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Trauer um Vater, obwohl....

P.S. druck am besten den ganzen Thread aus und gib ihn der Tochter zum lesen.
Erwarte aber nicht gleich eine Veränderung zum Besseren.
Der Weg zur Selbsterkenntnis ist hart und steinig, und viele weigern sich deshalb gleich von vornherein, ihn zu gehen.
 
P.S. druck am besten den ganzen Thread aus und gib ihn der Tochter zum lesen.

Das halte ich für keine gute Idee. Das Mädchen trauert gerade um ihren Vater. Jetzt zu lesen, dass ihre Tante ihn im Internet als illoyalen, fremdgehenden, gewalttätigen Alkoholiker bezeichnet, der sich nie für seine Tochter interessiert hat, wird sie wahrscheinlich noch weiter entfremden.
 
... das nennt man Realitätsverweigerung. Sich zu weigern anzuerkennen, was für jeden anderen offensichtlich ist.
Hab ich vorhin geschrieben, nicht? Aber die Wahrheit ist nun mal die Wahrheit, egal wie schmerzhaft sie ist. Das Mädel sollte dringend aus seinen Wunschträumen erwachen, wenn es sich bereits selber damit kaputtmacht.
 
Aber die Wahrheit ist nun mal die Wahrheit, egal wie schmerzhaft sie ist.

Kannst du denn überhaupt beurteilen, ob das die Wahrheit ist?
Die Tochter hat offenbar ein komplett anderes Bild von der Sache. Sie hat diesen Mann geliebt. Er war ihr Vater. Wer hat das Recht, ihr jetzt einzureden, dass ihre Trauer über seinen Tod unangemessen ist? Wer will ihr vorschreiben, was sie zu fühlen hat?
Wenn man sowas versucht, ist es kein Wunder, dass sie sich gerade distanziert.
 
Die TE dürfte ihren Schwager wohl gekannt haben. Es gibt auf Anhieb keinen Grund, ihrer Schilderung des Sachverhalts zu mißtrauen. Außer Du kennst die Betroffenen besser. 🙄
 
Die TE dürfte ihren Schwager wohl gekannt haben. Es gibt auf Anhieb keinen Grund, ihrer Schilderung des Sachverhalts zu mißtrauen. Außer Du kennst die Betroffenen besser. 🙄

Nein, ich kenne ihn nicht und ich kann seinen Charakter nicht beurteilen. Allerdings kannst du auch nicht die Beziehung beurteilen, die Vater und Tochter zueinander hatten, und warum er ihr trotz allem so wichtig war. Wenn sie dermaßen trauert, dann kann man ihr diese Trauer nicht einfach mit Sätzen wie "Der Typ war sowieso ein A*******" ausreden. Das erzeugt einen gegenteiligen Effekt. Die Tochter fühlt sich dadurch unverstanden und isoliert. Um ihr bei der Verarbeitung zu helfen, müssen ihre Gefühle akzeptiert und respektiert werden – ungeachtet dessen, was man selbst über den Verstorbenen denkt.
 
Er stieß sie regelmäßig zurück, wenn sie Kontakt suchte. Er machte sie und ihren Anspruch auf Unterhalt für sein Unglück versntwortlich.
Er manipulierte sie emotional, machte ihr ein schlechtes Gewussen, schlug sie regelmäßig, hielt Verabredungen kaum einmal ein.
Ihr ganzes Leben lang ging das so und nicht erst, als er schließlich krank wurde.
Meine Nichte traute sich nie, offen zu ihm zu sein, auf sein verletzendes Verhalten mit Wut und offener Enttäuschung zu reagieren. Bei ihrer Mutter konnte sie das immer.

Sie hatte immer diese Wahnsinnsangst, dass ihr Vater sie bei offener Kritik gar nicht mehr sehen wollte.
Und nun ist er nicht mehr da. Und ihre größte Befürchtung ist wahr geworden.
Ich verstehe ihren Zusammenbruch. Ihre Enttäuschung. Ihre Trauer verstehe ich in diesem Ausmaß nicht.

wie soll es weitergehen?
Sie redet kaum noch mit jemandem, ist völlig isoliert, wirkt depressiv, ist aggressiv, schmeißt Azsbildung und Partnerschaft, greift ihre Mutter an, die sich ihr Leben lang liebevoll um sie gekümmert und ihr immer den Rücken gestörkt hat.
Sie schmeisst ihr Leben weg.

Akuter Fall von Co-Abhängigkeit? Obwohl der in diesem Ausmaß bei einem Mann, den man nur selten sieht, nicht passieren dürfte, eigentlich findet man sowas nur unter Ehegatten, die ständig aufeinanderhocken.
 
Die Abhängigkeit zu ihrem Vater war sicher da, auch das eigene Selbstbild hängt sicher damit zusammen.
Aber es tut sich was. Heute morgen hatte ich eine fröhliche Whatsapp von ihr auf dem Handy, wir haben uns zum Eis essen verabedet.
Ich hab ein gutes Gefühl!! 🙂
 
Sehr gut 😀

Immer weiterhin konsequent ihre positive Stimmung halten.

Eventl herauskitzeln, was sich bezüglich des Verlustes trösten könnte, wenn mal wieder ein Tief herrscht.

Wenn sie so einen Menschen vermisst, brauch man jur nur zum Hauptbahnhof oder in eine Einrichtung für Alkis und vorbeischländern.

Vielleicht ist es hilfreich aus der Ferne ihr zu zeigen, dass das schlimme Menschen sind, um die man einen gaaanz großen Bogen geht.

Psychotrick:
Würde es der Vater wollen, dass sie ihr Leben wegwirft?
Ausbildung abbricht, totunglücklich ist?

Wenn ja, dann kann man ihn erst recht vergessen 😀

Er ist ein Beispiel für einen schlechten Vater.
So einen brauch man nicht vermissen oder beweinen.
 
Es ist natürlich schlimm zu sehen, wie jemand liebes auf so eine Art und Weise in eine Linie reinrutscht, die nicht gut für sie ist.
Vor allem, weil sie nichts schlechtes getan hat. Ganz im Gegenteil.
Vielleicht ist deine Nichte nicht traurig um das, was war, sondern um das was hätte sein können.
Wenn sie nie einen richtigen Vater hatte, dann trauert sich vllt darum. Darum, dass es hätte anders sein sollen und darum, dass sie auch keine Möglichkeit mehr hat, das noch zu ändern. Mein Freund hat zu beiden Elternteilen keinerlei Emotionalen Kontakt.
Er sagt, es ist schade, weil man immer etwas eigentlich selbstverständlichem hinterher rennt und nie das Gefühl hat, gut genug zu sein.
Das finde ich ziemlich traurig, denn die Leidtragenden sind in solchen Fall einfach die Kinder.

Er hat deshalb auch eine hoffnungslose Kindheit hinter sich mit Drogen und Körperverletzung und was weiß ich.
Aber er hat sich rausgerungen und losgerissen.

Vllt braucht deine Nichte einfach die Zeit, um aus diesen "Sumpf" zu kommen.
 

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