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Gast
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Hallo,
ich habe trotz langjähriger, schwerer Depressionen eine 3-Jährige Ausbildung zum Tourismuskaufmann durchgestanden (War früher Reiseverkehrskaufmann). Allerdings nicht im klassischen Reisebüro. Ich hatte eher mit Geschäftsreisen und dem Flugticketgroßhandel zu tun.
Nachdem bei mir mir sämtliche Medikamente fehlgeschlagen haben, versuche ich es jetzt noch demnächst mit einer Ketamin-Behandlung und/oder EKT. Kommt drauf an wie die Fachärzte dies einschätzen.
Jedenfalls hatte ich früher immer den Traum einen Beruf auszuüben welcher mit Tieren und dem Umweltschutz zu tun hat. Nur habe ich leider in diesen Bereichen weder einen Ausbildungs-, noch einen FSJ-Platz erhalten. Da mein Abitur nur mittelprächtig war und ich bereits ein Studium abgebrochen hatte, musste ich mich schließlich auf alles bewerben was überhaupt frei war. Nach über 150 Bewerbungen war ein Betrieb endlich mal gnädig. Meine Berufsausbildung habe ich jedoch mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen.
Das zeigt mir auch schon wieder das typische Raster-Verfahren in Deutschland. Man hatte mir nie eine Chance gelassen. Schlechter Schnitt? Rausgefiltert. Ich bin nicht dumm, im Gegenteil, laut Klinik-Bericht sogar überdurchschnittlich intelligent. Worauf ich mir jedoch nichts einbilde, aber einige fangen ja immer gleich mit der Leier "Wenn dein Abitur schon so schlecht war/dein Studium nicht klappte, dann ...".
In meinem Betrieb wurde ich leider nicht übernommen, da wir zu viele Auszubildende hatten und das Personal gerade sowieso gekürzt worden ist.
Ich hatte aber sowieso nicht vor mein restliches Leben nur im Büro zu fristen.
Mit meinem Ausbildungsberuf könnte ich mich sicherlich im nachhaltigen Tourismus engagieren und mit Interesse doch eigentlich auch als Quereinsteiger mit Tieren zu tun haben. Nur leider ist dies anscheinend so gar nicht vorgesehen.
Ich habe keine falschen Vorstellungen von der Arbeit. Umweltschutz und Tierpflege sind harte und oft auch körperlich sehr fordernde Berufe, die nichts mit Tiere streicheln und Blümchen gießen zu tun haben. Das ist mir alles absolut bewusst.
Solange ich jedoch ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen/Trinken habe, bin ich bereit jeder Arbeit nachzugehen.
Da ich in Deutschland dafür absolut gar keine Perspektive sehe, würde ich mich auch im Ausland engagieren, nur fängt hier die Misere wieder von einer anderen Seite an. Ein Freiwilligendienst kostet sogar noch einen Haufen Geld, welches ich überhaupt nicht besitze.
Ständig beschweren sich aber Organisationen, dass nicht genug für den Tier- und Umweltschutz gemacht wird.
Mal davon abgesehen, dass ich wahrscheinlich wieder gar keinen Platz bekommen würde, habe ich auch einfach kein Interesse dran jetzt noch eine zweite Deutsche 3-Jahres-Ausbildung dran zu hängen. So sehr ich bestimmte Aspekte für gut halte, haben mich viele Dinge in der Ausbildung sehr genervt. Die von der IHK festgelegten Themen und Abläufe waren nämlich teilweise absolut stupide, was auch Betriebe und Lehrer genauso sahen. Ich will mich jetzt hier aber auch gar nicht über das miserable Bildungssystem in Deutschland beschweren.
Welche realistischen Chancen habe ich also endlich Tätigkeiten durchzuführen, welche auch meinen Interessen entsprechen? Wo ich meine Energie reinstecken kann? Ich möchte wie gesagt gar keine riesigen Geldsummen verdienen oder was auch immer manche für Träume haben. Nur werden einem ständig Steine in den Weg gelegt.
Tut mir Leid, dass ich mit Mitte 20 kein Tiermediziner mit mehrjähriger Berufserfahrung bin. Tut mir Leid, dass dass ich kein Meeresbiologe bin.
