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Total überfordert..

Evalina

Neues Mitglied
Hallo Leute,
nun seit ca 2 Monaten studiere ich Medizininformatik und muss sagen,dass ich ziemlich enttäuscht bin.Da dieser Studiengang neu angeboten wird ist es scheinabr nich so klar mti der Organisation.Ich muss sagen,dass ich das Gefühl hab ,dass sich mein Studiengang eigentlich so überhaupt nicht vom Studiengang Informatik unterscheidet,außer dass ich Physik und Krankheitslehrer habe.Aber was man später mal damit anfängt wird garnicht wirklich rübergebracht.Ich hab irgendwie garkein klares Bild vor Augen ,was mir das ganez wissen später nützen soll.Wenn die Doktoren ihre Vorträge halten ,merkt man schon dass ihnen nich ganz klar ist wozu unser Studiengang eingentlich gut sein soll.Da wir mit den Technikern zusammen usnere Vorlesungen haben, fällt öfter mal der Satz " Das könnte für die Techniker ganz interessant sein...vlt auch für die Informatiker". Irgendwie kamen dann bei mri erste Zweifel auf.. Dazu kommt, dass ich mit dem Programmieren total überfordert bin. Wir sind nur ne kleine Gruppe,aber ich krieg von den Tutoren imemr vermittelt,dass ich irgendwie garnichts weiß.Was auch meistens zutrifft.Ich fühle mich total hilflos.Obwohl mir von allen Seiten egsgat wird ich könne ja nachfragen.Ich hab einfach keine Lust mehr.Die Übungen werden immer komplizierter und den Anschluss hab ich irgendwann verloren. Irgendwie kam ich dann an einen Punkt,dass ich anfangen musste zu weinen bei dem Gedanken am nächsten Tag wieder zur Übung zu gehen =(. Ich kann mich garnicht wirklich organisieren, und fühle mich hier auch nicht wohl.
Ich wohne mit einer ehemaligen Mitschülerin von mir zusammen und wir haben nur leider außerhalb vond er Studienstadt ne Wohnung gefunden. Total abgelegen und die Busse fahren auch nciht immer so regelmässig. Wir planen zwar umzuziehen aber das is auch erstmal ne Sache von Monaten.
Irgendwie ist alles total mies und ich weiß auch nicht ob ich mein Studium nicht lieber abbrechen soll. Aber dann stellt sich die Frage was ich danach tun soll..
 

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G

Gast

Gast
hä? und wenn du nicht weißt, wofür das alles gut sein soll, wieso studierst du's dann? ich dachte, man hat ein klares bild vor augen, wo man hin will, und sucht sich de nstudiengang passend aus, oder wacht manm orgens auf und denkt: huch! heute esse ich kartoffeln. ich ziehe heute was rotes an! und das könnte ich ja mal studieren!
 

ABVJoGo

Aktives Mitglied
Medizin-Informatik ist sicher Informatik mit Bezug zu medizinischen Branchen. Genau wie Medien-Informatiker (besonders im Hauptstudium) eher auf Technologien getrimmt werden, die in irgendeiner Form mit Medien zu tun haben. Z.B. Web-Design-Technologien, Algorithmen zur Berechnung von 3D-Annimationen oder andere Grafik-Programmierungen.

Nicht mehr und nicht weniger.

Aber trotzdem ist man dann Informatiker und sollte auch entsprechende Merkmale mitbringen.
Die da z.B. wären:

- Spass an Mathematik
- gutes analytisches, logisches und komplexes Denken
- gute Fähigkeit zur Abstraktion in mehreren Ebenen
- Kreativität ... um z.B. schnell neue Algorithmen zu entwickeln, die zur Lösung eines gewissen Problems oder, wenn sie generischen Charakter haben, zur Lösung eines komplexen Problems bzw mehrerer spezifischen Probleme beitragen
- Spass an der Programmierung
- den Willen, ständig neue Technologien kennenlernen und verstehen zu wollen

Das Grundstudium unterscheidet sich in den verschiedenen Informatik-Typen eigentlich nicht so sehr, da sie im Prinzip alle das gleiche Basiswissen erfordern. Die Spezialisierung erfolgt im Grundstudium allerhöchstens durch zusätzliche informatikfremde Veranstaltungen - meist passiert das aber erst im Hauptstudium.

