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Warum das gut überlegt sein soll? Ich habe es dir geschildert. Du bist dann in deinem nahen Umfeld nur mit psychisch Kranken konfrontiert. Du wirst behandelt als wärst du einer. Und schlussendlich könnte es sein, dass du es glaubst, dass du einer von ihnen bist und diese Rolle spielst. Mir sagte mal einer "glaub ja nicht, dass mit dir irgendetwas nicht stimmt. Mit dir ist alles in Ordnung."

Ok, du kannst einen Therapeuten gerne nutzen, um mit ihm zu sprechen. Vielleicht lohnt es sich, dass einmal eine Dritte Person deine Lebenssituation anguckt. Du kannst auch mit uns reden. Du kannst dir vielleicht mal ein paar Bücher anschaffen und das studieren, was Therapeuten gelernt haben und dir beichten.

Wie du dich Verhalten sollst? Mir würden die Fragen einfallen:
"wieso verhalte ich mich so?"
"was beabsichtige ich?"
"wie könnte ich mich anders/besser verhalten?"

Aua, ja, das kenne ich... aber schön, dass es dich gibt!
 
Deshalb ja KEIN Mensch kommt ohne die anderen klar 😉 wir sind alle irgendwo aufeinander angewiesen ob morgens beim Bäcker oder beim IT Fachmann der unsere Pc's zusammenschraubt
In den Schulen selber etwas zu tun wird schwierig sein, oft sind die Klassen ja ein zusammengewürfelter Haufen und heutzutage gibt es sooo viele Individualisierungsmöglichkeiten, Konsum und Gier werden gefördert, wirkliche soziale Kompetenz ist kaum irgendwo vorhanden
Wie KeineAhnung schon sagt auch die Therapeuten kommen veständlicherweise an ihre Grenzen und manche sind tatsächlich so unsensibel oder gar gemein das man hinterher noch mehr Probleme hat, andererseits mag es auch Leute geben denen es geholfen hat, aber es gibt Dinge die kann kein Therapeut lösen und wenn er noch so gut ist -.-
Oh je das ist blöd Wenn es sich in Würgereiz und Krämpfen äußert, aber diese beiden Symptome sind absolut typisch für psychische Probleme.
Naja das deine Mum weint ist ja so ne Sache ich mein wenn du öfter beleidigt und kleingemacht wirst nutzt das nix ne...
 
Hi BlackSoul,

erstmal eine Story vorweg: Ich hatte mehr als zehn Jahre eine Nachbarin, die ständig nur gesoffen hat. Als sie einzog waren ihre Kinder klein und unbelastet. Sie hat immer nur geschrien und ihnen irrationale Vorwürfe gemacht. Es kam oft vor, dass sie saufen gegangen ist, und die Kinder allein zu Hause gelassen hat. Einmal saßen sie im Treppenhaus und haben wehmütig aus dem Fenster geschaut. Da haben wir sie zu uns rein geholt und erstmal versorgt. Dafür bekamen wir später von ihr Morddrohungen. Das Jugendamt kam regelmäßig bei denen, aber es gelang ihr auf spektakuläre Weise, nach außen den Schein der Normalität zu wahren. Die Jahre vergingen und die Kinder veränderten sich. Als Jugendliche hingen sie dann mit den selben Leuten rum, wie ihre Mutter. Ständig Parties, Saufgelage, Aggression. Der Große ist ein super netter Kerl. Aber wehe man äußert eine Kritik (z.B. wegen der 4. Party in einem Monat). Dann wird er zur Furie, so wie seine Mutter. So kam es dann, dass die Aggression, welche sie immer gesät hat, auf sie selber zurückfiel. Es hörte sich öfter so an, als würde er sie gleich umbringen. Überall schepperte und klirrte es. Letztenendes rief sie dann aus Angst vor ihrem Sohn die Polizei. Im Mai diesen Jahres ist sie mit Ende 40 gestorben - Sie hatte sich am Essen verschluckt, konnte aber aufgrund ihres Pegels (> 3,5 Promille) nicht richtig abhusten. Der Große hat das alles mitbekommen, konnte sie aber nicht retten. Vermutlich war er ebenfalls völlig dicht. Es war richtig gruselig wie wenig ihn der Tod seiner Mutter berührte. Er lebt einfach so weiter, als ob nichts passiert wäre. Und seither blüht er in gewisser Weise richtig auf..
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Es wundert mich nicht, dass es dir so schlecht geht. Für ein Kind repräsentieren Mutter und Vater die ganze Welt. Dein Vater war frühzeitig schon weg, also blieb deine Mutter als Hauptbezugsperson. Was braucht ein Kind in seiner kleinen Welt? Es braucht Geborgenheit, Liebe, Beständigkeit, Sicherheit und Aufmerksamkeit. Glaubst du deine Mutter konnte das alles geben? Ich denke nicht. Nach deiner Beschreibung zu urteilen ist sie viel mit sich selbst und ihren eigenen Problemen beschäftigt. Bei Stress geht sie saufen und du darfst sie dabei noch unterstützen, indem du sie abholen- oder ihre verbalen Attacken ertragen musst. Für ihre Sorgen wirst du dann auch noch als seelischer Mülleimer missbraucht. Und als dankeschön für das alles bekommst du oben drauf noch Vorwürfe verpasst. Was glaubst du macht das mit einem Menschen?

