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Therapie oder nicht?

Canya

Mitglied
Hallo,
Ich bin 16 und weiß nicht, ob ich nochmal versuchen soll in Therapie zu gehen, oder sogar stationär aufgenommen zu werden. Vielleicht habt ihr Erfahrung damit und könnt mir was raten?
Die Probleme sind einige, die sich überschneiden etc, wie Angst vor Fehlern, auf die verlassenwerden/nichtgemochtwerden folgen könnte, Angst/Ekel vor Fliegen/Spinnen etc (besonders tote), extrem viel Weinen zu passenden und unpassenden gelegenheiten, Wutanfälle für deren Auslösung ein falsches Wort reicht und bei denen ich am liebsten alles um mich rum zertrümmern oder gleich jemanden schlagen würde, Vermissen eines (Internet)Freundes (schon 2 jahre her), angst davor, dass jemandem aus meiner familie etwas zustoßen könnte, Bauchschmerzen/kopfschmerzen ohne gefundene ursache, Bulemie, Zerkratzen von Armen/Beinen (nur mit den Nägeln), Angst davor ausgelacht zu werden/dass jemand hinter dem rücken über mich spottet,...

Teilweise ging es mir insgesamt so schlecht, dass ich nicht mehr leben wollte, gleichzeitig aber meine familie und dieses leben so liebe, dass ich eigentlich nicht gehen will.
Außerdem kommt das ganze in schüben: mal habe ich tage (sehr selten wochen) in denen ich mich fast normal fühle, glücklich bin, auch wenn es IMMER wieder kurze Phasen (manchmal nur 5 min) gibt, in denen ich plötzlich traurig bin, oder eine fliege sehe etc.
Aber dann gibt es wieder stunden/tage/wochen, wo es mir schlecht geht, ich nur noch weg/nach Hause etc will, obwohl ich ja zu hause bin (ist schwer zu beschreiben, sorry). Ich will mich nur noch im Bett verkriechen, die Decke über den Kopf ziehen und nie wieder raus gehen, weil es mir alles zuviel ist.
Besonders Abends, alleine fühl ich mich völlig leer, wie abgestumpft und unfähig irgendetwas zu empfinden, was aber auch machmal tagsüber und inmitten von menschen sein kann, sodass ich kaum noch was höre und nur noch allein sein will.

Durch dieses dauernde Wechseln weiß ich nicht, was ich machen soll, weil es z.B. oft Abends so ist, dass es mir schrecklich geht, ich sterben/weg will und denke, dass ich wirklich hilfe brauche - dann aber morgens aufwache und es geht mir gut, sodass ich mich frage, was ich denn da sollte.
In ambulanter Therapie war ich schon zweimal, aber jeweils nur knapp ein halbes jahr, weil ich irgendwie sobald ich da saß, nicht mehr über mich sprechen konnte (fällt mir eh schwer).
Wenn ich es versucht hab, hatte ich immer das Gefühl, entweder für albern gehalten zu werden, oder das die Therapeutin davon selbst keine ahnung hatte. Die eine meinte sogar selber, sie hätte mit phobien oder internetbekanntschaften keine erfahrung, aber wie soll sie mir denn dann helfen? Stattdessen sollte ich dann weiter sachen aufmalen u.ä.
Deshalb weiß ich auch nicht wirklich ob ein Psychologe da helfen kann, weil meine bisherigen Erfahrungen eben ziemlich negativ waren (auch wenn sie nett und freundlich sind, kommt man sich immer vor wie ein dummes kind, da vergeht mir auch der letzte mut zum reden).

Ich hoffe, jemand macht sich die Mühe, das alles durchzulesen (es sollten eigentlich nur ein paar zeilen werden -.-) und antwortet mir 🙂
Dankeschön
 
Also, ohne Therapie wird das nichts. Aber Du must das auch wollen und mitarbeiten sonst kann Dir auch eine Therapie nicht helfen. Ich denke mal das bei Dir 2 Dinge zusammenkommen: zum einen die Pubertät und damit verbundene Hormonelle Veränderung und eine Persönlichkeitsstörung die behandelbar ist. Deine Pubertät scheint diese Störung zu verstärken.
Unter Umständen könnte Dir da ein Frauenarzt auch helfen das zu stabilisieren. Aber die Bulimie wirst Du ohne Hilfe nicht schaffen. Sieh es mal so- es kann eigentlich nur besser werden- also was hindert Dich daran?
 
Was sie daran hindern könnte wäre zum Beispiel... ich will dich nicht demotivieren, aber ich bin auch zurzeit in Therapie und das hat nichts gebracht, die haben mir kaum weiter geholfen, jedes mal habe ich einen Ansatz davon gegeben was ich habe, die denken mit einem kleinen Wort ist die Sache gegessen, ich war 6 Wochen dort, 1 Woche auf Station und 5 in einer Tagesklinik. Bei manchen sieht man nach ein paar Wochen erst einen unterschied bei einigen nach paar Monaten, kommt immer auf die Person an. Du musst das denen förmlich tausendmal unter die Nase reiben, damit die checken, dass daran gearbeitet werden muss... ich weiss ja nicht wie du bist, aber du musst zu 100% davon überzeugt sein und komplett alles sagen was du hast am besten. Da ich nicht so eine Person bin und sehr schwer über meine Probleme plaudere, hat es keinen Sinn gemacht! Machs nicht wie ich erzähl denen alles, die machen sonst nichts und lassen dich die Zeit dort vergammeln. Nutze die zeit dort damit du nicht später enttäuscht bist!
 

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