@alopecie
die 80 k waren schon abzüglich Rabatt und "Konditionen" und nein, ich finanziere lieber so, dass ich so viel anzahle, dass ich die laufenden Raten nicht mehr merke, dafür aber dann noch Geld für Notfälle zur Verfügung habe.
ich glaube, ich bin zu fest darin verwurzelt, für was ich viel Geld ausgebe und das wäre neverever für einen Rav4 - und wenn der BMW 1000x mehr kaputt geht ...
das weiß man ja vorher ("Bring Mich Werkstatt"), bevor man ihn kauft. Paar Jahre wird es schon gut gehen und dann ist er halt weg. Irgendwo bekommt man immer noch was dafür.
Wir Deutschen haben es scheinbar nicht wirklich raus zu Leben, da unsere Entscheidungen meist einfach nur Vernunfts basiert sind...
Wieso ? Das "Wir" impliziert, Du bist auch eine Deutscher und Du lässt das Gefühl doch sprechen, wieso haben "wir" es dann nicht raus?
Doch bedenke, dass solche, ich nenne es mal, Genussentscheidungen auch sehr schnell in absoluten Frust umschlagen können.
Wenn man sich nun einen schönen 80k Wagen hinstellt (egal ob finanziert oder bar bezahlt) und dieser entpuppt sich nach 1-2 Jahren als Enttäuschung, weil meinetwegen die Elektrik einen weg hat, dann ist die Enttäuschung darüber um ein Vielfaches größer, als bei einem günstigen Fahrzeug.
Und verkaufen möchte man einen Wagen nach 1-2 Jahren in diesem Preissegment auch nicht wirklich, da man gerade am Anfang die heftigste Wertminderung abbekommen hat.
So ging es einem guten Freund von mir, welcher sich ein sehr schönes Auto in einem ähnlichen Preissegment als Neuwagen konfiguriert und gekauft hat. Nach 2,5 Jahren, die Werksgewährleistung war quasi gerade abgelaufen, begannen die Probleme mit der Elektrik. Ein Update hat das System gecrasht und sie haben es trotz großer Mühen in der Werkstatt nie wieder richtig zum Laufen gebracht. Eine Wandlung des Autos wurde versucht, war nicht mehr möglich. Ergebnis waren permanente /wöchentliche Ausfälle des Navis und des Entertainment-Systems. Beispielsweise regelte der Ton des Radios plötzlich von selbst nach oben. Das habe ich selbst mitbekommen auf einer Fahrt mit ihm.
Dies sind alles keine wirklich großen Probleme, aber extremst ärgerlich wenn man sich in so einem Preissegment bewegt. Das Auto ist mittlerweile gut 5 Jahre alt, wird von ihm nach wie vor gefahren und hat immernoch regelmäßige "Problemchen". Der Spaß an der Fahrleistung, die das Fahrzeug sicherlich nach wie vor bietet, ist ihm nahezu völlig abhanden gekommen.
Denn ein psychologisches Häkchen an der Sache ist, dass mit der Bereitschaft, Geld auszugeben auch die Erwartungen an den angeschafften Gegenstand überproportional steigen. Auf der anderen Seite spielt einem der menschliche Geiz einen Streich, der ihn dazu veranlasst hat, sich eben nicht von dem Auto zu trennen, da er den Wertverlust des Neuwagens voll abbekommen hat. Hinzu kamen etliche Abstriche bei seiner Freizeit in welcher er sich mit Anwälten, Autowerkstätten und Gutachten rumschlagen musste, die ihm niemand ersetzen kann.
Ist sicherlich kein repräsentatives Beispiel, ist allerdings durchaus im Bereich des Möglichen.