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Suizid der Frau nach der Geburt

Anonym...

Mitglied
Hallo liebe Mitmenschen,

ich brauche einen Rat, eigentlich bin ich nie im Forum unterwegs. Unser Sohn ist am. 03.03.2020 geboren. Meine Frau war noch in der Ausbildung und hätte noch 1 Jahr machen müssen, ich bin Ingenieur und habe ihr gesagt, dass sie sich finanziell keine Sorgen machen muss und wir alles schaffen. Jeden Tag weinte sie und redete von ihrer Ausbildung, obwohl alles geklärt war, dass sie nach 1,5 Jahren Elternzeit weiter macht. Die Schule und ihr Chef unterstützen sie. Sie betitelte sich jeden Tag als Vorsagerin. Harte Sorgen. Wir haben ein ferienHaus und eine Wohnung bei meinen Eltern, dort wollte sie nie wohnen. Am 07.04.2020 rastete sie plötzlich aus und zog bei meinen Eltern aus, verbiete ihnen unseren Sohn zu sehen und beleidigte meine Eltern schwer. Sie ging ins Ferienhaus zurück. Kinder waren nie geplant, aber sie trug es trotzdem aus. Da ich mir 2016 ein Ferienhaus gekauft habe, kann ich mir keine Wohnung leisten, deswegen wohnen wir bei meinen Eltern und im Sommer im Ferienhaus. Sie war so unzufrieden.

Nun der Schock... Am 10.04.2020 nahm meine Frau sich das leben. Es gab keine Anzeichen, ich habe kein Abschiedbrief, ich bin am Boden zerstört. Ich sitze hier mit meinen Sohn, mein Job ist nicht mit Kind zu vereinbaren, da ich auf See arbeite. Ich weis nicht mehr wie es weiter geht.. hat jemand Ähnliches erlebt? Wie geht ihr damit um? Ich weis nicht wo ich die Kraft hernehmen soll weiter zu Leben.. mein Sohn hat seine Mutter verloren und ich die Liebe meines Lebens...
 

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Sisandra

Moderator
Teammitglied
Mir fehlen gerade die richtigen Worte ... gibt es in so einer Situation überhaupt richtige Wort?

Es tut mir unendlich leid für dich und auch für eueren gemeinsamen Sohn.
Vermutlich hatte deine Frau eine Wochenbettdepression, aber das hilft euch jetzt auch nicht weiter.

Kannst du in Elternzeit gehen?
 

Apollina

Mitglied
Hallo,

mein herzliches Beileid. Diese Situation ist wirklich sehr schrecklich und ich kann gut verstehen, dass dir das den Boden unter den Füßen weggerissen hat.

Wenn du ja mit deinem Sohn bei deinen Eltern lebst, gibt es dann vielleicht die Möglichkeit, dass sie die Betreuung übernehmen, wenn während du arbeitest? Oder können sie dich während der Elternzeit vielleicht auch finanziell unterstützen?

Ansonsten kann ich dir nur empfehlen eine Familienberatungsstelle aufzusuchen. Die Berater/innen dort werden dir nicht nur in Fragen zur finanziellen Lage und zur Erziehung, sondern bestimmt auch zum Umgang mit der Trauer helfen können.

Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute!
Liebe Grüße
 
G

Gelöscht

Gast
Es tut mir leider wie du jetzt mit diesem Nichts umgehen musst und keine Antworten erhälst.

In meinem Leben hat eine Frau versucht sich das Leben mit 33 zu nehmen. Es war wohl eine Spontantat. Sie hatte keinen Abschiedsbrief geschrieben - kein Testament.

Sie hat durch einen eigenen Fehler die Menschen verloren, die ihr etwas bedeutet haben.

Ein Zufall hat den "Erfolg" verhindert.

Vielleicht gab es etwas in ihrem Leben vorüber sie mit dir auch nicht reden konnte. Vielleicht möchtest du das suchen.
 
I

Irina1981

Gast
Hallo! Ja, leider kenne ich tatsächlich jemandem, dem quasi genau das gleiche passiert ist. Das ist inzwischen viele Jahre her. Vater und Sohn geht es sehr gut. Es gibt eine neue Liebe im Leben des Vaters und der Sohn hat zwei Mütter, wie er sagt. Denn das Gedenken an seine leibliche Mutter wird bewahrt. Jetzt braucht Ihr Zeit, liebe und gute Beratung. Lass dir deine Trauer nicht weg trösten. Deine Freundin hat es verdient, dass du um sie weinst. Es gibt Trauerbegleiter. Sehr hilfreich! Wird oft vermittelt über Hospizdienste. Dein Sohn hat auf jeden Fall Anspruch auf Halbwaisenrente. Es gibt viele Hilfen. Finanzielle und Emotionale. Du kannst eine Tagesmutter bekommen. Es gibt mit Glück sogar welche die über Nacht betreuen. Du kannst aber erstmal in Elternzeut gehen, ... Das Jugendamt kann helfen, kirchliche Träger, ... Es ist noch so frisch. Trauer! Versorg deinen Sohn, der Rest kommt! In welcher Stadt lebst du?
 

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