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Suizidgedanken, depris etc.

ConeChief

Neues Mitglied
Hi
Ich hab mich nun in diesem Forum angemeldet da ich einfach mal Hilfe brauch.
Folgendes:
Mittlerweile geht es mir sehr gut, ich mach gerade meine Mittlere Reife, ich hab gute freunde, komm gut bei der weiblichen gesellschaft an, es klingt alles gut doch...
Das war alles nicht immer so, in meiner Vergangenheit ist einiges, einschneidentes vorgefallen, weshalb sich in mir auch hass und aggressionen aufgesammelt haben, weshalb ich letzten sommer auch versucht hab mich umzubringen, was nicht geklappt hat weshalb ich in die Psychatrie kam und auch einige zeit in Behandlung war.(Die Kriminallpsychologin meinte ein fall von misanthropie)
Doch es hilft nichts, die Gedanken bleiben, ich habe jeden morgen Angst aufzustehen, den tag über begleiten mich extremer Hass und Verzweiflung gepaart mit einer scheiss auf alles einstellung die mir nicht gerade hilft.
Obwohl es mir gut zu gehen scheint bleiben einfach noch die Erinnerungen an dinge, an die ich mich nicht erinnern will, und die behindern mich im alltag und in beziehungen. Mittlerweile hab ich auch begriffen das Drogenkonsum und Selbstverletzung keine Lösungen sind.
Hat jemand einen Vorschlag?
 
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Florian91

Mitglied
Hallo ConeChief,



du beschreibst was du gegenwärtig hast: Freunde, einen guten Abschluss und ein gutes Händchen bei Frauen/Mädchen. Du schreibst das es dir sehr gut geht.

Was du aber auch schreibst ist, dass du Probleme in der Vergangenheit hattest und das es die Erinnerung daran ist, die dich quält.


Das zentrale Problem ist also, dass du zu sehr in der Vergangenheit lebst bzw. dich zu sehr mit dieser auseinander setzen will. Dieser Tunnelblick in Richtung der Vergangenheit sorgt dafür das die gegenwärtigen Erfolge weniger Beachtung bei dir finden bzw. ganz aus dem Fokus geraten. Das sorgt dafür, dass du dich noch schlechter fühlst und entsprechend dich noch mehr mit deiner Vergangenheit quälst. Du bist also in einen klassischen Teufelskreis geraten.


Wichtig ist nun, diesen Teufelskreis zu unterbrechen und den Blick wieder in die Gegenwart zu richten. Dazu muss einmal festgestellt werden, dass du nicht mehr die gleiche Person bist wie in dieser Zeit in der du die Selbstmordgedanken hattest, aggressiv warst und einen Hass gegen die Menschheit hattest.

Jeder Mensch ändert sich mit jedem Augenblick. Kein Mensch ist am Ende des Tages der gleiche wie zu Beginn des Tages. Bereits innerhalb einer Sekunde werden in unserem Gehirn viele verschiedene Gehirnzellen neu gebildet oder sterben ab. Neue neurale Verbindungen werden geschaffen, gestärkt oder werden gelöst. Dieses gesamte Gerüst von Gehirnzellen und Verbindungen zwischen diesen, macht unsere gegenwärtige Persönlichkeit aus. Die Gehirnstruktur vor Monaten oder gar Jahren war eine weitgehend andere als sie es gegenwärtig ist. Somit ist auch die Persönlichkeit eine ganz andere und sie lässt sich jederzeit ändern.

In diesem Fall sieht man die Unterschiede bereits in den wenigen Details, die du von dir bekannt gegeben hast. Schließlich hast du gute Freunde. Ein Misanthrop hätte nichteinmal Freunde um sich, sondern nur Menschen die zufällig in seiner Nähe sind und deshalb unumgänglich sind. Auch würde ein Misanthrop nie in der weiblichen Gesellschaft gut ankommen. Er würde es gar nicht erst versuchen und würde zudem nicht von der Gesellschaft anerkannt werden, alleine schon weil er diese selbst nicht anerkennen würde.

Richte dich nicht nach deiner Persönlichkeit von vor einigen Jahren oder Monaten. Richte dich nach der Person die du heute bist - die du jetzt bist.


Wichtig ist auch die Vergangenheit zu akzeptieren. Schätze und achte sie. Aber lass es die Vergangenheit sein. Mach dir klar: Sie ist geschehen. Sie ist vorbei.
Das was bleibt sind nur die Folgen, nicht aber das Eregnis selbst. Ein Teil der Folgen besteht nur daraus etwas zu lernen. Die Vergangenheit dient zum lernen, die Gegenwart dagegen dient zum handeln.
Auch die Gedanken an die Vergangenheit sollen dich nur daran erinnern und dir klar machen, dass es noch etwas daraus zu lernen gibt. Das heißt, du hast einen intuitiven Rat von dir selbst noch nicht befolgt. Sei es, dass du dich mehr entspannen solltest, das Leben besser geniessen solltest, deine Freunde besser achten solltest oder dich einfach nur gesund zu ernähren und deinen Körper zu achten.

Nimm das Gelernte und wandle es in Handlungen um. Sei dir aber auch dessen bewusst: Die Vergangenheit alleine ist nicht der einzigste Lehrmeister. Auch die Erfahrungen anderer Menschen sind nutzvoll. Das offene Gespräch mit anderen, egal ob es Leidensgenossen sind oder nicht, ist daher genauso sinnvoll und effektiv wie ein Gespräch mit einem Psychiater. Seien es die Freunde oder gar vollkommen unbekannte Menschen an der nächsten Bushaltestelle die zufällig getroffen werden. Wichtig ist es die Erfahrungen anderer Menschen miteinzubeziehen, aber dabei die eigenen Erfahrungen nicht außer acht zu lassen.


In diesem Sinne hast du bereits richtig gehandelt, wenngleich das hier nur ein Gespräch in schriftlicher Form zwischen Menschen ist die vielleicht hunderte von Kilometer auseinander leben oder sogar in der gleichen Nachbarschaft leben könnten. Aber, du hast das Gespräch gesucht und damit schon jetzt für eine Verbesserung gesorgt und aus der Vergangenheit gelernt, dass man es eben nicht immer alleine schaffen kann. Somit ein weiterer Beiweis gegen die Misanthropie...


Ich hoffe dir ein bisschen geholfen zu haben und würde mich freuen von dir zu hören.
 

ConeChief

Neues Mitglied
Das Problem ist das mir meine freunde und freundinen ja eigntl egal sind, eig. is mir so zimlich alles egal (ich fühle einfach nicht wirklich etwas), ich konnte zwar nach meiner zeit in der psychatrie ein soziales umfeld aufbauen, was mir aber recht egal ist, weißt du, ich fühle nichts wenn ich die personen die sich meine freunde nennen ansehe, höchstens abneigung und angst, angst davor das sie mir auch kummer bereiten.
Ich weiß das klingt seltsam, aber ich bin auf so viele menschen gestoßen, die mir alle leid zugefügt haben das ich einfach kein "richtiges" umfeld aufbauen kann,d.h. ich kann keine Beziehung führen die nicht nach kurzer zeit zerbricht, mich anderen zu öffnen ist undenkbar, ich habe solche "paranoiden" gedankengänge das sie über mich lachen würden, oder ähnliches.
Ich kann gut alle meine Probleme verstecken doch immer wenn ich alleine bin bricht der hass, der zorn, der kummer wieder raus und ich heule mich in den schlaf.
Sozusagen hat mir die Vergangenheit einen schaden zugefügt, der bis in die gegenwart anhält und "narben" hinterlassen hat.
Das Internet hab ich gewählt weil es ja einigermaßen anonym ist, und somit kaum einer weiß wer ich bin...
Ich fühle mich ehrlichgesagt komisch ein wenig lächerlich über meine probleme zu schreiben.
Gruß
 

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