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Zitronentorte

Aktives Mitglied
Hallo liebe Forenleser,

mir geht es grad nicht so gut.

Ich hatte mich ursprünglich hier angemeldet, um nach Hilfe wegen meiner schwierigen Partnerschaft zu suchen. Momentan habe ich nicht den Mut, mein Leben hier auszubreiten und meine Beziehung durchleuchten zu lassen. Vielleicht hab ich Angst, Wahrheiten zu hören, vielleicht fehlt mir einfach nur das Selbstvertrauen, um mit allzu kritischen Kommentaren umzugehen.

Ich möchte mich aber gern austauschen. Mit Menschen, die ähnliche Probleme haben. Mit Menschen, die ähnliche Probleme hinter sich gelassen haben. Oder einfach Menschen, die mir Mut machen und von ihrer Energie etwas abgeben wollen.

Ich lebe seit unendlich vielen Jahren mit einem Mann, der mir nicht gut tut. Wir kennen uns seit der Kindheit, er war meine erste große Liebe. Seit dem 12. Lebensjahr waren wir immer mal wieder zusammen oder auch nicht, sind nun seit 14 Jahren am Stück zusammen, haben zwei Kinder. Mir geht es von Jahr zu Jahr schlechter. Mir fehlt Wertschätzung und Anerkennung in der Beziehung, Kommunikation ist Mangelware. Das Thema Alkohol beschäftigt mich auch. Ich halte es nicht mehr aus, befinde mich aber wegen der Kinder in einer Art lethargischen Schockstarre. Am liebsten würde ich weggehen und nicht mehr wiederkommen. Doch das ist unmöglich…
Ich freu mich auf regen Austausch!

LG, Anne
 
Das sehe ich ja auch so.

Vielleicht kam das nicht richtig rüber - ich möchte aus dieser Beziehung raus.

Aber nicht durch Weggehen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, wie es mir am liebsten wäre, sondern ganz ordentlich und offiziell.

Ich brauche nur noch etwas Mutmache...
 
Dann musst Du Dich im Vorfeld um die Finanzen und eine andere Wohnung kümmern, am besten vorab ein Beratungsgespräch bei einem Rechtsanwalt für Familienrecht vereinbaren (nicht vergessen alle relevanten Unterlagen mitzunehmen), damit Du weißt , was auf Dich zukommt und was Dir nach der Trennung zusteht.

Dann weißt Du da schonmal woran Du bist.
 
Hallo Zitronentorte 🙂

Darüber reden / schreiben ist wichtig. Ich denke schon, daß du hier Input erhalten kannst, der dich weiterbringt.
Ob du dich trennen willst oder nicht liegt ja ganz allein bei dir / beim Wohl der Kinder. Und auch wann, bleibt dir überlassen.

Ich hatte nie einen alkoholabhängigen Partner. Ich könnte das auch nicht ab, da mir alkoholisierte Menschen Angst machen, weil ich sie als unberechenbar empfinde. Aber ich habe schon viel erlebt, da das Thema sich ja schon durch die Gesellschaft zieht und ich einige Menschen kennenlernen durfte.

Deswegen möchte ich ganz vorsichtig nachfragen, du mußt ja nicht mehr verraten als du willst 🙂 Hast du mit ihm schonmal über das Thema geredet? Hast du ihn schonmal ganz deutlich gesagt, so geht es nicht weiter und ich setze dich vor die Tür wenn er es nicht ändert.
Und nimmt er dich ernst? Respektiert er dich? (ich kann dir auch erklären warum ich das so frage, wenn du möchtest)

Viele Grüße und viel Kraft dir 🙂
 
Hallo CHOcell,

ja, wir hatten wir schon diverse Gespräche. Seit 3 Jahren regelmäßig im Halbjahresrythmus kann man sagen.

Seine Argumente roundabout:
ich höre sofort auf (Haltbarkeit: 2-3 Wochen)
ich möchte 2x in der Woche was trinken (Haltbarkeit: auch etwa ein paar Wochen)
wir haben eine Verpflichtung gegenüber den Kindern
das hättest du dir früher überlegen sollen, du wusstest doch, dass ich schwierig bin
du bist selbst schwieriger als ich
du kannst gehen, wenn die Kinder groß sind (zur Info: sie sind 4 und 9)

Generell verlaufen die Gespräche recht einsilbig seinerseits. Ich rede, er schaut die Wand an, dann sagt er ein bis zwei Sätze dazu, dann ist wieder die Wand dran.

