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Suizid- Was denkt ihr darüber?

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missladyjanna

Aktives Mitglied
Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch mal zu eurer Meinung fragen, wie ihr zu Suizid steht.. ich habe des Öfteren mal mit Freunden drüber geredet und manche meinten, dass einigen Leuten das Einfühlungsvermögen fehlt, dass sie sich (zum Glück) nicht vorstellen können, wie sich das anfühlt, wenn man nicht mehr Leben will. Andere hingegen sagen, dass das absolut egoistisch und dumm ist, weil Suizid keine Lösung ist und dadurch die Menschen im Umfeld verletzt und diese sich selbstvorwürfe machen und dass man das einfach nicht tun kann.

Meine Frage: Wie steht ihr dazu? Was denkt ihr darüber? (auch in Bezug auf aktive Sterbehilfe, wenn eine Person sich nicht mehr selbst das Leben nehmen kann)

Mich würde das wirklich sehr interessieren (nein, ich bin nicht suizidgefärdet, denke aber oft über das Thema nach).

Ich persönlich denke, dass es nicht gerechtfertigt ist, einer Person daraus einen Vorwurf zu machen, dass das egoistisch ist.. natürlich kommt es immer auf die Umstände an, vorallem, wenn die Person Familie (vielleicht sogar Kinder) hat, ist das sehr tragisch.. trotzdem glaube ich, dass es Umstände gibt, wo eine Person wirklich nicht mehr leben will und nicht mehr leben kann, ohne Qualen zu erleiden (seien es seelische oder körperliche). Meine Mutter z.B. lehnt das total ab, sie macht keinen Vorwurf, aber sie sagt, dass ja immer ein Weg ist und sie das garnicht nachempfinden könne.. Aber meine Mutter ist manchmal auch ein bisschen.. von einem anderen Stern. sowas wie SVV oder Suizid kam nie in ihrem Leben vor und sie kann damit glaub ich auch deshalb garnicht umgehen.

Wie seht ihr das? Würde mich über viele (auch noch so kurze Antworten) freuen!

LG, missladyjanna
 
Suizid ist keine Lösung aber ein Weg.

Ist ok, jeder darf/ muss selbst Entscheiden.
Wann es unerträglich wird, kann kein anderer beurteilen.
 
Ich bin für Verlängerung der Lebensqualität und für eine gesunde Harmonie. Ich kann Suizid und Krfankheit nicht verantworten. Gesundheit und Leben dafür schon
 
Hallo 🙂,
ich schreib jetzt mal einfach spontan nieder was mir gerade einfällt.
Einfühlungsvermögen
Das fehlt vielen Menschen wohl tatsächlich, oft jegliche Einsicht.
Andere hingegen sagen, dass das absolut egoistisch und dumm ist, weil Suizid keine Lösung ist und dadurch die Menschen im Umfeld verletzt und diese sich selbstvorwürfe machen und dass man das einfach nicht tun kann.
Das kann ich bis heute nicht nachvollziehen, warum suizidal-gefährdete Menschen und Suizidanten oft sogar noch für Ihre Gedanken und Handlungen beschimpft werden, wenn man nicht gerade Robert Enke heißt. Bei allem Beileid finde ich es schon seltsam, warum dieser Schweigeminuten, Trauermärsche, etc ... bekommen hat, während über andere sogar noch gelästert wird. Das zeigt doch, dass die Menschen mit gespaltener Zunge sprechen.
Wie seht ihr das?
Ich sehe es so, dass man als Suizid-gefährdeter Mensch oft gar keine reale Chance hat Hilfe zu bekommen ohne den eigenen Alltag völlig durcheinander zu bringen. Laut Forenmeinung sollen Leute ihre Familie, ihren Job, ihre Ausbildung, ... aufgeben und sich sofort einweisen lassen. Dass die Welt nicht nur schwarz/weiß ist verstehen hier viele nicht. Jemand kann doch aus persönlichen Gründen suizidale Gedankengänge entwickeln, aber zum Beispiel mit seiner Arbeit völlig zufrieden sein.

Das Problem ist meiner Ansicht nach das, dass viele einfach den Alltag nicht mehr meistern können und sich aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen. Die wenigen Dinge an die sie sich noch krallen sollen dann weggeworfen werden um sich in irgendeine Therapie zu begeben die nachher vielleicht mehr schadet als nutzt.

Ein Suizid-gefährdeter Mensch hat alleine vielleicht gar nicht mehr die Kraft oder den Willen an irgendeiner Therapie teilzunehmen. Was bringt eine solche Person dann sogar hier im Forum oft für eine Antwort: "Dann geh doch von mir aus ein, nicht mein Problem".

Menschen bräuchten eine dauerhaft geöffnete Anlaufstelle die einem zumindest auch temporär eine Hilfe stellen kann wenn man einfach wieder einen Tagesablauf in den Kopf bekommen muss.

