Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Therapie macht alles schlimmer

klassik

Neues Mitglied
Hallo,

gehe seit einiger Zeit zu einer Therapeutin. Seit 2 Sitzungen hat die Therapie jetzt begonnen.
Nur habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass sie mich versteht und ich frage mich, was die Therapie bringen soll.
In der letzten Therapiestunde haben wir uns meine Kindheitsbilder angeguckt. (0-3 Jahre etwa) Wenn sie dann fragt, wie ich mich in der Kinderkrippe gefühlt hab - was soll ich denn da antworten? Ich muss ohnehin schon anfangen zu heulen wenn ich die Bilder angucke. Aber ich möchte nicht heulen, also sage ich nichts. Und sie redet immer weiter. Ich sage lediglich nur Ja und Amen.
Nun ist es also so, dass sie damit ja praktisch verdrängte Sachen wieder hervorruft - das ist sicher auch nötig aber mir gehts nach ihren Therapien immer richtig schlecht. Dann hab ich 1-2 Wochen um mich wieder aufzubauen und dann gehts wieder eine Stunde in die Hölle.

Bei meiner Heilpraktikerin war ich einmal 2 Stunden, in der sie ein Erlebnis, als ich 9 war "behandelt" hat. Seit dem bin ich darüber vollkommmen hinweg - ich kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, dass ich daran 9 Jahre meines Lebens ständig zu nagen hatte. Aber sie ist ja nunmal keine Psychotherapeutin.

Ich habe einfach das Gefühl, dass mir keine Therapie mehr helfen kann. Ich hasse es mit anderen Menschen zu reden - auch mit meinen Eltern. Ich habe soviele Jahre versucht, mich zu ändern und bin an keinem Ziel angekommen.
Was soll ich tun? Oder ist die Therapie einfach das falsche für mich? Ich schaffe es einfach nicht, ihr alles zu erzählen. Und für mich ist die Entscheidung zu anstrengend, ob ich da noch weiter hingehen soll. Ich habe solche Angst vor den schlaflosen Nächten mit "Heulkrämpfen" und der Angst vor allem.

Liebe Grüße,
klassik
 
Nun ist es also so, dass sie damit ja praktisch verdrängte Sachen wieder hervorruft - das ist sicher auch nötig aber mir gehts nach ihren Therapien immer richtig schlecht. Dann hab ich 1-2 Wochen um mich wieder aufzubauen und dann gehts wieder eine Stunde in die Hölle.

Hallo Klassik,

es ist das Wesen einer Therapie, dass dort immer an den Stellen gearbeitet wird, wo Dein Inneres Leid erfahren hat.

Ziel davon ist häufig, Deine Sichtweise und Dein Empfinden zu stärken.

Das das erstmal ganz übel wird, ist ganz normal.




Ich habe einfach das Gefühl, dass mir keine Therapie mehr helfen kann. Ich hasse es mit anderen Menschen zu reden - auch mit meinen Eltern. Ich habe soviele Jahre versucht, mich zu ändern und bin an keinem Ziel angekommen.
Was soll ich tun? Oder ist die Therapie einfach das falsche für mich? Ich schaffe es einfach nicht, ihr alles zu erzählen. Und für mich ist die Entscheidung zu anstrengend, ob ich da noch weiter hingehen soll. Ich habe solche Angst vor den schlaflosen Nächten mit "Heulkrämpfen" und der Angst vor allem.
Liebe Grüße,
klassik

Schlaflose Nächte und Heulkrämpfe würden ja zweierlei zeigen.

1. Das Du nicht schlafen kannst, weil Dich etwas wachhält und beschäftigt.

2. Das Du Gefühle nicht frei zulassen und frei fliessen lassen kannst, so dass Dein Körper Dich extra in einen Krampf zwingt, um Dir doch noch zu zeigen, was Dein Körper von Dir möchte.

-------

Wenn Du das Gefühl hast, Dir kann keine Therapie helfen, was dann?

Menschliche Kommunikation, Gespräche mit anderen zu führen, Sport treiben - das sind die Möglichkeiten; oder Singen, Bücher und Notizen schreiben, die ein Mensch so hat.

Wenn es bei Deiner aktuellen Therapeutin schwer ist, die Gefühle loszulassen, dann kann Dir vielleicht eine andere Therapeutin helfen.

Es kommt immer auf das Vertrauensverhältnis an; wie sehr kannst Du und willst Du dich jemandem öffnen.

Liebe Grüße
 
vielen dank für die Antwort 🙂

Ziel davon ist häufig, Deine Sichtweise und Dein Empfinden zu stärken.
Nur gerade da liegts ja...ich habe überhaupt kein Gefühl, dass ich da neue Sichtweisen bekomme. Ihre Fragen...und ihre ständige Notizen.

2. Das Du Gefühle nicht frei zulassen und frei fliessen lassen kannst, so dass Dein Körper Dich extra in einen Krampf zwingt, um Dir doch noch zu zeigen, was Dein Körper von Dir möchte.
dann würde mir mein Körper aber auch zeigen, er möchte nicht lernen...rumsitzen und lernen. Sobald ich anfange könnt ich heulen. Ich sitze seit heut morgen, wie jeden Sonntag, hier rum, muss für ne wichtige Klausur lernen und bekomms einfach nicht ohne Tränen hin. Ich hab Schule noch nie als so sinnlos empfunden. Und es tut so weh, weil ich genau weiß, wie sehr mir Lernen noch vor einiger Zeit Freue bereitet hat. Und jetzt bin ich froh, das minimum gelernt zu haben.

Wenn Du das Gefühl hast, Dir kann keine Therapie helfen, was dann?
ich weiß einfach nich wo sie mir helfen soll. Ich habe das Gefühl, mein Leben zu Ende gelebt zu haben. 18 Jahre leiden auf dieser Welt reichen mir und ich wünsche mir immer häufiger, bei meiner Geburt hätte es das lebensrettende Medikament für mich noch nicht gegeben, sodass mir das alles wäre erspart geblieben.
Aber soll ich ihr das sagen? wie? ich mein es gibt doch viele menschen die es sich wünschen würden tot zu sein...die frage ist immer nur ob man auch dazu fähig ist, sich das leben zu nehmen. ich bin es leider nicht.
 
hmm, was war das für ein Erlebnis mit 9 und was hat den die Heilpraktikerin gemacht, dass es plötzlich keines mehr ist ?

Wenn es dir mit Therapie schlechter geht als ohne, gibt es eigentlich keinen Grund, das weiterzuführen.

Bist Du durch irgendwelche Auflagen dazu verpflichtet ? Wenn nicht, sein lassen !!!

Grüßle

Schlumpf
 
danke auch dir für die Antwort 🙂

meine Mutter hat(te) Depressionen (was mir vor kurzem mal gesagt wurde...) und hat sich daher wirklich kaum um mich gekümmert. Bei der Heilpraktikerin gings darum, meinem Ich praktisch durch mein heutiges Ich das zu geben, was mir damals gefehlt hat und sie hat mir erklärt, dass meine Mutter sich halt nicht um mich kümmern konnte. Nur ist seitdem das Verhältnis zwischen ihr und mir nie wirklich gut gewesen. Wie's vorher war, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr.

Ich bin natürlich nicht dazu verpflichtet. Nur will ich endlich mal über all das hinwegkommen. Es geht mir ja schon lange mies und ich wollte schon lange zum Psychotherapeuten - iwie dachte ich dass müsste 100% was bringen und man kann damit auf keinen Fall was falsch machen. Bin also nach Jahren durch Zufall dorthin gekommen
Naja, und mittlerweile ists richtig schlimm geworden. Am Anfang der Therapie im Oktober gings ja noch einigermaßen. Der Alltag ist schon ne Katastrophe und in der Schule kann ich mich ja nicht einfach hängen lassen.(auch wenn ich ohnehin keine Freunde habe, seitdem ich im Sommer von einem Jahr Auslandsaufenthalt zurückkam) Also schlepp ich mich da jeden Tag hin ohne Hoffnung, dass ich an iwas Spaß haben könnte, schon gar nicht bis zum Abi in 1,5 Jahren. Ich glaub weder mit der noch ohne Therapie gehts. Und gerade weil ich weiß dass ich immerwieder in ein Loch fallen werde, wies all die Jahre war, wollt ich eine Therapie schonmal versuchen. Man hört ja manchmal auch gutes von solchen Therapien 😉
 
Hallo!

Ich habe gelernt mich selbst zu lieben und habe ein neues Bewusstsein und sehe jetzt alles positiv und liebe mein neues Leben wie nie zuvor! Das lag bis dato ausserhalb meiner Vorstellungskraft, dass ich so leben kann!
(Mein Angst, Depression und Unselbstbewusstsein und auch Wut- ist alles weg!!)

Wenn Du es schaffst, schaue erst gar nicht zurück!, geniesse was Du hast und kannst und sei dankbar für alles. Sei stark!

Lieben Gruß, Beluga
 
Hallo,

da kommt mir so vieles bekannt vor was du schreibst. Das könnte auch fast ich geschrieben haben.
Vll. hilft es dir ja ein bisschen, wenn dir meine Therapieerfahrung schildere.
Mit 18 fing hab ich meine 2. Therapie angefangen.
Nach der ersten Sitzung war ich am Durchdrehen als ich nach Hause kam und mir ging es total schlecht.
Sie hat schon direkt in der ersten Sitzung viel zu meiner Vergangenheit gefragt.
Meine Thera hat mich in der 2. Sitzung dann gefragt, wie es mir im Moment so nach unserem Gespräch geht. Ich hab ihr dann erzählt, dass mich die beiden Gespräche sehr durcheinander gebracht haben.
Ich finde, sie hat darauf sehr gut reagiert. Sie sagte, sie findet es sehr gut, dass ich ihr das gesagt habe. Sie versprach mir, von und von vorsichtiger zu sein, damit das nicht mehr passiert. Und seit dem hatte sich dann auch wirklich was geändert.

Vielleicht könntest du deiner Therapeutin sagen, dass es dir nach den Gesprächen oft sehr schlecht geht. Wenn sie das weiß, kann sie dann nämlich was daran ändern und vorsichtiger sein.

Ist deine Therapeutin eine Traumatherapeutin?

Wegen deiner Unlust auf Schule usw. kann ich dir nur raten Sport zu machen. Dabei werden vom Körper Endorphine ausgeschüttet, die für ein Glücksgeühl sorgen. Gibt es da vll. eine Sportart, die dich sehr interessiert?

LG
restlessheart
 
Hallo du solltes wissen das eine Therapieb nichtst bringen wird wen du so ein Gefühl hast. Hast du dir schon einmal überlegt die Psychologin
zu wegseln. Ich hatte ein ähnliches Proplem jedoch nicht mit mir selbst
sondern eine familienmitglied. Bei der ersten Psychologin war dies genau das gleiche.
 
dann würde mir mein Körper aber auch zeigen, er möchte nicht lernen...rumsitzen und lernen. Sobald ich anfange könnt ich heulen. Ich sitze seit heut morgen, wie jeden Sonntag, hier rum, muss für ne wichtige Klausur lernen und bekomms einfach nicht ohne Tränen hin. Ich hab Schule noch nie als so sinnlos empfunden. Und es tut so weh, weil ich genau weiß, wie sehr mir Lernen noch vor einiger Zeit Freue bereitet hat. Und jetzt bin ich froh, das minimum gelernt zu haben.

Ja. Es gibt verschiedene Ansichten zum Thema Körper Geist und Seele.

Für mich gehört das Alles zusammen; wobei die Seele das Innere ist, der Geist dein Verstand und der Körper Ausdruck von Deiner Seele und Deinem Verstand.

Also der Körper ist somit Sprachrohr von Dir.
Von Deiner Person. Personare aus dem Lateinischen heisst auch "durchklingen" übersetzt, dass heisst, das Deine Gefühl durch den Körper Ausdruck bekommen können, "klingen" können.

Mit anderen Worten: wenn Du weinst beim Lernen, üben usw. dann heisst es einerseits ja, dass Dein Körper gerade nicht lernen will, oder nur wenig, und dass weinen gerade wichtiger ist.

Tränen sind sehr wichtig. Wenn Du wirklich schlimmes erlebt hast, dann möchte Deine Seele das verarbeitet wissen; und dazu kommt Dein Körper ins Spiel.

Liebe Grüße
 
Hallo Klassik,
in jedem Fall ist es wichtig deiner Therapeutin zu sagen, dass es dir mit der Therapie, so wie es läuft eher schlechter als besser geht... es kann natürlich daran liegen, dass es zwischen euch einfach nicht passt und du dich bei einem anderen Therapeut wohler fühlen würdest... was ist das denn für eine Therapie?
Vielleicht würde dir aber auch eine kognitive Verhaltenstherapie in deiner jetzigen Lage besser tun... da geht es sehr viel weniger darum Vergangenes aufzuarbeiten und in alten Wunden rumzustochern, als "einfach" darum das Leben heute wieder in den Griff zu bekommen... d.h. also, welche Denkmuster, welche Verhaltensweisen schaden mir und was muss ich tun um daran etwas zu ändern... woher diese Muster kommen, ist dabei eigentlich erstmal nicht weiter wichtig...
Ich wünsch dir all die Kraft, die du jetzt brauchst!
Liebe Grüße
Marielle
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Liebe in der Therapie Therapie 18
I Therapie beenden? Therapie 15
Schutzhuette Erfahrungen mit Ego State Therapie? Therapie 19

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben