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Therapie möglich?

G

Gast

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Hallo zusammen,
während meiner Recherche bin ich u.a. auf diese Seite gelandet, die mich sofort angesprochen hat. Da ich mich mit Psychologie und den heutigen Therapieformen Null auskenne, möchte ich hier um Tipps seitens der erfahrenen User bitten.
Bitte verzeiht mir, wenn ich hier etwas weiter aushohle (es ist mit drei Worten leider nicht beschrieben):
Also, ich bin 26 Jahre und studiere zur Zeit. (Leider) übe ich in meinem Leben einen Fetisch aus, der an sich nicht schlimm ist. Es handelt sich dabei um den Windelfetischismus. Das es ja sehr viele "von uns" gibt, dürfte wohl auch bekannt sein. Nur wird der Fetisch immer stärker ausgelebt, sodass ich meinen Alltag mitsamt den Pflichten vernachlässige. Wenn es in der Schule mal nicht gut läuft, egal: Nachher ist man wieder zu Haus und vergisst die Sorgen wieder.
Falls es auch relevant sein sollte: Ich habe vor vielen Jahren sehr oft suizidale Gedanken gehabt, es auch 2-3 mal versucht (es aus Angst dann aber doch wieder gelassen), zusätzlich gab es einen kurzen Zeitraum, in dem ich zu Schneiden sprich Selbstverletzung anfing. Aber auch dies ist nun mehr oder weniger Vergangenheit.
Jedenfalls bringt dieser Fetisch noch andere Folgen mit sich. Da er meine gesamte sexuelle Fixierung erfordert, bin ich (leider) nicht in der Lage ein sexuelles Verhältnis einer Partnerschaft einzugehen. Auch wenn ich diese Person sehr liebe, so geht es einfach nicht. Der Wunsch nach einer eigenen Familie scheint somit unmöglich. Wenn jetzt viele sagen mögen "hör doch einfach auf damit", sei gesagt: Ich hab es schon sehr oft versucht. Aber es geht nicht. Ich schaffe es nicht, meinen sexuellen Fokus davon abzukriegen, was soll ich nur tun?
Nach Paraphilie F65.0 handelt es sich ja auch um eine psychische Störung.
Da ich endlich genug davon habe, möchte ich endlich diese für mich störende "Sache" loswerden. Ist so etwas überhaupt therapierbar? Wenn es mir hilft endlich davon loszukommen würde ich auch die geschlossene in Betracht ziehen (dies soll mein Wille unterstreichen, das ich es auch wirklich will) oder was man in so einem Fall macht.
Über Ratschläge die ich in meiner Entscheidung mit einbeziehen möchte wäre ich euch sehr dankbar. Vielen Dank für´s "zuhören".
 
Hi Gast,

habe jetzt mal ein wenig über den Windelfetisch und das Age Play nachgelesen und überall habe ich gefunden, dass es, wenn es wie bei dir ausartet, du selbst davon eingeschränkt bist und nur noch damit Sex haben kannst, nicht normal ist. Da du dich selbst unwohl damit fühlst, ist eine Psychotherapie bestimmt eine gute Lösung. ich denke, so ein Fetisch ist nichts schlimmes, solange dabei keiner zu Schaden kommt und alle beteiligten freiwillig mitmachen. Bei dir scheint aber wirklich Handlungsbedarf, da er dich selbst einschränkt. Vermutlich liegt das aber nicht am Fetisch selbst, du bist bestimmt nicht verrückt, sondern irgendwas hat sich in deinem Leben verändert bzw. läuft generell schief und du flüchtest dich jetzt in das Spiel. Vielleicht suchst du auch verstärkt nach Geborgenheit und Zuwendung, was du im Windelfetisch ja erlebst.
Ein Psychologe kann dir sicher mehr sagen, also trau dich und ruf an oder geh bei einem zum Beratungsgespräch.

Liebe Grüße
 
Hallo Melliplex,
hab mich mal hier registriert (Gast hört sich so leer an ;-))
Erstmal vielen Dank für deine Worte. Ich bin sehr froh hier auf Zustimmung zu treffen, was mir sehr hilft.
Das mit der Geborgenheit ist zutreffend gesagt. Gerade im Studium ist der Druck sehr hoch, und so hat man die Möglichkeit, mal für ein paar Stunden am Tag seinen Pflichten nicht nachkommen zu müssen.
Aber auch wenn die Diagnose für einen Therapeuten schnell ersichtlich wird, so ist es doch sicherlich schwierig dies alles über Bord zu werfen, zumal es mich schon mein ganzes Leben lang begleitet.
Ich habe vorhin mal bei einem Psychologen angerufen (der sehr gut sein soll) und die haben mir noch ein Termin für morgen gegeben.
Es wird bestimmt nicht leicht so offen darüber mit jemand "Fremden" drüber zu reden, aber wenn ich es hier geschafft habe, dann da vielleicht auch.
Nochmals vielen Dank und über weitere Kommentare/Ratschläge/Tipps würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße
-tasty-
 
Hallo

Ich bin nicht selbst davo betroffen, habe jedoch einen Bruder, der den gleichen Fetisch besitzt. Ich möchte ihm gerne helfen sowie ein paar Ratschläge geben. Darf ich fragen wie bei dir die Therapie vorangeht? Hast du das Gefühl, dass du davon wegkommst oder ist der Zeitpunkt noch zu früh um solch ein Fazit zu ziehen?
Besten Dank für deine Antwort
 
Ich kann dich voll und ganz verstehen! Ich habe dieses Problem auch, doch seit dem ich ein Programm dagegen geschrieben habe, kann ich den Fetisch gut in den Griff kriegen! Das Video dazu habe ich verlinkt- Viel Glück! http://youtu.be/Ei6LEyY2iq0
 

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