Sepp Tember
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In Deutschland gibt es keine Rachejustiz, und das ist gut so. Wer z.B. die Geschichte des Hauptmanns von Köpenick kennt, der weiß, dass es diesen zugegebenermaßen genialen Streich, gleichwohl ein schweres Vergehen, nie gegeben hätte, hätte es das heutige Strafrecht schon 1906 gegeben.
Denn weil Wilhelm Voigt mehr als die Hälfte seines Lebens im Gefängnis saß, wollte er nun ehrbar werden. Doch man ließ ihn nicht. Obwohl er seine Strafen abgesessen hatte, bestrafte man ihn weiterhin, indem von amtlicher Seite ihm die Arbeitsaufnahme praktisch unmöglich machte. Also musste er wieder auf das Betrügen und Stehlen zurück greifen. "Stütze" gab es damals auch nicht. Auch ausreisen und im Ausland sein Glück versuchen durfte er nicht.
2010 hätte er die Möglichkeit zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft wahrnehmen können. Das ist besser als jemand 20 Jahre lang bis zu seiner Hinrichtung auch noch einzusperren.
Denn weil Wilhelm Voigt mehr als die Hälfte seines Lebens im Gefängnis saß, wollte er nun ehrbar werden. Doch man ließ ihn nicht. Obwohl er seine Strafen abgesessen hatte, bestrafte man ihn weiterhin, indem von amtlicher Seite ihm die Arbeitsaufnahme praktisch unmöglich machte. Also musste er wieder auf das Betrügen und Stehlen zurück greifen. "Stütze" gab es damals auch nicht. Auch ausreisen und im Ausland sein Glück versuchen durfte er nicht.
2010 hätte er die Möglichkeit zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft wahrnehmen können. Das ist besser als jemand 20 Jahre lang bis zu seiner Hinrichtung auch noch einzusperren.