Ich war schon ein paar Sitzungen beim Blauen Kreuz, ein sehr netter Psychologe hat versucht, mir zu helfen, aber trotz der Gespräche habe ich bisher nicht den Mut gefunden, zu gehen.

Danke fürs Lesen
 
Ich muß doch mal fragen, was genau das Schlimmste an dem Alkoholkonsum ist, um besser einschätzen zu können und präziser formulieren zu können 🙂

Was ich jetzt schonmal denke ist, daß er keinen Respekt hat und du anders auftreten mußt. Er nimmt dich nicht ernst. Aber das ist noch nicht schlimm, das kannst du ändern mit einer anderen inneren Haltung.

Ich hoffe mit seinen Schuldzuweisungen dir gegenüber kommt er nicht weit, und sie machen dich wütend?

Was mir direkt auffällt... Er redet von Verpflichtungen gegenüber den Kindern. Deine Verpflichtung ist es, sie zu schützen im Zweifelsfall. Das ist dir klar - ist es ihm auch klar?

Und noch eine Frage: Du redest immer davon, du solltest ausziehen. Was soll denn das? Warum kannst du IHN nicht vor die Tür setzen?
 
Hallo CHOcell,

ja, wir hatten wir schon diverse Gespräche. Seit 3 Jahren regelmäßig im Halbjahresrythmus kann man sagen.

Seine Argumente roundabout:
ich höre sofort auf (Haltbarkeit: 2-3 Wochen)
ich möchte 2x in der Woche was trinken (Haltbarkeit: auch etwa ein paar Wochen)
wir haben eine Verpflichtung gegenüber den Kindern
das hättest du dir früher überlegen sollen, du wusstest doch, dass ich schwierig bin
du bist selbst schwieriger als ich
du kannst gehen, wenn die Kinder groß sind (zur Info: sie sind 4 und 9)

Generell verlaufen die Gespräche recht einsilbig seinerseits. Ich rede, er schaut die Wand an, dann sagt er ein bis zwei Sätze dazu, dann ist wieder die Wand dran.

Ich war schon ein paar Sitzungen beim Blauen Kreuz, ein sehr netter Psychologe hat versucht, mir zu helfen, aber trotz der Gespräche habe ich bisher nicht den Mut gefunden, zu gehen.

Danke fürs Lesen



Liebe Anne,
du musst dir in erster Linie klar werden, ob deine Kinder weiterhin in einem Zuhause aufwachsen sollen, wo die Mutter permanent unglücklich ist, und der Vater offensichtlich auch. Kinder sind wie Seismographen sie nehmen jegliche Stimmung und nonverbale Schwingung auf.

Es ist ein absolutes Trugschloss zu glauben, dass Kinder zum gesunden Heranwachsen, zu jedem Preis Mutter und Vater unter einem Dach benötigen. Kinder leiden unter einer unglücklichen Ehe oder Partnerschaft und es ist viel mehr destruktiv zu versuchen, ein Gerüst dass bereits mehr als morsch ist, aufrechtzuerhalten zu wollen.

Wenn du deinen Kindern etwas gutes tun möchtest, dann bereite eine Trennung in langsamen Schritten vor. Sprich erst mit deinem Partner, kläre die finanziellen Verhältnisse und zum Schluss werden die Kinder mit einbezogen.
Alle Probleme lassen sich lösen. Keinesfalls darf man sich auf materielle Dinge beziehen. Das ist für Kinderseelen irrelevant. Kinder benötigen Herzenswärme und ein Da sein, und zwar uneingeschränkt von Mama und Papa.

Elternschaft besteht ein Lebenlang. Egal ob man sich scheiden lässt oder trennt. Das muss man sich bewusst machen.
Wenn betroffene Kinder liebevoll auf diesen neuen Lebensabschnitt vorbereitet werden, hält sich alles in Grenzen.
Wichtig ist, Mama und Papa müssen da sein, den Kindern Halt geben und absolut an einem Strang ziehen.

Ich spreche aus Erfahrung. Ich habe 3 Kinder, hatte ein Haus, einen Hund und nahm sogar noch einen Ortswechsel vor.

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Liebe.
 
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