Ich glaube du fühlst dich so schlecht, weil deine Welt zerbrochen ist und du keinen Halt in ihr findest. Deine Mutter ist unbrauchbar als Bezugsperson, weil sie die nötige Geborgenheit und Aufmerksamkeit nicht liefern kann. Man kann sich an ihr nicht anlehnen, weil sie selber umfällt. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, das Mutter-Tochter-Verhältnis kehrt sich um: Du musst die starke Bezugsperson spielen und sie ist das Kind. Das löst wahrscheinlich unglaublichen Stress in deinem Körper aus, weil deine eigenen Bedürfnisse nicht erfüllt sind und du zusätzlich Kraft aufbringen musst, um deine Mutter zu stützen. Diese Kraft hast du aktuell aber eigentlich gar nicht. Es würde mich auch nicht wundern, wenn du mit Menschen generell Probleme hast. Du bist wahrscheinlich völlig ausgehungert und suchst nach Verständnis, Sicherheit etc.. Dinge, welche dir eben zu Hause gefehlt haben. Allerdings kann dir das kaum jemand in dem Maße geben, wie es eine harmonische Familienatmosphäre geben könnte. Darum vermute ich, dass deine Hoffnungen öfter enttäuscht werden und du dich dadurch noch einsamer fühlst.

Bitte, liebe BlackSoul, mach dir den Aufwand und such weiter nach einem Therapieplatz. Das ist so super wichtig für dich. Mit einem gescheiten Therapeuten lernst du dich selbst besser zu verstehen. Du lernst, welche deiner Gefühle nur Projektionen aus deiner Vergangenheit sind und wie du deine Bedürfnisse erfüllen kannst. Das alles funktioniert natürlich nicht über Nacht. Störungen/Defizite, die sich über Jahre oder Jahrzehnte aufgebaut haben, erfordern kontinuierliche Arbeit an sich selbst. Ein paar Pillen schlucken und bisschen quatschen reicht nicht aus. Aber es kann funktionieren, glaub mir.
 
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Warum das gut überlegt sein soll? Ich habe es dir geschildert. Du bist dann in deinem nahen Umfeld nur mit psychisch Kranken konfrontiert. Du wirst behandelt als wärst du einer. Und schlussendlich könnte es sein, dass du es glaubst, dass du einer von ihnen bist und diese Rolle spielst. Mir sagte mal einer "glaub ja nicht, dass mit dir irgendetwas nicht stimmt. Mit dir ist alles in Ordnung."

Ok, du kannst einen Therapeuten gerne nutzen, um mit ihm zu sprechen. Vielleicht lohnt es sich, dass einmal eine Dritte Person deine Lebenssituation anguckt. Du kannst auch mit uns reden. Du kannst dir vielleicht mal ein paar Bücher anschaffen und das studieren, was Therapeuten gelernt haben und dir beichten.

Wie du dich Verhalten sollst? Mir würden die Fragen einfallen:
"wieso verhalte ich mich so?"
"was beabsichtige ich?"
"wie könnte ich mich anders/besser verhalten?"

Aua, ja, das kenne ich... aber schön, dass es dich gibt!

Ja Bücher lesen wäre mal gar keine falscher Ansatz. Im großen und ganzen halte ich nichts von der Klinik. Neue Tabletteneinstellung und den ganzen Tag eben verschiedene Beschäftigungen und mit denen reden. Ich denke des ganze ist ein Ablenkungsmanöver für den Kopf. Man spielt sich dann selber was besseres vor durch andere, was letztendlich doch nichts bringen kann?? In letzter Zeit kommt von meinem Umfeld auch das ich krank bin und was machen muss und das ich nicht mehr normal bin. Meine Mutter meint sie kennt mich garnicht mehr.

