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Tatsächlicher Lohn

maryanne

Aktives Mitglied
Zur Zeit arbeite ich als Zimmermädchen in einem Hotel. Ich verdiene bei dieser Teilzeitstelle ca. 650 Euro netto pro Monat. Stundenlohn ca. 6,50 Euro netto.

Im Internet sind viele Infos bez. Löhne. Aber ich glaube oft das stimmt doch alles nicht so recht.

Darum wollte ich euch mal fragen ob ihr Informationen habt, die der Wahrheit entsprechen. Informationen über das was wirklich gezahlt wird.

Vor allem würden mich die Löhne und Gehälter folgender Berufsfelder interessieren. Mich interessieren die Löhne von Selbständigen und auch von normalen Arbeitnehmern:

-Hotellerie
-Erzieher
-Arbeit auf dem Bau, z. B. Maurer oder Gerüstbauer etc.
-Friseur
-Verkäuferin im Bereich Mode
-Kassierer
-Bedienung in Restaurant oder Cafe
-Handwerker oder Installateur
-Verwaltung
-IT
-Technik z. B. KFZ
-Pflege
-Landwirtschaft
-Betriebswirtschaft
-Sachbearbeitung
-Logistik
-Produktion


Danke schon mal im Vorraus für eure Infos!🙂
 
Zur Zeit arbeite ich als Zimmermädchen in einem Hotel. Ich verdiene bei dieser Teilzeitstelle ca. 650 Euro netto pro Monat. Stundenlohn ca. 6,50 Euro netto.

Du weißt schon, dass Du mittels Rechtsanwalt die Nachzahlung gerichtlich durchsetzen kannst?
Es wäre nur wichtig, dass Du genau notierst, wieviele Stunden Du tatsächlich gearbeitet hast.

Ich glaube, dass viele unterbezahlten Menschen sich nicht wehren, weil sie um ihren Arbeitsplatz fürchten.
In diesen Fällen rate ich, die Mehrleistungen genau zu notieren, ggf. Nachweise festzuhalten und beim nächsten Wechsel des Arbeitgebers vom "alten" Arbeitgeber die Nachzahlung zu fordern.

LG, Nordrheiner
 
Ich seh es nicht ein als Einzelkämpferin zu agieren. Ich möchte einfach nur leistungsgerecht bezahlt werden. An diesem Arbeitsplatz fand ich jetzt halt nicht die Bedingungen vor, die ich gerne hätte. Also bleibt mir nichts anderes übrig als zu gehen.
 
So ein Vergleich macht nur bedingt Sinn. Es wird große Unterschiede zwischen tarifgebundenen Unternehmen und nicht gebundenen Unternehmen geben.
Deshalb kann man schlecht pauschalisieren. Die Tarife ziehen den Schnitt nach oben. Und das verfälscht die Statistik.
Bsp bei mir:
-Sachbearbeitung (Ausbildung, 7.5Monate Berufserfahrung)
Ca. 2700€ Brutto, 37.5h , Gleitzeit
Urlaubsgeld (450€)
Weihnachtsgeld (95% des Bruttoentgelts)
Betriensrente + Unterstützungskasse (Zahnersatz, alle 2 oder 3 Jahre vom Arbeitgeber bezahlte Brille...)

In der Berufsschule waren Leute dabei, die nach keinem Tarif bezahlt wurden.
Deren Einstiegsgehälter lagen nach der Ausbildung bei 1.900€ Brutto bei 40h.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch, Dir bleibt schon was anderes übrig, als zu gehen: Nämlich den Dir zustehenden Mindestlohn einzufordern!
Wenn Du jetzt gehst, wird sich das Hotel das nächste Zimmermädchen suchen, das sie ausbeuten können. Wenn Du Dich aber wehrst, setzt Du damit ein Zeichen. Das hat in meinen Augen nichts mit Einzelkämpfer zu tun, sondern damit, für sich selbst und auch gesellschaftlich das richtige zu tun.
Weggehen heißt, es durchgehen zu lassen.
 
Das Problem ist, dass das deutsche Arbeitsrecht doch ohnehin unterwandert wird. Meine Abteilung ist voll mit Personal aus dem Ostblock, die sind einfach froh, dass sie hier wenigstens etwas mehr verdienen können als in ihrer Heimat. Dort bekommen sie vielleicht 300 Euro als Zimmermädchen und die Mieten sind dort teuer. In anderen Hotels sieht es genauso aus, ich habe nun ja schon in verschiedenen Hotels gearbeitet. Das Personal wird aus dem Ausland angeworben, sie werden zum Teil in Wohngemeinschaften untergebracht, weil der Lohn für die reguläre Miete einer Wohnung gar nicht reichen würde.

Und ich kann nur überleben, weil ich noch aufstocke.

Mal sehen, was ich mache. Ich kann auch mit einer Kündigung ein Zeichen setzen.
 
Zur Zeit arbeite ich als Zimmermädchen in einem Hotel. Ich verdiene bei dieser Teilzeitstelle ca. 650 Euro netto pro Monat. Stundenlohn ca. 6,50 Euro netto.

Maryanne gibt ihren Nettolohn an. Der gesetzliche Mindestlohn ist jedoch eine Bruttoangabe. Wieso wird ihr angeraten, irgendwelche rechtlichen Maßnahmen zu ergreifen, wenn Ihr nicht mal ihren Bruttolohn kennt? Auf welcher Grundlage bitte?
Oder ist der Unterschied brutto / netto einigen nicht so ganz klar?
 
Bei Steuerklasse 5 kann der Nettolohn/Stunde durchaus sogar noch weniger als 6,50 € betragen - da die TE nur den Nettolohn angegeben hat, ist keine Aussage darüber möglich, ob sie tatsächlich weniger als Mindestlohn erhält.

@TE: Wie schon mehrfach geschrieben, macht der Vergleich von Nettolöhnen keinen Sinn, und die angegebenen Tätigkeitsfelder, für die Sie gern Angaben hätten, sind deutlich zu umfassend. Beispiel Landwirtschaft: Hier beginnt das Spektrum beim Erntehelfer, der i.d.R. Mindestlohn erhält - der liegt, da branchenspezifisch, derzeit etwas unter den allgemein gültigen 8,84 €, steigt aber im November auf 9, 10 €.

Für festangestellte, ausgebildete Landwirze gibt es einen Tariflohn, der über Mindestlohn liegt.

Und an der oberen Grenze findet man wohl Agraringenieure, z.B. als Verwalter von Landgütern. Die bekommen gern eine Erfolgsprämie und können sechsstellig verdienen.
 
Der Mindestlohn gilt nicht netto, sondern brutto. Bei 100 Stunden Arbeit wären das 884€ brutto, was 700,36€ netto entspricht. Wenn du zu wenig verdient, verlange mehr. Auskunft kann dir da aber nur deine eigene Gehaltsabrechnung geben.
 

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