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Supergau!

moonlife

Aktives Mitglied
Hallo Ihr lieben Forumsmenschen,

ich bin grad ziemlich durch und am Heulen. Habe heute ein Absage vom Personalreferat bekommen, ich darf mein Anerkennungsjahr doch noicht bei der Stadt machen. 🙁 Für mich ist das der absolute Supergau, da ich eigentlich am 1.09. hätte anfangen sollen unhd mich schon sehr drauf gefreut habe.
Die Vorgeschichte:
ich musste zu mehreren Amztärzten, die letzte Amtärztin sagte: "Für das Anerkennungsjahr sehe ich keine Pronbleme, nur bei der anschließenden Übernahme."
Daraufhin bin ich davon ausgegangen, dass ich mein Anerkennungsjahr bei der stadt machen werde.
Heute kam die Absage. Im Gutachten steht nur "darf nicht die alleinige Aufsichtspflicht für Kinder haben"
Die letzte Amtärtin hat nur ein Zusatzgutachten gemacht, entweder hat der Hauptgutachter den wichtigen Satz "Für das Anerkennungsjahr sehe ich keine Pronbleme, nur bei der anschließenden Übernahme." nicht übernommen, oder die andere Amtsärztin lügt mich an, denn heute am tel sagte sie, sie hätte es rein geschrieben.
Ich selbst kenne die Gutachten nicht, ich kann sie nur schriftlich beantragen und bekomme sie dann mit viel Glück ende nächster Woche.
Ach sch*****, ich hab so Bock zu arbeiten, ich bin ausgebildet, ich hab Vorerfahrung, die Stadt sucht Leute wie mich, wahnsinnig dringend und wirbt schon in Polen an. Aber ich darf nicht.....mich nervt das so unglaublich und es macht mich so traurig.🙁
LG
moonlife
 

Hallo moonlife,

schau mal hier: Supergau!. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hi moonlife,

ich kenne jetzt deine Geschichte nicht. Aber könntest du dir vorstellen, dich bei einem anderen Träger zu bewerben? Z.B. eine Kirche oder einem privaten Träger?

Alles Gute
Sisandra
 
es entsteht doch auch die frage wie die amtsärztin (die sicherlich kein unerfahrener assitenzarzt ist) darauf kommt das du nicht die alleinige aufsicht über kinder haben dürftest....................

du warst doch zur persönlichen konsultation bei der ärztin die dir das ins gutachten reingeschrieben hat ..oder ?

hat sie diese einschätzung deiner meinung nach völlig aus der luft gegriffen ?

die amtsärtin hat sicherlich auch eine fachärztliche ausbildung und praxiserfahrung die in dem teilgutachten zu anwendung kommen wird........

einfach mal so wird das zu fertigende gesamtgutachten der ärztin nicht zur teilbegutachtung vorgelegen haben. dies wird seinen medizinisch fachspezifischen sinn haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mensch, das tut mir jetzt so sehr Leid. Du hattest dich ja schon voll und ganz darauf eingestellt. Wenigstens dieses eine Jahr dort zu machen.

Nehm dich mal in Arm und versuche dich zu trösten.

Und in einer Blinden- oder Sehbehinderteneinrichtung wäre es auch nicht machbar?
Oder würdest du das ausschließen, weil zu eingeschränkt?

Würde es da eine Möglichkeit geben?
 
Hi Sissandra,

ich kenne jetzt deine Geschichte nicht. Aber könntest du dir vorstellen, dich bei einem anderen Träger zu bewerben? Z.B. eine Kirche oder einem privaten Träger?

Klar, mach ich jetzt auch, in der Hoffnung noch ganz kurzfristig irgendwo unter zukommen. Hatte nur eine mündliche Zusage, auf die ich mich dummerweise verlassen habe.

Hey Wuschelmautz,
ich kann deine Argumente schon verstehen und ich weiß auch, dass insbesondere meine Halbseitenblindheit eine Menge Unsicherheiten auslöst.
Nur, diese Amtsärztin hat mich genau einmal gesehen, keine gründliche neurologische Untersuchung , nur drei Tests, durchgeführt und weiß nicht, wie ich arbeite. Sämtliche Testergebnisse sind übrigens immer von situativen Begebenheiten, Tagesform, Umstände der Testsituation, etc abhängig, das gilt nicht nur für mich.

