Du hast etwas geahnt - „gewusst“ und Dir selbst nicht vertraut, nicht auf Dich gehört.
Denkst Du im Nachhinein, dass Du zu dem Zeitpunkt hättest handeln müssen? Die „Beziehung“ hättest beenden müssen?
Gibt es einen Teil in Dir, das sagt: Wie konntest du es so weit kommen lassen? Weshalb hast du es nicht beendet?
Gibt es einen Teil in Dir, der befürchtet, dass das nochmal geschehen könnte?
Richtig, ich habe nicht wirklich auf mein Bauchgefühl gehört und das war der schlimmste Fehler an dieser Geschichte. Ich würde eigentlich sagen, dass ich es bereue, aber ich verbringe keine Zeit mehr damit mir Selbstvorwürfe aufgrund dieser Sache zu machen. Ich habe definitv daraus gelernt, bin weitaus misstrauischer geworden und habe erkannt, dass ich auf mein Bauchgefühl vertrauen kann.
Heute weiß ich, dass ich ab einem bestimmten Punkt quasi sehenden Auges in eine Katastrophe gerannt bin.
Warum ich es nicht beendet habe? Weil ich mir damals immer wieder eingeredet habe, dass das Blatt sich wenden wird und ich ohn für einen aufrichtigen Menschen halte. Ich habe mich an jedes noch so kleine positive Ereignis geklammert und die Warnsignale ignoriert und verdrängt.
Dass mir so was nochmal passiert, halte ich in der jetzigen Situation für ausgeschlossen.
Ich weiß, dass im Leben nichts sicher ist und dass, wenn man einen Menschen unbedingt täuschen will, vermutlich immer einen Weg findet. Auch wenn ich das von meinem jetzigen Freund wohl nicht befürchten muss.