väter im Sterben liegen. Gerade mal Anfang 50. Ich kenne zumindest einen von ihnen; war vor nem halben Jahr noch kerngesund (so schien es) und nun gings ganz schnell. Da kommen Erinnerungen hoch und wieder die eigenen Ängste, dass einem die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt...
 
Dein Gedicht ist anrührend und traurig. Ich schenke dir auch eines - nein, nicht von mir, aber von einem, der es gut kann, von Jürgen Werth - vielleicht berührt es dein Herz:


Nun bist du fort

Nun bist du fort, und nichts auf dieser Welt bringt dich zurück.
Nun bist du fort. Hätt' ich dich nicht gekannt, wär dieser Tag ein Tag wie
tausende zuvor. Doch nun wisch ich mir ganz verschämt die erste
Träne vom Gesicht. Nun bist du fort... Schon gut - ich weine nicht!

Du hast geglaubt an den, der selbst die Auferstehung war. Du hast
geglaubt, und du hast oft gesagt, wenn du mal gehen mußt, gehst du
zu ihm. Doch sag, was bleibt mir nun von dir, was ist davon schon
von Gewicht? Nun bist du fort... Schon gut - ich weine nicht!

Ich weiß, du lebst, du bist nun frei und froh wie nie zuvor.
Ich weiß, du lebst, doch schreibst du nie mehr einen Brief, rufst
nie mehr an. Du lebst, als wärst du tot. Ich weiß, ich weine nur
um mich. Wie ich ihn hasse, den Verzicht! Nun bist du fort...
Schon gut - ich weine nicht!

Ich weiß nicht wie, doch hinter Wolken sehe ich ein schwaches
Licht. Ich weiß nicht wie, doch du, ich freu mich auf einmal ganz
leis für dich. Du weißt nun mehr als ich. Ach, du, ich tu dir sicher
leid, wie ich hier steh im Kerzenlicht. Nun bist du fort...
Schon gut - ich weine nicht!

Du bist zu Haus, du gingst mir nur ein kleines Stück voraus.
Du bist zu Haus! Die Uhr an deinem Arm steht nun für immer still,
die Zeit hat ausgedient. Der Tod, die Schmerzen sind vorbei.
Ich glaub, zurück willst du wohl nicht. Nun bist du fort...
denn du lebst in Gottes Licht.


(Jürgen Werth)
 
Danke Mayar das Gedicht ist wunderschön!

@dauni: danke! Das tut mir leid, dass es dir genauso geht. Das wünsche ich keinem!

@Wintermorgen:

Gerade als verwitweter Vater ist aber auch die Situation sehr schwer, die Mutterrolle kann ein Mann genau so wenig ersetzen wie eine Faru die Vaterrolle, glaube ich zumindest. Darum wünsche ich dem Gast viel Kraft in der schwierigen Situation und dass er alles meistert.
Ja den anderen ersetzen kann niemand und ich bin der Meinung es sollte auch keiner versuchen. Ich finde nichts schmerzt mehr...

Ich denke oder besser gesagt weiß auch, dass das mit dem Verdrängen nicht lange gut geht. Wenn man seine Trauer nicht zulässt und das geschehende nicht verarbeitet, kommt es irgendwann zum Zusammenbruch. Da sprech ich leider aus Erfahrung.
Aber für die meisten Menschen ist es im ersten Moment einfacher. Sie benutzen die Verdrängung als eine Art Selbstschutz. Und ich denke das hat auch deine Bekannte gemacht. Wenn man jemanden verliert können so viele unterschiedliche Gefühle aufkommen. unter anderem auch Wut. Für außenstehende ist das vielleicht erschreckend aber ich für sie war es in dem Moment einfacher es zu verkraften. Ist halt schwer zu verstehen. Vor allem wenn man selbst fast in der Situation gewesen währe und unendlich dankbar ist, dass der eigene Vater noch lebt, was du denke ich bist.

Ich kann dich da sehr gut verstehen. Auch ich befasse mich sehr viel mit dem tod und damit wie Menschen damit umgehen. Ich kenne das auch, dass viele Erinnerungen wieder hoch kommen, wenn in der Umgebung etwas passiert. Eine meiner besten Freundinnen hat ihre Mutter vor einem Jahr verloren. Ich versuche so gut wie möglich für sie da zu sein, aber ich merke jedes mal, wenn sie darüber spricht, dass mich das auch zum Nachdenken bringt.
Ich beschäftige mich auch wegen meiner Arbeit viel damit. Ich arbeite im Kindergarten und die Kinder fragen nun auch manchmal nach meiner Mama. Am Anfang wusst ich garnicht wie ich damit umgehen soll.

Aus diesen Gründen, ist es mir auch wichtig, dass ich mich mit anderen austauschen kann, die ähnliches erlebt haben und man merkt einfach, dass man nicht allein ist...
 
Weißt Du, bei mir ist es gerade mal ein bisschen über ein Jahr her und ich habe schon das Gefühl das mich viele nicht mehr verstehen. Es wird einfach verlangt wieder normal zu sein.

Doch ich vermisse meine Mama jeden Tag, es vergeht kein Tag ohne Gedanken und Traurigkeit an sie.


Auch denke ich viel an den Tod, was ist das? Was kommmt danach? Gibt es ein danach?

Was meinst Du?
 

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