Als Berufspraktikantin darf ich eh nicht die alleinige Aufsichtspflicht haben (das Argument geht ans Personalreferat).

ich habe schon insgesamt neun Jahre gearbeitet und hatte immer wieder die alleinige Aufsichtspflicht und es ist nie etwas passiert, was sich auf meine Behinderung zurück führen ließe. Das liegt daran, dass ich ganz genau weiß, wie ich meine Sehbehinderung kompensieren muss.
Ich bin nicht ganz blind, ich muss den Kopf/Oberkörper nach links drehen, um das zu sehen, was andere sehen.
Erfahrundgemäß verlierenb die Menschen ihre Sorgen, sobals sie mich arbeiten sehen, weil sie dann merken, WIE ich meine Sehbehinderung ausgleiche.
Naja, wie auch immer, ich kann natürlich die Argumentation für mich noch fort führen, aber ich verstehe schon auch die Sorgen und Befürchtungen der anderen.In letzter Zeit wurde so viel davon berichtet, wie Fachpersonal seine Aufsichtspflicht verletzt hat.
Nur noch das hier:
hat sie diese einschätzung deiner meinung nach völlig aus der luft gegriffen ?
Nein, aber aus einer Tabelle, aus einem Raster oder Muster, in der nur meine Sehbehinderung bewertet wird und nicht wie ich damitr umgehe. Stell dir ein Kind vor, dass erblindet. Aber seine Eltern kümmern sich, fördern es, nehmen es überall hin mit, zeigen ihm alles, erlauben ihm, alleine weg zu gehen, etc. Als Erwachsener wird er keine Probleme haben, sich frei zu bewegen.
Andere Eltern sind vielleicht sehr besorgt um ihr Kind, lassen es nur in Begleitung raus, schützen es ständig, machern auch keine größere Ausflüge, fördern das Kind nicht. Dieser Erwachsene wird wahrscheinlich viel größere Probleme haben, sich frei zu bewegen.
So ähnlich ist es mit mir. Ja, meine Sehbehinderung ist krass, aber ich lebe alleine, verreise alleine, beaufsichtige meine Nichten alleine, usw.
Andere mit der gleichen Sehbehinderung können das eventuell nicht.

Liebe Prof. Dr. Antje,
AW: Supergau!
Mensch, das tut mir jetzt so sehr Leid. Du hattest dich ja schon voll und ganz darauf eingestellt. Wenigstens dieses eine Jahr dort zu machen.

Nehm dich mal in Arm und versuche dich zu trösten.

Und in einer Blinden- oder Sehbehinderteneinrichtung wäre es auch nicht machbar?
Oder würdest du das ausschließen, weil zu eingeschränkt?
Erst mal ganz lieben Dank dir!
In einer Se´hbehinderteneinrichtung hab ich es noch nicht versucht, werde ich jetzt aber ganz schnell machen.

LG
moonlife
 
Bist Du mit dem Thema "Persönliche Assistenz" vertraut?

Mensch, mir geht das gerade richtig nahe, dass Du eine Absage bekommen hast.

Kämpfe! Kämpfe!

Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
moonlife, ich vermute mal das es nicht nur die aussage der einen ärztin ist die die personalabteilung bewogen hat dir eine absage zu erteilen. es gibt diesen wohl auch sehr weitschweifenden begriff des amtsübergreifenden arbeitens bei behörden.
Du kannst dir da ziemlich sicher sein das da ein paar kurze telefonate zwischen den gutachtern und personalmitarbeitern gelaufen sind die keinen offiziellen charakter tragen.

der öffentliche dienst ist in der regel übervorsichtig bemüht jede eventualität auszuschließen die zu einem haftpflichtversicherungsfall, gerichtlichen prozessen und nahrung für reißerische berichterstattung durch die medien führen könnten.

durch dieses raster haben diese dich leider fallen lassen. es ist für unsereins eben irgendwie ungerecht und auch unverständlich. insbesondere für dich der du ja sozusagen bei dir in der ersten reihe sitzt und dir sehr wohl zu helfen weist.

es ist aber auch dem unvermögen zuzuordnen sich in einen behinderten menschen reinversetzen zu können. dem unwissen das der körper , und auch die seele defizite immer (und oft erfolgreich) versucht auszugleichen.
keiner von denen macht sich darüber gedanken das diese entscheidung für dich dermaßen lebenseinschneidend ist, dir wirklich weh tut.

leider ist es immer so das menschen die problematik erst dann begreifen wenn ihnen selbst eine ähnliche widerfährt. hier wurde eine eventuelle; wenn auch sehr unwarscheinliche gefahr wichtiger gewertet als der lebenswille eines menschen.
verantwortung zu tragen geht gerade im öffentlichen dienst oft dazu über sich gegen alle eventualitäten abzusichern zu wollen. damit wird eben auch so manches mal die chance menschlich sehr motiviertes potential zu nutzen vertan. gerade was öffentliche entscheidungsträger angeht gibt es da unzählige beispiele.

es tut mir echt leid für dich das es dich getroffen hat.

mich hat mal ein beitrag im fernsehen fast vom hocker gehauen in dem gezeigt wurde wie ein blinder mensch nur mit hilfe des echos seiner schnalzlaute mit seinem fahrrad alleine recht forsch durch einen wald fuhr. (das war kein witz !!!). es zeigt deutlich zu welchen außergewöhnlichen leistungen menschen fähig sind wenn sie eine behinderung ausgleichen wollen.

manchmal muss man entscheidungsträger vielleicht auch mit der nase drauf stuken.
vielleicht lassen die sich ja drauf ein, dich mal ein paar tage unter beobachtung sozusagen als schnuppertage arbeiten zu lassen unter der maßgabe zu beobachten ob du als sehgeschädigter bürger der aufgabe gewachsen sein könntest.

du bist mit solchen problemen nicht alleine. fühle dich in gedanken mal ganz sanft gedrückt. eines tages werden wir es ihnen zeigen, das wir so manches mehr drauf haben als der kollege otto üblich !!! *schmunzel

dir alles liebe
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey Landkaffee,
ja, ich kenn die persönliche Asistenz. Die Frage ist nur......es geht ja noch nicht um eine "feste Anstellung", sondern um ein Anerkennungsjahr, d.h. darum, dass mich die Stadt ausbildet. Ich arbeite und verdiene dann eh nur 80 %, 20% bin ich in der Akademie. Jetzt bleibt die Frage, ob die persönliche assistenz auch in so einer situation gewährleistet bleiben muss. Das werd ich mit einer Anwältin klären.

Hey Wuschelmautz,
du hast die Problematik wirklich sehr gut zusammengefasst und dargestellt, danke!


Die nächsten Schritte kenne ich schon, mit dem Hauptgutachter telefonieren, Behindertenbeauftragten kontaktieren, mit einer Anwältin reden, Bewerbungen schreiben, etc.,
Das ist weniger das Problem......seit nem halben Jahr geht einfach ganz viel schief und ich hab keine Kraft mehr.
Zuerst hat mir meine Fachakademie nicht erlaubt, ins Ausland zu gehen (hatte ne Stelle in Dublin) mit dem Hinweis auf meine Behinderung.
Dann sagte mir eine Dozentin , sie lege mir nahe, die Akademie zu wechseln. Mit ihr habe ich herumdiskutiert, ob ich nicht doch noch nach Dublin könnte.
Eine andere Dozentin sagte ganz offen, sie glaube nicht, dass ich auf Grund meiner Behinderung den Beruf ausüben könne und hat einige, nicht ganz nachvollziehbare Aktionen gestartet, die sich zum Nachteil fürt mich ausgewirkt haben.
Danach hatte ich extreme schwierigkeiten eine Stelle in Deutschland zu finden. Der Witz ist, einfach so eine Stelle zu bekommen, wäre kein Problem. Aber die meisten Chefs hatten Sorge wegen dem Status Berufspraktikantin UND behindert.
Nur das Praktikum brauche ich, um die die staatliche Anerkennung zu bekommen.
Zum Schluss musste ich dreimal zu verschiedenen Amtsärzten.
Vorher MUSS man immer unterschreiben, dass man seinen Impfstatus prüfen lässt ( egal wieder der Impfpass aussieht, müssen alle machen) und dass ich , sollte ich die Stelle warum auch immer nicht antrete, die Kosten übernehme. So eine Prüfung kostet an die 500 €, dazu kommen die Kosten fürs erweiterte Führungszeugnis, Kosten für beglaubigte Übersetzungen für Arbeits-Und Schulzeugnisse aus dem Ausland. Und ich werde nicht, wie geplant, ab September etwas verdienen.
Das alles bedeutet für mich grad eben den Supergau. Die letzten zwei Jahre waren eh anstrengend, weil ich genauso viele Scheine , Prüfungen , Berichte und Hausarbeiten schreiben musste, wie die meisten anderen es in fünf Jahren tun. Ich durfte auf Grund meiner Vorerfahrung verkürzen. Nebenbei hab ich gejobbt und meinen Haushaalt alkleine gemacht. Und trotz allem und mit meiner Behinderung hab ich nen Schnitt von 1,6.
Ich hab das alles gemacht, weil ich arbeiten will. Ich hab mich so auf die Stelle gefreut.
Und jetzt bin ich kko, kann nicht mehr.
LG
moonlife
 
Hallo Moonlife,

kein Wunder dass Du erschöpft bist.
Gönne Dir doch einige Tage Aus-Zeit.🙂
Bitte achte gut auf Dich. Du wirst noch ganz viel Kraft brauchen!
Und dann:
Wende Dich doch ´mal an den Blinden- und Sehbehindertenverband. Vielleicht können die etwas für Dich tun.

Bis demnächst!
Alles Gute!
"Käffchen"
..............................
Hey Landkaffee,
ja, ich kenn die persönliche Asistenz. Die Frage ist nur......es geht ja noch nicht um eine "feste Anstellung", sondern um ein Anerkennungsjahr, d.h. darum, dass mich die Stadt ausbildet. Ich arbeite und verdiene dann eh nur 80 %, 20% bin ich in der Akademie. Jetzt bleibt die Frage, ob die persönliche assistenz auch in so einer situation gewährleistet bleiben muss. Das werd ich mit einer Anwältin klären.

Hey Wuschelmautz,
du hast die Problematik wirklich sehr gut zusammengefasst und dargestellt, danke!


Die nächsten Schritte kenne ich schon, mit dem Hauptgutachter telefonieren, Behindertenbeauftragten kontaktieren, mit einer Anwältin reden, Bewerbungen schreiben, etc.,
Das ist weniger das Problem......seit nem halben Jahr geht einfach ganz viel schief und ich hab keine Kraft mehr.
Zuerst hat mir meine Fachakademie nicht erlaubt, ins Ausland zu gehen (hatte ne Stelle in Dublin) mit dem Hinweis auf meine Behinderung.
Dann sagte mir eine Dozentin , sie lege mir nahe, die Akademie zu wechseln. Mit ihr habe ich herumdiskutiert, ob ich nicht doch noch nach Dublin könnte.
Eine andere Dozentin sagte ganz offen, sie glaube nicht, dass ich auf Grund meiner Behinderung den Beruf ausüben könne und hat einige, nicht ganz nachvollziehbare Aktionen gestartet, die sich zum Nachteil fürt mich ausgewirkt haben.
Danach hatte ich extreme schwierigkeiten eine Stelle in Deutschland zu finden. Der Witz ist, einfach so eine Stelle zu bekommen, wäre kein Problem. Aber die meisten Chefs hatten Sorge wegen dem Status Berufspraktikantin UND behindert.
Nur das Praktikum brauche ich, um die die staatliche Anerkennung zu bekommen.
Zum Schluss musste ich dreimal zu verschiedenen Amtsärzten.
Vorher MUSS man immer unterschreiben, dass man seinen Impfstatus prüfen lässt ( egal wieder der Impfpass aussieht, müssen alle machen) und dass ich , sollte ich die Stelle warum auch immer nicht antrete, die Kosten übernehme. So eine Prüfung kostet an die 500 €, dazu kommen die Kosten fürs erweiterte Führungszeugnis, Kosten für beglaubigte Übersetzungen für Arbeits-Und Schulzeugnisse aus dem Ausland. Und ich werde nicht, wie geplant, ab September etwas verdienen.
Das alles bedeutet für mich grad eben den Supergau. Die letzten zwei Jahre waren eh anstrengend, weil ich genauso viele Scheine , Prüfungen , Berichte und Hausarbeiten schreiben musste, wie die meisten anderen es in fünf Jahren tun. Ich durfte auf Grund meiner Vorerfahrung verkürzen. Nebenbei hab ich gejobbt und meinen Haushaalt alkleine gemacht. Und trotz allem und mit meiner Behinderung hab ich nen Schnitt von 1,6.
Ich hab das alles gemacht, weil ich arbeiten will. Ich hab mich so auf die Stelle gefreut.
Und jetzt bin ich kko, kann nicht mehr.
LG
moonlife
 
Hallo Moonlife,

das tut mir auch sehr leid für dich. 😕 Mit Gutachten habe ich ja leider auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Eine Stunde Begutachtung und dann sind gleich das zukünftige Leben und alle Pläne mit sehr viel Hoffnung total versaut. 🙁 Ich drücke dir die Daumen, dass du schnell etwas anderes findest!

Liebe Grüße
Traumatisierter
 

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