Trauerbewältigung

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hi,
ich möchte gern wissen wie ihr damit umgeht die trauer zu verarbeiten.
hab 2 liebe menschen verloren und komm seitdem garnich mehr klar.
obwohl das schon 3 jahre her is.
ich geh kaum noch raus und sauf oder koks mir den tag schön.
und muss schon heulen wenn ich das hier schreibe...
wer empfindet ähnlich ?
 

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S

Sonnenlicht

Gast
hi,
ich möchte gern wissen wie ihr damit umgeht die trauer zu verarbeiten.
hab 2 liebe menschen verloren und komm seitdem garnich mehr klar.
obwohl das schon 3 jahre her is.
ich geh kaum noch raus und sauf oder koks mir den tag schön.
und muss schon heulen wenn ich das hier schreibe...
wer empfindet ähnlich ?
das ist hart und ich kenne ähnliches
mir ging es vor jahren total dreckig,als ich meine mum verlor. hab gelebt wie hinter einem schleier. mir hats geholfen, das ich ein kleines kind zu versorgen hatte.
es ist so,trauer ist ja ganz normal und muß gelebt werden. der tod ist bestandteil im leben und muß somit auch akzeptiert werden.das will man oft nicht wahrhaben,aber ich denke es hilft sich näher damit zu beschäftigen,was du ja hier tust.:)

vielelicht hilft es dir wenn du wieder beginnst,dich am leben zu beteiligen...ganz langsam. und dich einer selbsthilfegruppe anschließt,wo es um trauer geht.drüber reden,real eben.
oder beginnst dir jeden tag zu sagen,ich will leben...mit ihnen im herzen...und beginnst etwas für dich zu tun,jeden tag sichzwingen 1 stunde raus zu gehen oder ähnliches.

in deinem falle ,mit den drugs, damit machst du dich auch nur kaputt und ich empfehle wen du da allein nicht raus komst,eine therapie zu starten.
alkohol,drogenentzug,weiß nicht inwieweit du dich im griff hast. gesprächstherapie,verhaltenstherapie. was da für dich angesagt wäre ,müßtest du heraus finden,dich informieren und entscheiden.

ich habe vieles an trauer jahre verdängt,meine mum starb ,dann mein bruder und dann mein vater. kurze zeit später die schwiegereltern.ich bekomme obwohls jahre her ist noch heulanfälle und sehene mich nach ihnen.wichtig aber ist das das eigene leben nicht an einem vorüber zieht.:) man kann lernen wieder ins leben zurück zu finden.mit hilfe von therapie.

wünsche dir alles gute
 

Suchende

Aktives Mitglied
Hallo Einer wie keiner!

Es ist tragisch, wenn man liebe Menschen verliert. Trauer ist ein ganz normaler Prozess. Der kann oft lange dauern. Natürlich soll man sich seiner Trauer stellen, aber man muß auch an sich selber arbeiten. Hast du schon mal nachgedacht an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen, die Trauerarbeit leistet? Bei dir in Berlin gibt es das bestimmt ganz oft von vielen Organisationen. Du mußt mal raus, einfach vielleicht deinen Kummer bei anderen Leuten abladen, Leuten, denen es genauso ergeht oder ergangen ist wie du. Das Leben geht weiter! Verschließe dich nicht dem Leben!!! Deine verstorbenen Mitmenschen hätten sicherlich nicht gewollt, daß es dir jetzt so ergeht!!!

Lass dir helfen! Suchende
 
@sonnenlichtlein (süsser nick hehe) und suchende

erstma schönen dank für die lieben worte.
ich versuch mich manchma zu zwingen rauszugehen.
aber da ich dem alkohol nich abgeneigt bin lande ich nachm spaziergang meist inner kneipe was manchmal ja auch richtig gut tut.
entgiftung hab ich ma stationär versucht...ganze 76 std...
is so 2jahre her etwa.
ich fands furchtbar weil ich menschen wenn ich nüchtern bin kaum noch ertragen kann.
sone selbsthilfegruppe is ne gute idee...ma schauen ob ich das packe.
manchma steh ich schick angezogen schon vor der tür und mach dann kehrt weil ich denke "was solls".

aber da ich merke dass man hier gleich nett aufgenommen wird hilft das schon etwas.
 
