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Todessehnsucht

R

RedTear

Gast
Hallo liebe Leute,

ich wollte euch mal fragen,
ob ihr auch diese Sehnsucht habt,
endlich nicht mehr aufzuwachen,
das endlich alles vorbei ist.
Und was euch davon abhält, euch nicht selbst zu erlösen.
Wie bei mir zB der Grund es nicht zu tun meine Eltern sind.

Ich würde mich über eure Meinung dazu sehr freuen.

Liebe Grüße
 
Hallo!!!
Ich wurde es auch wollen könnte aber meine Freunde nicht im Stich lassen.
Warum Hast du diese Sehnucht zu sterben?
Hast du Problemme wir könnnen dir bestimmmt helfen!!
TINI😉
 
Hallo,

wäre eigentlich auch mein größter Wunsch einfach nicht mehr aufzuwachen...jeden Tag Stress, nicht vor zwölf schlafen und um halb sechs wieder aufstehen und wenn ich ins Bett gehe, stelle ich fest, dass ich absolut nichts geschafft habe und das...jeden Tag,Stunde und Minute. Es kotzt mich einfach an, am liebsten liege ich im Bett und schlafe weinend ein, um mit dem selben Gefühl wieder aufzuwachen. Ach ja, was solls. Warum ich es nicht einfach beende? Wahrscheinlich, weil ich niemandem das Gefühl geben will, dass ich mich damit einfach aus jeglicher Verantwortung gezogen habe. Außerdem ist es irgendwie egoistisch, weil alle leiden und man sich aus seinem Leiden befreit hat.
 
jup die lust verspüre ich auch fast viel zu oft..
aber mir fehlt in dieser sache nur der mut.. mehr hält mich hier irgendwie nicht.. aber was solls.. wir müssen durch das leben..

und hey ma so am rande, wieso ist es egoistisch sich davon zu machen? was geht uns der rest an? müssen sie mit unserem problem leben, müssen sie unserer sachen erleiden? nein warum also können wir nicht gehen.. ich mein bei den besten freunden würde ich sagen OK!? aber so? ne sie sollen merken das es einem nich gut ging und sie sollen lernen sich nicht immer nur auf sich zu konzentrieren.. klingt verdammt mies... aber so seh ich das.. denn ich leide wegen denen schmerzen u kann nichts mehr ertragen.. also: ist es meine sache ob ich es mitmache oder drauf scheiß und geh.. ich würde das gehen vorziehen, aber das bleibt jedem selbst überlassen...


lg
 
Zuletzt bearbeitet:
Todessensucht ist bei mir seit dem ich 8 oder 9 bin vorhanden.
Da ich viel zu feige bin, mich richtig und endgültig umzubringen, versuche ich irgendwie das beste draus zu machen. Und oft fühlte ich mich sogar gut dabei.

Doch Angst vor dem Tod hab ich garnicht, im Gegenteil.Das Leben bringt mir garnix.Aber diese Feigheit siegt und ich weiss, dass ich mich nie umbringen werde.Leider.Aber ich glaub nicht, dass ich entsetzt reagiere, wenn ich hören würde, ich hab nicht mehr lange, ich glaube, da wär ich der glücklichste Mensch auf der Welt...

Zu Sterben hat etwas befreiendes, nix sehen, nix fühlen, nichts mehr Wahrnehmen müssen.

Was würde ich gerne mit den Leuten tauschen, die Umgekommen sind.
Wenn ichh in den Medien Sehe, dass Leute, die leben wollen, ungewollt sterben müssen durch Mord, Krankheit, Unfall.Dann bin ich traurig, weil ich sehr gerne mit denen getauscht hätte.Mein Leben ist eh nichts wert.Aber leider kann ich nicht Gott spielen.

Gute Nacht
 
Mit 11 hatte ich das erste Mal diese Gedanken. Habe das auch meiner Oma (bin bei ihr aufgewachsen) und meiner Tante gesagt und freundlicherweise hat das noch nicht einmal jemanden interessiert.
Mit 14/15 habe ich versucht mir die Pulsadern aufzuschneiden - war aber nicht tief genug, da ich Angst hatte. Weil ich so verzweifelt war, hab ich meinen Kopf gegen die Wand geschlagen. Später im Krankenhaus (hatte eine Gehirnerschütterung) erinnere ich mich nur an eine Sache: meine Familie stand vor mir und beschimpfte mich. Ob ich denn wirklich so undankbar wäre, dass ich ihnen so etwas zumuten konnte. Ich solle mich zusammenreissen.
Ich habe mich dann noch oft geritzt..............
Heute bin ich 36 und denke gar nicht mehr an Selbstmord. Aus meiner Familie hat mir keiner geholfen. Ich habe mich da selber irgendwie wieder rausgezogen. Jahrelang habe ich alles verdrängt, was so passiert ist in meinem Leben. Nun steh ich auf der Warteliste für eine Therapie, da ich unter Depressionen leide.
Ich seh' das Leben trotzdem als wertvoll an. Ich muss oft kämpfen, damit ich nicht den Mut verliere. Aber meiner Meinung nach, lohnt es sich.
Ich bin auch sehr froh, dass ich diese Todessehnsucht (die ich jahrelang hatte) nicht mehr habe.
LG
J.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Red Tear (rote Träne?)