Zwei Monate erst? ^^ Versuch Dich erstmal durchzubeissen - anfangs kanns echt haarig sein. Wenn Du aber Talent für das Fach hast, dann pegelt sich das ein. Wenn nicht - tja, dann halt nicht.
 

gflash

Aktives Mitglied
Hallo,

dazu möchte ich drei Dinge sagen, die sich eigentlich ein wenig widersprechen:

Zum einen, ist das was du erlebst relativ normal für einen technischen Studiengang. Die ersten Semester sind knallhart, angefüllt mit total langweiligen Grundlagen, und erfordern ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Die Hälfte der Neueinsteiger schafft es nicht und macht nach ein paar Semestern etwas anders. Das ist auch genau so gewollt.
Diejenigen die Durchhalten allerdings haben ein gewisses Maß an Selbstdisziplin erlernt (Was das Ziel war) und schaffen im Allgemeinen dann auch das wesentlich angenehmere Hauptstudium, in dem dann die interessanten Fächer kommen. Also: Nicht unterkriegen lassen, sondern weiterkämpfen, es wird besser werden. :)

Zum anderen, zwar bin ich kein Informatiker (Sondern Ingenieur), aber ich wage zu behaupten dass es eine schlechte Idee ist Informatik (oder "Irgendwas"-Informatik) zu studieren wenn man keine Affinität zum Programmieren hat. Programmieren ist ein wenig wie Sprachen lernen, wenn mans nicht mag dann kann man es auch nur schwer lernen.

Und drittens, diese Mischmaschstudiengänge sind so eine Sache. Damit versuchen Unis Alleinstellungsmerkmale aufzubauen, um Studenten anzulocken und sich vor anderen Unis zeitgemäß zu geben. Den Studenten solcher Studiengänge bringt das im Allgemeinen wenig, da die Unternehmen mit den Namen meistens nichts anfangen können und so nur schwer beurteilen können, was der Bewerber eigentlich gelernt hat. Daher würde ich jedem raten, einen der "Traditionellen" Studiengänge zu wählen (Also in deinem Fall Medizin ODER Informatik), und mich über Nebenfächer, Nicht-Technische Wahlpflichtfächer, oder freiwillige Zusatzvorlesungen im jeweils anderen Bereich zu bilden. Das kommt dann meiner Meinung nach auch auf der Bewerbung besser an.
 
G

Gast

Gast
Bin zwar kein Informatiker aber mir ist diese Tätigkeit nicht fremd.

Darum stell ich hier mal eine Behauptung auf, das Risiko missachtend dass ich
allgemeine Heiterkeit provoziere. Weil ich hab keine Ahnung auf welchem Level
Deine Problemstellungen angesiedelt sind. Ich habe leider kein Studium absolviert.

sequentielle 2-Dateien-Verarbeitung

Also mit einer verschachtelten Schleife Datensätze aus zwei CSV Dateien auf
unterschiedlichste Weise zerlegen und verknüpfen.

So wie ich diesen Mechanismus durchschaut hatte, war das was
ABVJoGo schrieb

"gute Fähigkeit zur Abstraktion in mehreren Ebenen"

plötzlich da. Ich konnte von da an jedes Problem lösen, Algorithmen
durchschauen, die mir bis dahin verschlossen waren.

Und ich habe schon ziemlich komplexe Programme erstellt mit hohem
Datenaufkommen für den produktiven Einsatz im kaufmännischen
Bereich.

Lg, Bertil *wegduck* ;)
 
B

bertil

Gast
Ich war nicht angemeldet, kann sein dass ich das als Gast gesendet
hab und es jetzt zweimal reinkommt...

Ich bin kein Informatiker aber mir ist diese Tätigkeit nicht fremd.

Darum stell ich hier mal eine Behauptung auf, die Gefahr missachtend
dass ich geteert und gefedert werde. Weil ich hab keine Ahnung auf
welchem Level Deine Probleme angesiedelt sind. Ich habe leider
kein Studium absolviert.

sequentielle 2-Dateien-Verarbeitung

Also mit einer verschachtelten Schleife Datensätze aus zwei CSV Dateien
auf unterschiedlichste Weise zerlegen und verknüpfen.

