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Tiermedizin

nettes mädl

Aktives Mitglied
hallo ihr,
ist hier zufällig jemand der tiermedizin studiert?
ich bin jetzt in der 12. klasse und wollte eigentlich schon seit meiner kindheit tierärztin werden.
naja, mein abitur wird höchstwahrscheinlich nicht besser als 2,0 bis 2,5 , eher noch schlechter.
außerdem habe ich im internet ziemlich viele "horror-berichte" über diesen studiengang gelesen. noch dazu kommt dass ich von mathe, physik und chemie so gut wie keine ahnung habe und diese fächer ja sehr wichtig für das studium sind.
einerseits denke ich mir dass das schon immer mein traum war und ich es deshalb versuchen sollte, andererseits traue ich mir das studium einfach nicht zu.
hat mir jemand einen rat?

lg anja
 

Hallo nettes mädl,

schau mal hier: Tiermedizin. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich habe eine Freundin begleitet, als sie Tiermedizin studiert hat.
Es ist ein echtes Arzt-Studium, mit - wie du vermutest - sehr viel Naturwissenschaften.
Ein Tierarzt lernt alles, was ein Humanmediziner auch lernt, nur dazu noch die Anatoniem und Besonderheiten ganz vieler unterschiedlicher Körper, während Menschenkörper ja immer gleich funktionieren.

Wie ich mitbekommen habe, ist es obendrein unglaublich viel Auswendiglernerei.

Ich glaube, wer naturwissenschaftlich Probleme hat, wird sich sehr quälen (meine Freundin war für diese Fächer sogar sehr begabt und fand es schwierig ).

Tierliebe reicht auf keinen Fall, und lebendigen Tieren begegnet man auch am Anfang des Studiums gar nicht.

Cosmas Rat könnte also ein guter Rat sein.
Frag doch außerdem mal die Berufsberatung.

Beste Grüße, CC
 
vielen dank für eure antworten, cup coffee, was du geschrieben hast ist ganz genau das was ich auch über das studium gelesen habe.
ich hab mir auch schon mal überlegt erst eine ausbildung zur tierarzthelferin zu machen und dann zu studieren, aber ehrlich gesagt dauert mir das zu lange bis ich dann richtig in den beruf einsteigen kann. und falls ich nach der ausbildung mich gegen das studium entscheide, habe ich einen beruf gelernt für den ich mit abitur eigentlich überqualifiziert und wahrscheinlich auch nicht genug gefordert bin.
ich weiß leider nicht was ich alternativ studieren könnte, deshalb werde ich wahrscheinlich erst mal eine berufsberatung in anspruch nehmen und versuchen mich von dem tiermedizinstudium zu verabschieden.
 
Naja, aber wenn dir der Beruf dann Spaß macht, ist es doch eigentlich egal, dass du dafür mit Abi "überqualifiziert" bist.

Eine Freundin von mir hat nach dem Abi eine Lehre zur Tischlerin gemacht, und alle haben gesagt: was soll das denn, dafür brauchst du doch kein Abi?
Aber es ist nunmal ihr Traumberuf und sie ist sehr glücklich damit.

Vielleicht kannst du ja mal versuchen, in den ferien oder so ein Praktikum in einer Tierarztpraxis zu machen. Dann könntest du schon mal sehen, welche Aufgaben eine Tierarzzthelferin so hat und ob dir das Spaß machen würde.

Und ob du danach noch studierst oder nicht, dass kannnst du dann immer noch entscheiden. Klar wärst du dann schon etwas "älter", hättest aber deinen Kommilitonen einiges an praktischer Erfahrung voraus, die dir dann vielleicht ganz nützlich sein könnte. Außerdem machen gerade im Bereich Medizin/Tiermedizin viele vorher eine Ausbildung o.ä., eben weil der NC direkt nach dem Abi häufig noch nicht reicht, da wärst du also mit Sicherheit nicht die Einzige.
 
Zuletzt bearbeitet:
nochmal vielen dank für eure antworten 🙂
mit überqualifiziert meine ich dass ich dann in dem beruf einfach nicht genug gefordert und ausgelastet bin, vielleicht habe ich in der sache auch eine etwas verdrehte einstellung, aber ich denke es hat schon einen sinn dass man für unterschiedliche berufe verschiedene schulbildungen braucht.

ich habe vor eineinhalb jahren schon mal ein praktikum in einer tierklinik gemacht, und schon dort ist mir aufgefallen dass sie tierarzthelferin eigentlich das machen was ich auch gerne tun würde...

ein weiteres problem ist, dass man in diesem beruf relativ wenig verdient, so zwischen 1.300€ und 1.900€.

seit 2006 heißt es ja auch nicht mehr "tierarzthelferin" sondern "tiermedizinische fachangestellte", vielleicht hat sich ja mit dem namen auch was im ausbildungsinhalt geändert...
ich schau jetzt einfach mal was eine berufsberatung ergibt und vielleicht mache in in den ferien nochmal ein praktikum in einer anderen praxis, und falls es wirklich das ich was mir spaß machen würde werd ich mich von meinem abitur nicht "abhalten" lassen 🙄
 
Tut mir leid das ich das sagen muss aber findest du deine Einstellung nicht etwas arrogant?