S

Sonnenlicht

Gast
@sonnenlichtlein (süsser nick hehe) und suchende

erstma schönen dank für die lieben worte.
ich versuch mich manchma zu zwingen rauszugehen.
aber da ich dem alkohol nich abgeneigt bin lande ich nachm spaziergang meist inner kneipe was manchmal ja auch richtig gut tut.
entgiftung hab ich ma stationär versucht...ganze 76 std...
is so 2jahre her etwa.
ich fands furchtbar weil ich menschen wenn ich nüchtern bin kaum noch ertragen kann.
sone selbsthilfegruppe is ne gute idee...ma schauen ob ich das packe.
manchma steh ich schick angezogen schon vor der tür und mach dann kehrt weil ich denke "was solls".

aber da ich merke dass man hier gleich nett aufgenommen wird hilft das schon etwas.
Hi
hey 76 stunden,dann biste abgehaun? naja,sehs positiv,das war doch schonmal die hälfte dessen an zeit was eine entgiftung braucht.(oder?)
eine entgiftung nützt meiner meinung nach nur,wenn du auch hinterher betreuung hast,eben wieder in form von gesprächen oder therapie.damit du hilfe und unterstützung hast.
ich kenne menschen die sind alle paar jahre mal zur entgiftung und haben dann weiter gemacht mit drogen ,bis zum nächsten gesundheitschrash,das kanns ja auch nicht sein.:cool:

so wie ich hier lese bist du munter beteiligt an den threads und austausch,also interesse an menschen und meinungen haste wohl,da kann der gang zu einer selbsthilfegruppe ja nicht soooo schwer sein.sehs ohne druck,als einen schritt in eine richtung die offen ist. nachdem motto"ich geh mal hin und schau mal." mußte ja nicht jedes mal zum treffen gehn.

hier gibts auch einen thread einer frau die ihren mann verloren hat und aus dem grunde nicht mehr so ganz im leben steht und probs mit alk hat.vielleicht bringt dir der was....(den kummer wegsaufen-heißt der)

liebe grüße
sonnenlichtlein:)
 
naja...die ersten 12 std kann man nich werten weil ich ja total zugeballert reinging.
entgiftet is man nach 5 tagen meines wissens.

ja ich schreib hier viel weil ich noch keine seite fand wo mir soviele menschen bekannt vorkommen.
der unterschied is dass ich draussen den coolnessFaktor nich so leicht ablegen kann wie online.ausser ich geh auf speedy dahin...aber dat is ja nich sinn der sache.

wie gesagt...ich freu mich erstma dass hier menschen mit hoffnung für andere im herz sind in dieser kalten welt.
das is schonma viel wert für mich.
 

sweeteye

Namhaftes Mitglied
hi,
ich möchte gern wissen wie ihr damit umgeht die trauer zu verarbeiten.
hab 2 liebe menschen verloren und komm seitdem garnich mehr klar.
obwohl das schon 3 jahre her is.
ich geh kaum noch raus und sauf oder koks mir den tag schön.
und muss schon heulen wenn ich das hier schreibe...
wer empfindet ähnlich ?
Ich kann mit Dir mitfühlen, da es auch mich total aus der Bahn geworfen hat, als ich innerhalb von 4 Monaten zwei von mir geliebte
Menschen, verloren habe...auch ich habe diesen Zustand nur "betäubt" ertragen....

In unserer Gesellschaft sind die Themen Tod und Sterben weitgehend aus unserem Leben verbannt. Viele tun alles, um sich nicht damit befassen zu müssen, da sie Angst machen. Dennoch wird jeder von uns im Laufe seines Lebens irgendwann einmal mit dem Tod eines nahen Angehörigen oder Freundes konfrontiert. Der Tod ist demokratisch und wir können ihn nicht umgehen. Gefühle, die wir bisher nie oder nie in dieser Stärke erlebt haben, bestimmen plötzlich unseren Alltag. Wir glauben, sie nicht ertragen zu können, abnormal zu sein oder eines Tages "noch verrückt zu werden"...zu gross ist der Schmerz, wenn wir dann ganz plötzlich mit dem Tod konfrontiert werden....