So wie ich diesen Mechanismus durchschaut habe, war das was
ABVJoGo schrieb

"gute Fähigkeit zur Abstraktion in mehreren Ebenen"

plötzlich da. Ich konnte von da an jedes Problem lösen und Algorithmen
durchschauen, OO Methoden...die mir bis dahin verschlossen waren.

Ich hab komplexe Programme mit hohem Datenaufkommen erstellt und die
waren jahrelang im produktiven Einsatz.

Also Vielleicht hilfts ja.

Lg, Bertil
 

ABVJoGo

Aktives Mitglied
So wie ich diesen Mechanismus durchschaut habe, war das was
ABVJoGo schrieb

"gute Fähigkeit zur Abstraktion in mehreren Ebenen"

plötzlich da. Ich konnte von da an jedes Problem lösen und Algorithmen
durchschauen, OO Methoden...die mir bis dahin verschlossen waren.

Ich hab komplexe Programme mit hohem Datenaufkommen erstellt und die
waren jahrelang im produktiven Einsatz.

Also Vielleicht hilfts ja.

Lg, Bertil
Hm - jaein. Ich meinte eher, dass man ein komplexes praktisches Problem z.B. des Kunden abstrahiert auf mehrere Ebenen. Da hätten wir die fachliche und die technische Ebene. Auf der technischen Ebene gibts dann wiederum auch wieder "Sub-Schichten", so wie die Präsentations-/ Metadaten-/ Daten- und Logik-Schicht ... beispielsweise. Sowas muss man als (guter) Informatiker meines Erachtens irgendwie drinhaben - also teilweise jedenfalls. Das meine ich mit Abstraktionsvermögen. Programmieren kann eigentlich fast jeder - einen guten Entwickler macht diese Vielseitigkeit aus. Dem muss man nicht so viel im Detail erklären, der rafft das Problem halt und stellt die richtigen Fragen zur richtigen Zeit.

Im Übrigen entzieht sich mir jetzt irgendwie auch grad der Sinn des Posts von Dir ... kann aber auch daran liegen, dass es schon spät ist :D

Als Nachtrag vielleicht noch ... diese "fachliche Ebene" ... das ist genau das, was diese "Medizin"-Informatik dann als Mehrwert bietet, oder die "Medien"-Informatik, "Wirtschafts"-Informatik (das hab ich gelernt ^^) ... gibt ja noch mehrere Ausprägungen. Man kann durchaus die Informatik und auch alle anderen Fachrichtungen in Branchen unterteilen. Ob das in der Lehre bzw im Studium schon so sinnvoll ist, kann man durchaus diskutieren ... es ist zumindest ein Ansatz, der eine Berechtigung hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
B

bertil

Gast
"Programmieren kann eigentlich fast jeder"

hm

Evalina: "Dazu kommt, dass ich mit dem Programmieren total überfordert bin"

War ein sehr naiver Ansatz. Aber wie gesagt, aus "Datei A und Datei B"" wurde bei mir inzwischen auch "Datenstruktur der Warenwirtschaft A und Übernahmöglichkeit in Versandlösung B" oder "Kommissionierleistung von Mitarbeiter A und Fassungsvermögen von
Deckelstation B"

Im Grunde konnte ich meine "2-Dateien-Verarbeitung" immer recht gut auf kfm. Prozesse und sogar für Ansteuerungen von Produktionsanlagen verwenden. In einem abstrakten Sinne
natürlich.
 
B

bertil

Gast
"Programmieren kann eigentlich fast jeder"

Du hast recht. Ich find das ist auch ein sehr schöner Gedanke hier auf
"hilferuf.de"

Wir wollen es zulassen dass auch in jedem ein guter Entwickler stecken
kann und staunen über die Vielseitigkeit aller Menschen.

Und wenn diese Menschen bereit sind, detaillierten Erklärungen zuzuhören
(eine seltene Gabe) wird das zu noch besseren Ergebnissen führen, vor
allem auch bei der Lösung der globalen Probleme.

Erkennen wir das Potential unserer Mitmenschen an und verteidigen wir sie
gegen alle die das hintanhalten wollen. Helfen wir aber auch jenen, die von
ihren Ängsten dazu verleitet wurden und raffen wir es gemeinsam.

Evalina Du schaffst das! Heerscharen von Menschen die sich nie wieder klein
reden lassen wollen, hoffen auf Dich.
 

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