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Tatoo stechen für Neuanfang

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Ich finde Tattoos ziemlich mainstream, aber wenn sie zu einem passen und eine Bedeutung haben, kann das schön sein.

Vielleicht lasse ich mir eins stechen, zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Motiv weiß ich schon seit ein paar Jahren.

Ich finde, es sollte etwas sein, das dich aufbaut und dir Kraft spendet.
 
A

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Re: Tatoo stechen für Neuanfang
Für mich wäre ein Tattoo keine Lösung für Trauer oder Problembewältigung.
Verarbeitung findet im Kopf und im Herzen statt, nicht unter der Haut.
Wenn jemand mit einem Tattoo eine Erinnerung oder einen Neuanfang symbolisieren möchte, ist das natürlich seine persönliche Entscheidung. Ich selbst würde mir deshalb aber niemals eines stechen lassen, egal wie groß der Verlust oder das Problem war.
Ein Tattoo heilt zwar keine Trauer, aber manche Menschen sehen darin eine sichtbare Erinnerung daran, was sie überstanden haben. Entscheidend ist, dass du es für dich machst und nicht, weil du hoffst, dass dadurch plötzlich alles leichter wird.
Sechs Jahre durch so schwere Verluste zu gehen und trotzdem einen Neuanfang zu wagen, finde ich deutlich beeindruckender als jedes Tattoo.
 
Tattoos gelten doch schon lange nicht mehr als asozial.
Das sagen doch vor allem jene Leute, die eines haben. 😉

M. E. gibt es immer noch zahlreiche Menschen, die Tätowierten (vor allem jenen mit deutlich sichtbaren Tattoos) negative Attribute zuschreiben - völlig egal, ob die tatsächlich zutreffen oder nicht.
Zustimmen würde ich der Aussage, dass die Gestaltung heutzutage meistens viel kunstvoller aussieht als früher, als das noch zahlreiche Leute in do-it-Do-it-yourself-Manier gemacht haben, die lediglich einen hinreichend hohen Alkoholpegel im Blut haben mussten. Aber von gesellschaftlich breit akzeptiert sind wir immer noch weit entfernt. Je größer und auffälliger, desto urgs.

Ich selber mag Tattoos auch überhaupt nicht, finde vor allem schräg, wenn dann Leute später ihre alten Tattoos wieder loswerden wollen. Da wird beim Stechen völlig außer acht gelassen, dass man seine Meinung und Vorlieben im Leben nicht selten ändert, ein Tattoo aber eben nicht so einfach zu canceln ist wie eine schrille Haarfarbe.

Im Thread hier wäre für mich aber tatsächlich entscheidend, an die dunkle Zeit nicht ständig erinnert werden zu wollen. Idealerweise sollten doch schlimme Zeiten und Ereignisse verblassen dürfen und Schönem weichen. Ein Tattoo hingegen ist nicht selten für die Ewigkeit. Also nein, keinesfalls würde ich das machen.
 
Hallo @Fulfilled_life_and_love
Wenn du dir ein Tattoo stechen lassen möchtest, mach das!
Nur sicher solltest du dir sein, dass du wirklich für immer "ein Bild" auf der Haut haben möchtest.
Mit dem Motiv auf dir musst du jeden Tag leben, dafür solltest du es lieben, das muss dir bewusst sein.
Auch mit der Frage "wer soll es wann und wo sehen können" würde ich mich an deiner Stelle beschäftigen.
 
Liebe TE,
ich selbst trage nur Tattoos, die für mich eine besondere Bedeutung haben. Niemals würde ich mir irgendein beliebiges Motiv stechen.

Ich habe eine harte Zeit hinter mir. Das Tattoo, das einst mal als eine Erinnerung an einen Menschen gedacht war, ist mir heute ein Mahnmal. Und weil meine Geschichte inzwischen zuende erzählt ist, wird es jetzt noch mit einem Phönix und auch diesem Aktenzeichen ergänzt. Hoffen wir, dass es in meinem Leben nicht noch mehr werden.
Ich habe und lasse mir die Motive zeichnen, ein Motiv von der Stange käme mir nicht unter die Haut.
Ich empfinde das Tätowieren als wirklich schmerzhaft, aber das empfindet sicher jeder anders und je nach Stelle.
Ein Tattoo sollte eine höchst individuelle Entscheidung sein, die du selbst und unabhängig von anderen Meinungen treffen solltest. Und dann investiere in einen guten Tätowierer, der ggf. auch etwas teurer ist. Mein erstes Tattoo wurde damals viel zu tief gestochen.
 
Also ich würde das nicht machen, Tatoos stechen gehört für mich zu Körperverletzung 😉
Mir wird schon beim Blutabnehmen schlecht, Stechen mit Nadeln ist no go.
Dann kommt da in die Wunden noch die Farbe rein, ist das nicht giftig?
Einige aus meinem Bekanntenkreis sind auch Fans von Tatoos, das wird dann ganz stolz vorgezeigt "sieh mal, wie tapfer ich war". Naja wers braucht.
Neue Art von Heldentum 🤭🤭
Das Größte (oh Schreck) war eins in knallbunt, über das ganze untere Bein, da stand "No bad Days".
Das war ewig lange entzündet und geschwollen nach dem stechen.
Und ziemlich teuer.
 
Hallo Leute, die letzten 6 Jahre habe ich damit verbracht den Verlust meiner Familie zu verarbeiten (Vater, Mutter, Bruder an Krankheiten verloren).
Es war ein langes und schwieriges Kapitel, welches jedoch durch einen Neuanfang im Leben ersetzt werden soll.

Würdet Ihr Euch, wenn Ihr in meiner Situation wärt, ein Tatoo stechen? Wenn ja, was für ein Motiv?
Würde mich auf ein paar Meinungen freuen 🙂
Nö. Was hat das Verarbeiten von Verlusten mit Tatoo zu tun? Wenn du dir ein tatoo stechen willst, dann mache. Es ist aber nicht zwangläufig und ob das jetzt mit der Situation zu tun hat, erschließt sich hier wahrscheinlich niemandem.
 

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