Von wegen: "Wer fest dran glaubt, kann alles werden". Habe ich zwar nie dran geglaubt, aber dieses Märchen wird ja immer noch verbreitet.
ich habe trotz langjähriger, schwerer Depressionen eine 3-Jährige Ausbildung zum Tourismuskaufmann durchgestanden (War früher Reiseverkehrskaufmann). Allerdings nicht im klassischen Reisebüro. Ich hatte eher mit Geschäftsreisen und dem Flugticketgroßhandel zu tun.
Nachdem bei mir mir sämtliche Medikamente fehlgeschlagen haben, versuche ich es jetzt noch demnächst mit einer Ketamin-Behandlung und/oder EKT. Kommt drauf an wie die Fachärzte dies einschätzen.
Jedenfalls hatte ich früher immer den Traum einen Beruf auszuüben welcher mit Tieren und dem Umweltschutz zu tun hat. Nur habe ich leider in diesen Bereichen weder einen Ausbildungs-, noch einen FSJ-Platz erhalten. Da mein Abitur nur mittelprächtig war und ich bereits ein Studium abgebrochen hatte, musste ich mich schließlich auf alles bewerben was überhaupt frei war. Nach über 150 Bewerbungen war ein Betrieb endlich mal gnädig. Meine Berufsausbildung habe ich jedoch mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen.
Das zeigt mir auch schon wieder das typische Raster-Verfahren in Deutschland. Man hatte mir nie eine Chance gelassen. Schlechter Schnitt? Rausgefiltert. Ich bin nicht dumm, im Gegenteil, laut Klinik-Bericht sogar überdurchschnittlich intelligent. Worauf ich mir jedoch nichts einbilde, aber einige fangen ja immer gleich mit der Leier "Wenn dein Abitur schon so schlecht war/dein Studium nicht klappte, dann ...".
In meinem Betrieb wurde ich leider nicht übernommen, da wir zu viele Auszubildende hatten und das Personal gerade sowieso gekürzt worden ist.
Ich hatte aber sowieso nicht vor mein restliches Leben nur im Büro zu fristen.
Mit meinem Ausbildungsberuf könnte ich mich sicherlich im nachhaltigen Tourismus engagieren und mit Interesse doch eigentlich auch als Quereinsteiger mit Tieren zu tun haben. Nur leider ist dies anscheinend so gar nicht vorgesehen.
Ich habe keine falschen Vorstellungen von der Arbeit. Umweltschutz und Tierpflege sind harte und oft auch körperlich sehr fordernde Berufe, die nichts mit Tiere streicheln und Blümchen gießen zu tun haben. Das ist mir alles absolut bewusst.
Solange ich jedoch ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen/Trinken habe, bin ich bereit jeder Arbeit nachzugehen.
Da ich in Deutschland dafür absolut gar keine Perspektive sehe, würde ich mich auch im Ausland engagieren, nur fängt hier die Misere wieder von einer anderen Seite an. Ein Freiwilligendienst kostet sogar noch einen Haufen Geld, welches ich überhaupt nicht besitze.
Ständig beschweren sich aber Organisationen, dass nicht genug für den Tier- und Umweltschutz gemacht wird.
Mal davon abgesehen, dass ich wahrscheinlich wieder gar keinen Platz bekommen würde, habe ich auch einfach kein Interesse dran jetzt noch eine zweite Deutsche 3-Jahres-Ausbildung dran zu hängen. So sehr ich bestimmte Aspekte für gut halte, haben mich viele Dinge in der Ausbildung sehr genervt. Die von der IHK festgelegten Themen und Abläufe waren nämlich teilweise absolut stupide, was auch Betriebe und Lehrer genauso sahen. Ich will mich jetzt hier aber auch gar nicht über das miserable Bildungssystem in Deutschland beschweren.
Welche realistischen Chancen habe ich also endlich Tätigkeiten durchzuführen, welche auch meinen Interessen entsprechen? Wo ich meine Energie reinstecken kann? Ich möchte wie gesagt gar keine riesigen Geldsummen verdienen oder was auch immer manche für Träume haben. Nur werden einem ständig Steine in den Weg gelegt.
Tut mir Leid, dass ich mit Mitte 20 kein Tiermediziner mit mehrjähriger Berufserfahrung bin. Tut mir Leid, dass dass ich kein Meeresbiologe bin.
Von wegen: "Wer fest dran glaubt, kann alles werden". Habe ich zwar nie dran geglaubt, aber dieses Märchen wird ja immer noch verbreitet.