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Tod des Besten Freundes!

Hallo Slider,

erst einmal will ich sagen wie leid mir das tut was da passiert ist.
Ich kann nur zu gut nachvollziehen wie du dich fühlst.
Ich habe am 03.07.05 auch einen meiner besten Freunde durch einen Motorrad Unfall verloren. Waren zu zweit auf einer Tour und er ist 50 m vor mir in einer Kurve gestürzt und wurde von einem Auto überfahren.
Ich habe die Bilder noch lange nicht verarbeitet.

Was ich aber nicht gemacht habe ist mir die Schuld daran zu geben. Auch wenn es nahe liegt das ich als einziger diesen Sturz verhindern hätte können in dem ich z.B. vor gefahren wäre oder eine andere Strecke vorgeschlagen hätte oder oder oder...

Aber das habe ich nicht und das kann ich auch nicht mehr ändern. Aber trotzdem hab ich keine Schuld daran was da passiert ist, genauso wenig wie du Schuld daran hast!!!!

Wenn du Lust hast können wir uns ja mal unterhalten.
Lass den Kopf nicht hängen.
Kannst dich ja mal per melden.
 
Ich war jetzt übers WE bei Freunden und komme daher erst jetzt dazu eure Antworten zu lesen.
Ich denke für mich wäre es leichter wenn ich dabei gewesen wäre.Dann hätte ich evt einschätzen können ob ich es hätte ändern können oder nicht.Bei einem anderen Freund haben wir keine Probleme.Er hatt Kammerflimmern wegen Stress beim fahren bei ihm habe ich keinerlei Probleme es zu verarbeiten.
Aber bei Nick ist das was anderes ich weiß auch nicht genau wieso.Es ist immer dieses "WAS WÄRE WENN?"!
 
Hallo Slider,
also ich sehe das bisschen anders, ich meine ich mußte zusehen wie mein bester Freund stirbt und konnte rein gar nichts dagegen tun.
Hab noch versucht ihn wieder zu beleben, aber ohne Erfolg.
Die Bilder gehen mir keinen Tag aus dem Kopf und habe jede Nacht seid dem Alpträume.
Ich wäre echt froh, wenn ich nicht dabei gewesen wäre!!!!

"WAS WÄRE WENN" ist für mich nicht real. Man kann an solchen Schicksalsschlägen einfach nichts ändern.
Und denke das solltest du dir auch zu Herzen nehmen.
Du hättest es nicht verhindern können und dich trifft keine Schuld!!!
 
Wir haben auch angesehen wie ein Freund starb aber ich weiß das ich alles getan habe was ich konnte!!
Ein anders Problem ist,das ich noch echt jung war zu dem Zeitpunkt grade mal 15 Jahre!

Fährst du noch Motorrad??Kannst wenn du magst mal per PM schreiben woher du kommst!
 
5Jahre ist es her,
als ich vor Schmerz zerbrach,
mir wurde etwas gestohlen,
etwas entrissen,
was nicht ersetzt wurde,
heute 5Jahre nachdem,
kann ich die Löcher sehen,
die Risse in Menschen,
die Schmerzen der Seelen,
jeder scheint hart,
doch die Seelen sind weich,
mit jedem mal wo ein Freund stürzt,
wird die Erinnerung in mir geweckt,
ich wünschte mir das ich es war,
ich wünscht es mir als ich dich sah,
aufgebahrt so ruhig und brav,
der druck ist zu hoch, er zerbricht mich,
ich weiß du willst es nicht,
aber ich kann es nicht ablegen,
weißt du wie es ist,
sich zu verletzen,
um zu spüren das man lebt,
sich zu wünschen zu sterben,
um zu fühlen was man tat,
ich weiß nicht ob um mich jemand weint,
wie wir es um dich taten,
ein paar werden kommen,
doch ich weiß das sie es nicht verstehen,
weil sie deinen Tod etwas anders sehen,
sie waren nicht schuld,
sie trifft keine schuld,
du wolltest nur gutes tun,
das war dein Verhängniss,
ich will einmal noch mit dir fahren,
will es diesmal richtig machen,
will es durchziehen,
ich weiß es ist schwer,
weiß es verletzt,
doch was nutzt es wenn ich sterbe und immernoch lebe,
wenn ich fühle und doch nichts spüre,
einen Sinn habe ich verloren,
seid ich dich mir selbst gestohlen,
ich kann so nicht leben,
ich will so nicht sterben.
Diese Zeilen zeichnen mich,
diese Worte erinnern an dich,
sollen sich einbrennen und niemals verblassen,
sollen zeigen wie menschen sich selber hassen,
 
kurz zu meiner geschichte: mein bester freund ist vor ziemlich genau 5 jahren mit 28 an einer überdosis "h" gestorben, nach einer phase in der eigentlich alles dafür sprach, dass er es "geschafft" hatte. wir kannten uns ca. 16 jahre. ich habe ihn durch viele höhen und tiefen begleitet.

ich weiß, dass die umstände bei dir und mir letztlich ganz andere sind, aber es hilft nicht den tod zu hassen und das ereignis hinwegzuwünschen. es ist GESCHEHEN und es wird nicht weggehen - ganz egal was man tut. der schmerz und die trauer, die fragen, ob man etwas, etwas hätte anders machen können, um dies zu verhindern, werden immer wiederkehren, so viel ist sicher. es hilft nicht, sich dagegen zu wehren, jede wut und verzweiflung sind letzten endes vergebens - es ist GESCHEHEN und nichts, nichts wird das je wieder ändern!

aber man muss das geschehene "umarmen", muß lernen sich darin fallenlassen - es voller zorn und hass von sich wegzuschieben, verschlimmert das leid nur noch mehr. nicht das WARUM? und WIESO? sind entscheidend - dafür gibt es keine antworten, es gibt nur endlose selbstzerfleischung.

es ist GESCHEHEN und es bleibt dabei - ganz egal was du tust, denkst oder fühlst.

"ehret die toten indem ihr ihrer gedenkt und LEBT. lebt so, dass die die von euch gegangen sind, stolz auf euch sein können und sich eurer nicht schämen müssen, weil ihr eure zeit in lähmender gram verschwendet habt."

eines fernen tages werdet ihr beiden wieder eine tour machen und es wird gut sein... da bin ich mir sicher.

alles gute,

m
 

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