Ich weiß im Alltag draußen manchmal garnicht wie ich mich benehmen soll. Ich fühle mich von allen beobachtet und angestarrt. Als ob man wartet das ich was falsch mache oder vielleicht mache ich auch was falsch oder vielleicht ist i-was unnatürlich an mir. Komm mir zur Zeit vor wie ein Außerirdischer da draußen. Ich bin überhauptnicht ich selbst und war es auch nie... Ich glaube, ich habe immer verschiedene Personen genommen die zum Zeitpunkt da waren und habe mich durch leben gemogelt.

Vielen Dank,
finde es auch schön mich mal auszutauschen
 
@neverever
Ja ich finde das auf die sozialen Kompetenzen viel zu wenig Acht gegeben wird, denn wo führt das denn mal hin?? So viele Leute werden Depressiv bekommen Burn-Out oder sonst was… Ich denke das die Zahlen steigen werden, weil vom Menschen einfach schon viel zu viel abverlangt wird. Und wenn man dann auch noch so Seelisch, Psychisch oder körperlich angeschlagen ist wie wir, ist man verloren, wenn man sich nicht selbst noch mehr reinhängt. Ja Psychologen sind auch nur da um den Kopf neu zu sortieren. Und in denen Ihrem Kopf ist dann das größte Chaos.

Ja ich weiß nicht was ich im Großen und Ganzen von dem Verhältnis meiner Mum denken soll. Ich rechtfertige es dann immer mit den Sachen, in denen sie mir wirklich geholfen hat. Aber wenn meine Mama was trinkt, ist sie in ihrem eigenen Element und macht einfach was sie will. Einmal wollte ich sie von der Kneipe abholen 1 Tag vor Silvester, weil wir auch zusammen feiern wollten und ich hab gesagt wenn sie jetzt nicht mitkommt ist sie gestorben für mich. War ihr egal. Bin aber froh, das seit 1nem Jahr das Telefonieren weniger geworden ist genauso wie die Themen über die sie mit mir so gesprochen hatte.
Ja im Nachhinein weinen die Leute und es tut Ihnen sooo Leid. Würden sie mal 10 Sekunden nachdenken bevor sie was sagen oder abschicken.
 
@ juka
Ja so ist es die Kinder leben i-wann mal das Leben des Elternteils, wo sie aufgewachsen sind. Ich weiß, dass ich als Kind immer zu meinem Vater wollte, weil mir der ganze Stress zuhause Zuviel war. Heute bzw. letzte Woche wo ich mich bei Ihm ausgekotzt habe, meinte er ich hätte Ihm das damals nie so genau erzählt, was Zuhause war etc. Aber ich denke mal, das man das Ganze als Kind nicht so wirklich formulieren konnte. Ich habe immer nur gesagt wenn er mich nach einem Wochenende nachhause gefahren hat „je näher das Zuhause kommt, desto schlechter und mulmiger ist es mir ergangen“. Ich wollte nie so werden, wie meine Mama und doch weiß ich dass ich einige Eigenschaften von ihr übernommen habe, die ich regelrecht hasse.
Ja meine Welt ist vor ca. 4 Monaten wirklich zusammengebrochen, denn seitdem fühle ich mich ganz anders. So als ob ich keinen Boden mehr unter den Füßen finde. Und ich kann momentan wirklich keine Kraft aufbringen. Davor habe ich über 1 Jahr lang für etwas gekämpft, was ich jetzt zwar habe, aber was auch mit dem Zusammenbruch von vor 4 Monaten zu tun hat. Es passieren immer wieder Kleinigkeiten die mich Verletzen, was ich früher als Lappalie gesehen hätte. Aber klar i-wann mal ist es eben einfach zu viel und man ist voll.
Vielleicht habe ich die ganze Zeit nach so einer Atmosphäre gesucht, wodurch die Verletztheit schon vorprogrammiert war. Ich werde Morgen nochmal bei einer Therapeutin anrufen, welche ich zwecks ihrer Warteliste 1-mal im Monat anrufen soll. Aber mir wird jeden Tag mehr bewusst, dass ich wirklich nicht in die Klinik will. Oder könnte es doch ganz ok werden, wenn man sieht das es Menschen gibt denen es so ähnlich geht? Ach ich weiß es einfach nicht. Ich Versuchs mir manchmal schön zu reden.
 