Für mich ist der Suizid also einfach eine Abwägung von Möglichkeiten. Eine Variante alles zu beenden, wenn man sonst keine Hilfe mehr findet. Dazu gehört es auch, wenn man sich aus psychischen Gründen nicht helfen lassen kann, weil einem selbst dafür der Antrieb fehlt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin für Verlängerung der Lebensqualität und für eine gesunde Harmonie. Ich kann Suizid und Krfankheit nicht verantworten. Gesundheit und Leben dafür schon

Wie könnte man denn eine gesunde Harmonie z.B herstellen?

Ich meine oft kommt es ja auch auf den Boden an in dem man wächst und ggf nicht heraus kommt.

Oft sind es ja auch diverse Ursachen die zu einem Schritt wie diesem führen.

Ich finde es nur schade das wenn jemand diesen Schritt wählt obwohl er/sie noch sehr viele Möglichkeiten gehabt hätten das es besser wird,diesen aber dann irgendwann die Kraft verläßt.Und die Hoffnung schwindet.

*Nachtrag*
Wenn man z.B jemanden der solche Gedanken sagt das es dumm wäre sowas zu tun,
könnte unter umständen zu einer Verschließung der Person führen,diese Person würde sich dann ggf auch nicht mehr mitteilen.Und dann tun was diese Person tun wollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Robert Enke wollte damit was bewirken, dass die Krankheit mehr und mehr ernst genommen wird, nur leider hat es nichts genützt.

Menschen sind Dumm. Auf die Leute kannste spucken


Selbstmord ist für mich weder feige, noch mutig.
Für manche ist es eine Befreiung, manche handeln jedoch zu schnell.
Eines Tages für mich vll auch eine Befreiung.
Ewige Ruhe, keine scheiß Gedanken mehr, ist schon verlockend
 
Das Problem dabei ist, dass beispielsweise Depressionen die Sicht auf die Dinge vernebeln. Eine leicht negative Situation kann für viele schnell wie ein Nuklearkrieg erscheinen. Deshalb sollte man Suizid bei psychischen Problemen auf keinen Fall unterstützen oder in irgendeiner Weise positiv erwähnen. Vielleicht ging es mir nie dreckig genug, aber jeglicher Gedanke an Suizid wurde sofort abgewürgt als ich meine Familie vor Augen hatte. Man muss sich im Klaren sein welche Auswirkungen das hat. Indem man sich selbst von Leid befreit verursacht man neues Leid bei anderen Personen. Solange es also mindestens eine Person auf der Welt gibt der man das Leben durch Suizid versauen kann ist es für mich auf jeden Fall eine egoistische Handlung.

Aktive Sterbehilfe ist wieder was ganz Anderes. Wenn jemand vor mir liegt, leidet und nicht mal mehr alleine ein Glas Wasser trinken kann bringe ich ihn liebend gerne in die Schweiz wenn er mich darum bittet.
 
Das Problem dabei ist, dass beispielsweise Depressionen die Sicht auf die Dinge vernebeln. Eine leicht negative Situation kann für viele schnell wie ein Nuklearkrieg erscheinen.
Ja, aber statt, dass es flächendeckend reale Hilfe gibt, darf man sich sogar noch dafür beschimpfen lassen, wenn man nicht mehr die Kraft findet aufzustehen. Es ist der mentale point of no return, wenn man aus der Depression heraus keinen positiven Gedanken mehr finden kann.
Man muss sich im Klaren sein welche Auswirkungen das hat. Indem man sich selbst von Leid befreit verursacht man neues Leid bei anderen Personen. Solange es also mindestens eine Person auf der Welt gibt der man das Leben durch Suizid versauen kann ist es für mich auf jeden Fall eine egoistische Handlung.
Vorher hat sich niemand auch nur einen Dreck um einen selbst geschert, weshalb ist eine solche Handlung nun egoistisch? Den Tod als Befreiung vom Leid zu sehen ist doch nur eine Seite der Medaille, man verliert auch die Möglichkeit weiterzuleben. Geh doch mal auf mein Robert-Enke-Beispiel ein. Wurde er als Egoist beschimpft? Ich glaube kaum. Warum nur ... 🙄

Solange mentale/geistige Probleme in der Öffentlichkeit verschwiegen werden und nur ans Licht kommen, wenn man ein neues Buzzword einführen kann (Burnout/Boreout), solange sollte man sich mit jeglicher Kritik am Suizid wirklich zurückhalten, weil es einen einfach nichts angeht.

Es gibt konkret gar nicht die Chance, dass jemand über die nächsten Wochen betreut werden kann und dabei aber sein normales Leben weiterführt. Ich würde mich selbst nämlich gegen das Leben entscheiden, wenn ich als Alternative meinen Alltag aufgeben müsste um Hilfe zu erhalten.
 
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