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Telefoninterview

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 68274
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G

Gelöscht 68274

Gast
Liebes Forum,

ich habe vor Kurzem ein geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen und entgegen der Gerüchte, dass der Berufseinstieg für meinesgleichen sehr schwierig sei, habe ich als Antwort auf meine ersten beiden Bewerbungen direkt zwei Einladungen zu einem Telefoninterview erhalten, worüber ich mich natürlich sehr freue.
Beworben habe ich mich bei renommierten Unternehmen mit über 1 Mrd. € Umsatz im Bereich Unternehmenskommunikation.

Hat jemand von euch Erfahrung mit Telefoninterviews in einer vergleichbaren Situation gemacht?
Wie bereitet man sich optimalerweise darauf vor?
 
Wer bei so etwas freiwillig arbeiten möchte, der hat häufiger mit solchem Quatsch zu tun. Hatte ich aber auch schon einmal. Am anderen Ende der Leitung zwei Pappnasen, die dümmliche Fragen stellten, die sich eigentlich auch schon aus dem Lebenslauf ergeben. Dann noch einige typische Knallerfragen, also was würde man in dieser oder jener Situation machen, welche Schwächen man denn so hat und welche Vorstellungen vom Berufsumfeld. Das Gespräch verlief eigentlich ganz gut, zwei Wochen später kam dann dennoch die Absage.
 
Wer bei so etwas freiwillig arbeiten möchte, der hat häufiger mit solchem Quatsch zu tun. Hatte ich aber auch schon einmal. Am anderen Ende der Leitung zwei Pappnasen, die dümmliche Fragen stellten, die sich eigentlich auch schon aus dem Lebenslauf ergeben. Dann noch einige typische Knallerfragen, also was würde man in dieser oder jener Situation machen, welche Schwächen man denn so hat und welche Vorstellungen vom Berufsumfeld. Das Gespräch verlief eigentlich ganz gut, zwei Wochen später kam dann dennoch die Absage.

Na, dann verlief es irgendwie doch nicht ganz gut. Du hast dich einfach nicht gut verkaufen können.
 
Liebes Forum,

ich habe vor Kurzem ein geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen und entgegen der Gerüchte, dass der Berufseinstieg für meinesgleichen sehr schwierig sei, habe ich als Antwort auf meine ersten beiden Bewerbungen direkt zwei Einladungen zu einem Telefoninterview erhalten, worüber ich mich natürlich sehr freue.
Beworben habe ich mich bei renommierten Unternehmen mit über 1 Mrd. € Umsatz im Bereich Unternehmenskommunikation.

Hat jemand von euch Erfahrung mit Telefoninterviews in einer vergleichbaren Situation gemacht?
Wie bereitet man sich optimalerweise darauf vor?

Ich würde ein Telefoninterview nicht unterschätzen, nur weil man da Zuhause ist.
Man muss sich genau so vorbereiten wie in einem richtigen Gespräch.

Leg dir am besten deine Unterlagen breit auf den Tisch, damit du spontan antworten kannst.
 
Wer bei so etwas freiwillig arbeiten möchte, der hat häufiger mit solchem Quatsch zu tun.

Was spricht denn deiner Meinung nach gegen große Unternehmen?
Eines davon zählt zu den zehn besten Arbeitgebern Europas.
Die Gehälter sind i.d.R. doppelt so hoch wie bei irgendwelchen Klitschen und man profitiert von tausend Annehmlichkeiten, die einem einem kleinere Unternehmen nicht bieten können.
Für mich kommt etwas anderes als ein Großkonzern gar nicht in Frage.


Ich würde ein Telefoninterview nicht unterschätzen, nur weil man da Zuhause ist.
Man muss sich genau so vorbereiten wie in einem richtigen Gespräch.

Leg dir am besten deine Unterlagen breit auf den Tisch, damit du spontan antworten kannst.

Ja, das ist mir durchaus bewusst, wobei man den Vorteil hat, sich keine Gedanken über Dinge wie Körpersprache und Outfit machen zu müssen...
Ich werde mir wohl im Vorfeld eine Art Katalog mit optimalen Antworten auf die voraussichtlichen Fragen zurechtlegen...
 
Ja, das ist mir durchaus bewusst, wobei man den Vorteil hat, sich keine Gedanken über Dinge wie Körpersprache und Outfit machen zu müssen...
Ich werde mir wohl im Vorfeld eine Art Katalog mit optimalen Antworten auf die voraussichtlichen Fragen zurechtlegen...

Genau, so haben's meine Kommilitonen auch gemacht.
Outfit ist nicht wichtig, aber Körpersprache hmm… deine Stimme zählt halt und die Art wie du sie rüberbringst, deswegen ist das auch etwas schwieriger, weil deine Stimme die Körpersprache mit übernehmen muss.
 
Vergiss nicht auch eine Liste mit Deinen Fragen an die Firma zu erstellen.

Z. B. Arbeitszeiten, Eintrittsdatum in die Firma, Urlaub usw.
 
Na, dann verlief es irgendwie doch nicht ganz gut. Du hast dich einfach nicht gut verkaufen können.
Was für ein Blödsinn. Heute kann jedes Unternehmen aus vielen, vielen BewerberInnen auswählen und die Auswahl ist deshalb oft eine reine Glückssache und hat mit den Fähigkeiten der BewerberInnen wenig zu tun. Bei meinem letzten Arbeitgeber hat man etwa aus Dutzenden (schriftlichen) Bewerbungen jeweils immer nur eine Auswahl wirklich durchgelesen, weil die Kapazitäten gar nicht vorhanden waren, das alles zu sichten. Aber ich stehe tatsächlich mehr so auf Kompetenzen und Wissen und Fähigkeiten, weniger aufs verkaufen können.

Opposition meinte:
Was spricht denn deiner Meinung nach gegen große Unternehmen?
Eines davon zählt zu den zehn besten Arbeitgebern Europas.
Die Gehälter sind i.d.R. doppelt so hoch wie bei irgendwelchen Klitschen und man profitiert von tausend Annehmlichkeiten, die einem einem kleinere Unternehmen nicht bieten können.
Für mich kommt etwas anderes als ein Großkonzern gar nicht in Frage.
Ich halte jetzt nicht so viel von solchen Unternehmen und dem kapitalistischen Hamsterrad, auch wenn mir natürlich klar ist, dass man da gut verdient und von gewissen Annehmlichkeiten profitiert. Unterstützen würde ich das dennoch nicht wollen, wobei es natürlich solche und solche Unternehmen gibt. Und es natürlich auch immer darauf ankommt, in welchen Bereichen man dann dort tätig sein möchte.
 
Was für ein Blödsinn. Heute kann jedes Unternehmen aus vielen, vielen BewerberInnen auswählen und die Auswahl ist deshalb oft eine reine Glückssache und hat mit den Fähigkeiten der BewerberInnen wenig zu tun. Bei meinem letzten Arbeitgeber hat man etwa aus Dutzenden (schriftlichen) Bewerbungen jeweils immer nur eine Auswahl wirklich durchgelesen, weil die Kapazitäten gar nicht vorhanden waren, das alles zu sichten. Aber ich stehe tatsächlich mehr so auf Kompetenzen und Wissen und Fähigkeiten, weniger aufs verkaufen können.
Dass man Glück haben muss, stimmt.
Du wurdest aber zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Das heißt, du hast schriftlich gepunktet.
Life konntest du halt nicht überzeugen.
Deine Kompetenzen und Fähigkeiten sind eben nicht viel wert, wenn du sie nicht an den Mann bringen kannst.
Dort sitzen viele, die das selbe behaupten wie du.

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Ich halte jetzt nicht so viel von solchen Unternehmen und dem kapitalistischen Hamsterrad, auch wenn mir natürlich klar ist, dass man da gut verdient und von gewissen Annehmlichkeiten profitiert. Unterstützen würde ich das dennoch nicht wollen, wobei es natürlich solche und solche Unternehmen gibt. Und es natürlich auch immer darauf ankommt, in welchen Bereichen man dann dort tätig sein möchte.

Wenn dieses Unternehmen nicht grade negativ in den Medien ist, finde ich es in Ordnung. Man studiert nicht, um dann in einer Klitsche zu Enden, wo man keine Aufstiegschancen hat. Es ist sinnvoller, in einem großen Unternehmen zu arbeiten. Das Argument mit dem Kapitalismus mal außen vor. Am Ende geht's immer um's Geld - egal, wie man es dreht.
 
Ich halte jetzt nicht so viel von solchen Unternehmen und dem kapitalistischen Hamsterrad, auch wenn mir natürlich klar ist, dass man da gut verdient und von gewissen Annehmlichkeiten profitiert. Unterstützen würde ich das dennoch nicht wollen, wobei es natürlich solche und solche Unternehmen gibt. Und es natürlich auch immer darauf ankommt, in welchen Bereichen man dann dort tätig sein möchte.

"Kapitalistisches Hamsterrad", wie goldig!
Zumindest, wenn du nicht wesentlich älter bist als 25...
Wie jetzt, du hältst nichts davon, viel zu verdienen und von Annehmlichkeiten zu profitieren?
Jeder, der einer Erwerbstätigkeit nachgeht, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, läuft im Hamsterrad.
Es spielt überhaupt keine Rolle, ob man das bei einem Großkonzern oder in einer Klitsche tut, davon abgesehen, dass sich das Rad in letzterem Fall deutlich schneller dreht (weniger Gehalt und i.d.R. mehr Druck).

In der PR-Abteilung von Nestle oder McDonalds würde ich jetzt auch nicht unbedingt tätig werden wollen, aber im Zusammenhang mit Unternehmen, die sich in moralischer Hinsicht auf neutralem Boden bewegen, leuchtet mir deine Position irgendwie nicht ein.
 

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