Du glaubst gar nicht, wie ich diese Leute manchmal beneide, die aus einfachen Verhältnissen kommen, einfach in dem Sinne, dass es von Anfang an stabile Verhältnisse gab. Andererseits wissen sie nicht, wie es ist, sich von ganz unten aufzurappeln, wie viele Tränen und Verzweiflung es kostet. Und dieser Weg, finde ich, ist ein viel viel stärkerer und bewundernswerterer.

Es ist auch ok, wenn dein Kopf nicht geordnet ist. Ich habe gehört, dass das der Zeit entspricht und "Heilsymptome" seien. Aber es erfordert jeden Tag Übung damit umzugehen zu lernen. Dankbarkeit und Gelassenheit zu üben, Dinge nicht mehr verstehen zu wollen und so gut es geht sein Leben zu genießen.
 
Ja diese Leute beneide ich auch immer. Deswegen machen mich die Sachen die im Fernsehen laufen richtig Irre. Ich hasse es zu sehe wie glücklich doch andere sind und was sie nicht für Geld haben. Ich finde das ist richtige Provokation was da immer läuft. Ich hasse den Fernseher seit längerer Zeit, zumindest das, was so tagsüber läuft. Ich schaue lieber viele Filme.
Aber ja eigentlich müssten wir dadurch abgehärteter sein und aus der Sicht habe ich es noch gar nicht betrachtet. Der Weg ist ein bewundernswerterer, denn man weiß eigentlich, was man trotzdem alles geschafft hat.
Oh jaaa da sagst du was. Ich weiß wie oft ich alleine in meinem Zimmer saß oder sonst wo und war richtig Verzweifelt und hab Tränen vergossen, Eimerweise voll. (So wie jetzt auch fast täglich)
Ja und das ist das ganze Momentane Problem, ich weiß mit nichts mehr umzugehen, sehe alles als Angriff, sehe alles negativ und wenn ich was tue bin ich nach 15 Minuten oder so richtig im A****.
 
@BlackSoul,
Ja genau so ist das auch, die psychischen Erkrankungen sind in den letzten Jahren stark angestiegen und ich glaube kaum, dass die Leute sich das alles ausdenken, viel eher liegts für mich an der Hektik, der Ellbogenmentalität welche fast überall gelebt und gefördert wird traurig aber wahr
Das mit deiner Mum tut mir leid und ja egal wars ihr villeicht wegen dem Alkohol?! Aber natürlich soll und darf das keine Ausrede sein um dich zu beleidigen und ein Patentrezept um sie dazu zu bekommen weniger zu trinken dürfte schwierig sein, ich denke mal, der Mann tut sein übriges dazu?
Es ist leider (zumindest von mir so beobachtet), selten geworden das Menschen vorher überlegen oder Wie sie handeln, wie das was sie sagen ankommen könnte, darüber machen sich die wenigsten Gedanken und hinterher wird sich über Reaktionen gewundert, dieses Gefühl kenn ich auch leider nur zu gut 🙂
 
Ja das finde ich auch so. Schließlich rufe ich seit 5 Monaten bei einer Therapeutin an die immer wieder sagt, ich soll in 4 Wochen wieder anrufen, die nachfrage sei zu groß.
Bin regelrecht am Verzweifeln, was dies anbelangt. Es gibt zu wenige Psychologen/Therapeuten.
Wenn ich bei der Ärztin bin, welche mir die Tabletten verschreibt, warte ich mindestens über 1 Stunde. Die letzten male waren es über 2 Stunden. Genauso wie eine telefonische Terminvereinbarung, kann mehrere Tage dauern, bis man doch mal jemand erreicht.
Am Alkohol liegt es definitiv, vorallem hatte das ganze erst mir ihm angefangen. Und er trinkt täglich seine Biere.
Ja mir sagt man auch, das man möchte das ich so bin wie früher und das man mich nicht mehr erkennt.
Wenn man sich so sehr in kurzer Zeit verändert, kann man daran nur selbst Schuld sein? Oder liegt es an seinem Umfeld?
Und wie kann man wieder so werden wie man war, wenn die ganzen Ängste einfach nur mehr und schlimmer geworden sind. Einen Tipp vielleicht??
Ich will zumindest wieder in die Richtung von früher, da ging es mir zumindest etwas besser als jetzt, aber unglücklich war ich trotzdem. Und ich glaube auch einfach das ich nicht weiß wer ich bin und wie ich dies herausfinden kann. Sry für das Chaotische schreiben, aber besser krieg ichs momentan nicht hin mit meinem Kopf.
 

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