Wenn du meinst, Zeitverschwendung, dann befasse dich einmal näher mit deinen Träumen.
Nimm dir zB vor, dir einen Traum zu merken. Dann schreib auf, was du dir alles gemerkt hast, in Stichworten. Falls Personen vorkamen, dann beschreibe dir selbst, wer das ist- ( die fiese Xy, der nette, hilfsbereite Roland, oder Suse kommt im Traum vor, die, die du nie leiden konntest usw.) die Eigenschaft, oder andere Interpretationen von dir selbst zählen, dann schau nach, ob du nach oben gingst, oder nach unten, ob du gut fühltest, oder Angst hattest usw. ob es dunkel war, oder hell, ob du dies oder das spürtest, sahst, schreib alles mit.
Kein einziges Detail ist außer acht zu lassen, nicht mal die Farbe des Autos, das darin vorkommt.
Ich denke, ich glaub, das ist ein weiterer Sinn, ein Wahrnehmen in Bildersprache, eine Kommunikationsform, die wie eine Sprache ist. Wie ein Rebus. Fantasie IST in Bildern denken und schauen können, was man wahrnimmt. Du schulst eine Wahrnehmung in dir, die mehr als erstaunlich ist. Wie wenn dir jemand Bilder schickt, dein Geist und du empfängst diese. Ihr redet miteinander.
Gleichzeitig bist du der Zuhörer und wenn das nicht spannend ist, was dann.
Mein Kamerad in mir drin- der beschreibt mir, wie ich das Regal am besten bauen soll, wie es aussehen soll, ich träume es, wie es gemacht wird. Ich sehe praktisch den Film, wie ich vorgehen muss. Ich träume die Mode, die ich schneidere, ich träume das Rezept, das ich koche, ich träume den weiteren Verlauf meiner nächsten Schritte, die ich unternehme, ich kann sogar realistisch fliegen, obwohl ich im Bett liege und es nur träume. Das sind Verknüpfungen, die man abrufen kann. Man kann das trainieren.
Bildhauer, Autoren, Maler, Filmemacher, Geschichtenerzähler usw. setzen um, was sie gerade träumen. Ihr Geist beliefert sie mit diesen Bildern und Worten und sie fungieren als Werkzeug.