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Tipps bei einem Elternteil mit Zügen einer paranoiden Persönlichkeitsstörung

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Ich hoffe, ich finde hier ein paar Menschen, die Tipps für mich haben, wie ich mich gegenüber meinem Vater am besten verhalte, der Züge einer paranoiden Persönlichkeitsstörung aufweist. Vielleicht gibt es ja sogar welche, die selber solche Erfahrungen machen mussten und positive Strategien entwickelt haben.
Ich bin 21, weiblich und lebe bei meinem Vater. Habe in naher Zukunft keine Chance woanders hinzuziehen bzw. auszuziehen. Nun sieht es so aus, dass mein Vater mir mein Leben schwer macht. Ihm ganz aus dem Weg gehen kann ich nicht, da wir uns nuneinmal hier zu Hause über den Weg laufen. Nicht oft, aber wenn, dann bringt er mich so aus meinem Konzept, dass meine Laune total kippt. Es kommen so Dinge vor wie, dass er mich beschuldigt, dass wenn ich an seinem Pc vorbeilaufe, auf seinen Bildschirm gucke um zu erfahren, was er da gerade macht. Oder er geht rüber zu meinen Großeltern und redet schlecht über mich. (Dann kann ich mir ebenfalls von denen was anhören. Besonders von meinem Großvater, der in mancher Hinsicht meinem Vater ähnelt..z.B. können beide keine Kritik vertragen, sind sofort auf 180 und werden dann beleidigend.) Wenn ich telefoniere kommt es vor, dass mein Vater irgendwann an den anderen Hörer geht und ins Telefon brüllt, dass er das Telefon braucht. Wenn ich mir in der Küche was zu essen mache, kommt er meistens leise rein und steht dann hinter mir und sagt auch mit lauter, böser und vorwurfsvoller Stimme: "Was machst du da?" Generell bezeichnet er mich oft als bösen Menschen. Sagt, dass ich mich dringend ändern muss, sonst werde ich Probleme bekommen..auch im späteren Leben. Das keiner was mit mir zu tun haben will. Ich sei aggressiv, verschwenderisch etc. All das was er mir vorwirft, ist er..aber er selber sieht das nicht oder tut einfach vor mir so, als wenn er das dürfte. Mich belastet das alles. Ich habe mittlerweile angst zu telefonieren, angst in die Küche zu gehen und mir was zu essen zu machen, angst, generell mit ihm zu reden. Ich hab versucht, mich so zu verhalten wie er es will..alle seine Regeln zu befolgen. Klappte nicht, da seine Regeln nicht fest sind und er sie ständig erweitert etc. Hab versucht jedes mal wenn ihm etwas nicht passte, mich zu entschuldigen und Reue zu zeigen. Klappte auch nicht wirklich. Hab versucht ihm so gut wie es geht zu meiden, aber klappt ebenfalls nicht wirklich, da ich finanziell schon noch abhängig von ihm bin. Ich weiß nicht, wie ich mit so einem Menschen, der dann auch noch mein Vater ist, umgehen soll. Ich schwanke zwischen Liebe und Hass. Mittlerweile ist es mehr Verachtung, als noch Liebe, die ich für ihn empfinde. Ich weiß er ist krank, aber ich kann das nicht tragen.
 
... Habe in naher Zukunft keine Chance woanders hinzuziehen ....

2.
Sagt, dass ich mich dringend ändern muss, sonst werde ich Probleme bekommen..auch im späteren Leben.



....

Warum hast Du Deiner Ansicht nach "keine Chance woanders hinzuziehen"? Recherchiere Du doch mal ausführlich (Internet, Amt, usw.). Dann wirst Du, sofern Du gesund bist, sehen, dass es sehr wohl Möglichkeiten gibt, von " zu Hause" wegzukommen.

Zu 2.: Wer gerne fordert, die/der Andere solle sich ändern, hat oft am dringendsten noetig, sich und sein Verhalten selbst auf den Prüfstand zu stellen.
 
Ich werd erst Anfang 2014 ausziehen können, da ich ab dem 28.8.2013 bis zum 3.12.2013 ein Auslandspraktikum von der Uni aus mache. Aber bis dahin sind es nun noch gute 5 Monate, die ich hier zu Hause aushalten muss. Und wie gesagt, mittlerweile stehe ich kurz vorm ausflippen. Es nervt einfach nur noch und auch wenn ich versuche mir einzureden, dass ich mir das alles nicht so zu Herzen nehmen soll, klappt es nicht so gut.
 
hi,

kenn ich gut, hab ich meine ganze Kindheit so durchgemacht........gerade dieses "Regeln immer wieder umändern, so dass man sich gar nicht daran halten kann" und dass die Regeln für andere gelten, aber nicht für ihn selbst.....kenn ich zu Genüge!
Leider kann ich Dir nicht weiterhelfen.
Ich bin dann einfach irgendwann zu meiner Oma gezogen und später dann mit meinem Freund zusammen.
Aber wenn ich an meine Kindheit und Jugend zurückdenke, empfinde ich diese als furchtbar!

Solche Menschen muss man einfach sich selbst überlassen, schau, dass Du irgendeine Hilfe findest, plünder Dein Konto, such Dir schnell irgendeinen Nebenjob oder was weiss ich......aber nimm Abstand von Deinem Vater, denn der tut Dir wahrscheinlich gar nicht gut!
 
Ein Danke an Gast - gut beschrieben.

@TE
Kannst du dir ein Zimmer in einer WG suchen?
Eventuell während der Monate einen Nebenjob annehmen?

Zumindest wäre das besser als das, was jetzt ist.
Alles Gute!
 

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