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Trauer?

  • Starter*in Starter*in AS_Pseudonym
  • Datum Start Datum Start
A

AS_Pseudonym

Gast
Hallo,

Was ist eurer Ansicht nach Trauer? Habt ihr je getrauert? Und wenn ja, wie erlebt ihr sie?
Ich glaube ich habe sowas wie Trauer noch nie empfunden. Spätestens wenn der Tod des zu Betrauernden einige Wochen zurück lag setzte bei mir sowas wie "Trauer" ein. Also ich begann die Person zu vermissen, da steckt doch eine recht egoistische Motivation dahinter wenn ich mich nicht irre aber Trauer im klassischen Sinne oder was man so in Allgemeinen darunter versteht kenne ich nicht. Deshalb meine Frage gezielt an "normale" Personen.
 

Hallo AS_Pseudonym,

schau mal hier: Trauer?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Trauer ist, wenn man jemanden vermisst, nur noch allein sein will. Sich nichtmehr offen gibt und in sich kehrt. Wenn die Persönlichkeit plötzlich eine 180° Drehung macht. Man schweigt, nichtsmehr sagt, mit seinen Freunden kaum noch redet, und nur noch an den Auslöser der Trauer denkt.
Trauer ist, wenn man allein sein will, oft kurz vor dem weinen steht. Sich ständig ausmalt, "was wäre wenn". Wenn man nur noch Traurige Lieder hören möchte, um seine Trauer zu unterstreichen und seine Gefühle auszudrücken und sie wiederzugeben.

Das ist bei mir Trauer.
 
Aber ich denke, die Frage war eher, gibt es Trauer, die nicht mit Selbstmitleid zu tun hat?
Ist Selbstmitleid und Trauer nicht (fast?) immer das selbe?
 
Trauer ist für mich der schmerzhafte Verlust einer geliebten Person, vielleicht auch eines Tieres, wobei man da dann differenzieren muss.
Äußern kann sie sich ganz verschieden, kommt immer auf den Trauernden und dessen Beziehung zum Toten an.

@naradchjela
Warum sollte Trauer mit Selbstmitleid gleichzusetzen sein?

Liebe Grüße,
Century
 
Hallo As..., das mit dem nicht trauern können, das kannte ich bis vor einigen jahren auch. Wenn jemand gestorben ist, konnte ich das nicht in Tränen oder ähnlichen ausdrücken. Bei mir lag es aber daran das ich in all den Jahren, nach dem Tode meiner Mutter in einem Trauma fest gesteckt habe.
Auf der Beerdigung von meiner mutter ( da war ich 12) habe ich nicht eine träne vergossen. In mir war nur Wut auf alles was mein mutter mir angetan hat. Nicht nur das sie getrunken hat , nein das sie dann auch noch so früh, wegen dem Alkohol gehen musste.
Dann bin ich vor etwa 2 jahren beim hypnotherapeuten gewesen und der hat dieses Trauma aufgelöst. Ich habe dann erst, die tränen vergossen die ich schon damals mit 12 hätte fliessen lassen müssen. Seit dem kann ich aber Trauer zulassen und bin froh darüber.
Zudem durfte ich auch nie meine wirklichen Gefühle (Traurigkeit oder das es mir nicht gut ging) zeigen, also immer schön lächeln.

Aber das alles habe ich durch den Therapeuten und durch meinen jetztigen freund gelernt , zuzulassen. Freude , Fröhlichkeit,Trauer, einfach mal schlecht drauf sein.

Horsch doch einfach mal in dich hinein, warum du nicht trauern kannst.
Sowas ist schon schlimm und sieht bei anderen so aus , als wäre man total gefühlskalt, obwohl man das ja garnicht ist.
Smallmum
 

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