Hör mal. Wenn Du solche Gefühle hast, kann es denn dann nicht einfach sein dass Du eine echte Depression hast? Die natürlich auch seelische Ursachen haebn wird. Blos um Dich wieder hinzu kriegen, solltest Du dringend erst dieses Gefühl nach dem Todeswunsch weg bekommen! Glaube mir, es scheint als wäre alles schrecklich und nicht mehr lebenswert. Aber diese furchtbare Wahrnehmung über das Leben kann sich wieder bessern. Du mußt nur diese Todessehnsucht erstmal bekämpfen, bevor das Gefühl zu stark wird. Sprich mit Deinem Hausarzt oder einem Arzt Deines Vertrauens. Vielleicht empfehlen sie Dir Medikamente........nur bekomme diese Sehnsucht erstmal weg. Und wenn Du glücklich werden willst, so das sich Dein Leben grundlegend ändert, dann hast Du nach dieser ersten Hürde richtig Arbeit vor Dir! Meiner Meinung nach ist der Schlüssel zum Erfolg sich selbst aufrichtig und ehrlich kennen zu lernen mit all seinen Gefühlen und sich einzugestehen dass man viele Gefühle verdrängt hat und auch gegenwärtig verdrängt. Man muss lernen zu sich selbst gut zu sein. Vielleicht bedeutet dass auch bestehende Bekanntschaften oder Freundschaften zu reduzieren aber durch die eigene Veränderung trifft man Menschen die einem besser tun, weil man nämlich mehr und mehr lernt seine eigenen Bedürfnisse zu respektieren. Man muss lernen zu sich selbst so gut zu sein mindestens! wie zu anderen, wenn man meinte man müsse seine eigenen Bedürfnisse zu gunsten anderer unterdrücken.
Mir geht es selbst sehr schlecht momentan, aber ich glaube meinen Wunsch nach Tod, meine Depression habe ich überwunden. Da mir klar wurde wo es hängt. Ich tat mir selbst nie gut weil ich meine Gefühle ignorierte hauptsache alle anderen waren befriedigt.
He Schätzchen.......keine Ahnung wer Du bist und wie alt Du bist, aber es gibt eine gute Seite im Leben! Es bedarf einess harten Kampfes für Menschen wie uns, aber es lohnt sich! Ich bitte Dich diesen Kapmf aufzunehem!
Und gehe zu einem Arzt wegen dieser Todessehnsucht. Dieses Gefühl kann man und vor allem muss man behandeln um dann den Kampf für dein eigenes Glück aufnehemn zu können. Und falls Du eine vertrauenswürdige Bezugsperson...Freundin oder sonstiges hst, beziehe sie mit ein und sei richtig offen.
Alles Gute von Herzen!!!
 
Hallo RedTear,

das Wort Todessehnsucht hat etwas sehr Romantisches. Es ist sicher kein Zufall, dass sie vor allem in der romantischen Epoche, die vor etwa 180 Jahren anfing, ein wichtiges Thema in allen Künsten wurde. Vermutlich hing es zusammen mit dem abnehmenden Einfluss des Adels auf die Kultur und dem Erstarken des Bürgertums, gleichzeitig mit ersten Frusterscheinungen (=Depressionen?) hinsichlich der beginnenden Industrialisierung und "Abkühlung" der Welt. Individuelle Gefühle konnten endlich zum Ausdruck gebracht werden und erreichten eine große Zahl an Lesern/Zuschauern/Zuhörern. In diesem speziellen Gefühl hat man von Anfang an nichts Schlimmes gesehen, das zu beseitigen wäre, sondern es war eine Bereicherung und Befreiung. Eine neue Dimension sozusagen. Wenn wir heute Todessehnsucht empfinden, durchleben wir damit nicht nur einen Abschnitt des eigenen Lebens, sondern wir vollziehen mehr oder weniger bewusst diese Individualisierung nach. Das heißt aber auch umgekehrt, dass die Beschäftigung mit den künstlerischen Erzeugnissen aus der Zeit uns heute helfen kann, uns über unsere eigenen Gefühle klar zu werden und sie zu akzeptieren und damit zu bewältigen. Das ist sicher der Grund, warum diese Werke immer noch überall präsent sind, und es ist evtl. nicht zu hoch gegriffen, einige davon als "unsterblich" zu bezeichnen, auch wenn sie der Form nach einer vergangenen Zeit angehören. Todessehnsucht relativiert das Leben und schafft Raum für Kreativität. Insofern - warum nicht?
 
ich hätte es schon längst geatn. aber meine freunde halten zu mir deswegen du ich es nicht. wobei mich hier nichts mehr halten würde.
 
Bei der Überschrift "Todessehnsucht"

kommt bei mir die Frage auf: Wie kann man nach etwas Sehnsucht haben, was man nicht kennt?
 
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