Mit Abi überqualifiziert. Zumal wenn du nicht gerade mit 1,4 dein Abi machst sondern mit 2,5 oder schlechter. Es ist natürlich gut dein Abi zu machen und das hat nicht jeder aber eben sehr viele.......

Als erstes hat dir die Arbeit doch Spaß Gemacht und ich bin mir sicher das ist ein Beruf der einen auslastet. Schon alleine die Tatsache das man viele Tiere gut festhalten muss oder andere Dinge mit ihnen tun muss die sicherlich nicht gerade leicht zu tun sind. Und die ganzen Geschichten der Tiere. Ich finde du unterschätzt diesen Beruf zu sehr. Und wenn du später mal als Tierärztin arbeitest ist es sicherlich auch nicht besonders schön wenn du Den oder die Helferin so "von oben" betrachtest. Und das mit dem Gehalt...... Viele würden gerne soviel verdienen. Außerdem soll er ja eben Spaß machen und der Verdienst reicht gut zu Leben.

So das war jetzt nur mal meine Meinung
 
gast, ich weiß nicht ob man in bezug auf seine zukunft von arroganz sprechen kann... ich möchte nur nicht später mal sagen "mensch hätte ich doch lieber studiert".
du hast gemeint es ist nicht gut wenn die helferinnen von den tierärzten von oben herab angeschaut werden, aber genau das habe ich in der klinik in der ich mein praktikum gemacht habe, erlebt. dort hat man schon deutlich gespürt, dass die helferinnen unter den tierärzten stehen.

wie mein abi nun letzendlich ausfällt kann ich jetzt nur schwer sagen, die bisherigen klausuren sind recht gut ausgefallen, aber ich möchte mich nicht überschätzen und sagen dass mein abi auf jeden fall besser als 2,5 wird. vielleicht wird es das ja, vielleicht auch nicht.

vielleicht hast du recht und ich unterschätze den beruf wirklich, ich hoffe fast dass es so ist.
mein problem ist einfach, dass ich unbedingt etwas mit tieren machen möchte und dabei ist tiermedizin zu "hoch" und einen mittelweg zwischen diesem studium und der ausbildung als tiermedizinische fachangestellte gibt es nicht.
es gibt zwar noch andere ausbildungsberufe wie tierpfleger, aber ich denke das würde mich auf jeden fall unterfordern.

es wäre vielleicht nützlich, wenn ich mich mal mit jemandem unterhalten könnte der tiermedizinischer fachangestellter ist und mir aus erster hand sagen kann wie anspruchsvoll der beruf ist.

vielleicht liegt es zum teil auch an meinen eltern, dass ich denke mit abitur sollte ich studieren, sie sind zwar nicht strikt gegen eine ausbildung aber sie fänden es schade wenn ich nicht studieren würde. mein bruder studiert seit diesem semster maschinenbau in karlsruhe und meine eltern sind total stolz darauf.
 
erkundige dich doch erstmal, wie viele wartesemester du zu erwarten hast, bei welchem abischnitt.
ich kenn einige, die zuerst eine ausbildung zur tierarzthelferin gemacht haben, weil sie sehr viele wartesemester hatten. es gibt auch noch die option mta für veterinärmedizin - das ist anspruchsvoller. ich kenn nun eine, die 5 (!) jahre auf einen studienplatz gewartet hat und nach dem ersten semester wieder zurück an ihren arbeitsplatz kam. also das schwierigste ist wohl das physikum - aber ich denk die wenigsten, die sich für tiermedizin entscheiden, sind physikfreaks - sonst würden sie was anderes studieren. ansonsten ist es viel auswendig lernen - aber das ist wohl in jedem studium so. wenn es dich interessiert, mach es. viel entscheidender sind aber die beruflichen aussichten denk ich mal. überlege, dass ein tierarzt sehr viele bereitschaftsdienste, wochenenddienste, überstunden usw machen muss und nicht immer gleich toll verdient. mach doch mal ein praktikum in einer praxis oder klinik, das hilft dir sicher bei deiner entscheidung und unterhalte dich mit den ärzten. das würde ich auf jeden fall machen.
ansonsten wünsch ich dir alles gute auf deinem weg und lass dich nicht so sehr von anderen beeinflussen. und selbst wenn du nach ein paar semestern merkst, dass es nicht das richtige für dich ist, kannst du immer noch was anderes machen. 🙂
lg einsameKirsche
 
cosma, tierpsychologie hatte ich mir auch schon überlegt, das problem dabei ist dass der beruf nicht staatlich anerkannt ist und man die ausbildung nur machen kann wenn man schon einen beruf erlernt hat und die ausbildung auch kostenpflichtig ist.

einsamekirsche, was genau ist denn mta für veterinärmedizin ? 🙄
 
das ist veterinärmedizinisch - technische assistentin. so wie mta für humanmedizin. denke, könnte auch für ein studium hilfreich sein.
google doch mal über die genauen ausbildungsinhalte - die kann ich dir leider nicht sagen.
viel glück 🙂
 

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