Ein Tagebuch, dem ich Tag und Nacht all meine Verzweiflung anvertrauen können, hat mir gute Dienste geleistet.

Die Trauerbewältigung ist wie eine Bergbesteigung. Du musst unten im Tal beginnen und dich langsam nach oben emporarbeiten, bis Du wieder eine neue Lebensperspektive für Dich erkennen kannst. Sicher ist, dass Du Deinen verstorbenen Partner, Angehörigen oder Freund nie vergessen kannst, wirst und sollst. Die Erinnerung wird Dich im Laufe der Zeit jedoch nicht mehr so stark schmerzen.

Ich wünsche Dir ganz viel innere Kraft...und ganz viel Mut....

 
G

Gast

Gast
Hi!
Ich weiß wie das ist.
Meine Mutter ist vor 9 Monaten gestorben. Ich fühl mich wie in der Hölle. ich würd mich am liebsten auch den ganzen tag zudröhnen, aufgeben,nichts mehr spüren. Ich tus zwar nicht, aber das tut umso mehr weh.
Ganz ehrlich....wie soll das jemals besser werden. Mein ganzes Leben ist beschissen, mein Freund unterstützt mich kein bisschen, hab Schulden, Depressionen......
Obwohl man sich bewußtist, dass es vielen Menschen so geht, hilfts nichts...
Wünsch euch allen trotzdem, dass ihrs schafft, das Leben wieder als lebenswert zu empfinden. Irgendwie muß das einfach möglich sein
 
G

Gast ingo

Gast
Ich lese hier sehr viel,von Trauer und guten Ratschlägen,geh zu ner selbsthilfegruppe!
Ich selbst bin Traurig über den Tod meiner Familie ich bin der Letzte der noch lebt,mit 47jahren.
Ich Lebe hier in der Nähe der schönen Skatstadt Altenburg.(für leute die nicht glauben was ich gleich so schreibe,zum recherchieren).
Ich verlor vor ca 6jahren meinen Grossen Bruder bei einem auf einen Rückfall zurückführenden Arbeitsunfall
bei der Bahn(13 jahre älter)meinenVater vor 4jahren er hat den Tod meines Bruder nie verwunden;
Meine Mom Starb vor 25 jahren an Krebs,mein anderer großer Bruder(12jahre älter)starb als ich drei war bei einem Unfall.
Als mein Vater als letzter halt Starb ging es mit mir bergab bishin zur Schweren Depressiven Phase die dazu führte das das Örtliche Jugendamt mir nicht half,nein,sie nahmen mir das letzte weg das ich hatte,JA sie steckten meine kinder ins Heim.
Trauerhilfe gibt es hier im angegeben Raum nicht ,selbsthilfegruppe?gute frage....auch nicht.
Die letzte möglichkeit....Psychologe..Superidee!
Wartezeit zum erstgespräch(bei Ärztlich Attestierter dringlichkeit)ca12-20 Monate.
Ich bin so fertig mit und durch die angebotenen Hilfen,das ich nicht mal die Kraft aufbringen kann ,meinen Vater auf
Friedhof zu besuchen!
Wenn also jemand einen Rat weis oder ne Idee hat wie wann was wo,der kann sich gern melden!
ZU den Problemem die andere bezüglich Alkohol und Drogen haben,da bin ich gern bereit zu helfen,denn da kenn ich mich als Multitoxomane aus,ich selbst mache hilfe zur Selbsthilfe speziell in bezug auf Alk;Ich selbst bin TROTZ
aller vorkommnisse seit fast 18jahren Trocken und Drogenfrei und JA jeder von euch schaft das auch.
Wer mir also schreiben möchte kann das unter ingokolo@yahoo.de tun.

So das wollte ich sagen und mich für eure antworten schon jetzt bedanken!
Tschau euer INGO
 

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