Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Sucht, Methadon, Notarzt

dirk das

Mitglied
Hallo,

ich mache mir gerade sehr viele Gedanken:

wir sind hier in der (Sucht)Klinik 60 Patienten. Aufgeteilt in fünf Gruppen.

Ein Rückfall kann passieren. Aber das wird genau betrachtet. Ermahnung / Abmahnung / Entlassung.
A. hat in seinem Zimmer Methadon eingeworfen. Der Mitbewohner wollte A. ansprechen - keine Reaktion. Er hat die Medizin verständigt.
Herzstillstand, Notarzt, Reanimation.

Einige Tage später:
A. durfte nicht die Klinik verlassen. Anweisung der Leitung.
Er wurde im Nachbarort gesehen. 0,31 Promille ergab der spätere Test.

A. muss die Klinik verlassen. Ist das richtig frage ich mich. Aus den Augen aus dem Sinn Problem gelöst? Nein!
Jeder kämpft hier Tag für Tag gegen die Sucht. Und jeder Tag ohne Drogen ist ein guter Tag.
Hier hatte er glück. Woanders vielleicht nicht. Aber er musste sich den Mist nicht reinwerfen.
Hätte die Klinik mehr tun sollen? Oder wir Mitbewohner?
Sollte ihm nicht weiter geholfen werden?

Fühle mich hilflos. Ich kämpfe gerade mit oder gegen die Tränen.

Danke für´s Lesen.
 
Ich finde schön, dass du dir Gedanken machst! Viele Suchthilfeeinrichtungen fahren einen harten/ strikten Weg. Ich finde das auch oft problematisch. Es muss meiner Ansicht nach beides geben: Orte, die 100%-ige Abstinenz erfordern aber auch Orte für Menschen wie A., die das (noch) nicht schaffen. Davon gibt es noch zu wenig, aber inzwischen zumindest schon mehr als früher. Ich hoffe, A. findet Hilfe. Hast du jemanden, um über deine Sorgen um A. zu sprechen?
 
Was ist bei dir stärker: die Angst um a oder eigene Bedenken selber rückfällig zu werden?
Ist nicht jede Berührung mit dem Thema "Drogengebrauch" eine Gefahr für alle anderen in der Einrichtung die trocken und ohne Gift Leben wollen und nun wegen dem Rückfall von A schon wieder die Nutzung bzw. Den Gebrauch direkt als Thema vor der Nase zu haben, somit die Rückfallgefahr für die anderen stärker als gäbe es keine Rücķfälle.
 
Nein - hier ist niemand.
Es nennt sich zwar Klinik. Man wird für 20 Stunden in der Woche beschäftigt.
Einmal die Woche gibt es ein Einzelgespräch mit der Bezugstherapeutin. Zeit: maximal 60 Minuten.
Bei mir 4 - 115.

Unter uns gibt es schon mal einen Joke. Ich habe das Bier in der Zwischendecke versteckt und Du?
Einkaufen und an den Getränkeregalen vorbeigehen - das haben wir in der Suchtinfo und der Achtsamkeit gelernt.

Ja es wird damit ein Zeichen gesetzt. A. ist kein Vorbild.

Ich habe mir folgendes überlegt:
Ich werde nachfragen wir es konkret mit A. weitergeht. Ob und welche Hilfe er bekommt.
Vielleicht geht ja die Außenwohngruppe.

Vielen Dank für eure Anregungen und Meinungen.
 
Ich sehe schon auch, dass das hart ist, wie die Klinik mit Rückfällen verfährt. Geht aber nicht anders.

Sie müssen aber so handeln, sonst liegt er nächste Woche wieder da und muss reanimiert werden.

Man muss bedenken, dass er einer anderen Person, die vielleicht dringend einen Therapieplatz benötigt und bereit ist mitzumachen, den Platz wegnimmt.
 
Ich sehe schon auch, dass das hart ist, wie die Klinik mit Rückfällen verfährt. Geht aber nicht anders.

Sie müssen aber so handeln, sonst liegt er nächste Woche wieder da und muss reanimiert werden.

Man muss bedenken, dass er einer anderen Person, die vielleicht dringend einen Therapieplatz benötigt und bereit ist mitzumachen, den Platz wegnimmt.
Das und er könnte andere in der Klinik anstecken, ebenfalls rückfällig zu werden.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben