Hallo liebes Sonnenlichlein,
ich wollte nur kurz schreiben, weil du fragtest, wie man damit besser umgehen oder es besser verarbeiten kann?
Ich kann dir jetzt nur von mir sagen, dass ich PTBS und auch eine Anpassungsstörung habe, ich denke diese 2. Diagnose bekam ich in der Psychiatrie, wo ich mal zwangsweise für ne Nacht war, weil jemand meinte, ich wäre s. gefährdet.
Ansonsten ist diese Anpassungsst. in keinen der Unterlagen aufgetaucht.
Ich fragte damals nach, warum ich diese Diagnose bekam, da hieß es, weil ich vor einem Mann weggelaufen bin und Panikattacken bekam, als ein Mann auf der Station immer näher an mich ran kam und mir auch nicht aus dem Weg ging...
Ich denke, weil ich so überreagierte, bekam ich diese Diagnose.
Jeder "normale" Mensch ohne Hintergrund wäre nicht so panikartig weg gelaufen....ich war damals in Krücken also noch mal schwerer, sich fort zu bewegen.
Ich erzähle dir das, damit du vielleicht nachvollziehen kannst, warum die Ärzte mein Verhalten nicht zur PTBS zu ordneten, sondern daraus ne eigene Diagnose machten.
Es könnte auch sein, weil ich erzählte, dass ich Angst vor den grünen Männern habe. 😉 Na ja, die hatten mich ja mitgenommen..... 😉
Und solch ein Umstand kann z.B. ein Trauma auch auslösen.
Das Gehirn prägt sich das sehr gut ein und immer wenn ich heute eine Polizei sehe, dann bekomme ich ein sehr flaues Gefühl -früher wäre ich froh gewesen oder hätte mich beschützt gefühlt, heute eben kommen diese Bilder dann hoch und ziehen an mir vorüber und es geht mir nicht gerade gut dabei....
So und nun bin ich da, was ich dir eigentlich schreiben wolte. 🙂
Ich habe vor Jahren in einer Klinik Imaginationsübungen zu lernen begonnen. Es gibt eine Menge davon und noch heute übe ich immer mal wieder mit meiner Therapeutin eine dieser Übungen.
Sie geben mir etwas Sicherheit, wenn wieder schlimme Bilder kommen oder wenn ich mich irgendwo in einem Loch befinde....
Es gibt einige Übungen, ich verwende z.B. in meinem Albträumen die Tresorübung und versuche dann diese Bilder ein zu sperren oder ich habe bei meiner Thera gelernt, wenn ich meinen Vater oder Bruder in den Träumen sehe, dann darf ich den in einen Keller sperren oder auch in eine Art Gefängnis. Wichtig dabei ist, dass ich den Schlüssel habe und entscheiden darf, wenn die wieder raus kommen dürfen.....
Es gibt auch eine Übung mit dem sicheren Ort, die finde ich auch gut...
Es geht einfach in den Übungen darum, dass man aus diesem schlimmen Zustand wieder raus kommt.
Wobei diese Übungen sollte man üben, wenn es einem soweit gut geht, denn in der Not sollten die auch helfen können.
Ich konnte anfangs damit nix anfangen und hab es als blöd abgetan....vor allem weil ich das alles so unwirklich gefühlt habe....
Ich sollte mir z.B. innere Helfer zur Seite stellen die meiner kleinen Kinderseele beistehen und sie beschützen, denn meist ist es ja das innere oder kleine Kind in uns, was so verletzlich ist/war.
So, ich hoffe ich konnte dir etwas sinnvolles dazu sagen...
Man kann auch googeln, also ich habe die CDs von Frau Dr. Reddemann und auch ein paar Bücher von ihr.....sie beschreibt das sehr schön und anschaulich, wie man zu sich finden kann und eben sich beruhigen kann.
Meine Therapeutin sagt immer dass es meine Lebensaufgabe sein wird, mich zu beruhigen. Und ich sollte diese Aufgabe weiterhin annehmen, denn ich habe viele Auslöser die eben in Träumen passieren oder auch am Tag ein Geruch reicht aus und ich sehe Bilder vor mir oder eben Erlebnisse vor meinen Augen ziehen.
Die Imaginationsübungen sind ein Teil, um sich beruhigen zu können.
Alles Liebe und viel Kraft für dich, denn das brauchst du, wenn deine Thera nun diese Woche keine Zeit hat;